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von Pillamyd » Freitag 28. November 2025, 13:16
frankjaeger hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Aufgabe: so lange hören bis zur Erkenntnis, dass das ein Meisterwerk ist 
Das ist nicht möglich, aus zwei Gründen: so lange lebe ich nicht mehr und solange irgendwo der Proll-Duke brüllt, wird aus jedem Meisterwerk ein Rohrkrepierer. Das letzte Album mit dem Deppen habe ich mir bis heute nicht in den Schrank gestellt.
Hilf mir! Das war nicht auf das Dukes Werk bezogen, das ging als Hausaufgabe für Martin und "Bonded By Blood". Habe ich falsch zitiert? Wenn ja...upps und sorry.
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von frankjaeger » Freitag 28. November 2025, 13:30
Vielleicht habe ich auch einfach falsch gelesen, sorry.
Bei "Bonded By Blood" hast du natürlich völlig recht!
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von Pillamyd » Freitag 28. November 2025, 13:42
Ich hab es nochmal gelesen und habe nicht falsch zitiert. Ich meinte das tatsächlich auf Martins Beitrag zu "Bonded By Blood".
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von Martin Schneider » Freitag 28. November 2025, 14:34
Pillamyd hat geschrieben:Martin Schneider hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Echt? Das liest man nicht so oft. Na dann hoffe ich, dass dir das dir das genug gibt, dich dann weiterhin mit frühen EXODUS zu beschäftigen. Kannst ja gerne dann mal deinen Eindruck mitteilen (hier oder im Band Thread). Das würde mich jetzt tatsächlich interessieren 
Heute beim Training das erste Mal gehört. War gut, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Mein erstes EXODUS-Album war ja "Shovel Headed Kill Machine" und das hat mich direkt gehabt. Aber ich werde mich noch reinhören 
Ich hab ja schon ein paar Mal verlauten lassen, dass "Shovel Headed..." mein erstgekaufts Metal Album ist und das finde ich immer noch bärenstark. Aufgabe: so lange hören bis zur Erkenntnis, dass das ein Meisterwerk ist 
Ich werde mich bemühen  Ich mag ja viele Musik mögen und gebe fast jeder Scheibe immer wieder eine Chance. Zum Beispiel bin ich sicher, dass HAMMERS OF MISFORTUNE mir 2026 endlich gefallen wird. Oder 2027... 
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von salisbury » Freitag 28. November 2025, 15:41
Pillamyd hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben: Und diese Rohheit wird vielerorts mächtig verehrt.
Ich nehme das zur Kenntnis, aber mein großen Problem ist, dass ich die "Rohheit" nicht wahrnehme. Das spüre ich bei SLAYER viel mehr, egal ob "Show No Mercy" oder "Hell Awaits". "Bonded By Blood" ist irgendiwe, nun ja, ich reagiere einfach nicht darauf, passt nicht rein, ist nicht attraktiv...  . Ach ja, MAIDEN! Hier sind wir beisammen. Egal welches Album, es gibt bei allen etwas, das ich toll finde, die Musik hat eine DNA, die für mich immer extrem vertraut ist.
Ich lese raus, dass die Attitüde nicht passt. Und das verstehe ich vollkommen. Es verdeutlicht nur, in Bezug auf andere Thrash Größen, immer nur, dass es viele Wege gibt sich auszudrücken. Und das ist doch die Hauptsache 
Schwer zu sagen. Ich tue mich mit dem Begriff "Attitüde" schwer, ich weiß nicht ob ich so etwas überhaupt heraus hören kann, ich kann schwer eine Verbindung zwischen dem Begriff und Musik herstellen. Ich lasse es grad nochmal laufen, allerdings auf shitty Laptop-Boxen. Es ist hauptsächlich der Gesang und der schreckliche Effekt auf demselben. Das nimmt ihm alle Schärfe. Zudem ist er zu dominant im Mix. Ich denke das ist eine konkretere Erklärung als "Attitüde", wobei ich nicht ausschließen kann, das so etwas unterschwellig auch hinein spielt.
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von Havoc » Samstag 29. November 2025, 15:57
zu EXODUS: Die lief heute dann auch noch mal bei mir. Ist schon ein sehr cooles Album, bei dem ich den Kultstatus auch gut nachvollziehen kann. Aber ich verstehe auch gut, wenn jemand der neu an die Sache rangeht lieber die neueren Sachen mit druckvollerem Sound mag. Geht mir auch oft gerne mal so. Weiterhin wäre das Album bei mir auch eher kein Kandidat für das beste Thrash-Album aller Zeiten. Aber reltiv weit oben landen könnte es schon. Aber die besten Slayer Alben sehe ich schon eher noch davor. Wobei ich ja eine lange Zeit nicht der große Slayer-Fan war. Heute mag ich die Band aber immer mehr. Wäre sicherlich auch mal interessant die Version mit Dukes am Mikro zu hören. Aber grundlegend bin ich auch überhaupt kein Freund davon alte Alben neu einzuspielen. Das fühlt sich einfach falsch an, selbst wenn es gut gemacht sein sollte. Naja. zu RUSH: "Grace Under Pressure" mag ich auch sehr. Aber allen voran "Power Windows" fand ich immer noch besser. Wohl meine Nr. 1 überhaupt bei Rush. Müsste ich noch mal in den Thread gucken. Habe da vor Jahren glaube ich mal eine Rangfolge erstellt. Was jetzt wohl noch kommt? Dream Theater auf jeden Fall... 
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von Pillamyd » Samstag 29. November 2025, 22:45
salisbury hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben: Und diese Rohheit wird vielerorts mächtig verehrt.
Ich nehme das zur Kenntnis, aber mein großen Problem ist, dass ich die "Rohheit" nicht wahrnehme. Das spüre ich bei SLAYER viel mehr, egal ob "Show No Mercy" oder "Hell Awaits". "Bonded By Blood" ist irgendiwe, nun ja, ich reagiere einfach nicht darauf, passt nicht rein, ist nicht attraktiv...  . Ach ja, MAIDEN! Hier sind wir beisammen. Egal welches Album, es gibt bei allen etwas, das ich toll finde, die Musik hat eine DNA, die für mich immer extrem vertraut ist.
Ich lese raus, dass die Attitüde nicht passt. Und das verstehe ich vollkommen. Es verdeutlicht nur, in Bezug auf andere Thrash Größen, immer nur, dass es viele Wege gibt sich auszudrücken. Und das ist doch die Hauptsache 
Schwer zu sagen. Ich tue mich mit dem Begriff "Attitüde" schwer, ich weiß nicht ob ich so etwas überhaupt heraus hören kann, ich kann schwer eine Verbindung zwischen dem Begriff und Musik herstellen. Ich lasse es grad nochmal laufen, allerdings auf shitty Laptop-Boxen. Es ist hauptsächlich der Gesang und der schreckliche Effekt auf demselben. Das nimmt ihm alle Schärfe. Zudem ist er zu dominant im Mix. Ich denke das ist eine konkretere Erklärung als "Attitüde", wobei ich nicht ausschließen kann, das so etwas unterschwellig auch hinein spielt.
Das ist mir bekannt, dass dir Wörter wie "Attitüde" und "Authentizität" schwer fallen. Ich habe ein bestimmtes Gefühl, wenn ich Musik höre, dass immer wieder aufkommt. Und mit der Zeit differenzieren sich diese Gefühle, die ich mit typischen Elementen der Musik (z.B. der hörbare Punk Einfluss der ersten beiden IRON MAIDEN Alben) in Verbindung setze. Lassen wir dabei das zweite Wort mal weg, ist es natürlich ein sehr inneres Gefühl von ..., aber in vielen Fällen wird ja klar, das dieses ganz klar geteilt wird. Ich will hier gar kein Fass aufmachen, die Thematik hatten wir schon sehr oft in verschiedenen Abständen. In ein paar Minuten folgt der zweite Platz. Ich bin dazu heute leider noch gar nicht gekommen.
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von Holger Andrae » Samstag 29. November 2025, 23:16
Pillamyd hat geschrieben:Top Ich war mir nicht sicher, ob RUSH jemand auf dem Schirm hatte. Müsste man aber eigentlich. Und zum anderen Thema: Waren das EROSION oder doch PSYCHOTIC WALTZ? An irgendetwas meine ich mich da zu erinnern. Da hast du sicherlich recht. Aber kommt man bei RUSH in der Größenordnung bei solchen Touren in Kontakt. Zu Neal damals bestimmt nicht  Nein im Ernst, ich merke das jedes Mal in der kleine Location bei uns in der Stadt von dem ich schon oft berichtet habe. Da ist einfach ein Vibe da, die Bands und Besucher regelrecht den Kontakt und wollen quatschen. Ich bin ja meist eher der leise Typ weil ich sowas gerne beobachte und genieße als Zeuge dessen wie die Musik zusammenschweißt, so als kenne man sich schon seit Jahren...und ich viel lieber zuhöre als das Wort zu ergreifen in solchen Situationen.
Sorry, Black Friday Weekend ... Bei Erosion bin ich ja nicht hinterher, sondern mit-gefahren. Das kann man nicht gut vergleichen, weil ich da gleichzeitig Fan und Freund war. War natürlich trotzdem immer cool. Bei Psychotic Waltz bin ich immer entweder alle von HH aus erreichbaren Gigs abgefahren und einmal halt auch eine Woche hinterher gefahren.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Samstag 29. November 2025, 23:25
Platz 2 Metallica | Ride The LightningGenre: Thrash Metal VÖ: 1984Welchen Weg die Band mit „Ride The Lightning“ einschlagen werden, war wohl zum damaligen Zeitpunkt wohl kaum zu erahnen. Was daraus geworden ist, erstaunt auch rückblickend über alle Maße. Während „Kill’Em All“ durch seinen unbekümmerten, jugendlichen Leichtsinn besticht und wild umhergestikuliert, so hat die Band einen wahnsinnigen Quantensprung im Songwriting vollzogen. Die Songs dringen ausgeklügelter und mit Harmonik zugebettet ans Ohr. Wer sich dafür verantwortlich zeigt und die Band voran- und antrieb, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass die Band schlichtweg immer einen Schritt voraus war, liegt aber auch wohl auch an der Vision eines Lars Ulrich, einen Cliff Burton gesehen zu haben und gewusst zu haben: den brauchen wir! Das sich das ausbezahlt hat, ist mit jeder Faser in diesem Album zu erkennen und auch wenn Megadave sich immer noch daran reiben mag, dass teile seiner Musik verwendet worden ist, so liegt der Erfolg des Albums wesentlich an anderen Aspekten als nur das Riffing oder Songschnipsel zweier Songs. Das Album startet furios mit einem der besten Opener eines Albums der Band und es braucht nicht viel Gehör, dass trotz der Wildheit, die Herrschaft im Schwitzkasten der Präzision im Riffing, der Harmonik in den Soli und der detailreichen Spielereien sich im engsten Raum abspielen. Getoppt wird das ganze für mich nur noch im Titelsong. „Ride The Lightning“ spielt mitselbigen Attributen. Der Pegel schlägt aber deutlich mehr in Richtung der Harmonik des Songs. Für mich eines der gelungensten Solo in einem Metallica Song. Definitiv ein Top 3 Song in der gesamten Diskographie der Band. Die Drumrolls und ganzen gespielten Fills eines Lars Ulrich sprechen für ihn und sind maßgeblich Teil der Richtung, die die Band später einschlagen soll. Meine Güte, ist da ein Punch dahinter. Wie schon weiter oben beschrieben, macht das den unterschied zu den anderen Thrash Größen aus. Was nicht heißen soll, dass ich damit andere Alben abwerten will (wie denn auch?). Nein, es macht die Schritte die die Band noch gehen sollte logischer und erklärbarer. Die Antwort auf die Frage, warum METALLICA an eines der größten Heavy Metal Bands auf unserem Planeten heranwuchs. Mit einem All-Time Fave, auf keinem Konzert vergessenen Song, dürfte sicherlich „For Whom The Bell Tolls“ sein. Das ikonische Intro von etwas mehr als 2 Minuten, dass Bassspiel dürfte jedem bekannt sein, auch wenn man die Band nicht mag. Da gibt es kein Vorbeikommen. Ein ungewöhnlicher Aufbau, der den Song recht kurzweilig macht. In seinem Text, dessen Vortrag so unabkömmlich ist. Absolut prägnant und der Beweis dafür, wie stark James Texte sind. Einen mutigen Schritt ist die Band damals auch ganz sicher mit „Fade To Black“ gegangen. Es lässt zum ersten Mal einen Blick auf die Gefühlswelt eines Hetfields zu, der über die Jahre sichtlich ins Hintertreffen geraten ist. Der Kerk muss einfach über die Jahre so viel geschluckt haben, dass es eine Qual ist. Es tut gut, dass auch ein weicher Kern hinter der harten Schale steckt. Ich bin froh, dass er uns bis heute erhalten geblieben ist, sowohl in der Musik als auch in der Person. Für mich war er lange Zeit so etwas, was man wohl als Vorbild beschreiben würde. Mit all seinen Macken und Rückfällen. Heute tue ich mich schwer damit, aber er hat mir in wahrlich schweren Zeiten vor Augen geführt, dass man Dinge aussprechen muss, als sie nur herunterzuschlucken und der Verarbeitung gewisser Dinge notwendig für die eigene Zufriedenheit ist als um Dingen hinterher zu trauern, die man nicht mehr ändern kann. Ich musste selbst auf die Schnauze fallen, um das herauszufinden. Aber er hat mir tatsächlich bei der Wegfindung Inspiration gegeben. Hui, jetzt wurde ich wohl so persönlich wie nie. Das war nicht beabsichtigt. Dass in großen Kreisen und allen voran, die Band, nicht viel von Songs wie „Trapped Under Ice“ und „Escape“ halten, habe ich bis zum heutigen Tag nicht wirklich verstanden. Für mich sind das großartige Songs, die in die klassischere Richtung schlagen, die das dichte Album, an der richtigen Stelle auflockern, bevor bei „Creeping Death“ Pharaonenköpfe rollen. Ein Brett. Punkt. Ein Highlight in jeder Setlist, dessen geliebte „Die By My Hand“-Publikumsakteure Kirk dafür danken müssten. Ursprünglich für EXODUS geschrieben, fügte sich der Part wie ein letztes fehlendes Puzzleteil in den Song ein. Das Album schließt im klaustrophobischen Nebel mit einem Instrumental ab, welches die letzten Kritiker in ihre Schranken gewiesen haben dürfte. Diese Atmosphäre kann nur von einem Cliff entsprungen sein. Was hier abgezogen wird ist, kann einfach nur mit Cliffs Hang zur klassischen Musik erklärt werden. Anders kann man dieses Kraftwerk nicht erklären. Ich bin so froh, dass ich diesen Song live erleben durfte. Gänsepelle am ganzen Körper und eines von zwei richtig geilen Instrumentalen, die die Musik in METALLICA nochmal ein Stück weiter in den Vordergrund stellen dürfte. Man sieht, ich habe rein gar nichts an diesem Album auszusetzen und deswegen habe ich mich, trotz meiner Vorlieben für Debüt Alben, trotz meiner Vorliebe für den trockenen Sound und von mir heißgeliebten und ausartenden „…And Justice For All“, für dieses Album entschieden. Wo ist „Master Of Puppets“ mögt ihr wissen wollen? Ja, ein großartiges Album bei dem ständig die falschen Songs in den Vordergrund gestellt werden. Aber für mich hat es im Gesamten nicht die Durchschlagskraft der anderen drei Alben aus den 80ern. Aber das ist ein anderes Thema. Hörbeispiele: Trapped Under IceEscape(einfach zum Trotze und weil jeder die anderen Songs aus dem FF aufsagen können sollte) Anmerkung: Das sind die letzten Zeilen, die ich für meine Top 100 geschrieben habe, denn ich habe mir ganz bewusst den zweiten Platz als letztes aufgehoben, weil ich wusste, dass das, was ich dazu zu sagen habe, mir locker und leicht von der Hand gehen wird.
Ich bin wahnsinnig glücklich, das Thema so über die Bühne gebracht zu haben. Normalerweise erwartet man Zeilen wie diese am Ende eines Abschlusses. Aber ich möchte mich ganz bewusst nach diesem Album mitteilen, weil METALLICA für mich den Start in den Metal geebnet haben. Das Schreiben hat mir einen unfassbaren spaß gemacht und gerade in den letzten 10 Plätzen, wird für mich (ich weiß nicht ob das spürbar ist) nochmal inhaltlich deutlich, warum die Bands dasteht, wie sie da steht.
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von Holger Andrae » Samstag 29. November 2025, 23:49
Pillamyd hat geschrieben:Platz 4 Queensrÿche | The WarningGenre: Progressive US Metal VÖ: 1984Eigentlich müsste dieses Album, in einer jeder dieser Listen einen solchen Patz bekommen. Was soll man denn noch großartig zu einem Album schreiben, dass zum 1x1 des Metals gehört? Nun, es bleibt nicht mehr viel, als die Gefühle offenzulegen. Das Album ist ein Inselalbum, welches seinesgleichen sucht. Eine Band, die einen Raketenstart hingelegt hat und für 5 Alben anhalten soll. Was für eine krasse Wendung die Band Mitte der 90er hinlegen würde, war in keinster Weise zu erahnen. Sicher, die Band war schon immer für feinjustierungen bekannt und kein Album klang wie das vorherige. Auch wenn ich der felsenfesten Überzeugung bin, dass selbst auf „Promised Land“ immer wieder auch zurückgeschielt wurde. Aber irgendwann war die Puste raus und endete im nicht gerade ruhmreichen Verhalten der Band. Aber legen wir das beiseite und konzentrieren uns auf die positiven Dinge in der Akte Queensryche. „The Warning“ ist in meinem Kosmos ein Album, dass den Weg für das ebnete, was da noch kommen sollte. Ein Meisterwerk der den US-Metal in eine Richtung lenkte, die funkelnder, glorreicher und prächtiger nicht hätte sein können. „The Warning“ machte die Spielwiese zu einer noch verspielteren Wiese. Immer wenn ich das Album höre, bin ich von der Stärke, die ich mit Epik und Melancholie beschreiben würde, wahnsinnig ergriffen und fiebere dem entgegen, was ich wissentlich noch zu hören bekommen werde. Dieses Album hat auch nach Jahren nichts von seiner Faszination verloren. Ich hatte zuvor noch nie so etwas wie dieses Album gehört. US-Metal auf einer ganz anderen Ebene. Diese Melancholie und Epik ist über die komplette Zeit ein dicker roter Faden in dem Album. Das Album schien über die Jahre immer weiter zu wachsen und ich musste mir irgendwann eingestehen, dass dieses Album wohl alles andere in der Diskographie überholt hatte. Dieser Sound, dieser Klangteppich. Gegossen in dieser typischen 80er Produktion, die ich einfach unwiderstehlich finde. Ich mag diese verträumte Art, der durch vertracktes Riffing, zu einer Langzeitbeschäftigung führte und das Album zu einer unvergleichlichen und eigenständigen Erscheinung anwuchs, die es kein zweites Mal geben sollte. Ich mag die Art des Albums einfach so sehr, weil sie im Zusammenspiel mit dem Goldkehlchen eine großartige Magie entstehen lässt. Man fühlt sich im andächtigen Lauschen immer wieder von Tate aufgeweckt. Das passt so ungemein gut zusammen, dass es fast schon gruselig ist, wie geschmeidig das ineinander geht. Ich kann diesen Gesang einfach immer noch nicht fassen. Will ich aber auch gar nicht. Denn die immer wiederkehrende Magie, schießt mir die Euphorie durch den gesamten Körper. Dass dieses Album dann in eines der großartigsten Metal Songs überhaupt mündet, kann einfach kein Zufall sein. „Road To Madness“ ist einfach ein Jahrhundertsong. Punkt. Dass kann man nicht beschreiben, dass muss man hören und erleben. Und so baut sich das ganze Album zu diesem Riesen auf, für das es bekannt ist. „The Warning“ ist ein Album, dass mir immer wieder vor Augen führt, dass ich definitiv im falschen Jahrzehnt auf die Welt gekommen bin. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein, die Scheibe auf den Teller gelegt zu haben, unwissend, was einem erwarten würde. Eine Initialzündung, die ich mir immer wieder bildlich vors Auge rufe und potential für einen Roman hätte. Ganz ehrlich! Übrigens als kleiner Gag zum Abschluss. Marcel behauptete doch tatsächlich, das Album hätte Lückenfüller. Ich musste laut auflachen, als Peter intervenierte und sich einen Kommentar dazu im Review nicht verkneifen konnte. Großartig! Hörbeispiele:WarningRoads To Madness
An manchen Tagen meine liebste QR-Scheibe! Mein Einstieg war "Night Rider" von der EP auf BFBS und die EP wanderte in der gleichen Woche in die Sammlung. Was für eine raketenkatapultartiger Senkrechtstart, der mit "The Warning" fortgeführt werden konnte. Nichts, aber auch gar nichts, gibt es an diesem Album zu verbessern. Wobei ... ich hatte meine Anlaufprobleme mit dem Sound, der irgendwie sehr ernsthaft und beinahe etwas distanziert klingt. Ich habe die Scheibe zusammen mit der ersten WASP gekauft, welche dann eine kurze Zeit lang viel häufiger lief, nur um dann nie mehr auf dem Plattenteller zu landen. Eine beinahe gegenteilige Behandllung hat dieses Album hier erfahren. Nachdem ich mit eingehört hatte, denn das war notwendig, fehlte mir doch die unbändige EP der EP aufs erste Ohr, wollte sie gar nicht vom Player runter. Die Hochlichter in diesem Feuerwerk sind für miic 'No Sanctuary', 'NM156' und natürlich 'Roads To Madness'. Letzteres ist ein der beiden einzig möglichen Antworten auf die Frage nach dem besten Queensryche-Song. Wie Geoff hier gesanglich genau das durchlebt, was der Text auusagt, ist unfassbar intensiv.Bis heute lebe ich diesen Song beim ANhören komplett mit.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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