Dødheimsgard

Re: Dødheimsgard

Beitragvon Kenneth Thiessen » Sonntag 28. Mai 2023, 18:21

Dann wünsche ich dir da mal, dass du denen auch etwas abgewinnen kannst, auch wenn deren gesamtes musikalisches Konzept schon ziemlich drüber ist. Falls du dann mal reingehört hast und/oder dir die Scheibe geholt hast, kannst du ja mal berichten.
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Eike » Sonntag 28. Mai 2023, 18:42

In dem Fall gerne. Ich mag ja grundsätzlich "drüber" schon mal ganz gerne. Siehe BORGIA, siehe FUNERALIUM, siehe WATCHTOWER, siehe MASTODON, ...
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 2. August 2023, 13:55

Ich muss das Album dringendst öfters hören. Gerade lief der Opener und der hat mich einfach schon wieder so weggeblasen. Erstaunlich wie gut der Song mir nach nur zwei kompletten Durchläufen im Gedächtnis geblieben ist.
Das Teil haut mich gerade über die Anlage mächtig um und macht das Wohnzimmer vorübergehend zu einer Höhle der Dynamik. Meine Güte klingt das alles genial!
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon kingdiamond » Mittwoch 2. August 2023, 22:47

Ich hab es 2x mit dem Album probiert.
Kannte die Band allerdings auch nicht. Hab beides mal bei Lied 2 oder 3 abgebrochen.
Dachte eigentlich von der Beschreibung her „Black/Progressive“ könnte mir eventuell gefallen. Hat mich aber irgendwie nur genervt.
Ggf. falsche Zeit + falscher Ort… oder einfach nicht mein Ding ;-)
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 2. August 2023, 23:42

Jo, Dødheimsgard nimmt man nicht mal eben so im Vorbeigehen mit, denke ich. Das erfordert schon den Willen und die Muße, sich da durchbeißen zu wollen, speziell wenn die späteren Werke den Erstkontakt markieren. Ich finde die Band grandios und bin Fan seit dem 1994er Promotape, aber selbst ich muss dafür in Stimmung sein und das wirklich akut hören wollen. Im falschen Moment kann das durchaus auch anstrengend sein.
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Pillamyd » Samstag 5. August 2023, 21:26

Genau das ist jetzt wohl bei mir eingetreten. Als ich das Album vor fast 3 Monaten gekauft habe, waren nur 2 Durchläufe drin. Ich fand das Gehörte zwar ganz gut, war nach den ersten zwei Songs aber erstmal sehr zurückhaltend. Jetzt bekomme ich von dem Album gerade gar nicht genug und freue mich über jeden Durchlauf. Da beginnt ein Song, ein Ton füllt den Raum...und es kommt mir vor, als wäre es ein Statement. Und das Album ist voll mit so etwas. Das ist so eine ausgewogene Mischung geworden. Sowohl im Songwriting, als auch in der Produktion. Das ist schon fast eine gemütliche Atmosphäre....
Ich will das gar nicht verniedlichen. Aber die Scheibe haut mich echt um, mit jedem Durchlauf...hätte ich nicht mehr vermutet. Aber das ist einfach eine große Überraschung.
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 27. Oktober 2025, 13:50

Pillamyd hat geschrieben:An DØDHEIMSGARD habe ich diese Woche auch schon gedacht. Wird für November rausgelegt und dann würde ich gern mal die mir fehlenden Alben/EP besorgen.

Coole Sache.

Wir haben am Freitag später am Abend im Schützenheim die beiden genannten Alben "666 International" und "A Umbra Omega" angehört. Einer meiner besten Freunde ist riesiger Fan der Band, und speziell auch des bei Erscheinen von der harten BM-Szene doch eher geschmähten "666"-Scheibchens. Ich war damals als Fan des Frühwerks zugegebenermaßen schon auch irritiert, aber trotzdem hat mich das Album nie losgelassen. Für meinen Kameraden ist es dagegen eins seiner liebsten Alben überhaupt, und dementsprechend haben wir das öfters mal am Laufen, wenn Freitag Nacht nur noch der harte Kern da ist.

Die elektronischen und triphoppigen Elemente, die das Ding hat, sind ihrer Zeit absolut voraus und dennoch bleibt - retrospektiv - der Bandcharakter immer klar erkennbar. Damals mag man - und auch ich - das anders gesehen haben, weil es einfach nicht so recht ins BM-System jener Zeit passen wollte, aber im Endeffekt war und ist es ein wegweisendes Ding, das einerseits hier und da die industriellen Drumbeats von MYSTICUM aufgreift, auf der anderen Seite aber auch damals noch wirklich neue, trippig-spacige Elemente einfügt, wie wir sie später dann auch etwa bei MANES erleben; das allen durch die stimmliche und kompositorische Eigenwilligkeit zusammengehalten, die eben so nur bei DØDHEIMSGARD gibt.

Unterm Strich für mich eine der "perfekten Bands" in der Hinsicht, dass alle ihre Releases von sehr beeindruckender Qualität sind, aber auch alle so facettenreich, innovativ und charakterstark, dass man hier echt sagen kann, dass sich die Band Mal ums Mal neu erfindet, aber im Kern immer sie selbst bleibt, auch wenn Stilelemente und Musiker fluktuieren.

Die ganzen Spin-offs und Family-Tree-Dinger - VED BUENS ENDE, URARV, THE DEATHTRIP, DOLD VORDE ENS NAVN, STRID, MANES, CODE - sind ja auch sehr bemerkenswert. Das aktuelleste Baby DOEDSMAGHIRD hab ich mir auch zugelegt, und die ersten Eindrücke waren sehr positiv, aber es braucht wohl am Ende doch noch ein paar mehr Spins, bevor ich es richtig stabil einordnen kann.

Es ist aber auch irre, welches kreative Potential in diesem Kollektiv steckt. Man mag denken, dass sich Vicotnik & Co. mit all den unzähligen Bands und Projekten verzetteln, doch am Ende passt das irgendwie immer. Nichts von dem Zeug ist auch nur ansatzweise durchschnittlich oder schlimmer. Alle Jungs aus dem Umfeld liefern nahezu immer ab.
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Pillamyd » Montag 27. Oktober 2025, 17:28

Mir fehlt ja noch genau die Phase zwischen "Satanic Art" und "Supervillain Outcast".

"Black Medium Current" hat mich nachhaltig beeindruckt und mich auch zu dazu bewegt, das Ding sogar als etwas anzusehen, dass neue Maßstäbe setzen könnte. Nun, der Ursprung des ganzen liegt - wie ich lernen musste - schon eine ganze Weile zurück. Und wenn ich das so lese was du schreibst, sehe ich da parallele zudem was ich vor zwei Jahren gehört und geschrieben habe ohne das vorher zu kennen, was da wohl schon mit "666 International" angefangen hat. "Umbra Omega" ist immer noch ein verdammt zäher Hassbratzen. Aber "Black Medium Current" ist bis jetzt einfach mein Liebling der Band und ich frage mich, wie die Band das toppen möchte. Nicht dass es das Ziel der Band sei. Aber da haben sie schon etwas rausgehauen was zu deiner "perfekten Band" Aussage durchaus passend für mich ist.
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 27. Oktober 2025, 21:43

Meine Nr. 1 ist, ohne damit einen der Nachfolger auch nur ein My schmälern zu wollen, gleichwohl das Debüt "Kronet Til Konge", aber - da kann ich halt nicht aus meiner Haut: Second Wave BM, Norway 1990s, ist halt mit meiner musikalischen DNA komplett verwachsen, dazu mein Lieblingssänger Aldrahn, Weirdo Vicotnik, plus Fenriz on Bass und Backing, und Songs für die Ewigkeit, Texte für die Ewigkeit... Malicious Records... ein Traum in Schwarz und Weiß... :grins:
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Re: Dødheimsgard

Beitragvon Pillamyd » Montag 27. Oktober 2025, 21:52

Absolut verständlich! Da läuft halt vieles zusammen.

Mich würde einml interessieren, was du zu "Monumental Possession" zu sagen hast. Zu dem Album liest man nahezu wenig bis gar nichts.
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