Between The Buried And Me

Re: Between The Buried And Me

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 18. Oktober 2025, 14:11

Mein Kurzkommentar war ja: "Keine der stilistischen Facetten erreicht mich."

Verstehe ich die Facetten nicht? Hmm. Das mystifiziert mir das Phänomen ein wenig zu sehr, und ich denke eigentlich, dass das eine recht schlichte, und einfach zu beantwortende Frage ist. Man hört bei dieser Platte zu jeder Zeit, dass hier fantastische Musiker am Werk sind, die mit tollen rhythmischen Breaks arbeiten, mit funky-stumpy-flockigen Basslines, mit einer sehr transparenten, nicht zu lauten Produktion. Und ich höre da allerlei tolle Bands als Einflüsse oder Referenzen heraus, von RUSH und KING CRIMSON über PRIMUS und RED HOT CHILI PEPPERS bis hin zu SMASHING PUMPKINS und MESHUGGAH; 'Absent Thereafter' hat sogar einen gewissen entpaganisierten ENSLAVED-Hau.

Wenn es geschmeidiger und weniger breakig und ADHS-mäßig ist, wie etwa bei 'The Blue Nowhere', dann läuft es zwar gut nebenher, klingt gefällig, aber die Alternative-Note verhindert, dass es so richtig auf meine emotionale Wellenlänge kommt; und Songs wie 'Things We Tell Ourselves...' machen mich halt eher nervös. Auch solche rhythmische Unruhe kann ich mich nur selten einlassen (etwa bei Sigh oder Watchtower). Dazu kommt, dass mir - obwohl ich abwechslungsreiches Songwriting durchaus mag - mir insgesamt die stilistischen Einflüsse etwas zu mannigfaltig sind.

Nun... vielleicht hat der Schellenkönig ja doch recht... der Kram könnte tatsächlich wachsen, wenn man es zulassen möchte.
:D
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Re: Between The Buried And Me

Beitragvon kingdiamond » Samstag 18. Oktober 2025, 14:34

Mein Kommentar war nicht auf dich bezogen, sondern eher allgemein gemeint.
Erstmal traue ich euch Soundcheckern sehr viel zu - vor allem eine schnelle Auffassungsgabe - jedoch hat euer Tag auch nur 24 Std.

Meine Voraussetzungen:

1. Ich kenne die Band und kann mit deren Musik was anfangen.
2. Ich habe eine Affinität für die Musikrichtung(en).
3. Ich habe die Zeit das Album 10x zu hören, weil ich keine Noten innerhalb 2-3 Wochen abgeben muss.

…und ich hatte bei den ersten Durchläufen zwar immer direkt einen positiven Eindruck, jedoch löst sich das „Puzzle“ erst nach und nach…

Daher meinte ich nicht unbedingt nur „schönhören“ durch zig Spins, sondern auch wenn man es von Anfang an gut findet, dass es selbst dann einige Durchläufe benötigt. Und dass es bei 71 Minuten Spielzeit ja auch nicht unbedingt mal kurz zwischendurch gehört ist, kommt noch hinzu.

Auf der anderen Seite hat die neue CEA SERIN ja ähnliche Spielzeit und kam im SC ja ganz gut an…ist aber m.E. auch bei weitem „leichter“ zu hören.
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Re: Between The Buried And Me

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 18. Oktober 2025, 17:07

Hab ich nicht falsch verstanden und auch nicht direkt auf mich bezogen. Wollte trotzdem drauf Stellung beziehen, durchaus selbstreflexiv im Hinblick auf die Scheibe. Und es zeitigt ja irgendwie auch Wirkung, wenn man solche Anstöße bekommt.
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