Irgendwie ist mir mit Erschrecken aufgefallen, wie viel Gift man so im Laufe eines Jahres in sich reinstopft, selbst wenn man eigentlich ziemlich "normal" lebt. Ausgerechnet über die Feiertage hat es sich mehr oder weniger zufällig ergeben, dass ich mal auf die Flasche Wein zum Essen, die Kaffee-Exzesse am Morgen und die Zigarre zum Cognac vor dem Schlafen verzichtet habe. Nach kurzer Zeit habe ich mich schon deutlich wacher, klarer und besser gefühlt. Wieder daheim bin ich dann auf ein paar Whiskey zu meinem Lieblings-Nachbarn rüber. Wir waren zwar nicht betrunken am Ende, aber irgendwie habe ich im Bett dann doch gedacht: Verdammt, jetzt ist Schluss mit dem Scheiß!! Jetzt lasse ich mal für ein paar Monate die Finger von allem, was dem Körper und damit dem Geist eigentlich schadet. Das Gefühl war sehr stark und deutlich, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich das durchziehe - auch ohne mich brutal zwingen zu müssen.
Was die Musik angeht, da kann der Vorsatz nur lauten, mir wieder mehr Zeit für sie zu nehmen. Und fürs Lesen. Dafür weniger arbeiten. Und trotzdem erfolgreich sein. Yes, we can.




