Musik und Emotion

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musik und Emotion

Beitragvon darklord » Freitag 31. Dezember 2010, 18:50

Was muss Musik haben um mich zu berühren? Nun, sie muss einfach vom Herzen kommen denke ich.
Musik die mich berührt hat? Crimson Glory, Manilla Road, Priest (berührt im Sinne von in den Arsch getreten und zum Headbangen getrieben, das ist auch ne Form von Emotion. Wobei, von Priest gibts ja auch Songs wie Dreamer Deceiver), Jex Thoth und so weiter. Im Grunde kann ich von keinem Album das ich wirklich gerne mag behaupten, es hätte mich nicht auf irgendeine Weise berührt.
(Iron Priest)
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon hellknulf616 » Freitag 7. Januar 2011, 12:44

123_7 hat geschrieben:Habe ich mich jetzt komplett lächerlich gemacht, weil ich Blödsinn rede?

Nein, nicht im Geringsten. Und mit meinem online sehr ausgeprägten Hang zum "Ralf erklärt die Welt"-Absolutismus sicherlich auch einen schwachen Punkt getroffen. ;-)
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Germon » Freitag 7. Januar 2011, 17:39

123_7 hat geschrieben:Lasst uns Musik hören.

Die Essenz.
Ich seh zwar aus wie Herbert Grönemeyer, doch ich bin ein ganzer Mann!

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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Eike » Samstag 13. November 2021, 16:20

Weil es hier auch ganz gut reinpasst:

Seit ich keine Rezensionen mehr schreibe
(ging irgendwann nichtmehr, zumindest nicht in halbwegs geregelten/gesteuerten Bahnen),
bin ich weitgehend wieder ein "Bauchhörer" geworden (soweit das auf mich als ohnehin viel zu verkopftem Menschen überhaupt zutreffen kann; vermutlich brauche ich gerade das aber eben auch als Ausgleich, Kompensation, emotionale Insel des Sich-fallen-lassen-könnens).

Eike hat geschrieben:Mit dem Kopf wähle ich [Musik] seltener aus - wenn ich thematische, anlassbezogene oder persönliche Sampler erstelle, durchgehe, was ich lange nicht mehr gehört habe, ein bestimmtes Lied suche oder einer Erinnerung nachgehe, oder um (mögliche) genre- oder musikhistorische Bezüge/Zusammenhänge zu erschließen; dabei spielen die mich grundsätzlich ansprechenden Themengebiete, Tipps, Interessen, Neuigkeiten, Neugierigkeiten, Faszinosa und spontane Kopfgeburten natürlich schon eine große Rolle in der Auswahl, womit ich mich gerade auch gezielt und intellektuell beschäftigen mag.

Oder halt "Funktionsmusik", die im Hintergrund einen Arbeitsryhtmus unterstützen, die Umgebungsgeräusche ausblenden helfen, die Stimmung gezielt beeinflussen soll.

Aber meistens ist es doch eher aus dem Bauch heraus stimmungsabhängig, was ich auflege; im Sinne von: "Darauf habe ich gerade wirklich Lust, danach fühle ich mich".


Wie haltet ihr das?

Seht ihr überhaupt einen grundsätzlichen Unterschied darin, ob man Musik "mit dem Kopf" oder "aus dem Bauch heraus" auswählt?
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Dekalog der Elemente » Donnerstag 18. November 2021, 20:53

Ich glaube das ist etwas, dass irgendwo ineinander fließt. Grundsätzlich wähle ich Musik aus dem Bauch heraus aus.

Angelegentlich wähle ich Musik aus dem Kopf heraus zwar aus (Alben mit denen ich mich mal beschäftigen wollte, Empfehlungen, lange nicht gehörte Sachen, interessante Rezis etc.), sobald ich anfange die Sachen zu hören, entscheided aber automatisch der Bauch, ob ich das dann auch weiterhören will, oder aus welchen Gründen auch immer dann eben nicht.

Ich glaube das zu trennen ist schwierig, da ja Musik in erster Linie die Emotio ansprechen möchte und nicht die Ratio
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Havoc » Donnerstag 18. November 2021, 21:50

Dekalog der Elemente hat geschrieben:...sobald ich anfange die Sachen zu hören, entscheided aber automatisch der Bauch, ob ich das dann auch weiterhören will, oder aus welchen Gründen auch immer dann eben nicht.


Das ist bei mir ein wenig anders. Wenn ich mich dazu entschlossen habe eine bestimmte Scheibe aufzulegen, dass höre ich diese zu 98% auch bis zum Ende an. Selbst wenn ich zwischendrin feststelle, dass ich da gerade doch eher weniger Bock drauf habe. Wobei das zugegebenermaßen auch eher seltener der Fall ist. Aber es kommt vor.
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. November 2021, 22:42

Mein Beitrag hat das Thema ja irgendwie angestoßen, daher auch hier kurz meine Situation:

Ich höre meiner Meinung nach zu weit über 90% Musik aufgrund einer Kopfentscheidung und aufgrund des Willens, mich jetzt und hier aus Interesse eben mit dieser Musik auseinander zu setzen. Das macht mir natürlich auch Freude, aber auch mehr Freude im Sinne einer Beschäftigung des Zentralrechners im Hirn, als Freude im Sinne der emotionalen Einkehr ins Wohlfühlklima.

Sprich, wenn ich Musik höre, dann fast immer, um Alben besser kennen zu lernen, die ich noch nicht so gut kenne. Seien es meine eigenen Neuerwerbungen, seien es Promos fürs Review, sei es der Soundcheck, die hässlichen Entlein der Diskographien, die man nie anständig gehört hat, oder sei es etwas, über das man im Forum spricht.

Das Backprogramm meiner durchaus umfangreichen Sammlung höre ich selten, und wenn, dann meist auch die Dinge, die ich halt am wenigsten gut kenne, um sie besser kennen zu lernen. Die Lieblingsscheiben laufen für mich selbst quasi nie. Allenfalls, wenn ich Besuch habe (was fast nie der Fall ist), um denen was Gutes vorzuspielen. Für mich selbst läuft wirklich fast nie Herzmusik oder Seelenmusik, sondern quasi ausschließlich Hirnmusik, was mir natürlich auch Spaß macht, aber eben anders.
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Dekalog der Elemente » Donnerstag 18. November 2021, 23:18

Faszinierend. Ich bin ja im Alltag eher "kopflastig" unterwegs. Aber gerade Musik ist für mich da etwas dass ich zwar irgendwo "im Kopf" entscheide, aber die Grundlage dafür ist der Bauch.
Also mein Bauch gibt die grobe Richtung vor, der Kopf macht dann den bestenfalls den Feinschliff. Ist das halbwegs verständlich?
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Eike » Sonntag 21. November 2021, 01:15

Ja. Geht mir ähnlich. Ich befrage mich oft selbst, welche grobe Richtung Musik wohl am ehesten zu meiner Stimmung passt, bzw. welche Art transportierter Emotion (das ist also nicht unbedingt genregebunden), und dann schreite ich ans Regal und überfliege die Sammlung auf infrage kommende Titel hin. Letztlich entscheidet zumeist der Bauch, welcher der ins Auge springenden es dann wird. Musik hilft mir bestenfalls, aus dem Kopf ins Gefühl zu kommen, da ich kopflastig ohnehin eher zuviel unterwegs bin.
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Re: Musik und Emotion

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 21. November 2021, 01:52

"Funktionsmusik" kenne ich quasi nicht.
Ich höre oftmals aus "analytischen" Gründen. Sei es, um eine lange nicht mehr gehörtes Album neu zu entdecken, sei es um irgendwelche Charts zu erstellen, sei es um Diskographien zu hören. Bei entsprechender Zeit entsteht aber zumeist ein Fluß, der immer wieder neue Ideen hervor bringt, was ich als nächstes hören möchte. Oftmals gibt es auch irgendeinen Trigger aus dem Netz, der mich animiert, bestimmte Scheiben oder Bands zu hören.
Seit ich drei Subgenres aus meiner Sammlung extra stehen habe, kommt es immer mal wieder vor, dass ich mich in einem dieser drei Themen verliere.
Die erste Platte Morgens ist zumeist eher etwas flottes und/oder bekanntes. Macht wenig Sinn, da mit Warning anzufangen. Zumindest nicht an einem Arbeitstag.
Dass ich allerdings vor meinem Regal stehe und denke" Heute bin ich besonders melancholisch, ich brauche jetzt die passende Musik zu diesem Gefühl" kommt eher nicht vor.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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