Es geht mir leider ganz ähnlich wie dir mit "A Passion Play".
Keine Frage, da sind tolle Ideen drauf, aber es erschlägt mich ein wenig und ich komme nicht wirklich an das Material ran.
|
|
Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskographieRe: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpEs geht mir leider ganz ähnlich wie dir mit "A Passion Play".
Keine Frage, da sind tolle Ideen drauf, aber es erschlägt mich ein wenig und ich komme nicht wirklich an das Material ran.
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpIch möchte noch einmal betonen, dass ich bei der Tull Entdeckung einem Gewissen Schema anwende.
Ich wollte den Alben seit dem Anfang im letzten Jahr immer die gleiche Durchlaufzahl geben. Das heißt, ich habe immer nach einer gewissen Anzahl von Durchläufen eines Albums noch einmal die mir bis dahin verfügbaren Alben in der Sammlung noch einmal angehört. Mit "A" bin ich jetzt bei jedem Album das ich habe bei 20 Durchläufen. Das Wort ist immer zu dem jeweiligen Zeitpunkt von mir geschrieben worden. Es soll wie ein Tagebuch wirken, nur nicht nur für mich Ich denke wenn ich durch bin, werde ich noch einmal Kurzkommentare verfassen und dann ein Ranking erstellen...2027 ![]()
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpDas sind echt viele Spins pro Album, Respekt
![]()
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpDas coole ist:
Es kommt mir alles sehr kurzweilig vor. Da spielt sicherlich das Mindset eine tiefe Rolle. Dass ich mich mal so mit dieser Band auseinandersetze hätte ich nicht vermutet. Sowas hatte ich ja nicht einmal mit DREAM THEATER. Wobei ich damals ja noch nie so viel geschrieben habe. Das kam ja alles erst in den schwierigen letzten Jahren.
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die Diskograp![]() CREST OF A KNAVE (1987) Tracklist: 01. Steel Monkey 02. Farm On The Freeway 03. Jump Start 04. She Said She Was A Dancer 05. Dogs In The Midwinter 06. Budapest 07. Mountain Men 08. The Waking Edge 09. Raising Steam 10. Part Of The Machine (Bonus Track) 1989. Die Legendäre Grammy Nominierung. „Crest Of A Knave“ ließ die weniger metallastigen Alben wie „…And Justice For All“ hinter sich und löste eine Welle der Empörung und Unverständnis aus. Vielleicht ist es auch diese Geschichte, bei der ich JETHRO TULL erstmalig richtig wahrgenommen habe. Aufgefallen ist mir das auch erst, als ich angefangen habe diese Einleitung zu schreiben. So ganz kapiere ich es nicht, wie ein Album aus 1987 zu einer Grammy Nominierung im Jahr 1989 kommt, aber nun… In den 80ern spielte die Band gern einmal das Chamäleon. Was mir schon mit „The Broadsword And The Beast“ aufgefallen, wurde mit „Crest Of A Knave“ vollkommen untermauert. Und wie mir eben schon das Album aus 1982 es nicht ganz so leicht machen wollte, so hat „Crest Of A Knave“ einen Teufel getan, mir den schweren Zugang abzunehmen. Mir wollte dieser Sound einfach nicht reinlaufen. Ich finde den Sound irgendwie statisch und wäre Ians Stimme und ab und an die Querflöte nicht, würde ich da überhaupt keine Wärme fühlen. Ich weiß, dass das folgende ein paar Leute im Forum triggern wird, die dem Album wirklich viel Bedeutung beisteuern und vor allem immer wieder (hier natürlich zu Recht, weil Meisterwerk) „Budapest“ hervorheben. Das ist tatsächlich der beste Song. Ich habe aber fast über die gesamte Länge das Gefühl, dass ich hier ein verlorenes „Dire Straits“ Album hören würde. Egal ob das am Zupfen der Gitarrensaiten liegt, die Nähe im Gesang zu Mark Knopfler (am meisten nervt das in „She Said She Was A Dancer“). „I’m your Pepsi-Cola“, wirklich?! Nie klang er so befremdlich. In „Jump Start“ spüre ich starke „Bruce Springsteens“-Vibes und das müsste mir theoretisch gefallen. Tut es aber nicht, weil es leider so weit weg von „Jethro Tull“ ist. Es ist auch interessant, dass gerade „Farm On The Freeway“ und „Budapest“ die Songs sind, die ein echtes Schlagzeug abbekommen hat. Warum das nur auf diesen Songs so ist, werde ich im Leben wohl nicht mehr begreifen. Das war es dann aber auch tatsächlich mit den funkelnden Diamanten auf dem Album Auffällig, wie stark sich Ians Gesangsstimme auf diesem Album verändert hat, was wohl auch einer Stimmband OP zu verdanken ist und der zweijährigen Pause, die der Herr einlegen musste. Wohl zu viel Zeit, um sich anderweitig Inspiration zu holen, die einen wie ich finde falschen Weg einschlagen liesen. Aus eigener Stärke heraus war das wohl damals nicht möglich. Ja, sicherlich mögen jetzt einige rufen, dass so eine kleine Näherung an den 80ies Sound doch schon viel früher stattgefunden hat und da will ich auch gar nicht widersprechen. Aber, und jetzt greife ich etwas vor, wurde es von Album zu Album immer anbiedernder. Ich fremdele einfach sehr stark mit dem Album und seiner Ausrichtung. Die zwei sehr starken Songs reißen es leider auch nicht raus. Und somit bleibt das Album tatsächlich für mich, mit den bis dahin gegebenen Erkenntnissen, das schwächste Album in meiner Entdeckungsreise. 6/10 Zuletzt geändert von Pillamyd am Dienstag 19. August 2025, 10:30, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpMir gefällt das Album Crest Of A Knave nicht schlecht, aber was Ian sich bei der Drum Machine die hier zum Teil werkelt gedacht hat, würde ich gerne wissen. Die zieht die Songs leider schon etwas herunter. Zum Glück durfte wenigstens beim Rest der Lieder ein echter Drummer ran.
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die Diskograp
Haha, ja das sehen wir ähnlich. Aber wie gesagt, für mich ist das leider nicht das einzige Problem auf dem Album.
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpDamit ich hier mal wieder einen Laut von mir gebe, schreibe ich erstmal was zu "Crest Of A Knave".
Ich verstehe alles, was Du hierzu schreibst, denn auch ich hatte meine Anlaufschwierigkeietn mit diesem Album (und den folgenden). Erschwerend für mich, die für viele wohl komplett unverständliche Aversion gegen die Dire Straits. Komme ich nicht gegen an, denn bei der so hoch gelobten Band, kämpfe ich immer mit dem in meinen Ohren klinisch toten Klangbild. Ich weiß, 99% aller Rockfans hören das anders. Ich kann nichts für meine Ohren. Weshalb ich diese Tull-Scheibe mit all' seinen Parallelen zu eben jenem Klangbild dann aber toll finde, liegt unter anderem am Melodiegespür und natürlich an den sensationellen Texten. "... her legs went on forever ..." ist für mich eine der besten Textideen ever. Reicht schon, um diesen Song zu lieben. Vor allem, wenn man bedenkt, wer das singt. Onkel Ian ist ja nun kein David Coverdale. Aber auch 'Farm On the Freeway' oder 'Dogs In Midwinter' finde ich toll. 'Jump Start' hat dann so ein herrlich positives Feeling und 'Said She Was A Dancer' ist einfach toll entspannt. Außerdem ist die ganze Scheibe so wunderbar eingängig. Sicherlich wäre sie noch toller, wenn das Klangbild organischer wäre, aber ich habe mich bei dieser Scheibe mit den Umständen arrangiert. "Benefit" fehlt mir noch immer und zu "Passion Play" komme ich noch. Da fällt mir übrigens Deine Frage zu Fates Warning auf, die ich beim letzten Mal irgendwie nicht beantwortet habe. Du fragst das völlig berechtigt und wenn ich darüber nachdenke, könnte dies sogar stimmen. Mein einfaches Gemüt mag keine One-Track-Alben. So könnte es tatsächlich sein, dass ich "Pleasant Shade Of Gray" dann weniger oft angehört hätte. Schräg, ich weiß. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpDanke Holger!
Ich bin sehr dankbar über deine Kommentare hier. Was du zu DIRE STRAITS sagst, kann ich seitdem ich das auf Albumlänge kenne ("Brothers In Arms") wesentlich besser verstehen, als zu der Zeit in denen ich halt die Hits kannte. Die mir immer noch gut gefallen, aber auf Albumlänge, finde auch ich das Klangbild gar nicht so toll.
Da musste ich gerade nochmal nachschauen, was ich da genau gefragt habe. Habe ich jemals hinterfragt, ob das vielleicht der Grund ist, warum ich ich an das Album nicht rankomme? Weil es zu sehr aus einem Guss klingt und mich parallel, die Entscheidung den Song auf CD skippen zu können, zusätzlich massiv überfordert?
Re: Jethro Tull - Meine Entdeckungsreise durch die DiskograpFW: Spannend. Da ticke ich offenbar anders herum. Obwohl ich selten skippe und Alben zumeist ganz anhöre, finde ich One-Track-Alben irgendwie unsexy.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Wer ist online?Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 87 Gäste |
|