Evergrey

Re: Evergrey

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 25. Februar 2025, 23:14

Gestern und eben jetzt erstmalig die letzte, auf unserer Hauptseite und in einigen Perlen-Artikeln so abgefeierte Evergrey anghört. Dritte Durchlauf jetzt per YT. Für eine Band, die ich zu Beginn ihrere Diskographie komplett abgefeiert habe, rauscht das ziemlich unemotional an mir entlang. Klar, Toms' Gesang ist noch immer toll, aber die Songs an sich zünden leider gar nicht. Zu viel Soundwall, zu viel Gitarren/Tasten-Kleister. Breitwand-Overkill, der bei mir leider jegliche Emotion unmöglich macht. Ein Schlagzeugsound, der drucklos im Untergrund herum plöppert, während die Fraktion der tiefen Saiten einfach nur dröhnt. ALl' ds könnte ich mit diesem Gesang ja ertragen, wenn es denn auch mal tolle Melodien und Hooklines oder rockende Momente geben würde. Bisher leider nicht gefunden. Schade.
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Re: Evergrey

Beitragvon kingdiamond » Mittwoch 26. Februar 2025, 01:25

Ui, das klingt recht hart Holger, aber es geht mir nahezu genau so.
Bis zur „Recreation Day“ hab ich die ersten Werke gerne gehört. Ob und warum direkt da der Bruch kam - ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. Hab mir dann irgendwann die „The Storm Within“ gekauft aber irgendwie fand ich da schon keinen Zugang mehr.

Ich müsste nachschauen, aber die neue lief auch entweder 3 oder 4 mal letztes Jahr. Wurde als „ganz ok“ empfunden aber direkt aus der Playliste entfernt. Da sprang kein Funke über bei mir, obwohl es das eigentlich musikalisch sollte.

Ich schließe nicht aus, dass ich mich in ein paar Jahren auch nochmal versuche durch die Diskographie zu „arbeiten“, aber derzeit gibt es für mich so viele andere spannendere Bands, da steht EVERGREY recht weit hinten.

Fazit: kann das Auftauchen in den Perlen nicht wirklich nachvollziehen, wie auch schon den SC Sieg.
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Re: Evergrey

Beitragvon TobiasDahs » Mittwoch 26. Februar 2025, 08:59

Ich würde hier ja gerne mitdiskutieren, aber unsere Wahrnehmung von EVERGREY liegt so weit auseinander, dass wir wohl keinen gemeinsamen Nenner finden werden. Für mich beginnt die wirklich interessante Phase der Band erst mit "Recreation Day", wobei ich die Alben ab "Hymns For The Broken" so richtig großartig finde, nachdem es rund um die Umbesetzung auch mal eine Schwächephase gab.

Auch die neue hat für mich alles, was ein Metalalbum haben sollte. Melodien, tolle Riffs, tolle Soli, Gesangshooklines am Fließband und eine Bandbreite von Songs und Stimmungen, die so ziemlich alles abdeckt. Ich war aber ja auch jemand, der die Scheibe zu meinem Album des Jahres gekürt hat. Übrigens hat die Begeisterung auch an der Jahresgrenze nicht Halt gemacht, denn "Theories Of Emptiness" läuft auch jetzt noch mindestens einmal die Woche.
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Re: Evergrey

Beitragvon kingdiamond » Mittwoch 26. Februar 2025, 09:22

Hehe, genau da lässt sich doch erst recht gut diskutieren. ;-)

Ich muss ja sagen, dass ich der Band auch später nie mehr die Aufmerksamkeit gegeben habe, die ggf. jedes Album auch benötigen würde.

Mein Fazit war vielleicht etwas zu allgemein. Dadurch, dass 2 meiner besten Kumpels - deren Musikgeschmack ich schätze - die neue auch ziemlich toll finden und wie du auch vom Konzert begeistert waren, müsste ich sagen: Ich kann es aus objektiver Sicht schon nachvollziehen. Rein subjektiv nicht, denn in dem SC waren mit CRYPT SERMON und PORTRAIT mindestens 2 Alben, die ich für mich höher einstufe.
Aber nicht falsch verstehen, EVERGREY machen gute Musik. Da wären wir bei deinen Perlen Platz 2 wohl deutlich weiter auseinander. ;-)

Und cool, dass es so eine Langzeitwirkung hat! :dafuer:
Bei mir wurde zum Jahreswechsel der Schalter umgelegt und ich brauchte erstmal wieder was anderes als die 2024er Highlights.
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Re: Evergrey

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 26. Februar 2025, 19:35

Holger Andrae hat geschrieben:Gestern und eben jetzt erstmalig die letzte, auf unserer Hauptseite und in einigen Perlen-Artikeln so abgefeierte Evergrey anghört. Dritte Durchlauf jetzt per YT. Für eine Band, die ich zu Beginn ihrere Diskographie komplett abgefeiert habe, rauscht das ziemlich unemotional an mir entlang. Klar, Toms' Gesang ist noch immer toll, aber die Songs an sich zünden leider gar nicht. Zu viel Soundwall, zu viel Gitarren/Tasten-Kleister. Breitwand-Overkill, der bei mir leider jegliche Emotion unmöglich macht. Ein Schlagzeugsound, der drucklos im Untergrund herum plöppert, während die Fraktion der tiefen Saiten einfach nur dröhnt. ALl' ds könnte ich mit diesem Gesang ja ertragen, wenn es denn auch mal tolle Melodien und Hooklines oder rockende Momente geben würde. Bisher leider nicht gefunden. Schade.



Das ist genau das, was ich auch befürchte. Das geschrieben Wort hier, klingt genauso, wie ich es mir vorstelle.
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Re: Evergrey

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 26. Februar 2025, 23:07

TobiasDahs hat geschrieben:Ich würde hier ja gerne mitdiskutieren, aber unsere Wahrnehmung von EVERGREY liegt so weit auseinander, dass wir wohl keinen gemeinsamen Nenner finden werden. Für mich beginnt die wirklich interessante Phase der Band erst mit "Recreation Day", wobei ich die Alben ab "Hymns For The Broken" so richtig großartig finde, nachdem es rund um die Umbesetzung auch mal eine Schwächephase gab.

Auch die neue hat für mich alles, was ein Metalalbum haben sollte. Melodien, tolle Riffs, tolle Soli, Gesangshooklines am Fließband und eine Bandbreite von Songs und Stimmungen, die so ziemlich alles abdeckt. Ich war aber ja auch jemand, der die Scheibe zu meinem Album des Jahres gekürt hat. Übrigens hat die Begeisterung auch an der Jahresgrenze nicht Halt gemacht, denn "Theories Of Emptiness" läuft auch jetzt noch mindestens einmal die Woche.

Tobi, man kann doch wunderbar diskutieren, wenn man sich nicht einige ist, aber trotzdem irgendwas mit der Band anfangen kann/konnte. Bei mir ist es, ich schrieb es bereist anderswo, eine grundsätzliche Abneigung gegen vieles,was bei mir in den 2000er Jahren sehr angesagt war. Das ist eine Klangästhetik, die ich heute weniger schätze, die nach meinem Empfinden aber durch viele Schattierungen unserer Musik geht: Into Eternity, Evergrey, Katatonia, Deadsoul Tribe, Opeth etc. Während ich bei DST die rosaroten Buddy-Lackey-Kopfhörer benutzen kann, fehlt dieser Bonus bei den anderen Bands. Die aktuelle Opeth will ja auch nicht zünden. Momentan brauche ich Musik mit Wut, Zerbrechlichkeit, Schmerz, Dreck, Romantik etc. Emotionen, die ich mit diesem "gothischen" Klangbild nicht finden kann. Das ist musikalisch zu abstrakt für meine aktuellen Bedürfnisse. Dream Theater habe ich ja letztens auch als nahe dem Stelzen-Prog beschrieben.
Ich verstehe ja jeden, der das komplett anders hört, merke aber, dass meine Aversion gegen diesen Bügelfalten-Metal immer größer wird.
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