Sarke

Re: Sarke

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. Dezember 2021, 22:13

Interpretation von Musik ist eh immer sehr subjektiv.

War auch mehr Flachs, der aus Diskussionen zwischen Frank und mir resultiert. Frank kann ja bekanntlich mit Black Metal meistens nicht allzu viel anfangen und empfindet daher den Stilbruch der BM-Revolution als stärker und für ihn befremdender als den Stilbruch der Alternative-/Nu-Metal-/Crossover-Bewegungen, was bei mir halt diametral entgegen gesetzt ist. Aber so ist das halt, mit den Wahrnehmungen.
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Re: Sarke

Beitragvon Eike » Montag 13. Dezember 2021, 22:27

Ja, mei, das hängt auch stark mit Gewöhnungs/Gewohnheits- und damit zusammenhängenden Erkennungs- und Erwartungsmustern zusammen, was man als Bruch und was als Kontinuität erfährt.

Da ist jede*r von Haus aus anders vorgeprägt und springt auf anderes an.

Für mich sind die flache Lo-Fi-Klangästhetik der BM-II-Welle, ihr dominanter Kreischgesangseinsatz und die oft monoton-maschinelle Rhythmik auch ohrenfälliger fremdelnd mit der Tradition als das Miteinflechten von parallelentwickelten Abzweigungen aus gemeinsamen Wurzeln wie Funk und Punk oder gelegentlicher Einbindung weiterer Instrumente wie Turntables bzw. (vermeintlich) weniger extremer Stimmeneinsätze wie der des rhythmischen Sprechgesangs.

Das heißt aber nicht, dass ich andere Wahrnehmungen nach entsprechender Erläuterung und entsprechendem Neu-Hören aus anderem Blick- bzw. Hör-Winkel niemals nachvollziehen könnte. Das hat eben auch mit Wahrnehmungsfokussierung zu tun. Und die will geübt sein.
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Re: Sarke

Beitragvon Havoc » Mittwoch 15. Dezember 2021, 18:53

Finde es auch beachtlich, dass die es schon auf sieben Alben bringen. Hast du da eigentlich Favoriten Rüdiger? Oder findest du alle ähnlich stark?
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Re: Sarke

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Dezember 2021, 19:03

Alle ähnlich stark, aber nicht auf eine "kennt man eine, kennt man alle Art und Weise", sondern schon mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Ganz besonders mag ich die "Bogefod", die ja ein Konzeptalbum ist, weil ich total auf die Story stehe.

Bei den frühen Sachen ist etwas mehr Celtic Frost drin, bei den späteren etwas mehr Psychedelik und Krautrock, aber das ist schon immer sehr cool und geschmeidig.
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Re: Sarke

Beitragvon Havoc » Mittwoch 15. Dezember 2021, 19:26

Ha. Genau die Bogefod lief hier gerade. Mag die auch sehr. Habe bis jetzt allerdings ja auch nur diese und Gastwerso. Aber da muss wohl noch mehr her.
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Re: Sarke

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Dezember 2021, 20:35

Das ist nun nicht das übliche Fanboygeschwafel, sondern grundehrlich und ich meine auch recht objektiv:

Wenn man SARKE mag, dann kann man echt mit keinem Album viel falsch machen, weil die Dinger zum einen alle ein sehr ansprechendes Niveau haben, sich zum anderen aber auch kompositorisch genug von einander unterscheiden, um nicht als Schema-F-Scheiben herüber zu kommen. Ich finde, dass alle Alben einfach viel Wert auf markante und funktionierende, harmonisch toll umgesetzte Songs legen, und so immer ein sehr geschmeidiges Hörerlebnis liefern. Als nächstes würde ich dir "Aruagint" empfehlen. Die hat mit 'Jodau Aura' oder 'Walls of Ru' echte Breche am Start.

https://www.youtube.com/watch?v=OzKnsS5KOx4
https://www.youtube.com/watch?v=60KSh3A3rM4
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Re: Sarke

Beitragvon Havoc » Mittwoch 29. Dezember 2021, 21:33

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Als nächstes würde ich dir "Aruagint" empfehlen.


Auch das gefällt mir. Noch etwas näher an Darkthrone als "Bogefod" und vor allem "Gastwerso", aber nicht minder cool.
Sarke kann man sich irgendwie immer mal so zwischendurch reinziehen. Das geht fast immer. ;-)
Auch hier mache ich bestimmt irgendwann noch weiter...
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Re: Sarke

Beitragvon Havoc » Donnerstag 20. Februar 2025, 22:00

Oh. SARKE sind also nun Geschichte. Echt schade. Das letzte Album war wirklich gut. Wäre schon interessant gewesen, wie es weitergeht. :-/
Naja. Aber wer hätte gedacht, dass die überhaupt ganze 8 Alben auf den Markt bringen? Besitze ja auch erst die Hälfte davon.
Bei mir kann die Entdeckungsreise dann hier eh noch weitergeführt werden. Mal gucken. ;-)
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Re: Sarke

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 20. Februar 2025, 22:13

Ja, vermutlich haben wir im Forum einfach zu lange nicht über die Jungs gesprochen.

Nein, im Ernst... das ist der Wahnsinn, dass aus dieser als Nebenprojekt gestarteten Band acht so tolle Alben erwachsen sind, obwohl ja alle Beteiligten mit ihren anderen Bands und Projekten sicher nicht unterbeschäftigt sind. Von daher bin ich da absolut dankbar. Und wenn sie in ein paar Jahren nochmal Bock haben sollten, zusammen was zu machen, dann hindert sie ja keiner daran. Derweil vertreibe ich mir die Zeit mit dem SARKE-Nachlass und eben Darkthrone, Tulus, Khold...
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Re: Sarke

Beitragvon Kenneth Thiessen » Freitag 21. Februar 2025, 00:20

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ja, vermutlich haben wir im Forum einfach zu lange nicht über die Jungs gesprochen.

Nein, im Ernst... das ist der Wahnsinn, dass aus dieser als Nebenprojekt gestarteten Band acht so tolle Alben erwachsen sind, obwohl ja alle Beteiligten mit ihren anderen Bands und Projekten sicher nicht unterbeschäftigt sind. Von daher bin ich da absolut dankbar. Und wenn sie in ein paar Jahren nochmal Bock haben sollten, zusammen was zu machen, dann hindert sie ja keiner daran. Derweil vertreibe ich mir die Zeit mit dem SARKE-Nachlass und eben Darkthrone, Tulus, Khold...


Tulus ist ein gutes Stichwort. "Fandens Kall" kam heute an, lief direkt und begeistert nach wie vor.
Zurück zu Sarke: "Allsighr" fand' ich, soweit ich weiß, ziemlich gut, habe aber schon länger nichts mehr von der Band gehört. Wo sollte ich reinhören?
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