Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Nils Macher » Samstag 11. Januar 2025, 14:36

kingdiamond hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:
Havoc hat geschrieben:Platz 1

IHSAHN – Ihsahn


Wahnsinn!
Hätte ich das noch auf dem Schirm gehabt, wäre deine Top 3 ein Volltreffer gewesen mit dem was ich für mich geraten hätte.


Echt? Ich dachte die IHSAHN wäre für alle klar, hehe.
Wie es für euch scheinbar mit der BORKNAGAR der Fall war. :grins:


Es soll ja auch Leute gegeben haben, die die IHSAHN erst nach der Vorstellung hier gehörte hatten :grins:

Meine Top 20 würde sicherlich noch etwas anders aussehen wenn ich die IHSAHN früher gehört hätte.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Samstag 11. Januar 2025, 17:33

Nils Macher hat geschrieben:Es soll ja auch Leute gegeben haben, die die IHSAHN erst nach der Vorstellung hier gehörte hatten :grins:
Meine Top 20 würde sicherlich noch etwas anders aussehen wenn ich die IHSAHN früher gehört hätte.


:dafuer: 8-) :)
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Samstag 11. Januar 2025, 23:45

Da wir das Thema des Zeitwandels gerade hatten (Stichwort "Alles nur Momentaufnahmen", aber "Zeitzeugnisse")...schaue ich in dem Zusammenhang noch mal im Schnelldurchgang durch meine Sammler-Jahrgänge…um meine einstigen Alben des Jahres noch mal ein wenig zu überprüfen. ;-) :D

2005 NEVERMORE – This Godless Endeavor
-Durchaus ein sehr starker Jahrgang mit unter anderem noch „Octavarium“ (DT) und „Ghost Reveries (Opeth)…trotzdem war die Nevermore auch überragend. Passt schon so, auch heute noch.

2006 IHSAHN – The Adversary
-Der Solo-Start von Ihsahn war schon geil und wichtig. Heute würde das Album aber wohl nicht mehr zwingend gewinnen. Ich sehe da so Sachen wie „10.000 Days“ (Tool) und vor allem „Monotheist“ (Celtic Frost). Trotzdem keine verkehrte Wahl.

2007 SIEGES EVEN – Paramount
-Auch das war ein guter Jahrgang. Damals hat sich das Album glaube ich bei mir hauchzart von „Paradise Lost“ (SymX) durchgesetzt. War wohl ein Fehler.

2008 ENSLAVED – Vertebrae
-Das war bei mir eher ein schwacher Jahrgang. Größte Konkurrenz sicherlich „Watershed“ (Opeth). Nee…aber das Album wäre wohl auch heute noch mein Sieger.

2009 KATATONIA – Night Is The New Day
-Ganze klare Nr. 1 des Jahrgangs. Ohne Diskussion.

2010 IHSAHN – After
-Denke das kann ich auch bestätigen. Das Album hat mich damals umgehauen. Immer noch top.

2011 DREAM THEATER – A Dramatic Turn Of Events
-Hier wird es wieder knapper. In dem Jahr kam „Bilateral“ von Leprous aus dem Nichts. Trotzdem war das Post-Portnoy-Debüt auch geil. Schwierig.

2012 CRIPPLED BLACK PHOENIX – Mankind (The Crafty Ape)
-Das Jahr war so eines mit vielen sehr guten, aber keinem total herausstechenden Album. Heute würde CBP sicherlich nicht mehr gewinnen. Damals hat mich das Album aber völlig erwischt.

2013 STEVEN WILSON – The Raven That Refused To Sing
-Der Herr ist in meiner Gunst gesunken, aber trotzdem war und ist das ein tolles Album. Wohl auch immer noch sein Bestes. Auch wenn mir die letzen beide noch fehlen. Und es erscheint heuer schon wieder eins. Bin da irgendwie raus.

2014 PRIMORDIAL – Where Greater Men Have Fallen
-Die würde heute wohl nicht mehr gewinnen. Denke es wäre „Melana Chasmata“ von Triptykon.

2015 RIVERSIDE – Love, Fear And The Time Machine
-Das ist wieder schwierig. Das Album gehört sicherlich zu den unbeliebtesten der Band. Finde das aber immer noch toll. Hat mich damals irgendwie sehr berührt. Hätte heute sicher Konkurrenz wie z.B. "The Congregation" (Leprous), aber es ist nicht ausgeschlossen, dass ich es wieder wählen würde.

2016 ODDLAND – Origin
-Sehr cooles Teil, aber es hatte wirklich eine Ultrakonkurrenz…“Arktis.“ (Ihsahn), „Theories Of Flight (FW), „Outcast“ (Heaven´s Cry), „Akroasis“ (Obscura). Puh! Würde sicher eher nicht mehr gewinnen. Hatte damals den Bonus eines Neulings.

2017 PAIN OF SALVATION – In The Passing Light Of Day
-Trotz Konkurrenz wie „In Contact“ (Caligula´s Horse) und „The Crowning Of The Fire King“ (Sorcerer) wohl immer noch die Eins. Finde das Album mega.

2018 PRIMORDIAL – Exile Amongst The Ruins
-Das war nicht der beste Jahrgang. Könnte wieder gewinnen.

2019 DISILLUSION – The Liberation
-Das war schon geil. Könnte trotz „Pitfalls“ (Leprous) und „Lotus“ (Soen) durchaus wieder die Eins sein.

2020 FATES WARNING – Long Day Good Night
-Das Album ist schon stark, aber es war glaube ich die falsche Wahl. Vielleicht hätte es „The God-Shaped Void“ von Psychotic Waltz (damals nur meine Nr. 5) verdient gehabt.

2021 IOTUNN – Access All Worlds
-Sehe ich auch heute noch auf dem Thron.

2022 THRESHOLD – Dividing Lines
-Schwacher Jahrgang. Geht schon klar. Keine besonders große Konkurrenz. Vielleicht hätte es auch die „The God Machine“ (BG) verdient gehabt.

2023 PRIMORDIAL – How It Ends
-Auch schwer. Nicht der allerbeste Jahrgang. Kein total hervorstechendes Album. Zuletzt fand ich die „ID.Entity“ (Riverside) wieder sehr toll. Die Primoridal hat einen mega Sound…aber überzeugt nicht komplett über alle Songs hinweg.

2024 IHSAHN – Ihsahn
-Jo. Gerade erst gewählt. Das passt noch. ;-) Wobei die Borknagar echt nah dran war...
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 12. Januar 2025, 11:39

Danke, schöner Rückblick.
Sind direkt auch mal 3 Alben auf meiner „Antesten-Liste“ gelandet, mal schauen ob ich sie 2025 schaffe oder ob ich das gleiche in 2026 schreiben werde. ;-)

Ansonsten 3x IHSAHN ganz oben… wichtiger ist allerdings, was folgt jeweils auf IHSAHN?!
Also 1x DREAM THEATER und noch 1x „klassischer Prog“ - eigentlich ja SYMPHONY X.
So, nun überlegen wir, wer dieses Jahr was Neues rausbringen möchte… ok, könnte mit beiden 2025 auf Rang 1 gut leben. ;-)
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 12. Januar 2025, 12:50

Havoc hat geschrieben:Platz 8

HAMFERD – Men Guds Hond Er Sterk

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Ich bin sicherlich jetzt nicht der größte Doomster unter der Sonne, aber diese Band hier hat es mir wirklich angetan. Woran das wohl hauptsächlich liegt, erahnt ihr sicherlich schon. Jawohl…Jon Aldara ist hier der Meister am Mikro. Und was er hier abzieht ist echt famos. Sowohl beim Klargesang als auch insbesondere gerade hier bei seiner Stammband mit den tiefen Growls. Einfach nur geil. Die Vorgänger waren schon extrem stark. Dennoch ist dieses kleine Epos über eine Tragödie beim Walfang auf den Faroer-Inseln vielleicht sogar ihr bisher bestes Album. Wer sonst könnte solch ein Thema besser vertonen als diese Jungs von eben dort. Die Musik ist einfach ursprünglich, natürlich und wuchtig…wie die Natur und die raue See selbst. Am Ende haben sie dann auch noch eine Original-Stimme von der damaligen Berichterstattung mit eingebunden. Wirklich toll und ergreifend. Das Album dürfte in diesem Jahr auch tatsächlich eines meiner meistgehörten überhaupt sein. Und das ist für ein Doom-Album schon sehr außergewöhnlich. Vielleicht ist es mit Platz 8 sogar noch zu niedrig gerankt, aber ich lasse es jetzt mal so. Der Einzug in die Top Ten ist jedenfalls völlig verdient und stand eigentlich auch die ganze Zeit nie zur Disposition.


Zu Hamferd habe ich eine seltsame Bindung. Vor etwa 10 Jahren habe ich das Review zu "Evst" hier geschrieben und war damals ziemlich angetan. Vielleicht lag es damals an wenig erbaulichen Lebensumständen, dass ich so faszniert war von dieser erdrückenden Erhabenheit und dass mich auch die Sprache so gar nicht gestört hat. Irgendwie ist diese Begeisterung aber relativ schnell verflogen und das Album nicht oft wieder im Player gelandet. Mit den Musik danach habe ich mich gar nicht beschäftigt und so laufen jetzt die beiden Video-Clips zum aktuellen Album. Auch wenn sich musikalisch wenig zum Debüt geändert hat, kann ich hier nur ein oberflächlich "objektives" "das ist toll gemacht" schreiben. ALles ist in sich stimmig, Bild und Musik passne wunderbar zusammen und beim Blick auf das Weiß draußen, müsste ich eigentlich begeistert sein. Bin ich aber nicht. Emotional erreicht mich hier leider gar nichts, auch wenn ich beim Gesang immer wieder andächtig inne halte und versuche eine Bindun aufzubauen. Gelingt mir leider aktuell nicht. Ändert aber nichts daran, dass das eine höchst innovative Band ist.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 12. Januar 2025, 13:02

Havoc hat geschrieben:Platz 7

LEPROUS – Melodies Of Atonement

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Hier ist es…das schon 8.!!! Album meiner Norwegischen Proggie-Faves Leprous. Und was soll ich sagen? Es ist „natürlich“ wieder mal ziemlich toll. Aber wie toll…ist wohl die Frage?! Mhh. Echt schwierig dieses Mal. Ich denke es kommt darauf an, aus welcher Sicht man das neue Werk betrachtet. Hält man es eher mit dem fokussierteren Hittauglichen Weg, dann landet man hier eventuell sogar bei dem besten Album der Band überhaupt. Mag man eher die irren Alben der Frühphase, dann kann man hier evtl. aber sogar ein wenig enttäuscht sein. Und wie geht es mir selbst mit dem Album? Ihr ahnt es…ich liege ein wenig dazwischen, aber mit deutlichem Hang zum Positiven! Es ist schon echt geil, was für ein Songwriting die Band auf die Beine stellt. Es ist straff, aber auch mutig und allen voran auch innerhalb der Songs recht variabel. Andererseits wiederum sind die Songs alle in einem relativ ähnlichen Tempo angesiedelt. Da fehlt mir dann doch ein kleinwenig die Dynamik aufs ganze Album gesehen. Daher in diesem Jahr nur Platz 7 für eine meiner absoluten Lieblingsbands. Dennoch bin ich wirklich Null Komma Null enttäuscht. Das hier ist ein absolut phantastisches Album. Aber letzten Endes ist es halt doch eher nur eine 9 als eine 10. Mir fehlt hier dann doch so der allerletzte Kick, das Besondere, das total irre, das Magische. Und 2024 war halt auch ein wahnsinnig gutes VÖ-Jahr für mich. Meine Bands haben geliefert, das war schon der Wahnsinn. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Leprous weiterhin eine der allertollsten Bands dieser Zeit bleibt. Weiter so!!! Und übrigens…das Cover ist dagegen wirklich mehr als bescheiden. Das geht beim nächsten Mal wieder besser. Hier haben sie sich leider für das falsche Motiv entschieden. Im Booklet sind nämlich einige bessere zu finden. Ein wenig schade drum.


Dann versuche ich es mal wieder mit Leprous, deren "Bilateral" damals ziemlich begeistert in meine Sammlung gewandert war. Die mag ich auch auch immer noch. Schon beim vermeintlichen Hit 'Atonement' bin ich aber beim Gesang und der Gitarrenklang-Ästhetik raus. Das ist mir zu androgyn, zu milchig, zu trippy. Das ist Musik, die mich innerlich unruhig macht. Dieses permanente, vermeintlich unaufdringliche Geklimper im Hintergrund ist für mich so präsent, dass ich es nicht ausblenden kann. Sicherlich sind das die Elemente, die Fans der Band so sehr schätzen und es ist unfraglich auch interessant, aber nicht für meine Ohren.Jetzt noch 'Like A Sunken Ship' nachlegen. Der reduzierte Anfang ist spannend, deutet aber schon wieder an, dass im weiteren Verlauf Klangwelten entstehen werden, bei denen ich unwillkürlich aussteigen möchte. Doch nicht. Das rockt mächtig wuchtig nach vorn. Leider ist es wieder dieser Meshuggah-Klang, bei dem ich schnell überfordert bin. Im Wechsel mit den ruhugen Passagen ist das hier aber gnaz cool.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 12. Januar 2025, 23:54

Havoc hat geschrieben:Platz 6

THE VISION BLEAK – Weird Tales

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Es dürfte kein Geheimnis mehr sein, dass diese Band seit Jahren eine kleine heimliche Lieblingsband von mir ist. Immerhin besitze ich alle Studioalben und habe auch fast alle zur VÖ gekauft denke ich. Das neue Album besteht nun also aus nur einem einzigen 41- minütigen Song, was mich anfangs etwas skeptisch werden ließ. Und ich hätte es auch besser gefunden, wenn man diesen in mehrere Parts unterteilt hätte, so wie bei der Blood Incantation zum Beispiel. Es stellte sich dann aber trotzdem schnell heraus, dass das alles auch so wunderbar funktioniert. Man hat hier songschreiberisch schon ein kleines Meisterwerk erschaffen finde ich. Ganz toll! Sogar so gut, dass ich es nicht für vermessen halte, hier von ihrem bisherigen Höhepunkt in der Diskografie zu sprechen. Wer hätte das nach all den Jahren noch für möglich gehalten. Einzelne Songs und Passagen hier heraus zu nehmen verbietet sich eigentlich. Dieses Mammutepos muss man einfach am Stück hören. Erwähnt sei aber noch, dass es stellenweise echt richtig hart zur Sache geht. Seit jeher fließt hier auch viel Heavyness, Doom und sogar Thrash mit in den schaurigen Sound ein. Wollte ich nur noch mal gesagt haben, falls hier wieder jemand wegen dem anhaftenden Begriff „Gothic“ einen Bogen um die Band machen sollte.


Spannendes Album, das muss ich sagen. Bin ja eigentlich kein ausgewiesener Freund dieser Stilistik, aber hier wird wirklich ein extrem breites Spektrum angeboten. Auch wenn man im Grundgerüst düster und etwas gotisch bleibt, kommt doch eine gewisse Spritzigkeit, die mir in solchen Alben zumeist etwas fehlt, auf. Das kommt mal auf die erweiterte Kaufliste.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Holger Andrae » Montag 13. Januar 2025, 00:15

Havoc hat geschrieben:Platz 5

NECROPHOBIC – In The Twilight Grey

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Bei diesen schwedischen Urgesteinen war ich zu Beginn des Jahres ja auch in einer echt heftigen Euphorie-Phase, in welcher ich mir alle noch fehlenden Studioalben nachgekauft habe. Mittendrin erschien dann passenderweise noch dieses neue Album. Und es fügt sich nahtlos ein in die Liste an hochwertigem Death/Black Metal. Das dritte Hammerwerk in Folge seit dem Einstieg bzw. der Rückkehr von Anders Strokirk an den Vocals. Im Gegensatz zu den beiden höllischen Vorgängern geht es hier vielleicht ein kleinwenig düsterer und noch etwas melodischer zu. Aber letzten Endes hat sich kaum etwas verändert. Es handelt sich mal wieder um ein obertypisches lupenreines Necrophobic Album. Die beiden Longtracks sind sicher zu den Highlights zu zählen. Aber auch die kürzeren Stücke überzeugen. Da kann selbst ein stark an Amon Amarth erinnerndes Stück („As Stars Collide“) absolut nichts nach unten ziehen. Die Band schwächelt wirklich zu keiner der rund 54 Minuten. Necrophobic sind in der Nische Black/Death Metal weiterhin zur absoluten Speerspitze zu zählen. Metal auf Weltklasse Niveau! Ein mehr als hochverdienter fünfter Platz.


Mag ich. :grins:
Mal etwas mehr Text: Auch wenn ich nichts von Nercophobic besitze, sit das genau die Art von Death Metal, die ich mir als Weichbrot-Metaller gut anhören kann. Angenehme Produktion, die zwar drückt, aber nicht erdrückt. EIn Sänger, den man in seinem tiefen Gurgeln gut verstehen kann. Dazu hochmelodische Gitarrenarbeit, die sofort Widerhaken auswirft. Vielleicht doch mal was kaufen.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Montag 13. Januar 2025, 15:05

Holger Andrae hat geschrieben:THE VISION BLEAK – Weird Tales

Spannendes Album, das muss ich sagen. Bin ja eigentlich kein ausgewiesener Freund dieser Stilistik, aber hier wird wirklich ein extrem breites Spektrum angeboten. Auch wenn man im Grundgerüst düster und etwas gotisch bleibt, kommt doch eine gewisse Spritzigkeit, die mir in solchen Alben zumeist etwas fehlt, auf. Das kommt mal auf die erweiterte Kaufliste.


Oh cool. Das freut mich. :) 8-)
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 14. Januar 2025, 23:36

Havoc hat geschrieben:Platz 4

OPETH – The Last Will And Testament

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Dieses Album gehörte in diesem Jahr sicherlich zu den mit am meisten Spannung erwarteten Alben. Immerhin lag die letzte Scheibe schon fünf Jahre zurück. Zudem wurde frühzeitig bekannt, dass erstmals sei ca. 15 Jahren wieder Growls von Mikael zu hören sein werden. Weiterhin erschien auch das Konzept ziemlich spannend zu sein. Und letzten Endes sind es halt einfach Opeth. Das ist schon Grund genug, auch wenn ich sagen muss, dass die Band im Lauf der Jahre nicht mehr die allererste Geige bei mir gespielt hat. Dennoch bin ich nie wirklich abgerückt und fand halt auch die letzten vier Alben mindestens gut. Und siehe da. Das neue Album ist wirklich richtig toll geworden. Insbesondere in diesen Sound könnte man sich im kalten Winter wirklich einmuckeln. Wobei dieser ja eigentlich immer super war. Das Album klingt auch weiterhin viel mehr nach den letzten vier Alben als nach den älteren Werken. Aber die Growls (die im Übrigen ein wenig anders, etwas tiefer, klingen als früher) bringen eben mehr Metal und noch mehr Abwechslung in die Songs. Das macht schon was aus, auch wenn Herr Akerfeldt selbst ja sagt, dass die Growls eigentlich nicht so wichtig sind. Nunja. Irgendwie vielleicht doch! Aber auch die Musik an sich ist natürlich vom Feinsten. Da sind so viele Details drin, das ist schon der Wahnsinn. Das Album will wirklich im Dunkeln mit Kopfhörern seziert werden. Es ist kein einfacher Stoff der hier dargeboten wird, aber man will das Album (wohl auch deswegen) irgendwie immer wieder auflegen. Es bietet einfach einen sehr hohen Hörgenuss (der Beginn von §7!!!) sowie auch wegen des Sounds ein wohliges Gefühl. Warum „nur“ Platz 4? Mhh. Schwierig zu sagen. Ich fand das Album irgendwie sehr schwer zu ranken. Vielleicht kann man das so richtig auch erst in ein paar Monaten bewerten. Aktuell gab es aber halt drei Alben, die ich noch davor gesehen habe. Es gab aber auch Tage wo ich dachte, och…eigentlich ist die Leprous doch besser als die Opeth. Und es gab Tage wo ich dachte…boah, das kann und muss eigentlich mein Album des Jahres sein. Naja. Alles sehr Stimmungsabhängig. Ich glaube die neue Opeth ist eh so ein Album, welches ein hohes Schwankungspotenzial hat. Aber für heute und jetzt ist es wohl tatsächlich ihr bestes Album seit der 2008er „Watershed“ und landet nun bei mir auf dem undankbaren letzten Nichttreppchenplatz. Mein Treppchen zu erraten dürfte für aufmerksame Forianer sicher nicht so megaschwer sein. Wobei man das natürlich immer selbst meint, es dann aber vielleicht doch schwieriger ist als gedacht. ;-) :D


Hier möchte ich noch nicht viel schreiben, da ich das Album immer noch nicht gehört habe und nur den ersten Vorabsong kenne, den ich aber sehr erfrischend fand. Insgesamt geht es mir hier etwas wie Dir, da die Band komplett aus meinem Fokus gerückt ist. Wie so viele Bands die in den 00er Jahren mal wichtig waren (Into Eternity, Evergrey ...) In letzter Zeit lief "Damnation" immer wider mal, die mag ich wirklich sehr gern. Aber die fällt ja auch raus. 8-)
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