Mein musikalisches Jahr im Rückblick

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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Samstag 11. Januar 2025, 14:10

Havoc hat geschrieben:Oha...so viel zu dem, was ich gerade in meinem Thread dazu geschrieben habe.


Pahaha...das lese ich nachdem ich gerade was in deinen Thread geschrieben habe :grins: :grins:

Havoc hat geschrieben:Mich hat tatsächlich auch verwundert, dass die Opeth nicht in deinem Top Ten ist. Davon hast du ja schon auch sehr geschwärmt. Naja.


Auch hier steht ja was in deinem Thread zu ;-)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon lenbert » Samstag 11. Januar 2025, 17:29

Ich mag "Unbroken" auch. Das Album blieb das letzte Jahr bei mir beständig in der Rotation, auch wenn ich bei weitem nicht die Anzahl deiner Durchläufe erreicht habe, Pillamyd. Es gibt auf dem Album aus meiner Perspektive keine Ausfälle, es hält über die gesamte Laufzeit eine gute bis sehr gute Qualität. Die Songs nutzen sich in meinen Augen kaum ab.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 12. Januar 2025, 11:59

Pillamyd hat geschrieben:Damit hätte ich dann meine Top 10 2024 abgeschlossen.

Was ich mir beim Havoc abgeschaut habe:
Habe ich auch noch nicht gepostet, ist aber vielleicht auch mal spannend zu lesen.

Die bisherigen Alben des Jahres:

2011: Dream Theater – A Dramatic Turn Of Events
2012: Rush | Clockwork Angels
2013: Dream Theater | Dream Theater
2014: Threshold | For The Journey
2015: Steven Wilson | Hand.Cannot.Erase.
2016: Obscura | Akróasis
2017: Helheim | landawarijaR
2018: Satan | Cruel Magic
2019: Idle Hands | Mana
2020: Sodom | Genesis XIX
2021: Dream Theater | A View From The Top Of The World
2022: Sigh | Shiki
2023: Crown Lands | Fearless
2024: New Model Army | Unbroken



Danke Pilly auch dir für deine spannende Top10! Wieder tolle Texte bei allen Alben geschrieben. Die NEW MODEL ARMY musste aufgrund der Spins ja kommen ;-)
Ich kenne die rein gar nicht. Was Jakob schreibt, liegt vielleicht daran, dass da ein Pferd mit Punk-Frisur (wenn es denn so sein soll) auf dem Artwork ist. Ich werde es auch mal durchlaufen lassen. Glaube aber, wird eher nichts für mich sein…

Zu deiner Liste:
Hier habe ich mir mal die HELHEIM auf die Liste genommen. Die OBSCURA und SATAN sind schon länger drauf, die wollt ich auch nochmal intensivieren. Die DREAM THEATER Diskographie fange ich die Tage eh mal wieder an komplett durchzuhören. :)
Ansonsten die RUSH und THRESHOLD hörte ich erst, IDLE HANDS gefällt mir nicht… die WILSON kenn ich und SIGH könnte ich nochmal versuchen.

Also auch danke für die Anregungen. In Summe eine ziemlich gute Liste, von der ich gut die Hälfte ja auch recht gerne mag. :dafuer:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 12. Januar 2025, 12:24

Danke für die Blumen.

Es war ein etwas anderes Jahr, als die Jahre zuvor. Das dürfte dem ein oder anderen etwas überraschend vorgekommen sein. Aber ich habe diese Vielfalt im letzten Jahr echt sehr gemocht. Und anscheinend kommt das ein oder andere auch gut an. Bei Holger die "The Decemberists", bei lenbert und Jakob die "New Model Army". Das freut mich halt auch ungemein.

Freut mich wenn meine Texte so gut ankommen. Ich bin da ja immer etwas skeptisch. Es macht halt spaß. Aber nun...

Wie bei Havoc sind die Top Alben der Jahre alles Momentaufnahmen. Mal schauen ob ich auch solch Kommentare hinbekomme wie Havoc zu den einzelnen Jahren. Sicherlich gäbe es da die ein oder andere Änderung. Aber das wäre nur Rückblickend, weil ich vieles ja auch erst später kennengelernt habe. Aber vielleicht ist es ja trotzdem spannend.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 12. Januar 2025, 15:03

kingdiamond hat geschrieben:Ich werde es auch mal durchlaufen lassen. Glaube aber, wird eher nichts für mich sein…


NMA:
Hat sich zu 100% bestätigt. Das wird nix mit uns.
Vom Sound klingt es etwas nach 90ern. Im Ohr blieb nichts hängen - das muss es aber an sich auch nicht, wenn es mich ansonsten instrumental und/oder vom Gesang abholt.

Ok, dann sind wir dieses Jahr - nicht wie 2023 - auf einer Welle ganz oben. Aber beim Platz 2 auf jeden Fall! :) :dafuer:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 18. Dezember 2025, 10:26

Das Jahr ist für mich musikalisch so gut wie abgeschlossen. Alles was jetzt noch dazukomme könnte, hat realistisch gesehen, keine Chance mehr auf eine Top 10 Nennung. So kann ich ab dem 22. Dezember loslegen und bin pünktlich zum 31. Dezember fertig.

Somit beginnt wieder die spannendste Zeit des Jahres. Etwas angst bleibt vor dem, was ich alles verpasst haben mag. Aber ihr werdet mich schon aufklären :grins:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Montag 22. Dezember 2025, 12:56

Einleitung:

Nach dem Ausnahmejahr 2024 fühlt sich 2025 musikalisch gesehen leiser an. Die anfängliche Euphorie vieler Alben weicht einer schnell eintretenden nüchternen Betrachtungsweise. Es sind Alben erschienen, die gefallen, die begeistern – aber nur selten überwältigen. Ob dieser Vergleich gerecht ist, bleibt fraglich. Gut möglich, dass es weniger an der Musik liegt, als an der Perspektive wie ich an die Musik rangegangen bin. Zugegeben, die Intensität, das Nachhallen des letzten Jahres, werden nicht erreicht. Die ganz großen Momente sind seltener geworden, ohne große Ausrufezeichen. Und trotzdem, es gibt immer noch genug bemerkenswerte Veröffentlichungen, die zu einem genaueren Hinhören einladen. So zeigt sich 2025 trotz allem als Jahr mit Substanz und viel hörenswerten Facetten.

Und vielleicht ist es in diesem Jahr vielleicht sogar das abwechslungsreichste Kapitel in diesem Thread.

Legen wir los...
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Montag 22. Dezember 2025, 13:12

Platz 10:
Species | Changelings


Bild

Einmal im Jahr, schafft es immer eine Band, mich aus dem Nichts aus der Reserve zu locken. Waren es im Jahr 2021 noch BULLETBELT, im Jahr 2022 SADISTIC RITUAL, 2023 KINGDOM OF TYRANTS und 2024 DISSIMULATOR, so geht der Titel im Jahr 2025 ganz klar nach Polen und die Synapsen verknotenden SPECIES.

Schaut man sich das Genre an, welches die Band bedient, so könnte man ganz leicht auf Bands wie VOIVOD, TOXIK, WATCHTOWER oder gar BLIND ILLUSION schließen. Doch ganz so einfach möchte ich es nicht machen.

Natürlich ist das nicht so einfach von der Hand zu weisen. Doch finden SPECIES neben den Frickelstationen noch immer den Weg zur Milchstraße und kämpfen sich durch turbulente meteoritengroße Taktwechsel, (atmo)sphärischen Sci Fi Klangteppiche und speichern im Logbuch immer wieder Gedächtnisparts ein, die auch nach dem x-ten Durchlauf nicht langweilig werden. Im Gegenteil schiebt sich der Weltraummüll wie von Zauberhand allein aus dem Weg und mündet zielstrebig in eine enorm kurzweiligen, aber abenteuerlichen Fahrt. Immer wieder blitzt der Bass an richtiger Stelle unwiderstehlich auf. Das Schlagwerk treibt den Warp Antrieb immer wieder an. Fällt dieser aus, legen die herausragenden Gitarren alles in die nachvollziehbaren Frickel Energie, um wieder in die Spur zu gelangen. Dabei gibt es keinen Bruch in der Sollstelle. Die Crew hat alles fest im Griff für den reibungslosen Ablauf. Und trotzdem ist das alles andere als kalkuliert, wie man vielleicht nun denken könnte. „Changelings“ klingt immer noch wunderbar intuitiv, ungezwungen und luftig.

Es ist gar nicht so einfach, einen Song herauszunehmen, weil das gesamte Werk so in sich geschlossen verkehrt. „Waves Of Time“ ist trotzdem ein guter Song, um zu erläutern, was dieses Album so spannend macht. Man hat von Anfang an, durch diese schönen Gitarren in eine Geschichte hineingezogen zu werden. Bis die Stromgitarren einsetzen, die einen Kontrast erschaffen, sich durch Landschaften zieht die sich zwischen lauten und leisen, zwischen harschen und sanften Momenten und zwischenzeitlich in so vielen rhythmisch verschiedenen Ebenen bewegt, dass man gar nicht genug von dieser Achterbahn bekommt. Zuweilen bekommt man immer wieder diese 80er IRON MAIDEN-artige Aufbauten zu spüren. Auch durch die Blitze die der Bass nach sich zieht. Die Breaks, an denen es nicht hapert, bringen einen wunderschönen Farbkleks in die Musik der Band und wirken so ideenreich, wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe.

Erstaunlich, wie man mit dem zweiten Album schon solche Kompositionen zu Stande bringen kann. Das klingt, als gäbe es die Band schon Jahrzehnte.

Waves Of Time
Terror Unknown
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Eike » Montag 22. Dezember 2025, 14:04

Pillamyd hat geschrieben:Deep Purple | =1

Bild
[...]
Wie spritzig kann ein Album von einer so alteingesessenen Gruppe bitte sein? Die Antwort der Band: „Ja!“
Die Band packt ihren einzigartigen Groove aus. Wie die Band hier all ihre Energie auf die Instrumentierung legt, ist Part für Part so unverkennbar „Deep Purple“. [...] Ausladender, fast schon Jam anmutend und deswegen auch verspielter.

Ja, starke Scheibe.
Bekam dann auch ein Freund von mir zum Geburtstag, der auf Blues Rock / Classic Rock / Hardrock steht. Zusammen mit der bunten Scheibe von URIAH HEEP. Persönlich fand ich die DEEP PURPLE-Scheibe aber noch mal einen ganzen Tacken besser: Abwechslungsreicher komponiert, differenzierter produziert, spritziger interpretiert.
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Havoc » Montag 22. Dezember 2025, 15:42

Pillamyd hat geschrieben:Platz 10:
Species | Changelings



Das Cover gefällt mir und auch Dein Text spricht mich an. Da werde ich später mal rein hören.
Mit verzwiebeltem Thrash ist das immer so eine Sache. Der Grat zwischen cool und nervig ist das sehr oft sehr schmal. ;-)
Und der Sänger ist dann halt auch meist entscheidend. Mal gucken ob das was für mich sein könnte.

Deinen Einleitungstext zu 2024 vs 2025 teile ich übrigens zu großen Teilen. Könnte ich glatt so übernehmen. ;-)
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