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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Matthias Ehlert » Sonntag 29. Dezember 2024, 17:58
Also nun doch hier: Ein minimal-kleiner Metalrückblick - meine CDs des Jahres 2024
Frühling: JUDAS PRIEST - Invincible Shield Was diese Band die ersten fünf Songs abliefert, ist ein einziger Rausch. Hoch und runter die Tonleitern, mal schrill, Speed, mal heavy, immer auf der Pole, kann Verstappen machen, was er will, Stirling Moss hat einfach die bessere Kurventechnik. Der begeisternde Titeltrack "Invincible Shield" ist schon jetzt Klassiker. Auch der Rest des Albums überzeugt: Vielseitig, rockig, metallisch, episch, etwas Ozzy ist auch dabei, am Ende eine Hymne. Hab ich bestimmt 50 Male gehört und mich von der Euphorie tragen lassen.
Sommer: DARK TRANQUILLITY - Endtime Signals Darauf war ich gespannt: Mit quasi neuer Mnnschaft ein neues Album meiner Faves. Melodie gibt es immer, den Kontrast bilden Riffgebirge und die grollende Stimme von Stanne. Auch hier sind die ersten fünf Dinger ein adrenalingeschwängerter Rausch, immer setzt die Band noch einen drauf. Dann wird es kurz melancholisch, denn die mittige Ballade greift den zu frühen Tod eines Bandmitglieds auf, um im Anschluss daran über Serpentinen in die Wolken zu führen. Mit "Disconnected" kommt noch ein echt felsiger Gigant. Hat der ein geiles Intro? Magisch, metallisch, magnificent. Alter Schwede!
Autumn: MÖRK GRYNING - Fasornas Tid Die Band spielt übermelodischen Black Metal, der auch für Normalos gut hörbar ist, da er auf Gebrülle und Nervereien komplett verzichtet. Stattdessen setzt es burleske Sicheleien durch glitzernden Schnee, doch auch das Motel im Staub wird nicht stehengelassen. Unfassbar geniale Klargesangspassagen bilden schnittige Kontraste und so kommt es, dass Tracks wie "Before The Crowns Have Their Feast" (den Titel muss man erstmal so kreieren, nicht wahr?) zu Dauerbrennern werden.
Winter: OPETH - The Last Will And Testament Wann habe ich in kürzester Zeit so oft eine CD gehört wie die neue OPETH? Zugegeben: Es hat mich heiß gemacht, dass Mikael seine Growls zurückbringt, die so warm und volltönend tief einen trefflichen Kontrast zu der progigen, sehr kreativen, experimentellen Musik bieten. Ein gebrochenes Spiegelbild, ein Blick auf ein verfallenes Haus im Wald, alte, seit 100 Jahren nicht angerührte Fotos von Urgroßeltern vor einer alten Wanduhr, ein melancholischer Rückblick, Erinnerungen... dafür steht dieses grandiose Album.
Edit: Gut fand ich noch CANTRELL, PESTLENT HEX, ...AND OCEANS, DARKTHRONE, KHOLD, SCHAMMASCH und wenige andere. 2024 war für mich ein eher wenig innovatives musikalisches Jahr.
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von kingdiamond » Montag 30. Dezember 2024, 02:33
Danke für den kleinen Jahresüberblick. Mit der Sortierung der Jahreszeiten zu den Alben komme ich zwar nicht klar, zumal ein Jahr ja bei uns mit Winter beginnt… OPETH ja eher von dir im Herbst gehört wurde und da auch erschien… aber lassen wir die Korintherei. JUDAS PRIEST Super Scheibe. Hat mich aber in Summe nicht ganz so gefesselt wie viele hier. Denke aber in der breiten Redaktion müsste es DIE Überschneidung beim Album des Jahres werden. Dürfte noch knapp in meiner Top 20 drin geblieben sein. DARK TRANQUILLITY Hab ich mich 2x dran versucht - ich glaube auch nach deiner Euphorie-Phase, bin aber leider dran gescheitert. Hatte dieses Jahr einfach wenig Lust auf die Art Metal. Könnte aber sein, dass da wieder eine Phase kommt. Vielleicht ja schon im Januar mit der THE HALO EFFECT… MÖRK GRYNING Bin ja im BM nicht so bewandert. Mit dem Klargesang und „melodisch“ könnte es für mich interessant werden. Das Review liest sich auch ganz gut. Ist mal auf der „Antesten-Liste“ für die erste Januar-Woche gelandet. OPETH Einigkeit in Sachen: die ist super. Die Growls sind für mich ein netter Nebeneffekt, aber nicht das Hauptargument. Wie an anderer Stelle schon geschrieben, mal abwarten ob der Langzeiteffekt auch so positiv bleibt. Wie meinst du deinen letzten Satz? Innovativ in welcher Hinsicht? Eher dass du nicht sehr innovativ warst, nicht viel neues entdecken wolltest und dich nur auf wenige Alben (aber auf diese sehr intensiv) konzentriert hast? Oder eher im Sinne, dass „nix Gescheites“ veröffentlicht wurde? 
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von Matthias Ehlert » Montag 30. Dezember 2024, 11:03
Hi, danke für die Antwort, hahaha, nein, hab ich so sortiert, weil sie da viel gehört wurden. Jede in einer Jahreszeit, sozusagen. Was DT angeht, so konnte ich bis auf "Construct" mit jeder Veränderung mitgehen. Stanne verästelt sich etwas im Moment, da er ja mindestens vier Projekte gleichzeitig am Start hat. The Halo Effect ist zwar ganz gut, aber alles schon gehört, etwas baukastenmäßig. Kenne die neue bereits und sie ist gut, aber schon absehbar. DT dagegen bieten mir immer noch diese melancholische Heavyness, die sie so gut können. Ach neee, Band in Einzahl, stimmt ja  Mörk kannst du ja mal antesten, der Vorgänger des Neuen ist auch richtig gut. Opeth gefällt mir mit Growls viel besser, weil die Konraste und Tiefenschärfe so zunehmen und das (für mich) zu den Texten und den Dino-Songaufbauten beinhart passt. Zu Deinen letzten Fragen: In der Tat höre ich viel weniger Neues als zu den früheren Redakteurszeiten. Vieles spricht mich nicht wirklich an, Melodic, Thrash, Death, Theater, Prog, Musical, Powerwolf, Hammerfall, Sabaton, April Art, Subway To Sally und all die Fellbands, da bleibt dann Old School übrig wie Priest, King D, Metallica, Insomnium, DT (die schwedischen!), Amorphis, Enslaved, Satyricon, Dimmu, COF, Emperor und einige atmosphärische BM-Bands. Oder eher Kultiges wie Darkthrone. Mir fehlt sowas wie Type O Negative. Ich bin kurz gesagt nicht mehr so geduldig mit dem Anhören, gebe ich zu, aber es gibt recht viele Veröffentlichungen, die weit unter Durchschnitt agieren, die nur 1/1 klonen, ob BM, Trve oder Power Metal. Hab auch weniger Zeit wegen Arbeit. Andererseits, richtig Neues gab es auch nicht, oder? Iotunn ist sicher interessant, wäre da nicht dieser (für mich) schwierige Gesang. Borknagar müsste mir gefallen, klingt aber seit vier Alben komplett gleich, da gefällt mir auch der Klargesang nicht so wirklich. Oder Necrophobic: Auch nicht mein Ding. Vllt bin ich durch Jazzhören auch etwas von neueren Ausrichtungen weggekommen. Auf jeden Fall fand ich die Zeit so um 1996 bis 2003 innovativer. Vllt entdecke ich ja noch was Neues, dann aber erst 2025  Wie findest du eigentlich den neuen King Diamond-Track? Er hätte mehr Groove haben und die tiefere, anklagende Tonlage mehr einsetzen können, oder? Gut ist das Ding dennoch, imo. Ich warte optimistisch auf Satyricon, Dimmu, Throes Of Dawn, King Diamond, Mercyful Fate, Cradle, Amorphis, Grief Of Emerald, Chelsea Wolfe, einigermaßen neugierig bin ich auch auf Nevermore. In diesem Sinne - 2025 kann Überraschungen bereit halten 
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von Havoc » Montag 30. Dezember 2024, 11:37
Bei Dark Tranquillity hatte ich in diesem Jahr ja auch ne kleine Phase. Habe mir ja z.B. die "Moment" noch nachgekauft. Mir fehlt aber noch Vieles von der Band. Unter anderem halt auch die Neue. Aber im Melodien entwickeln sind DT echt eine Marke. Die Judas Priest ist für ein solches Altwerk im X-ten Frühling der Karriere sicher eine kleine Sensation. Aber ich fand den Vorgänger tatsächlich noch etwas stärker. Bin mal gespannt, ob sie noch ein weiteres Album schaffen. Zuzutrauen wäre es ihnen. Wenn nicht, dann ist es auch gut. Das hier wäre nun wirklich einem letzten Album mehr als würdig. Mörk Gryning kenne ich fast nur vom Namen her. Hatte mal einen Song auf nem uralten Sampler. Kann ich mich aber kaum mehr dran erinnern. Der Beschreibung nach könnte das aber sicherlich was für mich sein. Zu Opeth habe ich ja schon was in meinem Thead geschrieben. Der 4. Platz ist es heuer geworden. Kann mit der Zeit sicher auch noch nach oben oder unten wandern. Mal sehen.
Ansonsten sei noch zu sagen, dass ich es echt gut finde, dass es noch mal jemanden hier im Forum gibt der Cradle Of Filth zu schätzen weiß. Das ist ja eine meiner allerwichtigsten Bands (was meine Metalsozialisation) betrifft. Bin da seit 1996 ein Fan und habe die Band nie aus den Augen verloren. Dem Grunde nach sind alle Alben toll...insbesondere auch die letzten drei waren noch mal richtig stark.
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von kingdiamond » Montag 30. Dezember 2024, 11:43
Hehe, Danke für die ausführliche Antwort. Deine „Eingefahrenheit“ klingt nach mir vor ein paar Jahren. Seitdem ich hier im Forum (knapp 2 Jahre) bin, öffne ich mich doch etwas den musikalischen Weiten. Da du aber früher ja schon früher Redakteur warst, baust du auf ein viel breiteres Wissen auf, daher verstehe ich schon, wenn dich nicht ganz so viel vom Hocker haut. DT gibts als Abkürzung nur bei der Band, die meine Autoheckscheibe ziert, alle anderen darf man so nicht abkürzen. BORKNAGAR waren für mich halt komplett neu und haben mich 2024 deshalb so begeistert. Vielleicht würde ich ähnlich urteilen, wenn ich sie schon seit 4 Alben kennen würde… könnte sein. Denke mit Rüdiger, Havoc und Pilly haben sie hier eine weitere Anhängerschaft hier im Forum, mal sehen was die die nächsten Tage dazu sagen/schreiben (oder auch nicht). KD-Track: 1x gehört. Ich höre an sich keine Tracks vorab und kenne noch nicht mal die neuen DT Songs. Hab bei KD nur getestet ob es „Fake“ ist. Daher warte ich geduldig auf das Album und urteile dan. Neugierig auf NEVERMORE? Fängst erst damit an? Falls ja, wirst du unheimlich viel gute Musik entdecken können. 
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von Matthias Ehlert » Montag 30. Dezember 2024, 11:47
Jo, absolut, die letzten hab ich gerade wieder regelmäßig gehört. Mörk Gryning sind erheblich zugänglicher geworden, aber auch spitzfindig und geschickt im Arrangieren. Zu DT: *zustimm* Priest machen noch eine, das wette ich. Die hatten ja auch einen sensationellen Erfolg damit. Von der vorletzten war übrigens "Rising In Ruins" auch ein genialer Track, wenn auch nicht Speeeeeed  Zu Opeth: Höre ich dauernd derzeit. Hab auch ältere wiederentdeckt. Die "Deliverance" nimmt etwas die Neue vorweg, finde ich, da sind die Spuren gelegt.
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von Matthias Ehlert » Montag 30. Dezember 2024, 11:53
An den King: Soso, DT ist also Heckscheibe, allerdings NICHT die Schweden, verstehe^^ Bei mir Dark Tranquillity Die grüne Borknagar ist super, teste die mal, "Empiricism". Auch die Dinger davor. Nevermore kenn ich alles, war mir zeitweise zu kompliziert, fand aber auch einiges genial Ich fand die Mirror Black von Sanctuary DAS Heiligtum, dazu las ich seinerzeit das Foucaultsche Pendel, das war ein genialer Mix 
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von kingdiamond » Montag 30. Dezember 2024, 12:22
Es gibt nur NICHT-SCHWEDISCHE „DT“ - verstehen?! Bin bei BORKNAGAR noch nicht viel weiter „zurückgedrungen“. Die „True North“ kenn ich schon ganz gut und die gefällt mir auch. Mit der „Urd“ habe ich mich noch zu wenig beschäftigt. Habe deine genannte mal auf die Playliste genommen. Ich muss ja nicht zwanghaft chronologisch rückwärts vorgehen NVM: yeah! Zu kompliziert? Könnte ich jetzt nicht bestätigen. SANCTUARY: auch super. Die steht für heute auch auf meiner Hörliste wegen dem tollen „Forumspiel“. Da startet in kürze übrigens die nächste Runde „die 2000er“ - bei Interesse gerne mitmachen. Da gibt es zumindest auch viel guten bis sehr guten Input. 
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von kingdiamond » Montag 30. Dezember 2024, 12:34
Ah, jetzt raff ich es. Die Info hatte ich noch nicht… hmm, weiß auch grad nicht wie ich reagieren soll, da für mich WD unweigerlich zu NVM gehört. Vielleicht lassen sie eine KI singen, die die Stimme komplett imitiert. 
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