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von Drumtier » Freitag 21. Mai 2021, 18:40
Ich habe jetzt keinen Thread für die Band gefunden, was mich wundert, weil sie meiner Erinnerung nach im Soundcheck nicht schlecht abgeschnitten haben. Vielleicht hat ja jemand hier auch noch jemand eine Meinung abzugeben, ich habe sie nämlich. IOTUNN ist eine neue Band, in dem Sinne, dass es sie zwar seit 2015 gibt mit einer kleinen EP mit anderem Sänger. Heuer aber kam das Debüt und die Dänen ergänzte mit Jón Aldará ein färöischer Sänger, den man auch von BARREN EARTH und insbesondere seiner Hauptband HAMFERD kennt. Was ist das für eine Band? Als Vergleich fällt häufig OPETH, aber das finde ich nicht. Ja, es ist Progressive Death Metal mit dem bekannten Wechsel von Klar- und Growlgesang, aber doch ganz anders als die Schweden. Der Death Metal würde teilweise als reiner Melodic Death durchgehen mit Nähen zu alten IN FLAMES und AMORPHIS, der Prog ist alles zwischen IRON MAIDEN, Power bis Thrash Metal. Aber Vergleiche sind müßig, das Hören entscheidet. Der Opener vereint alles und sollte jedem Forumgänger zumindest teilweise zusagen. Ich für meinen Teil bin hellauf begeistert. Aldará kann hier noch mehr auftrumpfen als bei HAMFERD, die Growls sind solide und der Klargesang nicht von dieser Welt. Die Melodien sind catchy, die Songführung lässt einen aufmerksam bleiben, die Mischung aus Technik und Prog und geradeaus ist hervorragend umgesetzt und ich kann nach drei Durchläufen noch keine Schwächen entdecken. Ganz im Gegenteil wächst das Album sogar noch weiter und die Songs hinter dem strahlenden Opener entfalten ihre eigene Persönlichkeit ebenfalls immer mehr. Wir haben zwar schon Mai, aber es war in meinem ersten 2021-Einkauf dabei und erfahrungsgemäß werdens auch am Ende des Jahres nicht mehr als ca. 15 Alben. Deshalb ist es keine allzu spekulative Aussage, aber angesichts der Tatsache, dass ich nicht als Progger bekannt bin, vielleicht doch einigermaßen unerwartet: Access All Worlds hat sehr gute Chancen am Ende auf Nummer 1 zu stehen.
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von Feamorn » Freitag 21. Mai 2021, 20:31
Hab gerade Mal deinen Link gehört. Musikalisch gefällt mir das schonmal sehr gut! Ob ich den Klargesang so super finde, weiß ich noch nicht. Mal schauen.
Und ja, die Opeth Vergleiche sind am Ziel vorbei. Liegt vermutlich daran, dass die so bekannt sind? Meiner Wahrnehmung nach, werden die mittlerweile immer heran gezogen, wenn es um Prog + Growls geht. Oo Stimmungsmäßig wäre das sogar ja noch näher an Enslaved als an Opeth, aber auch der Vergleich ist grundverkehrt. Naja. Erinnert mich etwas dran, dass seit dem YouTube-Hype alles immer an Nightwish (und teils Jinjer) gemessen wird, gefühlt. Der Fluch der Prominenz halt.
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von Havoc » Freitag 21. Mai 2021, 21:24
Aufmerksame Forianer dürften mitbekommen haben, dass ich das Album ebenfalls richtig toll finde. Sowohl musikalisch als auch vom Gesang her. Klargesang und Growls sind sehr variabel...und mittlerweile liebe ich diese Stimme. Nicht umsonst musste ich mir gleich beide Hamferd-Alben nachordern. Und Barren Earth steht ja eh bei mir im Regal. Ich muss Euch beipflichten. So wirklich wie Opeth klingt das nicht. Es ist melodischer und heavier. Gerade auch den kurzen Song Nr. 3 finde ich richtig toll. Sie können also beides. Kurz und lang. Und dennoch klingt alles irgendwie episch, heavy und kraftvoll. Mal etwas doomiger, mal etwas proggiger. Mhh. Echt schwierig die überhaupt zu kategorisieren. Ähnlich wie auch z.B. bei Meshuggah fällt es einem echt schwer diese Band in ein Unterforum zu packen. Die passen so wie hier auch fast genauso gut ins Heavy/Doom oder Black/Death Forum rein. Wirklich eine tolle Band. Bin schon sehr gespannt, wie sie auf dem nächsten Album klingen und ob sie dieses hohe Level halten können. Eines muss ich noch erwähnen. An die Drums musste ich mich am Anfang ein wenig gewöhnen. Die sind schon, nun ja, wie soll ich das sagen? Echt schwer. Ballerisch straight? Mechanisch ohne steril zu klingen? Nicht wie ein Drumcomputer...aber so als wenn man jemandem gesagt hätte...versuche mal wie ein "variabler" Drumcomputer zu spielen. Ach. Schwierig. Ich mag es aber mittlerweile. Und die Drums sind schon auch richtig geil. Ich glaube man muss halt erst ein wenig damit warm werden um zu erkennen, dass das vielleicht sogar eine Stärke dieser Musik ist. Wie dem auch sei. Eine tolle Band. Ein tolles Album! 
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von Drumtier » Samstag 22. Mai 2021, 16:48
Feamorn hat geschrieben:Hab gerade Mal deinen Link gehört. Musikalisch gefällt mir das schonmal sehr gut! Ob ich den Klargesang so super finde, weiß ich noch nicht. Mal schauen.
Und ja, die Opeth Vergleiche sind am Ziel vorbei. Liegt vermutlich daran, dass die so bekannt sind? Meiner Wahrnehmung nach, werden die mittlerweile immer heran gezogen, wenn es um Prog + Growls geht. Oo Stimmungsmäßig wäre das sogar ja noch näher an Enslaved als an Opeth, aber auch der Vergleich ist grundverkehrt. Naja. Erinnert mich etwas dran, dass seit dem YouTube-Hype alles immer an Nightwish (und teils Jinjer) gemessen wird, gefühlt. Der Fluch der Prominenz halt.
Zweimal Zustimmung: Opeth fällt tatsächlich fast unabhängig von der eigentlichen Musik, sobald es um Prog mit Clean + Growls geht. Und auf Enslaved wollte ich eigentlich selbst noch verweisen, weil ich es nicht nur von der Stimmung ähnlich finde, sondern auch musikalisch ein ähnliches Grundkonzept, aber halt anders umgesetzt. Aber reine Bandvergleiche sind generell müßig und können wie gesagt besonders Iotunn nicht gerecht werden.
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von Havoc » Samstag 22. Mai 2021, 17:01
Drumtier hat geschrieben:Zweimal Zustimmung: Opeth fällt tatsächlich fast unabhängig von der eigentlichen Musik, sobald es um Prog mit Clean + Growls geht. Und auf Enslaved wollte ich eigentlich selbst noch verweisen, weil ich es nicht nur von der Stimmung ähnlich finde, sondern auch musikalisch ein ähnliches Grundkonzept, aber halt anders umgesetzt. Aber reine Bandvergleiche sind generell müßig und können wie gesagt besonders Iotunn nicht gerecht werden.
Nee. Wie Enslaved klingen die finde ich auch nicht. Fast noch weniger als nach Opeth. Es fällt mir tatsächlich auf Anhieb keine Band ein, die so wie Iotunn klingt. Von daher ist das wohl schon ziemlich eigenständig.
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von Havoc » Samstag 6. August 2022, 22:36
Das war ja mein Album des Jahres. Oft ist es ja so, dass man Monate später an seiner Entscheidung zweifelt. Aber hier ist das wirklich ganz und gar nicht der Fall. Ich finde das Album nach wie vor unfassbar gut. Dieser Stilmix der fast alle Schubladen öffnet ist so dermaßen geil und stimmig in Szene gesetzt, dass es einfach nur eine pure Freude ist. Dazu dieser absolute Übersänger, der hier seine ganze Bandbreite bringen kann...mein Gott. Ich hoffe wirklich inständig, dass hier bald ein zweites Album kommt. Wobei es echt schwer wird, das Niveau dieses Monster-Debüts zu halten. Mein Album des Jahres 2021...absolut verdient!!!
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von Havoc » Donnerstag 12. September 2024, 21:51
Die Spielzeiten der neuen Platte "Kinship" sind raus. Es wird wohl wieder ne epische Angelegenheit mit einem Brocken zum Start...möge der 25. Oktober kommen! 1. Kinship Elegiac 13:52 2. Mistland 09:01 3. Twilight 07:42 4. I Feel the Night 06:34 5. The Coming End 07:42 6. Iridescent Way 05:36 7. Earth to Sky 06:40 8. The Anguished Ethereal 11:16 Gesamtspielzeit: 68:23
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von kingdiamond » Donnerstag 12. September 2024, 22:25
Da freu ich mich auch drauf… bestimmt das Highlight des Herbstes neben OPETH. 
Die Belohnung für Geduld ist Geduld! Was man anfängt, muss man auch zu En
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von Havoc » Montag 30. September 2024, 21:36
Schönes Interview. Scheinen auch noch sehr nett zu sein die Herren. 
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von Nils Macher » Montag 30. September 2024, 21:39
Havoc hat geschrieben:Schönes Interview. Scheinen auch noch sehr nett zu sein die Herren. 
War ja mein zweites Interview mit Jesper, das erste auf der Video/Tonspur. Wir sind in einigen Dingen sehr ähnlich aufgewachsen (klassische Musik, Konzertgitarre, Orchester etc.). War super unterhaltsam und zwischendurch auch viel Off Topic. 
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