Soundcheck-Winners „revisited“

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon Pillamyd » Samstag 6. Juli 2024, 19:03

Loomis hat geschrieben:
lenbert hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:
kingdiamond hat geschrieben:02/2010 - HEATHEN - The Evolution Of Chaos (SC 8,62 / 9,5 im HR / Thrash Metal)


Für mich bleibt es wohl immer noch nur bei den ersten beiden Alben. Neben der wenig großen Differenzierung anderer Spielstätten eines Lee Altus, stört mich das hier auch einfach in der Produktion.
Habs ein paar Mal probiert. Aber das kickt mich einfach nicht.


Das mit dem Sound kann ich gut nachvollziehen. Zur Zeit des Releases lief das Album beim mir oft, in den letzten Jahren kaum noch. Sound und Dauer ermüden mich. Wenn einzelne Songs im Player auftauchen, finde ich sie aber gut, vor Kurzem lief erst "Arrows of Agony".

Es gab ja ein Remaster das tatsächlich dynamischer und weniger drückend ist. Zwar ist es natürlich immer noch ein dichter Mix, aber immerhin...


Ja, dieses Remaster kenne ich. Ist vielleicht ein bisschen besser. Aber es liegt ja nicht nur daran.
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon Havoc » Samstag 6. Juli 2024, 23:11

Loomis hat geschrieben:Es gab ja ein Remaster das tatsächlich dynamischer und weniger drückend ist. Zwar ist es natürlich immer noch ein dichter Mix, aber immerhin...


Das habe ich wohl. Finde die Heathen schon gut, aber nicht so extrem gut wie sie damals abgefeiert wurde. Aber was weiß ich schon von Thrash. Und es stimmt schon, dass die für die Art von Musik schon echt sehr lang ist.

Zu UNLEASHED kann ich sagen, dass ich da ja ab der "Midvinterblot" so richtig eingestiegen bin. Den Vorgänger "Sworn Allegiance" habe ich auch. Also den Gesang von Jhonny Hedlund werde ich nicht so schnell satt, allerdings sind die Songs schon alle recht ähnlich gestrickt. Die Alben sind eigentlich alle stark, aber man kann eigentlich immer nur ein oder zwei hören, dann reicht es auch erst mal wieder. Es ist schon mal ein kleinwenig schwärzer ("Odalheim") oder thrashiger ("Hammer Battalion")...mal wird ein doomiger Song eingebaut ("Dawn Of The Nine"), aber im Grunde ist das schon echt ziemlich gleichförmige Musik. Egal. Unleashed ist ne geile Band! ;-)
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon Jhonny » Sonntag 7. Juli 2024, 16:05

Kenneth Thiessen hat geschrieben:
UNLEASHED ist natürlich eine sehr tolle Band und ich denke, dass auch mindestens Jhonny und Rüdiger das so finden.


Erst Mal: Amen.

Aber Rüdiger kann sicher hier noch viel mehr kompetentes sagen als ich.
Vieles richtige hat Kenni hier schon geschrieben!
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 7. Juli 2024, 21:22

Kompetent?

Hmm... Ich denke, dass ich da schon oft viel geschrieben habe. Für mich ist Unleashed persönlich sicherlich die beste und wichtigste Death-Metal-Band meiner musikalischen Vita überhaupt. Die "Where No Life Dwells" war 1991 das erste Death-Metal-Album, das mir in die Hände viel, und das ich auch umgehend gekauft habe, weil das Artwork so toll war, und die Songtitel auch, und der davon ausgekoppelte Videoclip zu 'Before The Creation Of Time' sowieso.

Für mich hat das Debüt wirklich alles, was guter Death Metal haben muss. Eine düstere, mythische Atmosphäre, einen modrigen, finsteren, tiefenlastigen Bratklampfensound, und einen Sänger, den man trotz des Growlens eben noch Sänger nennen kann, weil er sauber artikuliert, verständlich ist, und eine unverkennbare, charismatische Stimme hat. Dazu Songs, die Melodien und Hooks haben, und auch Refrains, die man mitgrölen kann, statt nur konturloses Geholze.

Ob das Frühwerk besser ist oder das Spätwerk? Puh, das ist echt schwer zu sagen. Die ersten drei Alben sind für mich das Non-Plus-Ultra, was den alten schwedischen Death Metal angeht. Stilprägend, genreprägend, grandios. Die Band wurde dann erstmal noch eingängiger, hing dann Ende der 1990er und Anfang der 2000er kurz ein kleines bisschen durch, aber spätestens mit "Sworn Allegiance" und "Midvinterblot" hat man sich - ohne allzu große stilistische Veränderung - trotzdem nochmal neu erfunden. Wurde noch einen Tick massen-metal-kompatibler, ohne gleich an den kommerziellen Ansatz von Amon Amarth anzuknüpfen. Der Motörhead-Vergleich, der gerne kommt, ist nicht verkehrt. Man weiß, was man bekommt; es ist abwechslungseicher als sein Ruf, aber gerade die letzten 10 Jahre über hat man sich auf sehr hohem Niveau dann konzeptionell doch ein bisschen wiederholt.

Die Highlights für mich (alle 10/10):
Where No Life Dwells, Across The Open Sea, Midvinterblot, Shadows In The Deep.

Das Lowlight für mich (7,5/10):
Hell's Unleashed.

Keine Scheibe unter 7,5 Punkten. Alle anderen irgendwo dazwischen, mit Tendenz eher zum oberen Rand hin.
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon kingdiamond » Montag 8. Juli 2024, 00:07

Vielen Dank euch allen für Feedback etc.

Rüdiger, so viel „Arbeit“ hättest du dir jetzt auch nicht nochmal machen müssen. Ich wollte ja aktuell gerade nicht bei UNLEASHED ganz tief einsteigen. Nach dem vielen Lob von euch für einige Alben aus der „Vor-Soundcheck-Zeit“, scheint das aber doch keine schlechte Idee zu sein. ;-)

Ich weiß ja jetzt wo es steht und werde mich zu gegebener Zeit mit dem ein oder anderen Werk der Band auseinandersetzen. Die neueren tauchen ja hier so oder so noch auf. :grins:


Zur HEATHEN: stimmt, das mit dem Sound hatte schonmal an irgend einer Stelle hier im Forum gelesen. Das fiel mir gar nicht so auf.
Die Albumdauer scheint ja hier auch dem ein oder anderen etwas zu lang zu sein. Naja, was soll es, bleibt trotzdem „gut“. :)
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon Holger Andrae » Montag 8. Juli 2024, 17:39

Die Heathen läuft hier immer noch gern, wobei ich den Sound schon schwierig finde.Hatte ich mich damals mit Jon Torres (RIP) drüber unterhalten, der ebenfalls nicht ganz so begeistert war. Wäre das keine meiner Favoriten-Bands würde es da wohl anders aussehen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon kingdiamond » Donnerstag 11. Juli 2024, 01:19

04/2010 - COHEED AND CAMBRIA - Year Of The Black Rainbow (SC 8,25 / 9,5 im HR / Progressive Rock)

Wie bin ich eigentlich zu C&C gekommen? Ich denke die „IV“ (2005) hatte damals im RockHard ziemlich abgesahnt, die „III“ kaufte ich mir dann auch gleich noch und die beiden liefen seinerzeit schon recht häufig. Warum ich auch immer erst vor gut 2 Jahren mit der „Vaxis II“ mal wieder was neues von der Band gehört habe, weiß ich selber nicht. Also zwischen 2005 und 2022 kenne ich praktisch gar nichts von denen…
Der Gesang ist und bleibt unverkennbar, das Songmaterial kann ich nach den 4 Spins noch nicht genügend würdigen, als dass ich mir irgend ein Punkte-Urteil erlaube. Aus dem Bauch heraus sage ich mal: auf jeden Fall recht gut, ob es an die erst genannten „Großtaten“ heran kommt, wage ich zu bezweifeln. Zumindest flachte das 2022er Album auch recht zügig bei mir wieder ab. Coole Band, jedoch hält sich aktuell mein Drang „alles von der Band aufholen zu wollen“ stark in Grenzen.
Das hatte was von „Klassentreffen“. Man trifft sich, versteht sich wie früher, wärmt alte Kamellen auf, tauscht sich über Themen/Vorkommnisse aus der „Zwischenzeit“ oberflächlich aus und danach gehen alle wieder ihrer Wege. Schön war es trotzdem mal wieder.


05/2010 - NEVERMORE - The Obsidian Conspiracy (SC 8,50 / 9,5 + 6,0 im HR / Power Metal)

Nun ja, was schreib ich zum letzten NVM-Album? Kaum eine andere Band hat meines Erachtens ein solch „stabil-tolle“ Diskographie zu bieten wie die Herren um Warrel Dane. Seine herrliche Stimme und dazu die Mischung aus Power-, Thrash- und Progressive-Metal - da war es damals um mich geschehen und ist es auch heute noch.
Julian hatte einst mit seinem 6/10er-Review Kritik am Album geübt. Natürlich ist die Abstufung viel zu deutlich ausgefallen, jedoch komme auch ich nicht ganz ohne Kritik aus. Es handelt sich meines Erachtens nach wie vor um ein richtig gutes Stück Musik. Jedoch hat der Langzeittest ebenfalls gezeigt, dass es wohl letztlich das am wenigsten gehörte Album der Diskographie bei mir ist - und das nicht nur aufgrund des „jungen“ Alters.
Der Titelsong hebt sich m.E. deutlich positiv ab, der Rest des Albums ist auch starke Musik, aber die absoluten Überhits fehlen mir etwas. Ich bin mit „Dead Heart…“ zur Band gekommen und halte diese und die „This Godless Endeavor“ für perfekte Metal-Alben, daher haben es natürlich andere Alben immer etwas schwerer und eine Abstufung ist hier auch gerechtfertigt.
Dennoch reden wir hier über Material, über welches sich eine Vielzahl anderer Bands die Hände nach lecken würden. Bin voll beim SC-Durchschnitt: 8,5/10
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon MarioDahl » Freitag 12. Juli 2024, 15:49

Das darf Warrel Dane nicht sehen, dass da Power Metal steht bei NEVERMORE... Der Gute soll sich in einem Interview einmal leicht aufgeregt haben, als die Musik als Power Metal bezeichnet wurde. Er bezeichnete NEVERMORE als Thrash Metal. ;-)
Mit der "Obsidian Conspiracy" bin ich nie so richtig warm geworden. Irgendwie hat mir da immer etwas gefehlt. Wäre bei mir vermutlich eine 7 oder 7,5 geworden, was ja bei weitem "keine schlechte Note" ist. ;-)
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon kingdiamond » Freitag 12. Juli 2024, 16:00

MarioDahl hat geschrieben:Das darf Warrel Dane nicht sehen, dass da Power Metal steht bei NEVERMORE... Der Gute soll sich in einem Interview einmal leicht aufgeregt haben, als die Musik als Power Metal bezeichnet wurde. Er bezeichnete NEVERMORE als Thrash Metal. ;-)


Exakt, daran kann ich mich erinnern. Ja, da war er eigen - ich hab ja von „Mischung“ geschrieben. Ich hoffe, das würde er durchgehen lassen… ;-)
Ich finde aber auch, dass die letzten 2 Alben eine größere Thrash-Schlagseite haben, aber stehe damit eher alleine da.

7,5 lass ich gerade noch so durchgehen! :grins:
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Re: Soundcheck-Winners „revisited“

Beitragvon Havoc » Freitag 12. Juli 2024, 16:14

kingdiamond hat geschrieben:04/2010 - COHEED AND CAMBRIA - Year Of The Black Rainbow (SC 8,25 / 9,5 im HR / Progressive Rock)
Wie bin ich eigentlich zu C&C gekommen? Ich denke die „IV“ (2005) hatte damals im RockHard ziemlich abgesahnt, die „III“ kaufte ich mir dann auch gleich noch und die beiden liefen seinerzeit schon recht häufig. Warum ich auch immer erst vor gut 2 Jahren mit der „Vaxis II“ mal wieder was neues von der Band gehört habe, weiß ich selber nicht. Also zwischen 2005 und 2022 kenne ich praktisch gar nichts von denen…


Krass. Fast genau wie bei mir. Hatte mir die hier dann aber noch geholt...und danach nix mehr, obwohl ich auch das Album hier ziemlich stark fand. Aber es hat mich nicht so erwischt wie III und IV...und dann war die Luft irgendwie raus.

05/2010 - NEVERMORE - The Obsidian Conspiracy (SC 8,50 / 9,5 + 6,0 im HR / Power Metal)


Es ist sicherlich nicht das beste Album der Band, aber ich bin doch ein großer Freund dieses Werkes. Wurde damals aus meiner Sicht von vielen Leuten total unterbewertet. Fand das überhaupt nicht enttäuschend. Das ist locker ne 8,5...eigentlich sogar ne 9. Damals konnte man noch nicht absehen, dass es das letzte Album der Band sein würde. Bei mir dürfte das Album sogar sehr weit oben sein was Spins betrifft. Habe ich oft und gerne aufgelegt.
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