WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Jesus » Sonntag 19. Dezember 2010, 16:07

Wie kommt eigentlich ARCH ENEMY auf die Scheibe? Heimliches guilty pleasure?
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Eike » Sonntag 19. Dezember 2010, 16:31

Wieso guilty? Ich fand und finde die nicht übel, auch wenn die erste Begeisterung doch recht schnell wieder etwas abgeflaut ist. Und die EP gab's halt irgendwann mal zum akzeptablen Preis.
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Pia-Kim Schaper » Sonntag 19. Dezember 2010, 19:32

oh, war gestern leider den ganzen Tag weg
aber ich hätte eh nichts mehr erraten ;-)
denke mal, ich komme morgen dazu, zu "Great Barrier Reef" was zu schreiben

erkannt habe ich darauf allerdings nichts :grins:
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Eike » Sonntag 19. Dezember 2010, 21:57

Bei einem Track nahm ich an, Du könntest vielleicht drauf kommen/bereits Kontakt mit der Band gehabt haben. Aber schau'n wir mal, wir haben hier ja noch mehr Ratefüchse im Forum.
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Eike » Dienstag 21. Dezember 2010, 19:24

Ist der zweite Sampler denn halbwegs erträglich? Da sind ja etwas seltsamere Stücke drauf. Aber ich konnte & wollte es einfach nicht beim eingängigem Rock & Roll mit etwas Punk / Metal bewenden lassen. Mein ebenfalls vorhandener Hang zum Nurschönen, Mäandernden, Epischen, Umwölkten, Pluckernden und Schrägen wollte sich unbedingt auch noch manifestiert wissen. Geradezu fanatischer missionarischer Eifer bricht sich da Bahn - man informiere umgehend die Stilpolizei/Szeneschutzorgane! :grins: --- Aber dafür sind es ja weniger Stücke. ;-)
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Loenz » Dienstag 21. Dezember 2010, 19:30

Da kann man ja gespannt sein. Was auf der anderen Scheiblette so drauf ist.
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Pia-Kim Schaper » Freitag 24. Dezember 2010, 00:13

denn mal weiter hier. fertig für Runde Zwei:

1) Am Anfang ist eine Stimme, die mir sagt, dass ich alles kann, was ich will, wenn ich nur daran glaube (zusammengefasst). Das geht ziemlich lange. Dazu werden im Hintergrund Gitarrenseiten angespielt. Orchestrale Instrumente kommen dazu und bauen das Lied langsam auf, die Stimme spricht nicht mehr, kommt dann aber wieder. Geht auch wieder lange so weiter, dann kommt eine Tonfolge (ich mag es jetzt nicht Riff nennen), die ständig wiederholt wird, andere Instrumente kommen dazu und der Song baut sich weiter schön auf. Eine Geige kommt auch noch dazu und übernimmt die zweite Stimme. Es wird nach etwa fünf Minuten wieder ruhiger. Das müsste jetzt ein Cello sein. Eine E-Gitarre spielt im Hintergrund wieder eine Tonfolge runter, immer und immer wieder. Hinzu kommen ein Klopfrhythmus und später ein Keyboard. Alles entwickelt sich immer weiter. Gefällt mir sehr gut, muss ich aber nicht jeden Tag hören. Die Geige kommt irgendwann auch wieder. Dann ein harmonischer Break und die E-Gitarre übernimmt wieder das Ruder. Der Klopfrhythmus bleibt gleich. Erinnert mich von der Grundstimmung her etwas an PINK FLOYD. Irgendwann – nach gefühlten zwölf Minuten – schlägt alles um und wird ein bisschen elektronischer. Das Schlagzeug variiert ein bisschen und elektronische Geräusche kommen dazu. Die könnten auch aus alten PC-Spielen stammen. Das ganze verfällt in eine neue Melodie und dann kommt wieder ein penetranter Klopfrhythmus. Wir bewegen uns auf einer schier endlosen Schleife, auf der die Geige rumschrammelt. Dieser wird etwas schneller und die Geige wird hektischer. Wieder ein Umschwung nach etwa sechzehneinhalb Minuten: Mehr Instrumente kommen dazu (sind das Bläser?) die Grundstimmung vom Teil davor wird aber gehalten. Im gesamten Song kommt kein Gesang vor, nur eben das Gesprochene am Anfang. Am Ende verläuft sich alles wieder und nach gut achtzehn Minuten endet der Song auf einer nachschwingenden Saite.

2) Lustige Elektroklänge. Klingt etwas retro. Es plinkt minimalistisch etwa eine Minute vor sich hin, bis im Hintergrund ganz zart Töne dazukommen. Ein zweites, etwas tieferes Plingen kommt dazu, dann ein drittes hohes und dann noch ein ganz tiefes. Daraus baut sich der Song dann auf. Dann ein Beat und jetzt zeichnet sich eine Melodielinie ab. Dann eine Stimme. Der Mann hat kaum Melodie in der Stimme und singt ziemlich trocken und gelangweilt. Zwischendrin kommt noch eine elektronisch verzerrte Stimme. Wir befinden uns hier im Bereich der Minimalmusik :D Ist ganz lustig, aber das davor gefiel mir weitaus besser. Ich glaube, er singt "Europe. Endless." Ja, da bin ich ziemlich sicher. Und die elektronische Stimme sagt: "Endlos. Endlos.Endlos." Werden wohl Deutsche sein. Könnte aber auch sein, dass er "Endless." sagt. Beim Geplänkel im Hintergrund verändert sich ab und an mal was. Es gibt sogar ein Plingsolo. Später singt er noch "Elegance and decadence." Nach knapp zehn Minuten ist es vorbei.

3) Langsam, aber mit normaler Instrumentierung geht Lied Drei los. Klingt wie der Soundtrack eines Road-Movies. Dümpelt mehr oder minder vor sich hin, passieren tut nicht viel. Ist langsam und getragen. Kein Gesang. Kann ich nicht viel zu sagen. Ist auch nicht mein Ding, da passiert echt kaum was. Hintergrundbeschallung.

4) Dumpfer Sound, aber hier gleich mit Melodie. Im Hintergrund atmosphärische Synthies, im Vordergrund E-Gitarre und Schlagzeug. Und ein Bass. Das Tempo variiert etwas, die einzelnen Themen werden häufig wiederholt, auch leicht abgewandelt. Dann ein Break, es wird dumpfer. Bass und Schlagzeug spielen erst mal alleine. Gitarre und Synthies kommen wieder dazu. Ist auf Dauer aber auch etwas ermüdend. Sind das vielleicht MY BROTHER THE WIND? Würde nach dem, was ich über sie gelesen habe, auch Sinn machen. Jetzt wird's schneller. Könnte doch noch was werden. Sehr rock'n'rollig nach etwa sechs Minuten. Ja, jetzt gefällt es mir. Knapp neun Minuten lang.

5) Funky! Wieder elektronischer. Ein Elektrobeat, darüber weitere, die eine Melodie spielen. Und Gesang! Mehrere Stimmen, ein Mann und eine Frau mindestens, sie singen zusammen das Gleiche. Könnte so fast in der Disko laufen. Sehr tanzbar. Gefällt mir! Da ist ordentlich Bass und Wumms drin. "Give In" verstehe ich. Hier ist echt viel Gesang, bin ich gar nicht mehr gewohnt :D Fast durchgehend. "See my love"? irgendwas mit "Devil's Hand"?

6) Das wird leicht gruselig. Ein dumpfes Klopfen im Hintergrund, darüber eine Keyboardmelodie. Haben die denn heute alle keine Klaviere mehr? Oder ist das 'ne Harfe? Glaube, es ist ein Keyboard. Huch! Ein Break, ein kurzer Rap, dann geht die Melodie weiter. Da kommt jetzt ein Cello? dazu. Wieder ein kurzer Break mit gesprochenem, dann wird die Melodie schneller. Im Hintergrund elektronisches Schlagzeug, ziemlich schnell. Dann redet ein Mann. Die Cello-Melodie ist sehr schön.

7) Das ist sehr jazzig. Absolut nicht mein Ding. Am Anfang spielen die Instrumente alle durcheinander, irgendwann einigen sie sich dann mal auf eine Melodie oder auch nicht.

Der zweite Sampler hat mir gut gefallen. Den einen oder anderen Song werde ich sicher ab und zu mal auflegen. Ein schöner Exkurs in Eikes Schrägie-Welt :D vor allem der erste Track war gut und Nummer Vier hat sich noch echt gut entwickelt. Die Elektrosachen waren echt lustig und haben das Ganze gut aufgepeppt. Insgesamt ein gelungener Sampler.
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Eike » Freitag 24. Dezember 2010, 00:31

PINK FLOYD als eine Inspiration für 1) ist sicher nicht grundfalsch.

2) ist die Band, bei der ich annahm, Du könntest sie vielleicht erkennen.
Stimme sagt: "Endlos. Endlos.Endlos." Werden wohl Deutsche sein. Könnte aber auch sein, dass er "Endless." sagt.
Ich höre da "endless", allerdings gibt es auch eine deutsche Version des Albums. Die Band ist eine der Bands, an die man im Ausland denkt, wenn die Sprache auf deutschen Pop kommt. Das Album ließ ich mir von einem Kollegen brennen, als ich es mir in England in einer Stadtubücherei ausgeliehen hatte, daher die englische Version. Ich mag die zusätzliche Distanz, die durch die Fremdsprache reinkommt. Es geht darin ums Reisen, also passt das auch thematisch.

3) Hm, was war denn das gleich nochmal? Das muss ich jetzt selbst nachschauen. Später...

4) ist nicht MY BROTHER THE WIND, da muss ich Dich leider enttäuschen. Von denen gibt es aber hier eine Kostprobe: http://www.youtube.com/watch?v=uYTdD1HSHCY ;-)

5) war hier schon in der Gruppentherapie. Zu dem Album gab es unterschiedliche Urteile:
"Lehrbuchmäßig", "Kunst in Reinform", "phasenweise einfach nur Gedudel", "einzigartiges Erlebnis", "nette Alternative", "künstlerisch wertvoll", "ein Meisterwerk", "nicht gelungen". :-)

6) ist komplett gesamplet. Nach der Auflösung verlinke ich ein handgespielte Coverversion...

Ja, 7) wird die Geister spalten, das ist sehr speziell und auch der längste Track des Samplers.
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Eike » Freitag 24. Dezember 2010, 02:05

Oh! 3) ist toll. Allerfeinste Scheibe - habe ich oft zum Aufwachen und zum Einschlafen gehört. Oder einfach zum Abspannen, Träumen, oder besser noch: reinen Zuhören. Eigentlich fast immer das komplette Album. Dummerweise ist es mir irgendwie abhanden gekommen, ich find's nimmer. :-( Das geht in die Richtung von Drone, Doom, Ambient, aber mit viel Melodie - und sehr gemütlich. Mit BLACK SABBATH hat das eigentlich nichts mehr zu tun, auch wenn der Name das anzudeuten scheint.
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Re: WW10 - Pebbles & Granite, Great Barrier Reef

Beitragvon Eike » Freitag 24. Dezember 2010, 02:09

Ach ja, zu 4) war die Assoziation mit MBTW gar nicht so verkehrt (musikalisch benachbart).
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