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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von Holger Andrae » Donnerstag 27. Juni 2024, 12:28
kingdiamond hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Tracklist Psychotic Waltz Demo (1989) 01. And The Devil Cried 02. Successor 03. Halo Of Thorns 04. I Of The Storm
Ich hatte es aber nur zufällig beim Googeln nach dem Song gelesen. Die Video-Links zu PW funktionieren seit ein paar Tagen nicht mehr - gelöscht. Zudem sind alle Alben - bis auf das aktuellste - seit ebenso ein paar Tagen von Spotify verschwunden. Gibts da Gründe?
Vielleicht hat es mit den Rehen zu tun.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Holger Andrae
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von kingdiamond » Donnerstag 27. Juni 2024, 12:37
Vermutlich. Wäre ja auch i.O.
Die Belohnung für Geduld ist Geduld! Was man anfängt, muss man auch zu En
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kingdiamond
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von Pillamyd » Donnerstag 27. Juni 2024, 12:51
Gruppe 7 – Was eine Gruppe. Hat etwas Zeit gebraucht, um mich da festzulegen. Man möchte vielen Songs einen Vortritt lassen. Und ich bin gewillt das bei den Songs zu tun, die eine Überraschung sind. Schauen wir mal…
Cake - It's Coming Down (1996): Eine Band, die mir durchaus ein Begriff ist. Und eigentlich mochte ich das schon immer ganz gerne. Zum Kauf hat es nie gereicht. Müsste ich im fast gleichen Atemzug wie „Coldplay“ damals entdeckt haben. Aber nun mal zum Song: Schrammelig ist es tatsächlich ein bisschen. Aber ich höre durchaus schöne Beat Musik. Hier ein bisschen „The Beatles“ in den Gesangsharmonien. Die Bläser sind da. Das ist cool. Irgendwie entrückt. Dadurch aber sehr zusammenklebend. Passiert viel, ohne das in den Vordergrund zu stellen. Doch kann viel in den nicht mal 4 Minuten.
Guns N' Roses - November Rain (1991): Mit Sicherheit ein sehr großer Hit der Band. Live gefiel mir das sogar noch etwas besser. Warum habe ich eigentliche die „Live Era ´87-´93“ nicht mehr? Nun, egal. So oft würde die vermutlich gar nicht mehr laufen. Ich bin der Band irgendwann entschwunden. Wobei die Band nie den Stellenwert bei mir hatte, wie bei manch anderen. Auch wenn ich nie der große Anhänger war. Aber selbst Alben wie die „Use Your Illusion“-Teile, die ich mochte, gefallen mir fast gar nicht mehr. Kann man machen, muss man aber nicht.
Das Video zeigt die pompöse Zeit der 90er. Man fühlt sich, als schaue man eine kurze Folge von „Reich und Schön“. Toll durchkomponiert. Axl geht in seiner Rolle voll auf. Wirkt auf mich aber eher unangenehm, als dass ich das genieße. Also doch lieber die Live Version. Ja, die Wirkung des Songs ist aber verflogen. Ist so.
Live - Shit Towne (1994): Mir kommt das Plattencover bekannt vor. Gehört habe ich davon aber noch nie etwas. Rockmusik die im Refrain eine etwas andere Richtung einschlägt, als ich vermutet habe. Trotzdem fühl ich mich an „Alter Bridge“ erinnert. Etwas fröhlicher, etwas weicher ohne das große harte Riffing. Aber in den Strophen schafft der Song die Assoziation. Sagte ich hartes Riffing? Ja, doch der Song wird doch auch mal wilder. Dann bestätigt das nur meine Gedanken. Richtig guter „Gute-laune-rocker“.
Marillion - Afraid Of Sunlight (1995): Oh, ein Song den ich gar nicht kenne, weil ich das Album nicht besitze. Ja, da gibt es in den 90ern und vor allem in den 00ern große Lücken. Irgendwann werde ich das aufarbeiten müssen. Das sagt der Komplettist in mir einfach. Nun, der Song ist schon auch das, was ich von „Marillion“ in den 90ern erwarten konnte. Man fühlt sich als Marillion Fan und auch Möger der Hogarth Phase gleich heimelig. Der Song hat einen schönen klassischen Aufbau im Kosmos der Band. Wunderschön nachvollziehbar, wundervoll gesungen. Die Band geht komplett über die Gefühle und packt einen hinterlistig. Musik zum abschalten und genießen.
Molly Hatchet - Rolling Thunder (1996): Ziemlich wuchtig. Das hätte ich etwas geerdeter vermutet. Ich habe mich nie richtig mit der Band beschäftigt, obwohl ich das wollte. Fühlt sich in dieser Gruppe leider etwas an, wie ein Fremdkörper. Ich versuche zumindest das auszuklammern. Fällt mir aber schwer. Ich bin da gerade in einem anderen Modus. Schon irgendwie auch mitreißend. Gerade das Orgelsolo ist super. Sehr harter Hard Rock. Cool! Mal schauen, wo es landen wird.
Nevermore - The Sanity Assassin (1995): Danes ausdrucksstarker Gesang ist immer ein Argument. Wenn es in einer Ballade mündet, dann hat „Nevermore“ für mich so oder so gewonnen. Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich ihn höre. Einzigartig, charismatisch, atemberaubend.
Payne's Gray - Moonlight Waters (1995): Ich habe mir schon fast erhofft, dass diese Band hier gewählt wird. Und ich freue mich drüber. Denn eine weitere Beschäftigung ist dringend notwendig. „Moonlight Waters“ ist von vorne bis hinten spannend komponiert, arrangiert und vorgetragen. Was hier passiert ist unglaublich. Mir fällt irgendwann in der Minute 6 der Spinnennetzartige Basslauf auf. Geilerei. Ganz großes Kino. Das Album muss mal her. Aber ich habe wenig Hoffnung.
Saviour Machine - Carnival Of Souls (1993): Noch vor gar nicht allzulanger Zeit hatte ich zwei Alben der Band im Einkaufswagen, ohne sie zu kennen. Übermütig, ob des Inhalts, habe ich sie aber dann wieder rausgekickt. Fehler? Ja, wenn ich das Höre schon auch irgendwie. Schöner Gothic Touch. Ich stehe ja immer mehr auf diesen Sound. Die Gesangsfarbe ist faszinierend. Sehr markant, obwohl das sehr weich rüberkommt. Ist es die Produktion? Oder singt er wirklich so? Egal, es hat mich. Es passt zu diesem sphärischen Etwas, dass da die gesamte Zeit über mitschwingt.
Sentenced – Noose (1996): Hmm..aus dem Gedächtnis heraus, konnte ich mit „Sentenced“ noch nie etwas anfangen. Bestätigt sich gleich in den ersten Sekunden. Was sollen die Hetfield-artigen Endungen? Hat mich schon verloren. Im Schlagzeug so wuchtig, dass das simple Riffing zwar da ist, aber alles darüber hinaus in der Versenkung entschwindet. Nope. Das finde ich null spannend, weil hier eine Lässigkeit in einem vermeintlich harten Sound vorgegaukelt wird. Dieser Brei schmeckt mir nicht.
Torman Maxt - Riders Of The Cosmic Circuit (1994): Hier bin ich gespannt. Noch nie gehört. Musikalisch könnte das für mich sein. Schauen wir mal… Aha, das Akustikgeflatter am Anfang mit der strikten Rhythmik und der Begleitung des Basses kann was. Die flügelhaften Gesänge erregen Aufmerksamkeit. Und dann wird’s spannend im weiteren Verlauf. Der Gesang hat mich tatsächlich am Haken. Sehr variabel, obgleich der gesanglichen Limitierung. Absolut nicht negativ gemeint, sondern direkt positiv. Überraschung. Hier bin ich wirklich gespannt, wie der Song im Gesamten abschneidet. Ich habe es mir aufgeschrieben. Und das sagt ja schon was.
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Pillamyd
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von Pillamyd » Freitag 28. Juni 2024, 11:19
Gruppe 8:Heftige Gruppe, ebenfalls. Viele, ziemlich lange Songs. Von denen ich mich aber nicht abschrecken lasse.Björk - Bachelorette (1997):Mit der Dame ist wohl nicht gut Kirschen essen. So viel weiß ich. Außerdem trägt der Name bei mir gleich dazu bei, dass das schriller Avantgardismus ins Gedächtnis ruft. Die Alarmglocken gehen also an. Na ja, jetzt mal schauen, was mich hier erwartet. Trippig ist es. Aber wärmer, nicht so glasklar und steril wie bei dem „Portishead“-Song. Trotzdem bin ich überrascht, wie angenehm dieser Gesang ist. Wenngleich er verrät, dass die Dame wohl keine halben Sachen macht. Der Song nimmt eine weirde Entwicklung. Vielleicht liegt es auch an diesem Video. Ich bin zwar aufnahmefähig, trotzdem passiert auch hier ziemlich viel. Mir fällt es schwer, das einzuordnen. Aber es ist besser als befürchtet. Civil Defiance – Man In The Moon (1996):Habe ich erst im Februar etwas zu geschrieben. Genau zu diesem Song. Der Eindruck ist der gleiche. Deswegen werde ich das mal zitieren: Pillamyd hat geschrieben:"Man In The Moon" - Klavierklänge leiten den Song ein. Hier fühle ich mich an Filmmusik erinnert. Das ist so breit aufgestellt, wie ich es von ruhigen Songs wie "Tom Waits" her zu kennen vermag. Unfassbare Klarheit dringt einem entgegen. Melancholisch, theatralisch, dramatisch. Wunderschön, was hier passiert. Die Spannbreite und der dreibeinige Spagat, wird, wenn es nicht vorher schon der Fall war, hier sehr deutlich! Dann kommt ein kleiner Break und man denkt erst, der nächste Song fängt an. Aber dann kommt völlig unverhofft, das Schlagzeug und die Gitarren zum Einsatz und ergänzen das mit wunderschönem Streichinstrument und lassen den Song groß wirken. Sehr groß!
Dream Theater – Metropolis – Part I (1992):Da kann man ernsthaft nicht mehr viel zu sagen. Masterpiece. Der Anfang von dem, was in 1999 mündete. Unfassbares Stück Musik. Magisch in allen Belangen. Eine 1+ mit Sternchen. Vom Songwriting, über Aufbau bis hin zur Durchführung. Alles bestens. Faithless – Insomnia (1995):Pure 90ies Feelings die da aufkommen. Diesmal ist es nicht mein Vater, sondern meine Mutter, die Schuld daran trägt, dass ich das kenne. Und Überraschung: auch wirklich mag. Dieser Aufbau ist schon klasse gemacht. Da verstehe ich jeden der darauf abgeht. Die Version scheint aber eine andere zu sein als die, die ich kenne. Aber da der Song fast 9 Minuten lang ist, gehe ich einfach davon aus, dass ich nur ne gekürzte Version davon kenne. MTV, Viva und Radio sei Dank. Korn – Daddy (1994):Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das dazugehörige Album habe. Muss ich mal nachschauen. Eingetragen habe ich es aber nicht. In der Orientierungsphase probiert man halt alles. Das hat mir aber von Anfang an nicht zugesagt. Es ist eh nur das „See You On The Other Side“ Album, mit dem ich halbwegs etwas anfangen kann. So wie ich das Album hatte, so merkte ich auch schnell, dass das was ich hier zu hören bekam, nicht meine Musik ist. Seitdem lief das Album auch nicht mehr. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Lake Of Tears – So Fell Autumn Rain (1999):Ohne es zu wissen, ordne ich diese Band eher in den Doom der 90er ein. Irgendwo zwischen den ersten „Anathema“ und „Katatonia“ Alben. Der Sound bestätigt meine Wahrnehmung. Vor allem der schwachbrüstige Sound. Überzeugt mich aber nicht. Das finde ich alles viel zu lasch. Kommt nicht an mich ran bzw. finde ich keinerlei Zugang zu diesem Stück. Megadeth – Tornado Of Souls (1990):Ja, kennt man, oder? Für mich das beste Stück Musik der Band in den 90ern. Typisches Mustaine Riffing. Klassische Megadeth Chords. Der Inbegriff der Verknotung von Fingern. Wie viel Gummibärchen muss man futtern, um sich nicht am Brett zu verletzen? Friedmans eigenartige Schlaghand ist für mich auch heute noch ein Rätsel. Dass muss doch eine prophylaktische Maßnahme des Physiotherapeuten gegen eine Sehnenscheidenentzündung sein. Wenn ich mir das Video so anschaue, bin ich stinksauer, nicht früher das Licht der Welt erblickt zu haben. Heutzutage kann man sich das ja vor allem gesanglich sparen. Orphanage – At The Mountains Of Madness (1996):Unbekannt. Bedrohliche Kirchen/Horror Stimmung. Die Rhythmik Sektion gleich zu Anfang ist spannend. Aber das mündet gesanglich in Gefilden, die ich nicht greifen kann. Ich wünsche mir über die gesamte Songlänge mehr tiefe. Das kratzt irgendwie nur an der Oberfläche. Und die ist meterdick. Kein durchkommen möglich für mich. Tea Party, The – Sister Awake (1995):Die Band habe ich seitdem „Temptation“ Cover von „Nevermore“ auf dem Schirm. Konnte mich nicht immer abholen. Obwohl die orientalischen Klänge mir sehr vertraut erscheinen müssten. Tun sie auch. Mit viel Abstand finde ich das ziemlich geil, was ich hier zu hören bekomme. Townsend, Devin – Funeral (1997):Die Gedanken zu Townsend sind gerade ziemlich frisch. Ich denke da gerade öfters drüber nach, ob ich nicht doch mal aufstocken sollte. Den Sound hier finde ich ziemlich weich und trotzdem druckvoll. Besser als der Breitwandsound, der für mich nur auf der „Empath“ richtig gut funktioniert. Man hört das, was man auf dem Coverartwork zu sehen bekommt. Eine Weite im Sound, eine tiefe im Strudel des Riffings. Eine Poppigkeit im Gesang, obwohl doch irgendwie extrem. Diese Maschine eben. Aber das kann der Gute einfach. Ich bin angenehm überrascht.
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von Eike » Sonntag 30. Juni 2024, 07:00
Pillamyd hat geschrieben:Gruppe 7 – Was eine Gruppe. Hat etwas Zeit gebraucht, um mich da festzulegen. Man möchte vielen Songs einen Vortritt lassen.
Ja, diese Gruppe finde ich auch ziemlich stark.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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von Chris Staubach » Sonntag 30. Juni 2024, 13:26
Gruppe7: Mit NEVERMORE hat diesese Gruppe einen unangefochtenen Leuchtturm in ihren Reihen. Großartiger Song, Gänsehaut. 'Nuff Said. Ja, ich weiß, GNR auf Platz 2 und dann auch noch mit einem ihrer populärsten und kommerziellsten Hits ... ja, ist unpopulär in diesem Thread, aber ein guter Song bleibt ein guter Song. Und die Konkurrenz war eben auch nicht wirklich so stark. Bronze holt sich überraschend MOLLY HATCHET mit einem wirklich guten Rocker, der ordentlich rollt und echt gute Laune verbreitet. Sollte die Platte mal antesten, zumal da mit 'Tatanka' mindestens ein weiterer guter Song drauf ist. Mit MARILLION habe ich mich bisher noch nie wirklich befasst. 'Afraid Of Sunlight' ist aber echt nett und schmeichelt mit schönen Melodien. LIVE kannte ich bisher auch nur vom Namen und haben mich auch angenehm überrascht. Das hatte ich als simplen Alternative Rock abgespeichert, muss da aber ein wenig zurückrudern. Kann durchaus was. SAVIOUR MACHINE war mal in meinem Umfeld extrem populär, der Funke bei mir ist aber noch nicht unbedingt übergesprungen. Alles sehr nett und gefällig. Gilt auch für PAYNE'S GRAY. Gut, vielleicht habe ich der Band aufgrund ihrer Komplexität auch einfach noch nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet, kann aber ja noch kommen. SENTENCED berührt mich nicht unbedingt, CAKE holen mich nicht richtig ab und TORMAN MAXT sind einfach untergegangen. Die letzten drei Positionen hätten sicherlich auch gewürfelt werden können.
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von Holger Andrae » Sonntag 30. Juni 2024, 13:32
Gruppe 7:
Cake : Cake kenne ich nur namentlich. Der Beginn mit dem Gebläse ist schonmal cool. Auch die leicht brummelige Singstimme. Ein bisschen wie Element Of Crime in Englisch. Mal merken.
G'n'R: Bei dem Song denke ich zu Beginn immer, dass das toll werden muss und dann fällt mir ein, wessen Gesang gleich einsetzen wird … Immerhin einer der wenigen nicht ganz schlimmen Songs dieser Band. Trotzdem natürlich die rote Laterne.
Live : Yes! "Throwing Copper" ist wohl eines meiner 10 liebsten Rock-Alben. Die Nummer hat ja beinahe eine Punk-Attitüde, was ich natürlich toll finde. Anyway, großes Album, großer Song!
Mary Lion : Die ausladenden Nummern der H-Phase sind mir meist eine Spur zu … ausladend. Da muss ich in Stimmung für sein. Momentan steht mir eher der Sinn nach Rucki-Zucki-Musik. Trotzdem natürlich fein.
Molly Hatchet : 'Tatanka' von diesem Album wäre seit weit vorn gelandet, aber auch das hier bockt natürlich mächtig.
Nevermore : Wohl mein Lieblings-Nevermore-Song.
Paynes Gray : Zweitliebster Song einer meiner liebsten Scheiben aus unseren Landen. Herzensband. Bis heute.
Saviour Machine : Die Band hat bei mir damals wie eine Bombe eingeschlagen. Als Eric dann anfing Teile der Bühnenshow für horrende Summen im Netz zu verkaufen, war ich etwas angenervt. Die Vermarktung der aktuellen Sachen finde ich ebenfalls fragwürdig, weshalb ich mich da noch immer nicht mit beschäftigt habe.
Sentenced : Eine dieser typischen 90er Bands, die ich immer ziemlich langweilig fand.Schleppend, ohne doomig, groovy, keine Riffs, dazu eine Stimme, die ich nach Beendigung des jeweiligen Songs sofort wieder vergessen habe. Alles ganz gut und für Kinder der 90er sicherlich prägend, ich finde es nur nett.
Torman Maxt : Damals diesen einen Song im Laden gehört und sofort gekauft. Bis heute meine Lieblingsscheibe von 1994. Gypsy Waltz.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Martin van der Laan » Sonntag 30. Juni 2024, 13:52
Ein paar Kommentare zu Gruppe 7:
Vielleicht überraschend, dass bei mir SENTENCED mit 'Noose' ganz vorne steht. Ich pflege eine ganz besondere persönliche Beziehung zu den Alben 'Amok' und 'Once'; beide habe mir in einer schwierigen Zeit im Studium zur Seite gestanden. Dem muss und will ich hier Tribut zollen, auch wenn es rein musikalisch betrachtet vielleicht nicht ganz fair ist gegenüber PAYNE'S GRAY, deren legendäres Meisterwerk "Kadath Decoded" zu den besten deutsche Progressive Metal-Alben aller Zeiten gehört. Das NEVERMORE-Debüt wollte ich anfangs nicht mögen, weil ich 1995 immer noch SANCTUARY nachtrauerte. Doch letztlich hat sich die Qualität dieses Albums doch gegen meine initialen Vorurteile durchgesetzt, und es ist heute hoch geschätzt im Hause Thunderlaan. Noch besser waren NEVEMORE lediglich auf "Dreaming Neon Black" und "Dead Heart In A Dead World". SAVIOUR MACHINE lebt natürlich zu großen Teilen vom charismatischen, pathetischen Gesang, finde ich insgesamt ganz gut, aber nicht wirklich überragend. Alles weitere ist auch recht interessant und ordentlich, aber eher weniger meine Welt.
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von Martin van der Laan » Sonntag 30. Juni 2024, 14:05
Holger Andrae hat geschrieben:Torman Maxt : ... Gypsy Waltz.
Interessant... das habe ich nicht rausgehört. Ich denke, ich werde mir das ganze Debüt-Album noch mal in Ruhe zu Gemüte führen. Manchmal braucht ein Sound mehrere Anläufe um zu zünden, auch wenn die Komponenten vertraut sein sollten. Die Band wurde hier ja schon frühe rmal lobend erwähnt, hatte ich bisher sträflich ignoriert.
668 - Neighbor of the Beast
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Martin van der Laan
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von Eike » Sonntag 30. Juni 2024, 15:48
G7:
1. Cake - It's Coming Down Ich mag die Trompete, ich mag den Satzgesang, ich mag die Eingängigkeit mit den schmucken Details dahinter, ich mag die lakonische Schluffigkeit und den sardonischen, kauzigen, alltagstauglichen Humor.
2. Live - Shit Towne LIVE ist eine Band, welche die Laut-Leise-Dynamik aus dem Effeff beherrscht, Eingängigkeit vorbei am Klischee produzieren kann, und dazu kommt dann noch dieser berührende, emotionale, schöne Gesang, zwischen zart und aufbrausend wird einfach viel geboten, aber immer kompakt und auf den Punkt gebracht. Alternative Rock mit hohem kommerziellen Potential. Dennoch nie den ganz großen Durchbruch (zumindest nicht in Europa) gehabt, obwohl die auch mal mit R. E. M. tourte, falls ich mich recht erinnere. Dies ist kein Lieblingssongkandidat bei mir, aber im Album-Kontext funktioniert er prächtig, wobei es auf "Throwing Copper" noch weitaus ergreifenderes Material gibt. Doch das Album besticht eben nicht zuletzt auch durch Abwechslungsreichtum (aber stets mit dieser großartigen Lautstärkedynamik), und damit findet auch 'Shit Towne' darauf seinen angemessenen Platz.
3. Molly Hatchet - Rolling Thunder Simpel, geradlinig, genremittig, und dennoch bringt es Schwung ins Seelengebälk, also bin ich positiv überrascht, dass das hier und jetzt so gut funktioniert bei mir, obwohl ich mich bei derlei Musik inzwischen allzu oft abgestumpft alt und meist allessoähnlichschonoftgehörtlastig begeisterungsträger fühle, als mir selber lieb ist.
4. Marillion - Afraid Of Sunlight Einfach schön, wenn auch geringfügig lang.
5. Payne's Gray - Moonlight Waters Noch interessanter, dabei auch einfach schön, aber nach hinten raus die Coda hätte es für mich zumindest in dieser Form nicht unbedingt gebraucht. Da finde ich das Stück zu den Bergen des Wahnsinns aus Gruppe 8 dauerhaft spannender, um einen ähnlichen Atmosphäriker heranzuziehen. PAYNE'S GRAY ist aber auf jeden Fall eine interessante Band, von der mir hier im Forum schon mehr vorgestellt wurde.
6. Guns N' Roses - November Rain Kennt ich schon lange, mag ich teils immer noch, aber die Trickkiste wirkt mittlerweile etwas angestaubt, das Pathos leicht unangenehm, und irgendwie fasst mich das emotional nicht mehr so sehr an wie in den frühen Teenagerjahren.
7. Nevermore - The Sanity Assassin Gut, aber auch etwas widerborstig.
8. Saviour Machine - Carnival Of Souls Wirklich gut komponiert, und ich weiß selbst nicht so genau, warum es nicht weiter oben landet.
9. Sentenced - Noose In besseren Momenten ein Zuhausegefühl, in schlechteren etwas generisch wie die der kleinste gemeinsame Nenner aus PARADISE LOST und TYPE O NEGATIVE, was immerhin ein gewisses Mindestniveau garantiert.
10. Torman Maxt - Riders Of the Cosmic Circuit Ich habe keine starke Kritik, aber es packt mich einfach nicht, vielleicht verstehe ich es bloß nicht, vielleicht liegt es am Gesang, vielleicht an der Produktion. Läuft halt so mit.
Schlecht finde ich gar nichts in Gruppe 7, und um die ersten fünf wäre es auf jeden Fall schade, wenn sie rausflögen.
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Eike
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