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von Eike » Mittwoch 3. Juni 2020, 19:27
Eike hat geschrieben:Fand ich solide, nach "The Plague Within" aber nicht so überraschend/frisch/beeindruckend.
Ups, da fehlte ja das anlassgebende Zitat! Kontext war ein Kommentar zu "Medusa". Auf die bezieht sich mein obiger Einwurf.
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von Madhusingh » Mittwoch 8. Juli 2020, 09:20
Hello, In Zagreb it had become really noisy. Particularly on SINISTRO. The tracks were too sluggish and rough on the whole and the performances were odd. It's not true in theory though. Gaining knowledge and learning, so it can always be anything.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 3. Februar 2022, 23:49
Es läuft gerade zum ersten Mal seit einigen Äonen die "One Second". Ein Album, das bei Erstlauschung der zweite Kulturschock in Folge war, nachdem bereits "Draconian Times" nach "Icon" ziemlich ausgewimpt war. Es ist mir dann insgesamt auch als eher durchwachsen im Kopf hängen geblieben ist, selbst als der erste Schock überstanden und die Offenheit für gothrockige Klänge ein bisschen gewachsen war. Dann wiederum blieben irgendwann die Highlights doch mehr im Ohr als die Filler und Downer. Und von allem hat das Album etwas. Das eröffnende Doppel mit dem Titelstück und 'Say Just Words' ist aus heutiger Sicht ein ziemlicher Brecher, während ich es als Zeitzeuge noch für recht seichten Schmonz gehalten hatte. Dann folgen erst einmal zwei eher überschaubar tolle Tracks, bevor 'Soul Courageous' dann überraschend punkig und lärmig ist. Und mega-britisch. Ja, interessantes Album mit Ups and Downs. Sollte man aber schon kennen/haben.
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von Peter Kubaschk » Donnerstag 3. Februar 2022, 23:53
Stimmt, für die ersten beiden Tracks lohnt es sich. Danach wird es in meinen Ohren schon arg dünne, aber die beiden sind top.
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von Eike » Mittwoch 8. Februar 2023, 01:37
Über die Live-Qualitäten von PARADISE LOST wird ja öfter mal gefrotzelt, gelästert, gerantet, andererseits scheint das aber auch tagesformabhängig zu sein und auch am Verhältnis des Publikums zu Showmanship auf der Bühne zu liegen, denn der Hauptteil der Kritik bezieht sich regelmäßig auf statisches Gebaren und eine subjektiv als unmotiviert empfundene Haltung der Band. Harte Fans der Auftritte kontern das dann gerne mal mit einer Interpretation der Künstler als introvertierte Menschen, die sich lieber innerlich der Darbietung ihrer Musik widmen als der Darstellung einer charismatischen Bühnenfigur. Mitunter wird aber auch Kritik an der Sangesleistung bzw. dem Stimmbild laut. Jedenfalls ist das Stimmungsbild diesbezüglich eher durchwachsen. Wie dem auch sei: Bald soll ein Livealbum erscheinen.
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von Eike » Sonntag 2. Juni 2024, 23:28
Ich kopiere das hier mal aus einem anderen Thread rein, damit es themenbezogen auffindbar bleibt: Eike hat geschrieben:Kenneth Thiessen hat geschrieben:Paradise Lost - Say Just Words Bei dieser Band kenne ich mich auch absolut nicht aus, aber dieser Song läuft ganz gut rein, obwohl das schon zuckrig-melancholisch ist. Gothic-Pop-Rock?! Hätte nicht erwartet, dass sich die Band so anhört. Das Keyboard/Klavier in diesem Song packt mich, irgendwie schon ganz cool!
PARADISE LOST ist eine sehr interessante Band; wenn ich nur mal meine liebsten Alben rauspicke, dann ergibt sich schon eine gewisse Bandbreite, die aufhorchen lassen sollte: "Lost Paradise", das schroffe und etwas unterholzig verstruppte Debütalbum, Death/Doom mit deathiger Schlagseite, dabei aber stets auch einer unterkühlten Grundstimmung, fast schon industriell-technoid in der Ästhetik, wenn auch nicht direkt im Songwriting/Arrangement zu finden; "Draconian Times", nach der über zwei weitere Alben erfolgenden Stilmitbegründung von eben Death-Doom bzw. Gothic Metal dann das etwas zugänglichere, ein wenig mehr am klassischen Heavy Metal orientierte, tief melancholische Amalgam bisheriger Stilfindungs(ver)suche der Band, eine äußerst flüssige, hochmelodische Göttergabe, die trotz leichtfüßiger Eingängigkeit intensive Momente der Leidenschaft birgt, derer ich einfach nicht müde werde; "Host" dann, nach weiteren leicht experimentellen Alben, gar nicht so sehr der radikale Schnitt/Stilbruch, wie manchmal getan wurde, sondern eher das Abwerfen alter Zöpfe und Aufdenpunktbringen bisheriger Versuche, mit Elektronika zu experimentieren, auch nicht einfach nur eine DEPECHE MODE-Coverband, wie böse Zungen behaupten, aber eben doch sehr stark von New Wave / Gothic- und Elektro-Pop beeinflusst, vermutlich schon auch eine Hommage an eigene Lieblingsbands, die einfach mal aus dem Band-System raus musste, aber wohl genau so sehr auch gelebte und auf Album konservierte Experimentierfreude an der Einbindung anderer Instrumente und neuer Studiospielzeuge, ziemlich elegant im Ergebnis und bisweilen doch noch unverkennbar die Band, die einige Jahre vorher "Draconian Times" eingespielt hat, was bei diesem schlangenhäutig abgeschuppten Stilwechsel doch schon beachtlich ist; "The Plague Within" wieder ziemlich klassischer Death/Doom, dabei aber deutlich anders als ihre frühesten Alben dieser Richtung, flüssiger und sehr vielfältig im Songwriting, dynamischer und härter als "Draconian Times", einiges eher Doom- anderes eher Death-lastig, und trotz der variablen Stilistik dennoch ein Album wie aus einem Guss; "Obsidian" schließlich ein ganz stark von klassischem Gothic Rock beeinflusstes Album, das dennoch bandtypisch und heavyer als die geschickt eingebundenen Gothic/Gothrock-Elemente klingt, denn hier hört man eine Band, die inzwischen derart souverän geworden ist in ihrem eigenen Sound, dass sie sich nicht scheut, ganz schamlos auch ihre Beeinflussung durch alte Helden zur Schau zu tragen, auf eine Art und Weise, die sich selbige ganz selbstverständlich anverwandelt und in die bisherige eigene Diskographie gekonnt integriert, hart am Klischee bisweilen, aber mit hörbar viel Liebe und Herzblut, dadurch eben so viel mehr als reine Huldigung der Vorbilder, sondern mindestens eben so sehr eine authentisch starke Erweiterung des eigenen stilistischen Horizonts, wiederum äußerst elegant und geradezu samtig trotz aller Fundierung und Verwurzelung im Gothic Metal. Außerdem verlinke ich noch einen verwaisten sehr alten Thread zur Band: viewtopic.php?f=33&t=5147&start=0
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