Diese phantastische Band aus deutschen Landen hat ebenfalls noch keinen eigenen Thread, wenn ich das richtig sehe. Eigentlich unglaublich!
Das neue Album "Ayam" hat im Soundcheck abgesahnt, die volle Punktzahl im Review eingeheimst und auch in der Gruppentherapie eine äußerst gute Figur abgegeben.
Das freut mich sehr, denn auch bei mir ist das Album nach leichter anfänglicher Ernüchterung ganz enorm gewachsen. Und es wächst sogar immer noch ein wenig.
Ein echter Grower also. Komplexes Geprogge, knallharte Heavyness und melancholische gefühlvolle Parts geben sich mal wieder die Klinke in die Hand. Diese Mixtur hat schon
etwas sehr Spezielles finde ich. Denn trotz der teils echt harschen Vocals finde ich, dass die hier im Review genannte Stilrichtung "Progressive Death Metal" irgendwie nicht so richtig passt, auch
wenn man das sicher durchaus auch so nennen kann. Aber wie sonst? "Extreme" klingt dafür auch nicht richtig. Eigentlich reicht auch einfach "Progressive Metal". Egal. Das Album ist einfach sehr vielschichtig und variantenreich. Für mein Empfinden ist es übrigens nicht weniger heavy als der Vorgänger "The Liberation", welcher bei mir deutlich schneller zündete. Das neue Werk hat denke ich ein sehr ähnlich hohes Niveau. Darüber stellen möchte ich dieses aber noch nicht. Aber der Vorgänger war ja immerhin auch mein Album des Jahres 2019. Mal sehen, ob auch "Ayam" den Titel abräumen kann. Die Chancen sind sicher da.
Zur Band generell bleibt noch zu sagen, dass das 2004er Debüt "Back To Times Of Splendor" natürlich zurecht als Klassiker gilt. In der richtigen Stimmung ist das schon ein kleines Wunderwerk. Das 2006er Nachfolgewerk "Gloria" stellte da schon einen echt krassen Bruch da. Wenn etwas echt proggy, anders und fortschrittlich war, dann das. Aber auch dieses Album hat etwas Besonderes finde ich. Das macht stellenweise schon mega Bock. Die beiden Neuwerke nach all den Jahren schließen da ja eher wieder an das Debüt an. Ganz tolle Band!

