hölg reist ins Jahr 1990

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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon frankjaeger » Dienstag 23. April 2024, 12:21

Oh ja, die RIOT. Hat mich damals schwer verwirrt und dann sowas von gepackt. Nur wenn man mal einen Song für die Autoplaylist haben möchte, nerven die Hörspiele.

"Empire" ist wirklich schön. Das hast du sehr gut dargelegt, Holg, das Album war der richtige Schritt damals. Falsch abgebogen sind sie erst später.

Mich irritiert hier sehr, dass keine Covers mehr zu sehen sind. So sind die Ursprungspostings nicht mehr so leicht zu erkennen.
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 23. April 2024, 20:45

Nach Seattle geht es zurück in die Bay Area. Ach, schon wieder Thrash? Nicht wirklich, auch wenn einige hier sicherlich eher Trash schreiben würden. Die nun folgende Band hat mit diesem ersten offiziellen Album meinen Nerv für Spiel- und Wortwitz so punktgenau getroffen, dass ich sofort Feuer und Flamme war und es heute noch bin. Das ging soweit, dass ich ein Ticket für ein ausverkauftes Queensryche-Konzert, bei welchem sie die sensationelle "Operation:Mindcrime" samt Pamela Moore in Gänze gespielt haben und ich dieses ticket einem Kumpel gegeben habe und mir ein Ticket für eben jene Band am gleichen Tag zu holen. Habe ich bis heute nicht bereut, denn dieses Konzert war sensationell. In der kleinen (!) Markthalle als diese noch oben war, hat das Frizzle-Trio PRIMUS vor maximal 50 Leuten alles gegeben, was man sich wünschen konnte. Und da ist die Katze auch endlich aus dem Sack! Primus ist besagte Band und "Frizzle Fry" das Album. Der von mir gewählte Song ist die Angler-Hymne 'John The Fisherman'. Von Beginn wird klar gemacht, wer hier die Gamaschen an hat: Ein lang gezogener Bass-Ton über einem herrlich zwirbeligen Beat. Dazu die völlig unkonventionellen Gitarrenfiguren von ex.Possessed-Klampfer Larry LaLonde. Der nasale Sprechgesang addiert sich als weitere akustische Schlimmtat für ungeübte Ohren. Ich liebe es.

Bild

https://www.youtube.com/watch?v=lkFMJ4-ai1I
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 23. April 2024, 21:14

Pillamyd hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Platz 21 sind dann alte Helden, die bei mir – im Gegensatz zu den Kollegen mit weniger grauem Pelz – nur in den 80er so richtig durchschlagen. Aber auch auf späteren Alben gibt es oft einige echte Knaller-Songs. Die Rede ist natürlich von SLAYER und dem Album "Seasons In The Abyss". Obwohl die Scheibe eigentlich sehr gut ist, läuft sie bei mir nicht oft. Aus irgendeinem Grund mag ich den Klampfensound auf der Scheibe nicht so gern. Dafür gibt es aber auf dem letzten Album in der Reihe der Erstbesetzung noch ordentlich amtliches Material. Mir hat es von Beginn an 'Dead Skin' Mask' sehr angetan. Dieser bedrohliche Einstieg zu diesem ebenso finsteren Thema ist allein schon sensationell. Die diabolische Ausstrahlung der Worte, wenn Araya hier sehr ausdruckstark intoniert, wird der Thematik mehr als gerecht. Obendrein hat die Nummer eine unglaublich Ohrwurm-Melodie, die in Kombination mit den zerstörerischen Riffs einfach einmalig ist. Während ich das Album zwar noch sehr gut finde, mir hier aber die Magie der früheren Werke an vielen Stellen fehlt, ist dieser Song bei mir im Slayer-Ranking sehr weit vorn mit dabei. Top!

https://www.youtube.com/watch?v=GKFwTsV7kYc


Wohl auch bei mir das Album neben "Reign In Blood", dass ich am wenigsten höre. Obwohl da eben auch "Dead Skin Mask" und der Titelsong drauf ist. Den Hybridgedanken von Wulder verstehe ich. Und ich frage mich hier ebenfalls gerade ob es am Klampfensound liegen kann. Hier tun sich eventuell gerade Erkenntnisse auf über die ich noch nie nachgedacht habe. Wird demnächst mal gecheckt.


Da wäre ich mal auf ein Ergebnis gespannt. Ich bin ja offenbar sehr picky, was Sound angeht.
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 23. April 2024, 21:24

Pillamyd hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Es ist RIOT, die Band, die damals noch mit Mark Reale und ohne römischen Ziffernzusatz und Zuckerzusätzen in ihrer Melodiefindung unterwegs war. Das Album: "Privilege Of Power"! Nachdem man zuvor mit dem Donnerschlag "Thunder Steel" eine kaum für möglich gehaltene Reunion hingelegt hat, folgt 1990 dieses Album, welches man als Konzeptalbum betrachten kann. Es gibt Menschen, die stören sich an den Zwischenspielen, für mich gehören sie dazu. Mit dieser Besetzung gibt es allein schon rhythmisch das volle Pfund und zwar mit Anlauf und den Berg hinunter. Bobby Jarzombek ist halt ein Monster an seinem Gerät. Dazu dann Tony Moore am Mikrophon; ein Sänger, der alles in Grund und Boden jodelt. Der für mich herausragende Song hört auf den Namen 'Dance Of Death' und ist die musikalische Umsetzung von genau diesem Titel. Die orientalische Melodieführung in dieser ultra-rasanten Abfahrt fasziniert vom ersten Anhören bis zum heuteigen Tage. Sensationell!

https://www.youtube.com/watch?v=tupYAME8ymk



Ha, also doch 8-)
Als ich das Album damals entdeckte, fand ich das was ich da hörte, ziemlich hektisch. Die ganzen Bläser sind ziemlich ungewohnt. Es dauerte ein wenig bis das Album an mich rankam. Aus heutiger Sicht ein absoluter knaller. Ganz großartig! Übrigens: Die beiden Vorgänger habe ich bis zum heutigen Tage nicht. Sollte ich mal ändern.


Jau, die Bläser rocken gewaltig!
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 23. April 2024, 21:24

Pillamyd hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Weiter geht es mit einem so genannten Big Player und einem gern mal verschmähten Album. Die Rede ist von Queensryche und "Empire". Sicher, auch ich war damals erstmal etwas irritiert, was das denn für ein gradliniger Sound war, aber schnell konnten mich etliche Songs hier komplett begeistern. Sicher, die Kollegen von Metallica hatten mit dem schwarzen Album einen Mega-Seller an Bord und plötzlich konnte man richtig Geld verdienen. Was hätte die Band denn nach "Operation:Mindcrime" sonst machen können? Noch ein Konzeptalbum? Sich selbst kopieren? Aha. Von daher war dieser Schritt auch irgendwie logisch und immerhin hat man es danach ja noch einmal geschafft, die Hörer positiv zu überraschen. Also, zumindest mich. Aber dazu kommen wir in einem späteren Jahrgang. Wer jetzt denkt, ich hätte natürlich einen der progressiveren Songs gewählt, ist hier auf dem Holzweg, denn ich mag zum Beispiel 'Della Brown' nicht sonderlich gern. Die Highlights sind entweder die tollen Uptempo-Nummern wie der Titelsong oder der Opener 'Best I Can', den Frank drin hatte, oder die ruhigen Momente. Ich hätte beinahe 'Anybody Listening' drin gehabt, aber irgendwie ist es dann doch die Balladen-Single geworden. 'Silent Lucidity' lebt von Geoffs wundervoller Stimme, die so emotional aus den Boxen schmelzt, dass man einfach ergriffen sein muss. Der verpönte Einsatz von Streichern funktioniert als Emotions-Keule natürlich auch in diesem Song fabelhaft und so muss ich das einfach hier nennen.

https://www.youtube.com/watch?v=jhat-xUQ6dw


Das letzte richtig überzeugende Album...für viele.
Ich mag "Empire" ziemlich gerne. Das klingt alles ziemlich groß. "Silent Lucidity" ist natürlich eine großartige Wahl. Der Part nachdem Goldkehlchen Geoff völlig befreit "Or has it just begun?" singt, dieser melanacholische Bogen, geführt von wundervollen Streichern...hach da stockt mir jedes Mal der Atem.

Daneben ist "Best I Can" für mich eine Top Nummer, der sich Großstadtmäßig aufbauscht. Dazu schließt das Album mit einem nicht weniger mächtigen Song ab. Hier überragt der Gesang im Spiel mit der Musik. Rhytmisch, absolut geniale Back Gesängen usw.
Tolles Album!

Ich stehe ja auf den Nachfolger noch viel mehr.
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Metalomaniac » Dienstag 23. April 2024, 22:05

QUEENSRYCHE:

Empire und Promised Land sind beide auf ihre sehr unterschiedliche Art fantastisch! Ich finde die PL hat eine ganz eigene Stimmung, die ich sonst nirgends mehr gehört habe - ob von Queensryche oder anderen Bands.
Und das Konzert auf der PL Tour *schwärm* ....
Meine Vinyl-Sammlung:
https://www.discogs.com/user/Metalomaniac_d/collection
Projekt 2023/24 - CD-Sammlung eintragen: (Status 8.1.24 - FERTIG!)
https://www.musik-sammler.de/collection/metalomaniac_d/
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 23. April 2024, 22:38

Möchte jmd. meine Top 10 tippen?
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 23. April 2024, 22:51

Gleich die komplette Top 10?
Ein paar vielleicht...

10. Meliah Rage - Solitary Solitude
09.
08.
07.Forbidden - Twisted Into Form
06.
05. Dio - Lock Up The Wolves
04.
03. Sanctuary - Into The Mirror Black
02. Anacrusis - Reason
01. Psychotic Waltz - A Social Grace
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 23. April 2024, 22:55

Es sind Songs, keine Alben :)
Zu Deinen Tipps:
Ein Album besitze ich nicht.
Insgesamt sind 5 meiner Top 10 Songs auf den von Dir genannten Alben. 8-)
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Re: hölg reist ins Jahr 1990

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 23. April 2024, 23:02

Ja, es sind Songs. In diesem Fall, dachte ich reicht es aber vielleicht erst einmal aus als Rate-Columbo zu agieren, wenn ich die Alben nehme von denen ich denke, dass du davon etwas herausziehst.

Das Album, welches du nicht besitzt, müssste dann die "Meliah Rage" sein. Ein Fehler....
Zuletzt geändert von Pillamyd am Dienstag 23. April 2024, 23:11, insgesamt 1-mal geändert.
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