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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 8. Februar 2024, 23:21
Ach herrje. Also aus dem Stegreif kriege ich keine Reihenfolge hin, weil die Alben sich qualitativ nicht unheimlich stark unterscheiden. Das ist schon eher so eine "mag man eine, mag man alle"-Geschichte, wobei das jetzt nicht heißen soll, dass man dann auch alle kennt und eine reichen würde. Ich muss mich da nochmal dran machen, aber das passiert eh demnächst, weil ich die Neue zur Rezension bekommen habe.
Ich gebe Bescheid.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 27. März 2024, 22:25
Für den Moment habe ich meinen ersten vielversprechenden Kandidaten fürs schwarzmetallische und panmetallische Jahresstockerl.
Ist nicht überraschend, dass es so ist. Ich bin also langweilig, wenn man so will.
Gleichwohl kickt mich "Du dømmes til død" auf allen Ebenen so hart durch die Bude, dass ich halt nicht anders kann. Das Todesurteile-Konzept, Hildrs unfassbar gute Lyrics, das schnörkellose aber trotzdem abwechslungsreiche und facettenreiche Songwriting, Andy LaRocques fette und doch transparente und rohe Produktion, Gards herrliches Geknurre, Sarkes groovender Drumbeat in allen Tempi vom Largo bis zum Prestissimo.
Hier passt - wie meist - nahezu alles! Bin begeistert.
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von Kenneth Thiessen » Donnerstag 28. März 2024, 11:59
In den vergangenen Tagen lief bei mir kein Album so oft wie das neue Werk von KHOLD. Phänomenal, was die da wieder aus dem Hut gezaubert haben, nachdem mich auch die letzte TULUS voll überzeugen konnte. Die brauchte etwas Anlaufzeit im Gegensatz zu "Du dømmes til død"; vielleicht weil KHOLD insgesamt noch etwas straighter, rockiger und weniger in hohen Tempi unterwegs ist. Abgesehen von der Stimme kann man die beiden Alben aber kaum groß vergleichen, finde ich. "Fandens Kall" ist eher folkig angehaucht, während "Du dømmes til død" wie gesagt eher purer pechschwarzer groovender Black Metal ist. Erstaunlich ist es für mich gerade bei KHOLD jedes Mal, wie viel man noch aus dem Songwriting herausholen kann, obwohl das auf den ersten Blick ja schon recht simpel erscheinen mag. Wenn man etwas genauer hinhört, dann stellt man schnell fest, dass dem nicht so ist. Ganz groß ist 'Skoggangsmann' mit dem unverschämt eingängigen Hauptriff und klar dem fetten Refrain. Aber daneben kann man an dem Song ziemlich gut erkennen, wie gekonnt die vier mit Dynamiken spielen können. Gards Gesang ist daneben insgesamt so eine Zutat, die mich bei TULUS und KHOLD so richtig mitreißt. Wenn ich mich nicht sehr konzentriere, verstehe ich inhaltlich das wenigste, die Aussprache ist aber immer 100% akzentuiert und klar, obwohl sein Organ so herrlich kratzt und Gift sowie Galle versprüht. Noch genialer finde ich in Bezug darauf, dass er eine Vielzahl von Emotionen rüberbringen kann. Ich bin letztens erst auf die Compilation "Cold Core Collection" gestoßen, auf der es ein Cover von 'Space Oddity' gibt. Falls jemand diese Version noch nicht kennt, unbedingt reinhören!
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. März 2024, 12:13
Habe gestern das Review abgegeben. Denke, dass es bald online sein wird.
Was du sagst, kann ich grundsätzlich alles unterschreiben. Das Album ist für mich sehr nahe an der Perfektion. Ich muss an der Stelle aber auch nochmal eine Lanze für Kholds fünftes Bandmitglied Hilde 'Hildr' Nymoen brechen, die ja seit Beginn der Bandkarriere für die Lyrics verantwortlich ist. Was die Gute da abliefert finde ich phänomenal stark. Die Wortwahl, der Duktus, die Einflüsse aus alliterativen Reimschemata, und das Talent, dies in einem so unglaublich düsteren Setting so poetisch zu inszenieren, das ist wiklich bemerkenswert. Hildrs Lyrik ist etwas, das für mich daher definitiv ein wesentlicher Selling Point bei TULUS und KHOLD ist, und ich lese die Lyrics auch immer ausführlich und versuche sie komplett zu verstehen. Beim neuen Album gibt es auch sehr aufschlussreiche historische Linernotes zu jedem Song, was das Ding nochmals enorm aufwertet.
P.S.: Die "C.C.C." steht hier. Lief länger nicht, weil ich inzwischen alle Studioalben finden konnte.
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von Kenneth Thiessen » Donnerstag 28. März 2024, 12:36
Ich merke, ich sollte mir schleunigst die "Du dømmes til død" physisch holen. Die Lyrics interessieren mich dann doch, obwohl ich da in der Thematik sicher nicht so tief drin bin wie du. Allgemein finde ich es aber ziemlich toll von sowohl KHOLD als auch TULUS, dass da Hilde alle Texte schreibt. Die Doku zu "Fandens Kall" war da ziemlich aufschlussreich und auch absolut sehenswert.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. März 2024, 13:32
Die Lyrics sind echt spannend. Ein Teil der Songs befasst sich mit Personen, die in Norwegen hingerichtet wurden, wegen Kindsmord, wegen Matrizid, wegen Raubmords, wegen Hexerei, wegen Besessenheit. Und ein Teil der Songs mit der Familiengeschichte der Mehrgenerationen-Henkersfamilie Laedel.
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von Havoc » Samstag 27. April 2024, 23:33
Die habe ich mir mal angesehen...und fand sie sehr cool. Finde es einfach krass, dass sich Herren im Alter um die 50 treffen um diese Musik runter zu zocken. Und dieser Gard...eine echte Urgewalt von einer Kante...aus meiner Sicht ein total ehrlicher einfacher trockener Typ, der einfach sein Ding runterzockt. Alles sehr sympathisch und echt. So...die neue Khold läuft gerade zum zweiten mal...total cooles Album in der Tat! 
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von Nils Macher » Montag 20. Mai 2024, 18:38
Ich bin kurz davor, eine Petition zu starten, nach der jede Metal-Produktion so geil klingen muss wie die neue KHOLD. Meine Güte, macht das Ding Laune! Habe sie noch nicht in physischer Form vorliegen, was sich natürlich noch ändern wird. Das Konzept klingt wahrlich spannend.
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