Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 26. März 2024, 22:19

Rüdiger, auch wenn ich L7 etwas zu schlodderig fand, was heute anders aussehen könnte, bin ich zu 100% bei Dir. Vieles von dem Heavy Metal, der heute über die normalen Vertiebswege kommt, ist weit weg von meinem Wohlfühl-Heavy-Metal. Dieser findet hauptsächlich in den Nischen statt. Unser SC zeigt das auch recht gut. Die Themen, die ich total super finde und auch das, was jetzt im Neuen Heißen Scheiß beleuchtet und für guz befunden wird, schneidet auch bei einem Großteil der REdaktion nicht sonderlich gut ab. Das meine ich völlig wertfrei. Denke aber, es liegt erneut an der Sozialisierung. Wer in den letzten 15 Jahren an Heavy Metal heran geführt wurde, hat andere Werte und Klangvorstellungen als wir. Diese bösen Begriffe wie "Herzblut" und "authentisch klingen" werden zu Gutmensch-Begriffen. Komische Entwiklung. Lass' uns unser gallisches Dorf verteidigen. 8-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Dienstag 26. März 2024, 22:46

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich habe nach über dreißig Jahren möglicherweise endlich verstanden, warum Post Punk, Grunge und Alternative den Metal doch nicht getötet haben, sondern ein Stück weit gerettet. Man hat gezeigt, dass es auch ohne Haarspray, Stadionrock und State-of-the-Art-Produktion immer noch möglich ist, einfach ziemlich unproduziert mit Klampfen, Bass, Amps, Drumkit und einem abgefuckten Schreihals am Mikro die Leute zu erreichen.
:subber:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Mittwoch 27. März 2024, 00:12

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Mir ist klar, dass das jetzt auch alles total verkürzt ist, und natürlich schwöre ich deswegen jetzt nicht dem Metal ab, aber hey... ja... musste einfach mal raus.
:D


Das zu lesen lässt mich schon erschaudern. Dieser Gedanke, dass das eines Tagss passiert. Aber gut...Veränderung passiert stetig. Dem Metal abschwören kann ich mir grad so für mich immer noch nicht vorstellen, aber ich denke es könnte einen Bruch in Bezug auf meine Leidenschaft geben, wenn der Tag X kommt und nichts mehr physisch veröffentlicht wird.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 27. März 2024, 00:36

Jo, passiert natürlich nicht. Niemals. Aber gewisse Entwicklungen im Metal, selbst bei weiterhin verehrten Bands, hängen mir halt mehr und mehr zum Hals heraus. Für mich versprühen heute Bands wie zum Beispiel die hier genannte Truppe L7 mehr von dem DIY-Charme, von der unprätentiösen, ungekünstelten, rohen Attitüde, die Metal für mich mal ausgemacht hat, und die ich mir wieder mehr wünsche, als manch gruslige Schlagermetalcombo... aber auch als manch neues Werk von Bands, die ich - immer noch gut finde - weil ich nicht anders kann. Aber wenn man halt das Klangbild und die Inszenierung z.B. von neuen Manowar-Sachen - um eine Band zu nennen, die ich ewig verehren werde - oder viele US-Metaller und Thrasher hernimmt, dann graust es einen halt schon irgendwo.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 27. März 2024, 00:42

Jau. DIY-Charme. Das ist eine schöne Formel, die meine beiden bösen Begriffe elegant umschifft und doch genau das gleiche aussagt. Natürlich muss es nicht immer Gerumpel sein, auch ich mag "schöngeistige" Musik, aber dieser Einheitsmuff ist mir relativ egal geworden. Wie Rüdiger so richtig schreibt, werde ich bei einigen Bands immer mit rosa gefärbten Kopfhörern den den dynamischen Klangoverkill schön hören, aber eigentlich bin ich sehr froh, dass es offenbar einen neue Nischenentwicklung zu geben scheint, die mir sehr liegt. Dazu übrigens bald auch mehr auf der Hauptseite.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 27. März 2024, 11:12

Manchmal ist es schon witzig...
Während und nachdem Konzert am Samstag, habe ich ähnliche Gedanken gehabt. Ich bin mit positiveren Gedanken da rausgegangen. Habe mir aber die Frage gestellt, warum Musiker die auch seit Jahren Alben veröffentlichen, eher auf den Effekt zielen wie ein Knall zu klingen, als die Musik für sich sprechen zu lassen. Ich meine die Musik dahinter ist teilweise ja schon auch echt gut, wird aber massiv vom Sound zerstört. Manchmal kann ich drüber hinwegschauen (siehe neue Judas Priest). Manchmal aber auch nicht. Gleichzeitig bin ich aber wieder auf einem Trip indem ich mich wieder vermehrt auf andere Bereiche schiele und auskunde. New-Wave, Post Punk, Punk, Hardcore.
Ich bin ziemlich froh, dass ich hier vor 2-3 Jahren die Art entdecken durfte. Denn sie bringt frischen Wind in meine musikalische Landschaft. Gleichzeitig merke ich aber immer wieder, wie es meine Eindrücke auf Ballersound noch verstärkt, so dass ich immer mehr Abstand davon nehme.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 27. März 2024, 20:43

Ich glaube, dass ich meinen ersten sehr, sehr wahrscheinlichen Kandidaten für das Jahresstockerl 2024 gefunden habe. Nicht allzu überraschend mal wieder... bin gerade am Fertigstellen des Reviews.
:grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Mittwoch 27. März 2024, 20:48

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich glaube, dass ich meinen ersten sehr, sehr wahrscheinlichen Kandidaten für das Jahresstockerl 2024 gefunden habe. Nicht allzu überraschend mal wieder... bin gerade am Fertigstellen des Reviews.
:grins:


Ich ahne was... ;-) 8-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 27. März 2024, 21:19

Havoc hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich glaube, dass ich meinen ersten sehr, sehr wahrscheinlichen Kandidaten für das Jahresstockerl 2024 gefunden habe. Nicht allzu überraschend mal wieder... bin gerade am Fertigstellen des Reviews.
:grins:


Ich ahne was... ;-) 8-)


Ich weiß zwar nicht, was deine Ahnung dir weissagt, aber Darkthrone bemustert tendenziell sehr spät.
;-)

Aber man kann es durchaus erahnen, was mich da eben umtreibt.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Mittwoch 27. März 2024, 22:21

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Havoc hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich glaube, dass ich meinen ersten sehr, sehr wahrscheinlichen Kandidaten für das Jahresstockerl 2024 gefunden habe. Nicht allzu überraschend mal wieder... bin gerade am Fertigstellen des Reviews.
:grins:


Ich ahne was... ;-) 8-)


Ich weiß zwar nicht, was deine Ahnung dir weissagt, aber Darkthrone bemustert tendenziell sehr spät.
;-)

Aber man kann es durchaus erahnen, was mich da eben umtreibt.


Nee. Darkthrone meinte ich nicht. Aber die Musik ist jetzt in einer ähnlichen Ecke verortet.
Jetzt kannst du ja mal raten, wen ich denn meine. :grins: 8-)
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