Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 4. Februar 2024, 00:32

Holger Andrae hat geschrieben:In die nachfolgenden Alben muss man natürlich nicht hinein hören, die kennt (hoffentlich) jeder, der hier mitliest. Der Bömber war meine erste Mötörhead-Langspielplatte nach "No Sleep Til Hammersmith" als Kassette.


Nö, die kennt hier definitiv nicht jeder alle… ;-)
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 4. Februar 2024, 00:33

kingdiamond hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:In die nachfolgenden Alben muss man natürlich nicht hinein hören, die kennt (hoffentlich) jeder, der hier mitliest. Der Bömber war meine erste Mötörhead-Langspielplatte nach "No Sleep Til Hammersmith" als Kassette.


Nö, die kennt hier definitiv nicht jeder alle… ;-)

Definitiv nicht? Hm, schade.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 17. März 2024, 21:26

So, nun ist das neue Jahr auch schon wieder zwei Wochen alt und wir schreiten wieder zur Tat:


14. Januar 2024
KVELERTAK "Nattesferd" (2016)

Bild

Wenn ein großer Fan von Norwegereien, wie ich einer bin, tatsächlich nur ein Album einer Band wie KVELERTAK sein Eigen nennt, dann ist das irgendwie komisch. Die Band hat Black-Metal-Roots und Black-Metal-Vibes, aber eben auch einen ganz dicken und fetten Schuss Punk'n'Roll abbekommen, wie er in Skandinavien Ende der 1990er und Anfang der 2000er sehr populär war. Es grüßen die HELLACOPTERS und GLUECIFER. Liegt es daran, dass die Band nicht "metal enough" für Schwarze Feder wäre? Nun, wer weiß. Immerhin wird ihr ein Eintrag bei Metal Archives beharrlich verweigert. Aber hier steht vieles herum und wird auch gehört, was aus der ehrwürdige Enzyklopaedie verbannt wurde. Hier im Thread wurde mit einer solchen Band eröffnet, die ich über alles verehre. Soweit würde ich nun bei KVELERTAK nicht gehen, und doch hat die Band sehr viel an sich, was ich sehr gerne mag. So ist der Opener dieser Scheibe fraglos Norsk BM aus dem Lehrbuch, wäre da nicht das eine oder andere Break mit krassen 1970er-Rock-Vibes. Mit ebensolchen setzt sich die Sache dann allerdings fort, und so ist '1984' eine sehr schräger Stadionrocker der klingt wie THE SWEET mit Schreihals. Das folgende Titelstück bleibt dann bei der rockigen Note, mit dem angesprochenen Hauch HELLACOPTERS und dem massiv verhalten Gesang, der für das Genre typisch ist. 'Svartmesse' ist auch eher relaxt und rockig, so dass der Einstieg ein bisschen wie Etikettenschwindel wirkte, wäre da nicht dieser schleppende, schwarze Doom-Groove à la KHOLD. Vielleicht ist das Problem mit KVELERTAK tatsächlich, dass man zwischen den Stühlen sitzt.

Gleichwohl:

Die Artworks - speziell das des Debüts und dieses hier - sind schon verdammt cool, und ich mag es gerne genug, bei Gelegenheit mal günstig zuschlagen zu wollen.

'Dendrofil of Yggdrasill' - https://www.youtube.com/watch?v=_G4DJ50f4J0
'1984' - https://www.youtube.com/watch?v=2LsqLO7h3E8
'Svartmesse' - https://www.youtube.com/watch?v=dioSIgYhB_w
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Jhonny » Sonntag 17. März 2024, 21:31

Völlig lächerlich, dass die Band nicht in die Metal Archives aufgenommen wird ^.-


Die sind doch auch szenemäßig ganz präsent, und musikalisch fußt das für mich eindeutig im Metal.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 17. März 2024, 21:39

Jhonny hat geschrieben:Völlig lächerlich, dass die Band nicht in die Metal Archives aufgenommen wird ^.-


Die sind doch auch szenemäßig ganz präsent, und musikalisch fußt das für mich eindeutig im Metal.



Das haben wir ja öfters. Bei PRAYING MANTIS ist es ja auch völlig gaga. Nicht, weil die ja fraglos am "most melodic end" des Spektrums sind, sondern wenn man sich halt sieht, wer so alles drin ist. Aber das hilft nichts, sich darüber noch aufzuregen.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Jhonny » Sonntag 17. März 2024, 21:43

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Völlig lächerlich, dass die Band nicht in die Metal Archives aufgenommen wird ^.-


Die sind doch auch szenemäßig ganz präsent, und musikalisch fußt das für mich eindeutig im Metal.



Das haben wir ja öfters. Bei PRAYING MANTIS ist es ja auch völlig gaga. Nicht, weil die ja fraglos am "most melodic end" des Spektrums sind, sondern wenn man sich halt sieht, wer so alles drin ist. Aber das hilft nichts, sich darüber noch aufzuregen.


Eben.


Auch im Hair Metal Bereich ist die Linie oft sehr willkürlich, ebenso beim Metalcore.

Oder: ALICE IN CHAINS und SOUNDARDEN ja, aber TEMPLE OF THE DOG nein...

Und: Kein SLIPKNOT.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 17. März 2024, 21:45

Gut, kein SLIPKNOT ist natürlich immer gut. Egal wo. ;-)


EDIT:

War ein Spaß. Wenn mir mal jemand die Diskographie schenken will, dann nehme ich sie schon an.
:grins:
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 17. März 2024, 22:06

Dann machen wir mal noch den Januar (fast) halbvoll, denn es gilt ja aufzuholen:

15. Januar 2024
GUN "Gun" (1968)

Bild

Eine britische Spätsechziger-Band, die gerne mal zwischen all den Beatles, Stones, Heeps, Zeps, Sabs, Purples, Tulls und Hawkwinds vergessen wird. Es reichte auch nur für zwei Scheiben, 1970 war der Ofen schon aus, und wenn man den Namen hört und das Cover sieht, leuchten meist nur Fragezeichen über den Köpfen auf. Ging mir tatsächlich auch so, als ich den Kalender vorhin umgeblättert habe, und noch mehr, als ich dann das Veröffentlichungsjahr sah. Wow... Bildungslücke... war das erste Wort, das mir durch den Kopf schoss. Mit GUN ist es irgendwie ähnlich wie mit COVEN: Okkulter, dunkler Sechziger Rock mit fetten protometallischen Vibes, die sich ausbreiten, obwohl die Gitarren noch nicht Sabbath'sche Heaviness atmen. Gleichwohl ist die sinistre Melodieführung bereits vorhanden, diese dunkle Aura, die mehr aus der Musik macht, als nur eine weitere bluesige Rockband mit ein wenig angezogener Durchschlagskraft. Hier haben wir auch wunderbar angezerrten Amp-Sound, und bratende Leadgitarren, und immer mal wieder das Spiel mit der Disharmonie, mit der Teufelsnote, und der Clou kommt noch. Das apokalyptische Intro zu 'Heartbeat' zerfetzt bereits Nervenstränge, bevor der Song sich ziemlich psychedelisch-trippig und 100% im 1960s-Style austobt. Selbst wenn ihr meint, ihr kennt die Band nicht, weil... komischer Name, kurze Vita, andere Bands gleichen Namens unterwegs etc... Doch, ihr kennt sie! Der Song "Race With The Devil" war und ist nämlich ein veritabler Hit, der auch in der Film- und Popkultur immer wieder mal aufflackerte... und bei anderen Bands. Haben die meisten von euch bestimmt schon gehört. Und die Ballade 'Sunshine' gegebenenfalls auch. Eine dieser Bands, die viele kennen, ohne es zu wissen.

Das Fabelhafte an der Sache: Die meisten anderen Songs des Albums stehen dem Opener und Singlehit kaum nach, nicht einmal das Instrumental, so dass das aus dem Stand eine weitere Scheibe aus dem Kalender wurde, die ich eben sofort bestellen musste. Auch die epische Ballade 'Rat Race' ist ein Fabelsong besonderer Güte und das Elfminutenfinale 'Take Off' setzt dem in Sachen Spaced-out-Epik noch eins drauf. Das Artwork ist auch toll. Insofern: Fully deserved!

Addendum: Ich habe für den Stil der Band auch die wundervolle Genreschublade "Freakbeat" gefunden. Kein Witz! Kann man sich nicht ausdenken. Ich glaube, ich nenne mich fortan nimmer Metalhead, sondern Freakbeat-Beatfreak.

'Race With The Devil' - https://www.youtube.com/watch?v=loD5GB2dOVc
'It Won't Be Long' - https://www.youtube.com/watch?v=Vy7nHQQyXsA
'Rupert's Travels' - https://www.youtube.com/watch?v=meJ3UEB6Vqo
'Sunshine' - https://www.youtube.com/watch?v=NgEROzJ0b7I
'Rat Race' - https://www.youtube.com/watch?v=-Ayo55Q92GY
'Take Off' - https://www.youtube.com/watch?v=EpDJIaxJN00
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Kenneth Thiessen » Sonntag 17. März 2024, 22:11

Ich, der musikalisch eigentlich nicht tiefer als zweite-Hälfte-der-Siebziger gräbt, habe das Album, glaube ich, schonmal gehört. Natürlich wegen dem Song 'Race With The Devil', der mir in der Coverversion von JUDAS PRIEST ziemlich gut gefallen hat. An andere Songs des Debüts kann ich mich aber nicht erinnern. Ich weiß nur noch, dass die Originalversion von 'Race With The Devil' sogar noch ein bisschen Boogie in der Basslinie hat. Find' ich nach wie vor genial, auch wenn es schon etwas her ist, dass ich mir das Album oder den Song angehört habe. Deshalb, danke für die Empfehlung das zu ändern.
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Re: Der Metal-Covers-Kalender Vol. 2

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 17. März 2024, 22:19

Ich weiß tatsächlich nicht, ob ich das Album im Ganzen vorher schon mal gehört hatte. Ich glaube eigentlich nicht, aber was weiß man schon. Dennoch bin ich mir sicher, dass ich auch andere Songs neben dem Teufelsrennen schon gehört hatte, und zwar im Original, nicht als Coverversion. Aber frag mich nicht, wann und wo. Duelle hier im Forum, Wichtelsampler, Soundtracks, Hintergrundmusik in Filmen oder Serien? Keine Ahnung mehr, daher die weitläufige Popkultur-Referenz oben im Review. Aber das Cover und das Bandlogo haben im Kalender echt keine unmittelbare Assoziation geweckt. Wenn ich das also schon mal hautnah gehabt haben sollte, dann würde es mich echt wundern, denn es ist doch so gut und markant, dass ich das bestimmt nicht vergessen hätte. Also waren es bestimmt eher zufällige Begegnungen, die trotzdem eine vage Spur hinterlassen konnten.

Aber genau dafür habe ich den Kalender ja von meiner Nichte bekommen, und genau dafür machen wir ja auch diese Spielchen hier.
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