Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlungen

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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Donnerstag 15. Februar 2024, 14:01

Schöne Thread-Idee, Timon!
Ich werde mich auch nach und nach durch die hiesigen Empfehlungen hören.

Timon Krause hat geschrieben:Nr.1-Melodic-Power-Metal-Hit: 'Against The Wind', STRATOVARIUS https://www.youtube.com/watch?v=2Udlw0BV_Ro
'Against the Wind' klingt für mich nach reinster HELLOWEEN-Huldigung, läuft gut rein, bietet aber kaum Neues und bleibt bei mir nicht lange hängen.

Timon Krause hat geschrieben:Der Ur-New-Metal-Song: 'Engine No.9', DEFTONES https://www.youtube.com/watch?v=-UMl4BxzLV8
'Engine' war wohl eine recht konsequente Fortschreibung des in den 1990ern populären Crossovers, so wie hier Groove Metal, Rap und Hardcore in Nu Metal überführt wurde. Der Reiz des Ganzen auf mich hält sich allerdings in engen Grenzen.

Timon Krause hat geschrieben:Ehrfurcht und Staunen in Anbetracht des Universums: 'In Awe Of', CULT OF LUNA https://www.youtube.com/watch?v=WPJoge1wDs4
Neben DIRGE hat glaube ich niemand so fantastisch und perfekt eine musikalische Schau der Unendlichkeit und Ehrfucht gebietenden Größe unseres Weltalls geliefert als CULT OF LUNA mit diesem, nun ja, Sludge-Hit
... und das finde ich dann schon interessanter: CULT OF LUNA reiht sich ein in eine andere Tradition des post Hardcore-Musizierens, wie sie auch von NEUROSIS, ISIS, CAVE IN, BARONESS, MASTODON etabliert und zelebriert wurde, Alternative / Post Metal irgendwo zwischen Sludge und Progressive. Damit eröffneten sich immerhin neue Pfade zwischen Gebrüll, Psychedelik und Kinoscoreklanglandschaften. Wem 'In Awe Of' gefällt, mag vielleicht auch 'Not In Rivers But In Drops' von ISIS lauschen.
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Donnerstag 15. Februar 2024, 14:34

Timon Krause hat geschrieben:Wahnsinn und Ohrenschmeicheln: 'Fixum', THE HIRSCH EFFEKT https://www.youtube.com/watch?v=bPtyCR8S3S0

Wer wurde nicht alles schon hirschofiziert? Sebastian Berning, Timon Krause, Thomas Becker, Oliver Passgang, Jakob Ehmke... - THE HIRSCH EFFEKT genießt einiges an Gefallen bei Powermetal.de, spaltet aber auch die Geister. 'Fixum' wird darin wohl keine Ausnahme bilden. Seit den MELVINS sollte bekannt sein, dass der ausgehende Hardcore seit rund vier Jahrzehnten die möglicherweise irrsten Blüten aller stromgitarrenorientierten Genres treibt. Von Grindcore bis Jazzcore, da sind die seltsamsten und extremsten Spielarten noch gar nicht genannt, und wer ahnt schon, was die Zukunft noch alles an Möglichkeiten bereit hält? Hier nun also hochmelodischen Gesang, wie man ihn sonst eher aus dem Alternative Rock erwarten würde, der sich immer wieder zwischen die auralen Attacken und zerklüfteten Grooves der Hirsche einschleicht. Immer mag ich mir derlei hakenschlagende Klangeskapaden und Schroffeleien nicht geben, schätze jedoch Chuzpe, Spiel- und Wahnwitz, die mit dieser Art des Musizierens einhergehen.
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Donnerstag 15. Februar 2024, 16:43

Timon Krause hat geschrieben:Wozu der Mensch imstande ist...: 'Black Mammoth', FIT FOR AN AUTOPSY https://www.youtube.com/watch?v=NxLYJJnlGs8
Einfach nur ein Deathcore-Song? Nein, DER perfekte Deathcore-Song. Brachialität, Nachdenklichkeit, Kritik. Support für die Proteste der Standing-Rock-Natives gegen die Pipeline, die durch ihr Reservat hätte gebaut werden sollen. Song, Message, Video - eine wuchtige Einheit, die mir jedesmal wieder Tränen in die Augen treibt.
Stark!
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Freitag 16. Februar 2024, 09:23

Timon Krause hat geschrieben:Eintritt ins Nirwana, endgültige Seligkeit: 'A Sea Of Light', DIRGE https://www.youtube.com/watch?v=DUsUh2z8Tzw
DIRGEs Abtritt war herber Schlag für mich. Aber das Vermächtnis der Post-Metal-Giganten aus Frankreich spricht für sich. Mit 'Sea Of Light' kann ich in Frieden sterben.

Melancholisch, tranceig, gewaltig, atmosphärisch einhüllend: Das ist Post-Metal nach meinem Geschmack.
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Freitag 16. Februar 2024, 09:56

Timon Krause hat geschrieben:Metalcore in absoluter, endgültiger Perfektion: 'The Escape Artist', AUGUST BURNS RED https://www.youtube.com/watch?v=bJhOJoc_Vbk
Das 2009er "Constellations" dürfte bis zu meinem Lebensende von keiner Musik der Welt mehr geschlagen werden. Intelligenter, tiefgründiger Metalcore ohne Protzerei oder massig tief gestimmte Gitarren, mit Überraschungen und Finessen noch nach dem x-ten Durchlauf. Das hier ist mein Lieblingssong des Albums.
Das ist nun weniger mein Fall, wobei zum Teil auch der kalten. sterilen, künstlichen Produktion geschuldet. Aber generell ist Metalcore meist nichts für mich.
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Freitag 16. Februar 2024, 11:30

Pia-Kim Schaper hat geschrieben:Death Metal: https://www.youtube.com/watch?v=0iQf064GzYs&pp EVOCATION mit 'Dust'. Ich liebe, wie der Song sich am Anfang aufbaut und dann die Gitarren völlig unbeeindruckt von der Rhythmusfraktion agieren und trotzdem alles zusammenpasst. am Ende dann noch die Änderung im Refrain und alles schön auf die Zwölf. Einer meiner absoluten All-Time-Favorites!
Klassischer Schwedentod, der angenehm durchläuft und Kurzweil mitbringt, sich bei mir aber nicht so recht im Gehörgang festsetzt.
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Samstag 17. Februar 2024, 00:29

Pia-Kim Schaper hat geschrieben:Progressive Metalcore: https://www.youtube.com/watch?v=vjH-qKggLDg ATLAS mit 'Uni'. Gitarren in Double-Drop-E(verything), Gefrickel und Geboller lösen sich auf in glasklaren Clean Vocals im Refrain. kurz vor Ende noch mal eine Atempause nach dem Breakdown, wunderschöne Lyrics und dieses Gitarren-Thema!!!
Das geht, wie der meiste Metalcore, nicht wirklich an mich. EXPOSED TO NOISE noch am ehesten, ein Anspieltipp wäre 'Desolation, aber vielleicht ist das eingefleischten Genrefans schon zu seicht.

Pia-Kim Schaper hat geschrieben:Progressive Metalcore aus Vietnam: https://www.youtube.com/watch?v=hhHfjoE2BWc WINDRUNNER mit dem genialen Doppenopeners ihres Debütalbums "Mai", 'Mulan / Oleander". Gefrickel und hier und da werden - in meinen Ohren - landestypische Melodien eingewoben, ohne es damit zu übertreiben. Duong Bui ist ein Biest an den Vocals, sowohl bei Screams als auch bei Klargesang
Diese düsteren, kalten, industriell anmutenden Grooves faszinieren mich schon eher, strengen aber auch arg an. Das streift meine Geschmacksnerven eher marginal. Aber immerhin steckt da eine gewisse Wucht drin, die ich fühlen kann.
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Eike » Samstag 17. Februar 2024, 10:20

Timon Krause hat geschrieben: In Sachen DIRGE gibt es tatsächlich kaum nennenswert kürzeres Material - am zugänglichsten ist vermutlich der Titeltrack ihres finalen Albums, 'Lost Empyrean'. https://www.youtube.com/watch?v=r-zOoW9peKA
Das gefällt mir gut! DIRGE ist wohl ein Name, den ich mir merken sollte.

Timon Krause hat geschrieben: Viel künstlerischer waren die DEFTONES auf ihrem Dritt- und Jahrhundertwerk "White Pony" unterwegs - siehe z.B. 'Digital Bath' als Kontrast zur Moshpit-Action. https://www.youtube.com/watch?v=9tmPBuSpmfA Der Sound ist krass steril, aber atmosphärisch ist gerade das finde hier absolut stimmig.
Bei Erscheinen fand ich das vielgelobte "White Pony" als Album zu unspannend bis monoton. Aber diesen Song jetzt ganz schön.
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Timon Krause » Samstag 17. Februar 2024, 20:48

Danke auch für deine Beteiligung hier, Eike. :) Ich kann leider immer nur wenige Momente der Ruhe nutzen, um die angeforderten Tipps anzuhören, aber ich garantiere, ALLES anzuhören, was ihr hier postet, und wenn es bis zu meiner Rente dauert. ^^
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Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu

Beitragvon Timon Krause » Samstag 17. Februar 2024, 20:55

Bon Iver – 8 (Circle)

Völlig unerwartet und zunächst beinahe irritierend, vor lauter Seligkeit und Poppigkeit. Erinnert mich an irgendwas, was mir schon mal über den Weg gelaufen ist, ich kann es aber nicht einordnen. Schönes Ding für Zwischendurch, und für so eine ganz bestimmte, gelöste Stimmung.
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