PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 19. Januar 2024, 22:05

lenbert hat geschrieben:AGENT STEEL landet am Ende der Gruppe, weil es für mich keine besonderen Momente gibt. Speed Metal, der nicht gerade von BLIND GUARDIAN ist, scheint es bei mir ohnehin schwer zu haben, irgendwas fehlt mir da, wenn "einfach" nur das Gaspedal durchgehend bis auf die Bodenplatte durchgedrückt wird.


Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich man sogar in so einem Subgenre definieren kann. Während Blind Guardian für mich maximal in der frühen Phase überhaupt Speed Metal spielt, ist doch gerade bei Agent Steel sowohl die musikalische Klasse (diese Gitarren-Duo!) und noch mehr dieser extreme Gesang schon sehr originell. Von daher ist das in meinen Ohren weit mehr als nur Gaspedal durchtreten. Viel mehr.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon lenbert » Freitag 19. Januar 2024, 22:17

Holger Andrae hat geschrieben:
lenbert hat geschrieben:AGENT STEEL landet am Ende der Gruppe, weil es für mich keine besonderen Momente gibt. Speed Metal, der nicht gerade von BLIND GUARDIAN ist, scheint es bei mir ohnehin schwer zu haben, irgendwas fehlt mir da, wenn "einfach" nur das Gaspedal durchgehend bis auf die Bodenplatte durchgedrückt wird.


Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich man sogar in so einem Subgenre definieren kann. Während Blind Guardian für mich maximal in der frühen Phase überhaupt Speed Metal spielt, ist doch gerade bei Agent Steel sowohl die musikalische Klasse (diese Gitarren-Duo!) und noch mehr dieser extreme Gesang schon sehr originell. Von daher ist das in meinen Ohren weit mehr als nur Gaspedal durchtreten. Viel mehr.


Beim Schreiben war meine erste Formulierung auch "Speed Metal scheint es bei mir ohnehin schwer zu haben". Dann fiel mir ein, dass es ja auch die Euro-Melodic-Schiene gibt, die auch als Speed Metal bezeichnet wird, und ich Guardian sehr mag, wenn auch insbesondere die Alben aus den 90ern. Daher die Relativierung.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 19. Januar 2024, 22:19

lenbert hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:
lenbert hat geschrieben:AGENT STEEL landet am Ende der Gruppe, weil es für mich keine besonderen Momente gibt. Speed Metal, der nicht gerade von BLIND GUARDIAN ist, scheint es bei mir ohnehin schwer zu haben, irgendwas fehlt mir da, wenn "einfach" nur das Gaspedal durchgehend bis auf die Bodenplatte durchgedrückt wird.


Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich man sogar in so einem Subgenre definieren kann. Während Blind Guardian für mich maximal in der frühen Phase überhaupt Speed Metal spielt, ist doch gerade bei Agent Steel sowohl die musikalische Klasse (diese Gitarren-Duo!) und noch mehr dieser extreme Gesang schon sehr originell. Von daher ist das in meinen Ohren weit mehr als nur Gaspedal durchtreten. Viel mehr.


Beim Schreiben war meine erste Formulierung auch "Speed Metal scheint es bei mir ohnehin schwer zu haben". Dann fiel mir ein, dass es ja auch die Euro-Melodic-Schiene gibt, die auch als Speed Metal bezeichnet wird, und ich Guardian sehr mag, wenn auch insbesondere die Alben aus den 90ern. Daher die Relativierung.


So etwas hatte ich mir schon gedacht.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Jhonny » Samstag 20. Januar 2024, 17:01

Holger Andrae hat geschrieben:
lenbert hat geschrieben:AGENT STEEL landet am Ende der Gruppe, weil es für mich keine besonderen Momente gibt. Speed Metal, der nicht gerade von BLIND GUARDIAN ist, scheint es bei mir ohnehin schwer zu haben, irgendwas fehlt mir da, wenn "einfach" nur das Gaspedal durchgehend bis auf die Bodenplatte durchgedrückt wird.


Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich man sogar in so einem Subgenre definieren kann. Während Blind Guardian für mich maximal in der frühen Phase überhaupt Speed Metal spielt, ist doch gerade bei Agent Steel sowohl die musikalische Klasse (diese Gitarren-Duo!) und noch mehr dieser extreme Gesang schon sehr originell. Von daher ist das in meinen Ohren weit mehr als nur Gaspedal durchtreten. Viel mehr.


Zumindest eigenständig waren BLIND GUARDIAN ja auch immer ;-)
Aber das bedeutet ja nicht, dass sie gefallen müssen.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Jhonny » Samstag 20. Januar 2024, 17:02

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:TANK ist in meinem Kopf irgendwo immer ein bissl Geschrote. Aber das ist gar nicht so heftig. Hätte da irgendwie übleres Material erwartet.

Daraus entnehme ich, Geschrote sei übel. 8-)


:grins:

Naja, ich höre ja auch gerne mal Black Thrash. Daher ist das nicht abwertend gemeint.
Das Material hätte ruhig "übler" sein dürfen 8-)

Tatsächlich war mir TANK hier etwas zu zahm.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Jens Wilkens » Mittwoch 24. Januar 2024, 18:29

Die Spannung, was in den nächsten Gruppen drin ist, steigt. Vor allem die ominöse neunte Gruppe soll ja gut sein. I heard it through the grapevine ... (DIO, METALLICA, IRON MAIDEN, JAG PANZER, CRIMSON GLORY und QUEENSRYCHE?)
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 27. Januar 2024, 18:35

Gruppe 9:

CRIMSON GLORY : Höre ich viel zu selten. Aufgrund der neuen Single und einer redaktionsinternen Gruppenarbeit lief die Band aber in den letzten Wochen dann doch wieder häufiger. Die ersten beiden Scheiben sind einfach Klassiker und ich finde es noch immer sehr bedauerlich, dass Todd nicht bei der Band geblieben ist. Anyway, der Drachensong ist natürlich ganz phantastisch und alleine durch die kuzen Gang-Shouts ein absoluter Fäustchenballer. Midnight ist einer der Sänger, die ich tatsächlich immer wieder vermisse, denn ich finde er war ein Original. Man merkte, dass er viel mehr wollte als "nur" Heavy Metal, denn seine Solo-Sachen sind ja viel zerbrechlicher. "The E.N.D." geht auch nicht ohne Klößchensuppen im Hals. Zum Glück wandelt man hier nicht auf kashmir'schen Pfaden und riffelt sich fröhlich den Drachen wund. Fett!

EXODUS: Okay, mit allen neun Nummern des EXODUS-Debüts gewinnt man den goldenen Blumentopf bei bei. Sollte man meinen. Dass es dieses Mal nur der silberne Topf geworden ist, liegt einfach mal am selbstzerstörerischen Kuschelschwertschwinger. Erstaunlich, was die komischen Ohren da nun wieder hören. Ändert natürlich nichts daran, dass die Nummer hier vom ersten Ton an regelt. Die Ursuppe meiner Definition von Thrash. Anderen Mistpielern wird das zu hektisch sein, zu generisch und zu schlecht gesungen. Beim Thema hektisch bin ich dabei, ich werte das nur komplett anders. Beim Thema Gesang kann ich das zwar verstehen, allerdings gehört Paule einfach zu diesem Zeitpunkt des Geschehens einfach hinter dieses Mikrophon. Assig-prolliges Gelalle vom Allerfeinsten. Beim Thema Generik bin ich allerdings raus, denn was das Tripple-H-Team hier abliefert ist auch ohne Zeitgeschehen-Bonus einfach mal DIE Macht. Amen.

GRAND PRIX: Gerade noch geschrieben, dass dieser flauschig-plüschige Schwertschwinger bei mir sogar am Thrash-Klassiker vorbei zieht. Es singt tatsächlich Robin McAuley und Phil Lanzon, der Onkel an der Tastatur ist heute bei Uriah Heep. Die Nummer ist zwar nicht representativ für das Album, aber hier geht es ja um Songs. Und dieser hier wäre auch in meinen 80er-Dekadencharts ziemlich weit oben.

IRON MAIDEN : Nette Nummer eines netten Albums. Das bereits zweite Maiden-Album, welches ich damals nicht gleich gekauft habe. Und bis heute ist das nicht mehr so ganz mein Maiden-Sound. Das grantig-rebellische Element ist einer verkopften Herangehensweise gewichen, die technisch hoch anspruchsvollen Heavy Metal erzeugt, ohne mich emotional tief zu berühren. Schade eigentlich.

Joe Cocker & Jenniffer Barnes : Ui, cool! 30 Jahre nicht meht bewusst gehört und noch immer textfest. Sensationell gesungen. Das war auf einem Soundtrack, nicht? "Footloose"? Die Zeit der tollen Musik-Spielfilme. Memory lane galore. Leider in so einer Gruppe voller Metal-Klassiker bei chancenlos.

Jonah Quizz: Ah, das wollte ich schon länger mal ernten. Irgendwie immer unterm Radar gelaufen. Ich weiß jetzt auch wieder weshalb. Falsche Singsprache für mich. Musikalisch ist das nämlich schick.

MANILLA ROAD : Fast schon ungewöhnlich thrashig für diese Phase der Band. Ändert für mich aber nichts an der Klasse. Habe ich in den 80ern tatsächlich übersehen, die Band und erst mit "Out Of The Abyss" entdeckt. DAS Thrash-Album der Band. Von daher kann ich hiermit natürlcih viel anfangen.

SAXON : Keiner meiner Lieblings-Saxon-Song, da zu viel Hard Rock im Boogie Metal, aber trotzdem noch Platz Vier in dieser starken Gruppe. Zeigt einmal mehr, wie gut die Band damals war.

Siouxsie: Erneut ein schöner Song, den ich in einer wneiger starken Metal-Gruppe höher platziert hätte. Ich liebe diese düster Stimmung und auch ihren Gesang. Band ist auf meinem Radar gelandet.

U2 : Hochgradig unsympathisch geworden, die Band. Ist mir in diesem Fall aber auch relativ banane, denn das ist seit Dekaden so far out of my musical box, dass ich das kaum mehr wahrnehme. Diese Hymne geht aber immer, wie fast alles bis zur "Knatter And Hummel". 'New Years Day' oder 'Bad' wären wohl noch höher in dieser Liste hier gelandet.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 27. Januar 2024, 19:07

Gruppe 10 :

ARMORED SAINT : Mein absoluter Lieblingssong der Band. Dieser Aufbau ist einfach so grandios spannend, es geht kaum besser. Und dann Johns' Gesangsleistung! Der pure Wahninn!

CANDLEMASS : Doom mit Gemüse! Man riecht förmlich die müffelnde Kutte vom Messiah, wenn die schwer-majestätisschen Riffs dieser Monster-Nummer erklingen. So geht Doom, meine Herren Sorcerer.

HEAVY LOAD : Damals schon nur nett gefunden. Wie die meisten. Der komische Kult der heutigen Jugend nimmt unter anderem bei dieser Band schon schräge Formen an. Da wird ein Mysterium gebastelt, welches mich nur die Augen verdrehen lässt udn welcher von elitären Undergroundler auch noch befeuert wird. Aber das sind andere Baustellen. Die Nummer ist recht gut.

Nico : Ikone. Grandios gesungen!

PRAYING MANTIS : Eines der ganz besonderen Alben der NWOBHM. Irgendwie immer zwischen allen Stühlen sitzend haben es die Troy-Brüder über Dekaden hinweg geschafft, ziemlich einzigartig zu klingen. Wra mir damals zu sanft, heute liebe ich es.

QUEENSRYCHE : Progressiv im Wortsinn. Bis heute selten erreicht. Ich habe es trotz des Abfeierns der ganzen Thrash- und SPeed-Alben damals komplett gefeiert, weil es einfach Feuer hatte. Schade, dass ich das bei den vermeintlich progressiven Bands heute immer vergeblich suche. Dies hier kommt auf biegsamen Stelzen über Hürden rennend unfallfrei an die Ziellinie und bedieht Kopf und Herz gleichermaßen. Bullseye!

STS : Würde ich einen Vers verstehen ...

SATAN : Nun, was soll ich noch groß über diese Band schreiben, was ich hier nicht schon abgesondert habe? Ebend.

SAVATAGE : Auch ganz gut.

WASP : Komme ich auch ohne Kopfkino nicht ran. Musikalischer Einheitsbrei, der nur durch die originelle Stimme gewinnt.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Sonntag 28. Januar 2024, 00:58

Sorry, Metal Me und ich haben Rückstand.

Lange haben wir an Gruppe 5 geknabbert, die doch etwas neben unser beider Geschmäcker ist.

Ganz glasklar vorne METALLICA mit dem Klassiker. 'Crystal Logic' haben wir auch beide in den letzten Jahren lieb gewonnen. Dass MERCYFUL FATE dann auf 3 bzw 4 landet, heißt, dass der Rest eher schwierig war, weil gerade "Melissa" auch nach etlichen Durchgängen einfach nicht wirklich zündet. Ein klein wenig haben wir uns aber beide an die Stimme gewöhnt. Die kommt ja auch oft hie vor ;-) . DIOs Gastspiel bei KERRY LIVGREN ist auch noch ganz genehm, aber Hand aufs Herz, es gibt deutlich bessere KANSAS und DIO-Songs 8-) . GRIFFIN landet bei uns beiden auf #5. Ganz ordentlicher Metal, und aha, sogar aus 1984. Das ist ein extrem geiles Jahr für den Metal. Lustig, dass hieraus jemand ausgerechnet diesen Song als einen der Besten nominiert, wenn es aus diesem Jahr...ach, nun, Geschmäcker halt ;-).

Bei mir landet dann MORTAL SIN auf #6, auch wenn es METALLICA in schlecht ist. Und der Song ist viel zu lang, in der Mitte doch auch ziemlich langweilig. TENSION kennt man schon von anderen Runden, so richtig warm werde ich damit wohl auch nimmer, nicht meine Chemie.

Ja, ich war und bin ein Fan von Prog-Metal, ich liebe PSYCHOTIC WALTZ. Aber WATCHTOWER habe ich nie verstanden. Ich weiß einfach nicht, was mir die Musik sagen möchte, teilweise geht sie sogar arg auf die Nerven, sorry ihr Lieben. Trotzdem landet es auf #8. Auf #9 der DEATH-ANGEL-Song. Ich glaube, von DA brauche ich nach we vor nur "Act-III", das ist ein Genius-Alben. Die ersten Gehversuche hab ich mir vor ein paar Wochen auch mal wieder gegeben, aber das spricht mich nur sehr wenig an, die 'Mistress Of Pain' gar nicht. Auf #10 dann DEAD KENNEDYS. Das ist für und beide tatsächlich unhörbarer Krach.
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Re: PMDECS - EIGHTIES - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Sonntag 28. Januar 2024, 06:30

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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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