Pillamyd hat geschrieben:Zwei quälende Einträge? Haha
Schauen wir mal
Vielleicht auch mehr, lets see

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Bardauks beste BeballerungRe: Bardauks beste Beballerung
Vielleicht auch mehr, lets see ![]()
Re: Bardauks beste BeballerungGODTHRYMM - "Distortions"
![]() Würde man mich mit vorgehaltener Pistole zwingen, zwei "klassische" Metal-Genres zu nennen, mit denen ich grundsätzlich immer ein Problem habe, so wären das Thrash und Doom Metal. Manchmal tauchen aber dann doch Bands in diesen Genres auf, die mich aus irgendwelchen Gründen kicken. GODTHRYMM war in 2023 so ein Fall. "Distortions" ist zäher, aber fließender Doom Metal, teilweise mit Gotic-Elementen und immer wieder durchbrochen von sphärischen Momenten. Was mich antreibt ist die "mehrlagige" Musik. Da wurde einfach Schicht um Schicht Icing aufgetragen und das kommt schon cool. Dahinter stecken übrigens die Ex-My Dying Bride und Solstice Mitglieder Hamish Glencross sowie Shaun “Winter” Taylor-Steels, bekannt auch für seine kurze Zeit bei Anathema. Am Ende ist dann doch zu zähflüssig für eine Platzierung in meinen Top-50, für dunkle Momente kann das Album aber durchaus herhalten. Anspieltipp: 'Devils'
Re: Bardauks beste BeballerungHIDAS - "Hidas"
![]() Aus den Untiefen des Münchner Undergrounds erhebt sich die Wall of Sound HIDAS. In Dreier-Besetzung bietet die Band fetten angedoomten Instrumental-Metal, der viel Wert auf Groove und eindringliche Melodie-Schnipsel legt. Dabei scheut sich das Trio nicht, auch mal in rockigere Gefilde abzudriften, kommt dann aber doch immer wieder zum Kern zurück. Und wenn ich angedoomt schreibe, meine ich: Das ist schon eher im Midtempo angesiedelt, legt viel Wert auf Atmosphäre und Sound-Mauern, wird aber auch mal schneller, wie Double-Bass-Passagen wie in 'Buzul' beweisen. Das Projekt teilt Musiker mit der Münchner Ex-Bläser-, jetzt Psychedelic-Metal-Kombo LEE HARVEY AND THE OSWALDS, mit das interessanteste, was die bayerische Landeshauptstadt metaltechnisch zu bieten hat. Anspieltipp: 'Tiefe' Bandcamp
Re: Bardauks beste BeballerungHui, der "Godthrymm" Song tönt mal richtig cool aus den Boxen. Die Band ist mir völlig unbekannt. Aber ich finde den 90s Klang ziemlich cool. Ob man das nachvollziehen mag? Ich mag diesen druckvollen aber transparentvollen Sound sehr gerne. Der Song hat ein sehr prägnantes Riff, dass sofort im Ohr bleibt. Bietet in seiner Länge aber hörbar mehr. Da braucht es mehr Durchläufe. Aber das weckt mein Interesse.
"Hidas" klingt ebenfalls ziemlich gut. Aber ein ganzes Album ohne Gesang halte ich in den seltensten Fällen aus. Da kann das Material noch so gut sein (der Basspart ist saugeil). Einzelne Songs gehen gut portioniert schon. Und es gibt auch instrumentale Stücke oder Passagen, die ich großartig finde. Mal schauen ob das Album die Ausnahme sein kann.
Re: Bardauks beste Beballerung
Cool, das freut mich. Und ja, das Album bietet schon einige schöne Ideen/Momente.
Geht mir auch meistens so! Hier funktioniert es trotzdem auch ohne Gesang ganz gut. Das Album gibt es für schlanke 4 Euro via Bandcamp, derzeit aber leider nur digital: https://hidasdoom.bandcamp.com/album/hidas
Re: Bardauks beste Beballerung
Echt? Muss ich kaufen!
Gibt es also nicht. Schade.
Re: Bardauks beste BeballerungNaja, die Band zu supporten, ist ja nie falsch. Ich kenne die Jungs und die kennen das Business. Hier mit mehreren 100 Euro in Vorleistung zu gehen, um dann vlt 20 CDs wenn überhaupt zu verkaufen ... da kann ich ein rein digitales Release nachvollziehen.
Re: Bardauks beste BeballerungVINSTA - "Freiweitn"
![]() Ich mal eben weiter. Ein Album, das wie geschrieben ist, um dem lieben Frank die Zornesröte ins Gesicht zu zimmern: Alpin, Dialektal, mit Hackbrett, Geigenschlumpf und Gebrüll. Hätte ich dieses Album dagegen früher in den Händen gehalten, hätte es sogar eine Rolle in der Top 10 gespielt. Leider habe ich "Freiweitn" erst in den letzten Dezember-Tagen kennengelernt, als meine Liste schon zusammgewürf äh durchkonzipiert war. Doch seitdem rotiert das Album regelmäßig, und das aus guten Gründen: Der Österreicher Christian Höll zaubert mit Gastmusikern ein derart gewaltiges Alpenpanorama - musikalisch versteht sich. Toll durchkomponierte Songs, treffen auf episches Riffing, Melodie-Spiele mit Hackbrett und Geige und traumhaften Gesangslinien, die in den klaren Passagen durch das Zusammenspiel aus Höll und einer Gastmusikerin entstehen. Ein echtes Highlight ist das durch die Täler grollende Growling Hölls, das einen an alte OPETH erinnert. Bleiben wir kurz bei den Schweden und ergänzen das um eine Prise ENSLAVED, kommen wir bei VINSTA bei den schönsten Harmonien heraus, die das Metal-Jahr zu bieten hatte, was durchaus auf AMORPHIS-Niveau rangiert. Ihr seht, ich bin hin und weg und freue mich, dass ich hier wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit für das tolle Album erzeugen kann. Ach, und habe ich schon den Salzburger Dialekt erwähnt, der die Lyrik des Album im Vortrag prägt? Schöner wurde der alpine Raum seit "Der Watzmann ruft" nicht mehr besungen, allenfalls vielleicht noch von Anna Murphy, aber das ist ein anderes Thema ... Anspieltipps: 'Vinstas Valonga' 'Wundaberg'
Re: Bardauks beste BeballerungHmm...ich bin hin und hergerissen. Die Referenz zu alte "Opeth" kann ich nachvollziehen, wenngleich damit die Erwartungen hochgeschraubt wurden. Denn sowohl Musik und Gesang haben da nicht so die Durchschlagskraft, die ich mir erhofft habe beim Lesen deines Textest.
Trotzdem finde ich die Riffs in "Vinstas Valonga" ziemlich cool. Die Harmonien kommen gut zur Geltung. Gut, solch einen Satz wie oben zu bringen ist dann nach einmal Hören dann vielleicht auch etwas unfair. Aber der Ersteindruck ist zumindest bei mir mit so vielem mehr Verbunden. Da springen die Rezeptoren schon auch drauf an, auch wenn es wahrscheinlich mehrere Versuche braucht um den Bock zum Laufen zu bringen. "Wundaberg" fängt dann ziemlich sphärisch und clean an. Zeigt aber gleich seine Fratze und da höre ich dann deutlich deine Referenzen raus. Aber allgemein, sollte ich mich davon etwas locker machen und wirken lassen. Sehr ausladend, die über 8 Minuten sind verständlich. Denn der Song braucht Zeit zu atmen. Die cleanen Parts finde ich überraschend, hätte ich so nicht erwartet. Aber dass sind dann die Momente die ich im Satz davor meine. Wirkt nach außen hin aufgeräumt und strukturiert, wirkt aber als verberge der Song im Inneren eine Art zerrissenheit, wirkt unruhig, wie wenn ständig jemand in einer gewissen Geschwindigkeit nervös mit dem Fuß wippt. So der Ersteindruck. Das bleibt auf jeden Fall mal vorgemerkt. Das kann sich zu etwas großem Entwickeln.
Re: Bardauks beste BeballerungAuch mal was hinein senfen in diesen Thread, der von Beginn an so positiv behaftet ist, dass ich beinahe einen Zuckerschock beim Lesen bekommen habe. Schön. Esse ich halt Erdnüsse dazu.
Virgin Steele: Einstig eine Band, die ich ganz toll fand. "Noble Savage" wäre auf der Klippe zum Klassiker, wenn alle Nummern so wäre wie der Titelsong. So geht epischer US Metal! Irgendwann ist der kleine Mann dann zu sehr in Richtung Manowar abgebogen, sodass ich mir sogar die guten Alben - ich nenne hier mal den "Marriage"-Doppelfüßler - nie anhöre. Danach wird es dann noch schwieriger für mich. Der verlinkte Song ist jetzt gar nicht so verkehrt, wäre es ein Demo. Ich bin sicherlich kein Klangexperte, aber dieses Bontempi-ICE-Schlagzeug und die Kirchenorgel aus dem Lego-Baukasten nehmen der Nummer jegliche Atmosphäre. Die Gitarre wurde auch mit 90 Grad zu heiß gewaschen, damit bloß nichts in den Ohren kratzt. Schade. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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