Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 11. Januar 2023, 17:45

Julian Rohrer hat geschrieben:Die große Frage ist jetzt natürlich: Arbeitest du dich rückwärts durch das Oeuvre oder wie gehst du vor?


Wie gesagt, es ist nicht so einfach an die Alben ranzukommen wenn man nicht gerade 40 Euro + für die Werke ausgeben möchte. Da die "Scorn Deafeat" noch recht gut zu haben ist, werde ich wohl da zuschlagen (auch wenn es nicht das Originalartwork ist). Und dann hat sich warten auf günstige Gelegenheiten immer ausgezahlt. Das kann unter Umständen natürlich eine halbe Ewigkeit dauern. Aber anders wird es halt nichts. Dementsprechend werde ich mich da wohl auch querbeet durcharbeiten.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Julian Rohrer » Donnerstag 12. Januar 2023, 09:53

Ah, das heißt, du lebst nach dem Dogma: Ich höre nur, was ich physisch habe?
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 12. Januar 2023, 10:18

Julian Rohrer hat geschrieben:Ah, das heißt, du lebst nach dem Dogma: Ich höre nur, was ich physisch habe?


Erfasst :grins:

Also ich höre schon auch vorher rein. Aber nie irgendwie komplett. Das Erlebnis soll dann gegeben sein, wenn ich es in die Anlage schmeißen kann. Egal ob gut oder schlecht. Ich bin ja auch Komplettsammler. Mit der Affinität auch Alben zu besitzen, die nicht unbedingt den hohen Stellenwert haben, einfach um zu vergleichen ob ich das genauso sehe. Das ist mit das spannendste für mich...
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Julian Rohrer » Donnerstag 12. Januar 2023, 10:46

Klasse, du lebst da ein Stück meinen Traum, den ich aus mangelnder Zeit, Faulheit und Verfügbarkeit von fast allem via Streaming nicht mehr verfolge :D
Hat natürlich auch Vorteile, jederzeit aktuelle Musik hören zu können - und vor allem auch die Klassiker nachhören zu können. Nachteile liegen auch auf der Hand: Flüchtigkeit, Überreizung, FastFood-Musikhören.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 12. Januar 2023, 11:08

Julian Rohrer hat geschrieben:Ah, das heißt, du lebst nach dem Dogma: Ich höre nur, was ich physisch habe?


Das ist doch das schönste Dogma beim Musikhören :grins:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 12. Januar 2023, 11:11

Mittlerweile ist die Sammlung auf eine Anzahl angestiegen, die mich auf einiges zurückgreifen lässt.
Gerade in den letzten 3 Jahren sind unfassbar viele Tonträger dazugekommen. Also so lange lebe ich diesen "Traum" auch noch nicht. Dann schlägt seit vorletztem Jahr das Sammlerherz in Richtung Maiden in die Höhe. Da habe ich mir einiges besorgt und es steht auch noch einiges auf der Liste. Das, ich nenne es mal Problem an der ganzen Sache ist, dass ich musikalisch halt schon irgendwie breit aufgestellt bin. Das heißt, es gibt halt viel Musik zu entdecken. Aber das Jahr war auch geprägt von vielen Konzerten.

Jedenfalls, höre ich lieber Sachen aus der Sammlung als Geld für Streamingplattformen auszugeben. Es hat für mich einfach viel mehr Qualität sich hinzusetzen, das Booklet aufzuschlagen (oder währenddessen etwas über die Alben bzw. Bands zu lesen). Ich höre auch unterwegs sehr viel Musik. Außerdem bin ich ausschließlich Alben Hörer.

Natürlich ist das auch immer Phasenweise mal mehr oder weniger. Fokus ist ja auch eigentlich gar nicht mehr so wirklich, das aktuelle Musikjahr. Auch wenn ich es verfolge. Aber da bin ich auch etwas faul geworden. Viel mehr greife ich auf ältere Bands und Alben zurück. Einfach auch, weil mich der Heavy Metal in seiner Entwicklung interessiert. Da war gerade das letzte Jahr mit den ganzen Re-Releases, Sachen auf die ich schon lange warte, ein reines Paradies.
Ansonsten besorge ich mir vieles ja auch Second Hand (discogs, medimops z.B.) oder wenn möglich, direkt bei der Band (meist auf Konzerten).

2019 habe ich zum Beispiel die höchste Zahl an Neuveröffentlichungen gehabt. Das waren glaube ich um die 70 Alben rum. Da habe ich alles aufgesaugt, was mir in die Finger gekommen ist. Das habe ich aber auch runtergefahren. Weil da die Reizüberflutung auch an die Tür klopfen kann.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Havoc » Samstag 14. Januar 2023, 16:24

Zum Treppchen habe ich noch gar nix gesagt...halte mich auch eher kurz. Mit Blind Illusion und Vio-Lence noch mal thrashige Sachen. Beides gut, aber eben nix, was ich mir jetzt kaufen würde. Erstere gefallen mir etwas besser würde ich sagen. Die haben etwas Schroffes an sich. Durchaus cool.
Aber dann...na endlich...die beiden Songs des Siegers SIGH habe ich mir angehört...und weil ich das so spannend fand gleich sogar noch etwas mehr. Doch doch. Ich überlege sogar, ob ich mir das Album holen soll. Extrem eigenwillige höchst kreative Musik. Mir fällt auf Anhieb keine vergleichbare Musik oder Band ein. Puh...muss ich das etwa nun wirklich kaufen? Ich zögere noch. Aber das war schon echt beeindruckend. Vom Namen her kenne ich die Band durch dieses Forum (hauptsächlich duch Rüdiger) ja schon sehr lange. Aber ich habe mich nie wirklich damit besschäftigt....bisher. Mal sehn.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 8. Februar 2023, 10:52

Ich bin ein bisschen spät to the party. Aber ich höre mich mal durch deine Empfehlungen durch. Da hätten wir ja zunächst HEADSHOT, kenne ich gar nicht. Kommt aber ja auch aus Braunschweig, also kein Wunder. Der verlinkte Song macht schon sehr Laune. Trotz der extremeren Tonlage finde ich die Sängerin ziemlich stark. Davon abgesehen wirkt das auf mich jetzt erstmal nicht besonders verschnörkelt oder verschroben (hast du ja auch so beschrieben), was beim Thrash oft dazu führt, das ich das Interesse während des Hörens verliere.

ARENA steht schon lange auf meiner Liste. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, da mal einzutauchen. Vermutlich würde ich auch mit einem älteren Album beginnen. Den Song habe ich mir trotzdem schon mal angehört. Ich hatte ja erst Befürchtungen, als ich den Namen Wilson bei der Beschreibung gelesen habe. Aber das ist ja zum Glück der andere Wilson. Sehr stark gesungen. Der Song sagt mir auch zu, das könnte ein sehr spannendes Album sein. Aber dennoch möchte ich weiter vorne in der Diskografie anfangen. Hoffentlich schaffe ich das bald mal.

NOCTURNAL TRIUMPH gibt mir erwartungsgemäß wenig. Also geht's mit VOIVOD weiter. Das ist eine Band, die ich gerne abfeiern würde, aber irgendwie passt es leider nicht so ganz. Könnte an den von dir erwähnten Disharmonien liegen. Bei 'The World Today' stört mich zudem auch der Gesang, der auf mich teilweise schief wirkt. Klar, VOIVOD will ja auch nicht schön sein, aber dadurch gefällt es mir weniger. 2018 hatte ich mir "The Wake" besorgt und bestimmt nur dreimal gehört. Das habe ich mir 2022 gespart. Ich mach da wohl erstmal mit den Spätachtziger-Alben weiter.

SATAN stand bei mir ja auch hoch im Kurs, das Wort "Meisterwerk" würde ich so unterschreiben. Dagegen ist SADISTIC RITUAL wieder nicht so nach meinem Geschmack. Instrumental ballert das schon schön, erinnert mich fast etwas an meine liebsten CHILDREN. Aber leider ballert der Sänger auch extrem. Überlege noch, ob ich es schaffe, das auszublenden. Denn alles andere ist ziemlich mächtig. Ich schreib's mal auf die Liste.

TOXIK habe ich letztes Jahr in Holland live gesehen. Das war schon ziemlich fett, vor allem der Sänger sorgte für offene Münder, aus unterschiedlichen Gründen. Und eigentlich hätte ich mir dieses Album unbedingt besorgen müssen. Was stand im Weg? Das gleiche wie bei BLIND ILLUSION und auch VIO-LENCE - ich wollte erst die ersten Alben kennen. So ein Blödsinn eigentlich. 'Feeding Frenzy' und 'Protomolecule' verraten mir, dass ich hier etwas ziemlich geiles übersehen habe. Muss beides her. Bei VIO-LENCE bin ich noch nicht so ganz sicher. Irgendwie hätte ich mir eine mächtigere Stimme zur Thrashwand gewünscht. Da fange ich vermutlich lieber vorne in der Diskografie an.

Von SIGH wird vermutlich eher gar nichts in mein Regal wandern. Das ist zwar spannend weil so anders, aber ich möchte das nicht hören... Hab ich trotzdem gemacht. Ja, irgendwie hat es ja was. Schon durch allein die Sprache ist das interessant. Nach drei Minuten von dem ersten Song habe ich aber leider keine Lust mehr. Das ist zu viel Geschrei für meine empfindlichen Ohren und auch sonst zu viel von allem. Trotzdem ein interessanter Ausflug.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 8. Februar 2023, 12:44

Chavo89 hat geschrieben:Ich bin ein bisschen spät to the party.


Niemals! Diese Threads sind die Chance dafür auch noch Wochen, Monate, Jahre drauf einzugehen und auch rückblickend interessante Erkenntnisse zu teilen.

Vielen Dank, für das durchhören und deinen ausführlichen Beitrag dazu.

Schön das dir "Headshot" so gut gefällt. Dieses schnörkellose ist wahrscheinlich der Grund warum mir die Scheibe so gut gefällt.

Bei den älteren Alben kann ich selbst noch nicht mitreden. Außer "Immortal?" habe ich noch nichts. Aber die Scheibe ist sehr vielversprechend. Ich konnte sie nur noch nicht so vertieft hören.

Wenn du es mit älteren "Voivod" probieren willst, schätze ich einfach, dass du vielleicht mal die "Angel Rat" in den Fokus ziehen solltest. Ich glaube jedenfalls nicht, dass du mit den ersten beiden Alben glücklich werden würdest. Bei "Killing Technology", "Dimension Hatröss" und "Nothingface" bin ich mir einfach nicht sicher. Aber wahrlich die besten Alben der Band.

Den Vergleich von "Sadistic Ritual" zu "Children" ist interessant. Das werde ich aber nochmal nachhören müssen. Bleib dran, der Gesang ist absolut passend zur Musik.

Du weißt schon, dass das der gleiche Sänger ist, wie auf dem Debüt Album. Achso, ich spreche von "Vio-lence". Und ich glaube das was du dir unter kräftigen Gesang vorstellst, wirst du auch auf dem Debüt nicht finden. Also ich finde die Stimme ja sehr mächtig. Fernab von Growls oder ähnlichem. Das ist eine Form des aggressiven Gesangs bei dem ich um einiges mehr spaß habe, als beim (Vorsicht Trigger Warnung) dumpfen Growl.

Witzigerweise sind das alles drei Bands ("Blind Illusion", "Toxik" und "Vio-lence") bei denen es eigentlich egal ist wo man anfängt. Es ist immer irgendwie toll.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Samstag 30. Dezember 2023, 10:34

Kommen wir zur jährlichen Veranstaltung, in der ich meine Top 10 des vergangenen Jahres präsentieren werde. Die heiße Phase geht los und ich hoffe, dass man hier viele "Top Listen" lesen darf. Viel habe ich mir vorgenommen, wenig ist es insgesamt geworden. Ich war (mal wieder) ziemlich faul, was die neuen Veröffentlichungen aus dem Jahr 2023 anbelangt. Wer jetzt aber meint, es sei deshalb ein Einfaches gewesen, eine Top 10 zu erstellen, der irrt sich gewaltig. Es dürften nur 16 Alben aus diesem Jahr sein, die es in meine Sammlung geschafft haben. Von zweien wusste ich ziemlich schnell, dass sie keine Erwähnung finden würde. Ich finde es selbst etwas befremdlich, dass ich nicht einmal eine Top 20 aufstellen kann. Sei es drum, es wird wieder very special Erwähnungen geben. Zwei Stück an der Zahl bekommen ab der Hälfte ihre Aufmerksamkeit.

Los gehts...
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