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von Julian Rohrer » Donnerstag 28. Dezember 2023, 10:41
Julian Rohrer hat geschrieben:Yeah, Listenzeit. Zu Sorcerer habe ich in der GT ausreichend geschrieben, habe sogar noch unterschätzt, wie schnell sich der Sound abnutzt.
Die Beschreibung zu Einar, klingt sehr interessant, werde ich mir alsbald zu Gemüte führen. Auch das Artwork holt mich ab.
Jetzt konnte ich einmal in das Album von Einar reinhören. Wirklich ein tolles Album. Erinnert mich in Teilen – von der künstlerischen Freiheit – an die Solowerke von Damian Wilson.
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von Havoc » Donnerstag 28. Dezember 2023, 20:55
Platz 4RIVERSIDE – ID.Entity  Endlich nach ca. 5 Jahren mal wieder ein neues Riverside-Album. Und gleich der erste Song stellt klar, dass man sich nach dem eher melancholisch düster angehauchten Vorgänger abermals gewandelt hat. Der Opener „Friend Or Foe?“ klingt sehr stark nach 80er Rush und macht gleich übelst Laune. Bis heute halte ich diesen Song für den vielleicht besten des gesamten Langspielers. Spätestens bei „Landmine Blast“ wird einem klar, wie toll der Sound dieses Albums ist. Insbesondere der Bass kommt sehr ordentlich zur Geltung. „Big Tech Brother“ ist dann ebenfalls sehr modern und cool. Kein Song fällt negativ aus dem Rahmen. Wenn überhaupt, dann ist sogar ausnahmsweise mal der Longtrack (13 min) eine kleine Schwachstelle. Dieser ist vielleicht etwas zu lang geraten und begeistert nicht durchweg. Dafür ist das finale Self-Aware wieder richtig stark, insbesondere auch der coole Schlussteil. Die Band hat es mal wieder super hinbekommen, sich neu zu erfinden, frisch zu klingen und dennoch total bei seinen Leisten zu bleiben. Hut ab. Keines der vorherigen sieben Alben der Band klingt so wie dieses. Je nach Stimmungslage hätte das Album sicher auch noch weiter oben landen können.
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von Havoc » Freitag 29. Dezember 2023, 22:10
Platz 3KATATONIA – Sky Void Of Stars  Dass es ein Album dieser Band bis auf das Treppchen bei mir schafft ist an und für sich nun nichts Besonderes, allerdings hatte ich dieses anfangs eher etwas unscheinbare Album noch vor Monaten selbst nicht dort erwartet. Aber es hat sich über die Wochen und Monate quasi mit jedem Hören ein Stück weiter nach vorne geschoben. Im Grunde genommen ist das wieder klassische Katatonia Musik. Alle Songs weitgehend im Vier-Minuten-Bereich, kein Ausfall und zahlreiche tolle Melodien. Dieses Album hier wirkt auf mich vielleicht ein klein wenig kühler und härter als der direkte Vorgänger, welcher übrigens damals auf Platz 2 gelandet ist. Inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob ich den Vorgänger besser finde als dieses Album. Wieder mal ein formidables Scheibchen der Schweden. Was ich immer ein wenig befremdlich finde ist, wenn Leute schreiben wie wahnsinnig traurig diese Musik doch sei. Das finde ich überhaupt nicht. Ganz besonders dieses Album hier. Düster und hin und wieder etwas melancholisch ja, aber traurig? Nee. Das hübsche Cover spiegelt die Musik übrigens sehr gut wider. Sie passt mehr zu einem düsteren Straßenzug als z.B. zu Natur, Landschaft oder gar einem Friedhof. Favoriten zu nennen macht kaum einen Sinn, da einfach alle Songs stark sind und im Laufe der Zeit fast jeder schon mal mein Favorit war. Auch das ist ein gutes Zeichen. Nicht verpassen sollte man auch den Bonussong „Absconder“ des Digibooks. Dieser fügt sich super ein und ist ebenfalls keinen Deut schwächer als der Rest.
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von Holger Andrae » Freitag 29. Dezember 2023, 23:26
Havoc hat geschrieben:Platz 9EINAR SOLBERG - 16  Und es geht schon weiter, da heute Abend natürlich keine Zeit für sowas bleibt. Da kommt schließlich das Christkind. Dieses Album werden sicher nicht alle hier kennen. Für mich war das als Leprous-Fan aber natürlich absolute Pflicht. Vieles erinnert auch an die Stammband des Sängers. Aber es ist noch deutlich mutiger. Es wird so einiges ausprobiert. Sogar eine kleine RAP-Einlage ist mit dabei. Und selbst das ist echt cool und gut eingeflochten. Insgesamt ist die Musik etwas ruhiger vom Stimmungsbild her. Aber mit der Zeit stellt man fest, dass es so ruhig dann doch nicht ist. Also keine Angst. Das hier ist weit weg von Ambient-Musik oder so. Gerade zum Ende hin wird das Album immer besser. Das ist schon verdammt stark. In der richtigen Stimmung könnte das auch viel weiter oben liegen. Ich habe das Album bisher aber gar nicht so wahnsinnig oft aufgelegt. Wieso? Mhh. Vielleicht ja, weil es gerade am Anfang doch etwas dauert bis es in Fahrt kommt. Zudem dauert das Teil deutlich über eine Stunde. Das ist also nix, was man grad mal so schnell nebenbei auflegt. Nee. Das ist Musik für Kopfhörer und wenn man gerade mal wirklich Zeit haben sollte. Im Thread bin ich zudem auch noch etwas mehr auf die Songs eingegangen. Kann man da gerne nachlesen. Fazit: Ein sehr mutiges starkes phantastisches Solowerk eines echten Künstlers. Pflichtstoff für Leprous-Anhänger.
Ich bin einer von denen, die das nicht kennen. Bin aber auch kein Leprous-Fan. Habe die "Bilateral". Lief schon Ewigkeiten nicht mehr. Das war irgendwann mal ein cooler, neuer Sound, der mich nicht lange begeistern konnte. Breitwand-Klang, etwas androgyner Gesang und coole Rhythmen. Nun bin ich gespannt, was hier kommt. Habe jetzt mal 'Beautiful Life' laufen. AH-A goes Prog-Rock? Der Gesang ist herausragend, wird mich auf Dauer aber stressen. Das ist so eine gepresst wirkende, hohe Stimmlage, die unnatürlich klingt. Musikalisch gibt es natürlich Breitwand-Klängwände, bei denen mir aber die Anker fehlen. Ich weiß, bei solcher Musik ist der große Anker das Gesamtbild, ein Notengeflecht zum Reinfallen. Leider schlafe ich darin dann aber ein.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Holger Andrae » Freitag 29. Dezember 2023, 23:34
Havoc hat geschrieben:Platz 8THE OCEAN – Holocene  Diese Band ist schon etwas Besonderes finde ich. Sie bewegen sich in der Schnittmenge zwischen Post, Prog und Härte. Das alleine ist jetzt vielleicht noch nicht so Besonders. Aber ihre musikalischen Fähigkeiten und das Gesamtkonzept (Artwork etc.) ist alles stimmig und hochwertig. Ja . Die Band befindet sich mittlerweile in meinem kleinen erlauchten Kreis der A-Bands. Die beiden Phanerozoic-Werke waren beide ziemlich toll. Direkt daran schließt auch „Holocene“ an. Es ist die absolut logische Fortsetzung zu Teil II der genannten Werke. Alles wirkt noch eine Spur fokussierter. Zudem wird auch Frauengesang eingeflochten. Sehr stark! Anfangs dachte ich, dass das sogar mein Album des Jahres werden könnte, aber ein kleinwenig ist die Euphorie dann doch verflogen. Es ist auf jeden Fall ein tolles Album, aber es toppt die Vorgänger jetzt eigentlich nicht. Von daher ist es im Endeffekt ein Album, dass die durchaus hohen Erwartungen erfüllt, aber dann eben doch nicht übertrifft.
Oh, das hatte ich aus der Vergangenheit irgendwie harscher abgespeichert. Aber vielleicht verwechsle ich das jetzt auch mit einer anderen "The"-Band. Diese nichtssagenden Namen in Kombination mit diesen Kunst-Artworks törnen mich zugegeben etwas ab. Intelektuellen-Rock von Menschen, die mit erhobenem Finger auf dumme Metaller zeigen. Das ist von der Klanasthetik vergleichbar mit Einar. Dafür bin ich momentan nicht empfänglich. Ich brauche es direkter.
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von Havoc » Samstag 30. Dezember 2023, 01:22
Danke für die Eindrücke. Kann ich alles gut nachvollziehen. Ich stehe da schon auf so einige Sounds, die du eher nicht so magst. Holger Andrae hat geschrieben:Bin aber auch kein Leprous-Fan. Habe die "Bilateral". Lief schon Ewigkeiten nicht mehr. Das war irgendwann mal ein cooler, neuer Sound, der mich nicht lange begeistern konnte. Breitwand-Klang, etwas androgyner Gesang und coole Rhythmen.
Gerade meinen Erstkontakt "Bilateral" finde ich auch heute immer noch total genial. Das ist quasi für mich das, was für euch alte DT-Fans "WDADU" ist. Hat über die Zeit Null an Charme eingebüßt. zu The Ocean:...Oh, das hatte ich aus der Vergangenheit irgendwie harscher abgespeichert.
Die waren früher auch ne ganze Ecke harscher. Das Album "Aeolian" ist z.B. richtig hart. Oder hast du sie vielleicht mit den ähnlich gelagerten CULT OF LUNA verwechselt? Auch wenn da kein THE mit drin ist. 
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von kingdiamond » Samstag 30. Dezember 2023, 04:35
Platz 4 - RIVERSIDEGenau die meinte ich, die auch bei mir Richtung Treppchen angreift. Echt tolles Album einer tollen Neuentdeckung für mich. Ich habe mich bewusst noch nicht “inflationär“ an andere Alben der Band rangewagt. Hier soll jedes seine (ausreichende) Zeit bekommen. „Second Life Syndrome“ ist aber schon für Q1 2024 auf der Liste. Ich freu mich Zum Album: Thematisch gefällt es mir gut, musikalisch ist es sehr abwechslungsreich - klar auch mit gewissen Längen, aber die Spannungsbögen werden immer aufrecht erhalten. Der Einstieg ist absolut „gutlaunig“, vielleicht war das auch bei mir der Grund, warum der Funke direkt übergesprungen ist. Ich finde keinen Song wirklich schwach - ja vielleicht ist der Longtrack 2 Minuten zu lang, aber von Schwachstelle würde ich nicht reden. Ein Longtrack darf auch Zeit bekommen sich voll zu entfalten, hehe —> 9,5/10 Platz 3 - KATATONIADie hatte ich bei dir nicht aufm Schirm. Das Album holte ja hier und auch in der RockHard den Soundcheck Sieg - das zog nochmal meine Aufmerkamkeit auf sich. Bin vorher nie richtig rangekommen an die Band, obwohl mir mein Kumpel immer die „City Burials“ empfohlen hatte. Die „Great Cold…“ kannte ich ein bisschen. Daher folgte Anfang des Jahres bei mir auch ein neuer Angriff. Und siehe da, Volltreffer. Dieses Album war im 1. Quartal wohl eines meiner meistgehörten. Ich stimme dir zu, keine schwachen Songs, dennoch fällt bei mir ab Song 5 das ganz hohe Niveau in eine kleine Pause, bevor es dann am Ende wieder ansteigt. Die „City Burials“ versuchte ich dann im Jahresverlauf auch erneut, hier ist der Funke aber immer noch nicht übergesprungen Bei mir reiht sie sich wohl Richtung Platz 6 ein. —> 9/10
Die Belohnung für Geduld ist Geduld! Was man anfängt, muss man auch zu En
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von Pillamyd » Sonntag 31. Dezember 2023, 00:32
Soen - Memorial Puh, auf das Album hatte ich mich eigentlich ziemlich gefreut. Das ist dann bis zum Release echt abgeflacht. Die Problematik hatten wir glaube ich schon einmal besprochen. Das ist mit Sicherheit immer noch sehr gut genug. Bin ich doch sonst nicht so, habe ich hier einfach das Gefühl keine großartigen Veränderungen oder Entwicklungen zu hören, die ich dringend brauche, für diese kompakten und ohrwurmartigen Musik. Klar ist, dass man die Band unter Tausenden sofort raushört. Und ich kann das auch immer noch hören. Aber aus den Singleauskopplungen hat mich nichts mehr so geflasht, wie das auf den anderen Alben noch der Fall war und die ich immer noch sehr gern habe. Fakt ist aber auch, dass irgendwann das Album in die Sammlung wandert und vielleicht habe ich gerade einfach nur komische Ohren und mir gefällt dass dann ziemlich gut. Soll ja auch passieren.
Riverside - ID.Entity Ah ja. Das hätte ich wissen können, dass die bei dir auftaucht. Und ich verstehe das sehr gut. Den "Friends Or Foe?" Song fand ich ziemlich gut. Und greift das ziemlich gut auf, was du gesagt hast. Nach dem trüben, sehr melancholischen letzten Album, scheint die Band einen Weg hinausgefunden zu haben. Der Song klingt nach Aufschwung. Mehr kenne ich leider nicht. Aber der Song hat Eindruck hinterlassen. Leider habe ich es nicht geschafft, mir das Album zu besorgen.
Katatonia - Sky Void Of Stars Über die Jahre bin ich dem Sound irgendwie entwichen. Da habe ich echt massiv das Interesse verloren. Einfachste Antwort darauf ist wohl die Verschiebung meiner Hörgewohnheiten. Ich finde das immer noch cool, wenn ich das zu hören bekomme. "Colossal Shade" klingt ziemlich fett. Aber so berühren, wie damals, tun sie mich leider nicht mehr. Aber ich finde das gut, dass die dich über so lange Zeit begeistern können.
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von Havoc » Sonntag 31. Dezember 2023, 02:03
Platz 2ENSLAVED - Heimdal  Wer sich hier auf große Überraschungen und Geheimtipps gefreut hat, wird leider enttäuscht. Auch auf dem zweiten Rang befindet sich typischer Havoc-Stoff! Die Norweger sind in Erscheinungsjahren ihrer Alben eigentlich immer in meinen Top Ten. Die Frage ist immer nur, wie weit nach oben es das jeweilige Album denn nun schafft. „Heimdal“ ist weit gekommen, auch wenn ich das Album jetzt nicht unbedingt höher einstufen würde als die Vorgänger. Aber 2023 war aus meiner Sicht eben auch nicht das allerbeste VÖ-Jahr. Das soll die Klasse dieses Albums aber nun nicht schmälern. Hier ist alles noch etwas sphärischer angelegt als auf dem kompakteren Vorgänger „Utgard“. Insbesondere das treibende schwelgende „Congelia“ fällt hier gleich auf. Und auch „Forest Dweller“ zeugt von tollem Songwriting. Zu den einzelnen Songs habe ich ansonsten aber auch im Thread etwas geschrieben. Es sei aber auch hier noch mal darauf hingewiesen, dass man ganz und unbedingt zwingend das Digi braucht. Denn hier ist mittendrin an siebter Stelle noch der Song „Gangandi“ enthalten. Der gehört einfach zum Album dazu und ist ebenfalls phantastisch. Es bleibt festzuhalten, dass die Norweger wieder mal abgeliefert haben und sich in der Spitze meiner Lieblingsbands festgesetzt haben. Ich freue mich schon auf den nächsten Treppchenanwärter. Hier hätte es übrigens fast schon zum Album des Jahres gereicht, aber ich habe mich dann doch für das andere Album entschieden, da es mich noch einen Tick mehr begeistert hat.
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von Pillamyd » Sonntag 31. Dezember 2023, 12:04
Enslaved - HeimdalLief in der Anfangszeit ziemlich oft. Ich bin irgendwann ziemlich schwer in das Album (Wieder)eingestiegen. Es hat dann zwar wieder etwas gefunkt, aber die Anfangseuphorie war leider irgendwie weg. Ich weiß gar nicht genau woran das liegt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Album zum Ende hin dann aus der Top 10 kegeln werde. Immer noch sehr gut für eine Top 20, aber mehr war leider dann gar nicht mehr drin. Trotzdem möchte ich zwei Sätze wirklich unterstützen: Havoc hat geschrieben:Es sei aber auch hier noch mal darauf hingewiesen, dass man ganz und unbedingt zwingend das Digi braucht. Denn hier ist mittendrin an siebter Stelle noch der Song „Gangandi“ enthalten. Der gehört einfach zum Album dazu und ist ebenfalls phantastisch.
Highlight!
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