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von kingdiamond » Mittwoch 27. September 2023, 22:10
Holger Andrae hat geschrieben:Es waren 12 Kollegen beteiligt.
Ah ja, dann ist es ja ein ganz guter Querschnitt 👍🏽 Und Rüdiger hat wohl mal ausgelassen Hab schon 50%+ mal wieder durchgehört. Toll, wie so ein Artikel eine Initialzündung sein kann, direkt wieder mal voll Bock zu bekommen. Freu mich immer noch. …mit dem Sortieren ist es trotzdem schwer. Ist ein 9,5 Punkte Album mit einem Übersong - der es erst auf 9,5 hebt - besser als ein durchgängig tolles 9,5 Punkte Album… boah! 😳🙈
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. September 2023, 02:05
kingdiamond hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Es waren 12 Kollegen beteiligt.
Ah ja, dann ist es ja ein ganz guter Querschnitt 👍🏽 Und Rüdiger hat wohl mal ausgelassen
Warum hätte er das tun sollen?
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von kingdiamond » Donnerstag 28. September 2023, 07:07
„Sollen“ hätte er das definitiv nicht! Ich schloss aus der Anzahl der Kollegen und deiner kürzlichen Aussage, dass du selten ins Prog Unterforum schaust, dass dich die Band (oder allgemein Progbands) ggf. nicht komplett diskographisch interessiert. Scheinbar falsch geschlussfolgert Bei der Sänger/Albenpräferenz würde ich mich bei dir aber eindeutig festlegen… ohne die ersten 40 Seiten des Threads durchzuarbeiten, hehe 
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von Holger Andrae » Donnerstag 28. September 2023, 09:59
Rüdiger Stehle hat geschrieben:kingdiamond hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Es waren 12 Kollegen beteiligt.
Ah ja, dann ist es ja ein ganz guter Querschnitt 👍🏽 Und Rüdiger hat wohl mal ausgelassen
Warum hätte er das tun sollen?
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. September 2023, 16:00
kingdiamond hat geschrieben:„Sollen“ hätte er das definitiv nicht! Ich schloss aus der Anzahl der Kollegen und deiner kürzlichen Aussage, dass du selten ins Prog Unterforum schaust, dass dich die Band (oder allgemein Progbands) ggf. nicht komplett diskographisch interessiert. Scheinbar falsch geschlussfolgert Bei der Sänger/Albenpräferenz würde ich mich bei dir aber eindeutig festlegen… ohne die ersten 40 Seiten des Threads durchzuarbeiten, hehe 
Schwierige Sache mit den Progbands und diesem Unterforum. Ich sage es meistens so, dass ich Bands tendenziell nie mag weil sie Prog-Bands sind, sondern eher, obwohl sie Prog-Bands sind, wobei das auch nur die halbe Wahrheit ist. Ich mag einen im Wortsinne progressiven bzw. avantgardistischen künstlerischen Ansatz durchaus, aber das, was man gemeinhin generisch als "Prog Metal" bezeichnet, bringt für mich genau das sehr oft gar nicht mit, weil ich nicht viel progressiv, avantgardistisch, außergewöhnlich finde, was "die typische Prog-Metal-Band" so tut. Um etwas als wirklich spannend zu finden, brauche ich keine 15-Minuten-Songs mit 173 Noten pro Sekunde im Solo, und auch keine Break-Orgien und auch keine schiefen Takte. Das kann alles cool sein, aber wenn das die berauschende Besonderheit der Band sein soll, dann spricht mich das nur in seltenen Fällen an. Ich suche gerade in dem Bereich immer nach Schrulligkeiten der besonderen Art, oft in der Stimme, im Flair, im Gesamtbild, das irgendwie schräg, fragil, ungewöhnlich ist. Das finde ich bei den frühen Fates-Warning-Werken natürlich zu Hauf. Ob sie sich damit als Prog-Metal qualifizieren, das war und ist mir völlig egal, für mich waren es die märchenhafte, kryptische Epik, die fragil-exzentrische Gesangsart von John Arch, die höchst eigenwilligen Melodiebögen und Hooklines, die mich überzeugen konnten, und das hat in der Alder-Ära natürlich deutlich abgenommen. Von daher liegst du in dem Punkt vermutlich weitgehend richtig, wenn du meinst, meine Liste vorher sehen zu können. Wobei es - ohne zu viel zu spoilern - tatsächlich ein Alder-Album vor ein Album der Arch-Ära von FW geschafft hat, und zwei weitere auch vor die Alben des A/M-Sideprojekts. Alder ist dabei mitnichten das Problem, da ohne Frage ebenfalls ein grandioser Sänger, aber die Band ist ab dem Sängerwechsel aus meiner Sicht einfach weniger eigenständig und schrullig. Da Eigenständigkeit und Schrulligkeit für mich zu den größten Selling Points im Musikbusiness zählen, dann halt auch folgerichtig einen Tick weniger spannend.
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von Holger Andrae » Donnerstag 28. September 2023, 17:29
Damit sprichst Du natürlich ein grundsätzliches "Problem" in der Prog-Metal-Szene an. WIrd es wirklich progressiv, sind viele der Fans raus, denn sie wollen eigentlich genau das nicht. Davon kann auch ich mich nicht frei sprechen, denn ein Großteil der modernen Prog-Metal-Bands musiziert an meinen Ohren vorbei. Sei es durch komisch-unverständliches Gebrülle, sei es durch Blasbeasts, sei es durch Kirmes-Instrumentarium. Bei anderen nervt mich das Hochgehype (Bsp:Gojira). Bin da sehr nah bei Dir, auch wenn ich es vielleicht nicht definiert hätte. Ich mochte früh schon Sachen wie Mekong Delta oder eben Watchtower, ohne dabei auf so ein Subgenre zu achten. Bei mir ist es eher die Rhythmik und die Hektik, die mich begeistern kann. Psychotic Waltz ist für mich auch nur bedingt proggy (ersten beiden Alben). Eigentlich wird hier nur Sabs mit King Crimson, einem Spritzer Jethro Flöt und Metallica gemscht. Später ist es dann gar nicht mehr progressiv.
Was ich allerdings nicht so höre: Die fehlende oder geringer gewordene Eigenständigkeit von Fates Warning. Klar, Ray ist nicht der Märchenonkel, aber seine glockenklare Stimme ist dennoch ein Alleinstellungsmerkmal.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. September 2023, 17:59
Die alte Debatte vom Genreprog und vom Wortsinnprog, was?
Ja, auch Alders tolle Stimme ist natürlich ein Alleinstellungsmerkmal, aber sowohl stimmlich als auch musikalisch ist Alder-FW in meinen Ohren deutlich weniger verschroben und damit auch ein gutes Stück leichter verdaulich als das Frühwerk. Sprich: Alder ist eher ein Alleinstellungsmerkmal in Sachen Klasse und Klarheit, Arch ein Alleinstellungsmerkmal in Sachen Sperrigkeit, Verschrobenheit, Komplexität. Bei Arch sind es nicht die Klarheit und das besondere Timbre allein, die ihn von allen anderen abgrenzen, sondern auch der Duktus, die Betonung, der (Un-)Flow. Ohne dass der jeweils eine wie der jeweils andere klänge, fällt halt ein Alder eher in die Kategorie der Tates und der Kiskes (glockenklar, technisch brillant und mit gleichwohl eigenem, unverkennbarem Timbre) und ein Arch eher in die Kategorie der Nepis, der Sheltons und der Bakers (in jeder Hinsicht komplett anders als alle anderen). Und für die Letzteren habe ich halt eine NOCH größere Schwäche als für die Ersteren, die ich aber allesamt auch sehr schätze.
Bei FW habe ich irgendwie ein bisschen das Gefühl, dass sich derselbe Unterschied, den ich zwischen den Sängern wahrnehme, auch ein Stück weit in der Musik widerspiegelt, mit Ausnahme vielleicht der "No Exit", die für mich ein bisschen so klingt, als hätte man sie teilweise noch für Archs Stimme ersonnen. Ein typisches Übergangsalbum also.
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von Holger Andrae » Donnerstag 28. September 2023, 18:07
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Die alte Debatte vom Genreprog und vom Wortsinnprog, was?
Ja, auch Alders tolle Stimme ist natürlich ein Alleinstellungsmerkmal, aber sowohl stimmlich als auch musikalisch ist Alder-FW in meinen Ohren deutlich weniger verschroben und damit auch ein gutes Stück leichter verdaulich als das Frühwerk. Sprich: Alder ist eher ein Alleinstellungsmerkmal in Sachen Klasse und Klarheit, Arch ein Alleinstellungsmerkmal in Sachen Sperrigkeit, Verschrobenheit, Komplexität. Bei Arch sind es nicht die Klarheit und das besondere Timbre allein, die ihn von allen anderen abgrenzen, sondern auch der Duktus, die Betonung, der (Un-)Flow. Ohne dass der jeweils eine wie der jeweils andere klänge, fällt halt ein Alder eher in die Kategorie der Tates und der Kiskes (glockenklar, technisch brillant und mit gleichwohl eigenem, unverkennbarem Timbre) und ein Arch eher in die Kategorie der Nepis, der Sheltons und der Bakers (in jeder Hinsicht komplett anders als alle anderen). Und für die Letzteren habe ich halt eine NOCH größere Schwäche als für die Ersteren, die ich aber allesamt auch sehr schätze.
Bei FW habe ich irgendwie ein bisschen das Gefühl, dass sich derselbe Unterschied, den ich zwischen den Sängern wahrnehme, auch ein Stück weit in der Musik widerspiegelt, mit Ausnahme vielleicht der "No Exit", die für mich ein bisschen so klingt, als hätte man sie teilweise noch für Archs Stimme ersonnen. Ein typisches Übergangsalbum also.
Da bin zu 100% bei Dir. Es wäre spannend, zu überlegen ob Jim die gleiche Musik mit John geschrieben hätte oder ob diese Gesangsstimme seinen Stil beeinflusst hat.
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von Pillamyd » Donnerstag 28. September 2023, 18:36
Spannende Unterhaltung hier!
Somit rücken für mich die "Arch/Matheos" Alben doch für einen Moment in den Fokus. Ich frage mich ob abgesehen von produktionstechnischen Aspekten (die aber Rüdiger eh nicht interessieren dürften) dann das ist, was mit Alder dann immer gefehlt hat. Lasse ich da etwas aus, woran ich nicht gedacht habe?
Ich hoffe ich kitzle damit keinen Spoiler, für die weiteren Artikel raus. Wenn das so ist, ignoriert die Fragen. Ich habe genau von einem Redakteur die Meinung im Kopf. Aber, ist das musikalisch für euch eine ganz andere Musik, wie sie Matheos für "Fates Warning" in den letzten Jahren komponiert hat oder seht ihr da dann keine großen Unterschiede?
Ich wage diese Frage auch nur mit Hinsicht darauf, dass ich nur die "Winter Ethereal" richtig im Ohr habe. Das erste Album habe ich gar nicht so großartig im Kopf und werde ich auch die Tage wieder einschmeißen.
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von frankjaeger » Donnerstag 28. September 2023, 20:51
Ach Kinder, diese Diskussion würde über einer Tasse Bier persönlich natürlich viel mehr Spaß machen. Aber Holger Andrae hat geschrieben:Es wäre spannend, zu überlegen ob Jim die gleiche Musik mit John geschrieben hätte oder ob diese Gesangsstimme seinen Stil beeinflusst hat.
In meinem aktuellen FW-Artikel weise ich ja auf das Buch über FW hin. Das ist wirklich gut. Viel zu kurz, natürlich, aber trotzdem toll. Da heißt es über die erste Arch/Matheos sinngemäß, dass "Sympathetic" eigentlich ein FW Album hat werden sollen. Viele der Songs bekam Ray, aber er dropped the ball, und dann hat Matheos eben mit Arch gearbeitet.
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