Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 9. Dezember 2010, 22:19

Ich dachte immer, Stoner sei so dämliche Kiffer-Musik, aber das hier klingt ja wirklich nach sehr coolem Metal!
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Frozen » Donnerstag 9. Dezember 2010, 22:25

Agreed, das ist kein schlechter Tipp, der Titeltrack hat echt geile Riffs.
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 10. Dezember 2010, 00:27

Erm, also das "Stoner" hör ich da aber nur sehr eingeschränkt raus...? Gefällt mir eher nicht.
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Eike » Freitag 10. Dezember 2010, 21:12

Ein weiterer genialer Song: 'Eldanie Uelle'
Da muss man das aber auch dranschreiben, dass das ein Songtitel ist. Ohne Zusammenhang hätte ich eher auf den Künstlernamen eines Models getippt, das in Wirklichkeit Bertha Müller heißt.
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon hellknulf616 » Samstag 11. Dezember 2010, 09:58

@ STONEGARD

Der Sänger hat ja noch eine Band namens DUNDERBEIST - ziemlich skurrile Mischung. Man höre bspw. "Shields Aligned":

www.myspace.com/dunderbeist
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Montag 13. Dezember 2010, 12:22

@Teichfrosch: Du, ich bin da absolut kein Experte, habe mir jetzt mal SOILENT GREEN gekauft und kenne KYUSS (toll!), aber zu behaupten, Stoner wäre meine Baustelle, wäre doch sehr vermessen. Ich dachte allerdings schon, dass da Elemente verwurstet werden?!

@Hellknulf: Cooler Tipp, das konnte ich noch gar nicht. Der Sänger erinnert mich aber eher an Andy von BRAINSTORM :)
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Teichfrosch » Montag 13. Dezember 2010, 12:46

Also, Stonermetal ist auch nicht unbedingt mein Fachgebiet, ich mags zwar sehr gerne aber andere Genres sind mir wichtiger momentan... eines meiner wenigen Stonermetal-Alben ist von HIGH ON FIRE und das klingt wirklich mal ganz, ganz anders. Viel staubiger, trockener, erdiger, sludgig... STONEGARD hören sich mMn relativ glatt an... Ja, da wird durchaus Stoner verarbeitet, aber eben sehr eingeschränkt. Ich finde die lassen sich (wenn überhaupt) besser in die Schublade "Modern Metal" stecken. Insbesondere die Soli sind viel mehr dem Metal entlehnt als dem Stonerrock.

Vergleichs mal mit High On Fire - Rumors Of War und mach dir selbst ein Bild, vielleicht wird so klarer was ich meine x) Die Gitarren, der Gesang, die Soli, die Rythmusfraktion, das ist alles viel schmutziger und drogenbenebelter als STONEGARD. Natürlich sind die Grenzen unscharf, und jedwede Stonerelemente möchte ich STONEGARD nicht absprechen, aber für Stonermetal ist mir das persönlich zu glatt.
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Montag 13. Dezember 2010, 16:56

92. SInner - "Crash And Burn"

Bild

Stil: Heavy Metal
Herkunftsland: Deutschland
Veröffentlichungsjahr: 2008
Label: AFM Records


Now to something... completely ROCKING stuff! Ob "Crash And Burn" jetzt wirklich die beste SINNER-Platte ist, sei einmal dahin gestellt. Aber es war die, mit der ich den freundlichen Mann mit den blonden Haaren sozusagen kennengelernt habe. Im wörtlichen Sinne, denn SINNER war mit ROSS THE BOSS in München und einfach ein tolles Konzert hingelegt. Das war harter Rock'n'Roll, wie er sein muss: Voll auf die zwölf, voller Klischees und dabei dennoch ehrlich und hausgemacht. Vor wem sich der schwäbische Meister auch immer verbeugt, seien es die Klassiker des Metals oder einfach nur THIN LIZZY und JUDAS PRIEST: Das, was der Sünder hier macht, berührt mich weit mehr als PRIMAL FEAR (welche allerdings auch eine klasse Live-Band sind). Kaum zu glauben, dass der gute sei 1982 in dieser Form Alben veröffentlicht - UND kaum zu glauben, wieviel qualitativ hochwertiges dabei ist. Wie auch immer, fetzige Riffs, Blut im Metal und Eisen im Kopp, eine geile Stimme, CRAAAASH AND BUUUUUUURN!

'Revolution' (offizieller Videoclip)

'Break The Silence' - das atmet doch die Achtziger
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Montag 13. Dezember 2010, 16:58

Ja, HIGH ON FIRE kenne ich natürlich. Also ich ich denke nach der Betrachtung auch, dass bei STONEGARD viel zu viel drin steckt, als es eindeutig als Stoner zu bezeichnen. Allerdings ist es eben auch kein klassischer Modern Metal (oh Gott, was für eine Aussage! o.O)...
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Montag 13. Dezember 2010, 17:11

91. GOJIRA - "The Way Of All Flesh"

Bild

Stil: Modern Death Metal
Herkunftsland: Frankreich
Veröffentlichungsjahr: 2008
Label: Listenable Records / Soulfood


Tja, über diese Band wurde immer wieder diskutiert im Forum, nicht ob der Frage, WIE gut sie ist - denn dass sie gut ist, steht ausser Zweifel - sondern ob der Frage, welches Album wirklich den Höhepunkt des Schaffens der Franzosen darstellt. Für mich steht auch zwei Jahre nach der Veröffentlichung von "The Way Of All Flesh" fest, dass 2008 der vorläufige Höhepunkt erreicht wurde. GOJIRA erreichen in einem Punkt nahezu Perfektion, der im extremeren Metal oft unterschätzt wird: Die Dynamik. Das Wechselspiel aus scheinbar unkontrollierten Rasereien und atmosphärischen Parts gelingt gerade im Death Metal nicht vielen, und selbst jene müssen sich erst einmal an GOJIRA messen lassen. Sei es der Titeltrack oder der Opener oder was auch immer: Diese Platte ist groß.

Auszug aus meiner Rezension für PM.de:
"The Way Of All Flesh" macht es sich zur Aufgabe, den unabänderlichen Kreis des Lebens und Sterbens nachzuzeichnen. Und, bei Gott, Themen gibt es heutzutage bei weitem genug: Das langsame Sterben unseres Planeten, die unverbesserliche Gesellschaft, Klimaveränderung etc. pp. Die Uhr, die den Countdown zur Apokalypse herunter zählt, findet sich so auch auf der CD wieder ('The Art Of Dying'). Und diese morbide Stimmung hält sich auf dem gesamten Album. Egal, ob es da ein wenig besinnlicher oder sogar ruhiger zugeht, oder die große Flut in Stakkato-Rhythmen und verteufelt abgedrehten Gitarren umgesetzt wird: Dass GOJIRA gewissermaßen die Wundertüte des französischen Metals sind, muss man nach sieben Studio-Alben und einer Tour mit IN FLAMES wohl kaum mehr jemandem mitteilen. Sobald man also die Tüte aufreißt und einmal frech hineingreift, holt man nach und nach innovative Songideen und fetzige Rhythmen in fast nicht enden wollender Zahl heraus. Erstaunlich genug, dass die Franzosen um das geschwisterliche Kreativ-Duo Joe und Mario Duplantier ein gutes, progressives Riffing ums andere aus dem Ärmel schütteln können – und das nach knapp zwölf Jahren kontinuierlicher Arbeit.

'The Way Of All Flesh'
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