hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top 100

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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 17. August 2023, 07:43

kingdiamond hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:So, es ist Sonntag, der Kaffee duftet neben mir und meine Liste steht. Zumindest für heute :)
Bevor ich da jetzt aber jeden Tag noch eine Scheibe und rein und eine andere raus nehme, fange ich einfach mal an. Wie gesagt, gibt es dieses Mal kein Ranking. Ich werde mich alphabetisch vorarbeiten und sehr langsam sein.
Before further ado, let's get to it ...


So lieber Holger, nun auch von mir ein erstes „Zurückfüttern“ ;-)
Sonntag und Kaffee ist schon mal gut, wobei letzteres an jedem Tag gut bis sehr gut ist - sofern man einen Kaffee-Vollautomaten besitzt :subber:

ANGEL DUST… hui, was schreib ich jetzt nach deinem Abriss… ich bin mit der „Border Of Reality“ zur Band gekommen, die bekam ich noch „gebrannt“. Die „Of Human Bondage“ kaufte ich mir dann.
Also eine gewisse Freude an der Musik hatte ich schon. Ich kann leider nicht sagen, warum ich bisher nie in die Diskographie weiter rückwärts geblickt habe… :?

Vorhin also zum ersten mal das Debüt gehört. Ganz ehrlich, ich hätte es wohl nicht als AD erkannt.
Anderer Gesang, die Gesamtausrichtung/Sound viel trashiger/speediger als die letzten Werke.
Ich möchte damit nicht sagen schlechter, aber wenn man mit anderen Alben die Band für sich entdeckt hat, ist es erst mal gewöhnungsbedürftiger.

Aber ganz klar, mir gefällt natürlich solch ein Sound und die Ausrichtung des Albums. Bin ja „Freund“ dieser Art Musik, deshalb gibt es direkt ein klares: Daumen hoch.
Wird sicher noch öfter durchrotieren. Spotify hat es nicht auf der Plattform, hab es nur bei YT gefunden.

Fazit: fängt gut an hier. Ich versuche mal mitzukommen, denn in der regulären Top 100 sind auch noch einige in meiner persönlichen Entdeckungs-Liste ;-)
(HADES hat grad ziemlich gezündet)


Vielen Dank für die Rückmeldung.
Erstmal zum Kaffee: Der ist natürlich nur gut, wenn man noch eine Filtermaschine hat. Da bin ich tatsähclich very altmodisch, aber ich habe noch keinen Vollautomatenkaffee gefunden, der mir schmeckt. Da ich eh immer ohne alles trinke, sind mir diese ganzen Sonderfunktionen eh ein Rätsel. Wenn ich von Kaffee spreche, meine ich genaus das und kein Cocktail.

Aber zum Wesentlichen:
Völlig nachvollziehbar, dass Du erstmal die Erstgekannten Sachen lieber magst. Das geht mir bei solchen Bands mit Stilbrüchen oftmals ebenso. "Border Of Reality" wäre übrigens meine zweitliebste Angel Dust noch vor dem Nachfolger der hier vorgestellten Scheibe.

Dran bleiben sollte vorerst kein Problem darstellen, da die nächsten beiden Scheiben eher als Klassiker anzusehen sind und damit sehr wahrscheinlich bekannt sein werden.
Zu Hades: Meine All-Time-Lieblingsband und mit 36 Einträgen bei Musik-Sammler auf Platz Drei hinter Rush und Tori Amos. Freut mich, wenn Dir das gefällt. Hint: Gibt noch keinen eigenen Band-Thread :)
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon kingdiamond » Samstag 19. August 2023, 01:34

Holger Andrae hat geschrieben:
Vielen Dank für die Rückmeldung.
Erstmal zum Kaffee: Der ist natürlich nur gut, wenn man noch eine Filtermaschine hat. Da bin ich tatsähclich very altmodisch, aber ich habe noch keinen Vollautomatenkaffee gefunden, der mir schmeckt. Da ich eh immer ohne alles trinke, sind mir diese ganzen Sonderfunktionen eh ein Rätsel. Wenn ich von Kaffee spreche, meine ich genaus das und kein Cocktail.

Aber zum Wesentlichen:
Völlig nachvollziehbar, dass Du erstmal die Erstgekannten Sachen lieber magst. Das geht mir bei solchen Bands mit Stilbrüchen oftmals ebenso. "Border Of Reality" wäre übrigens meine zweitliebste Angel Dust noch vor dem Nachfolger der hier vorgestellten Scheibe.



Kaffee ist das Wesentliche, hehe! ;-)
Nee, da sind wir gar nicht auf einer Linie. Die beste Entscheidung in den letzten 10 Jahren war wohl der Umstieg auf Vollautomat. Nicht wegen der „Sonderfunktionen“. Ich trinke ausschließlich schwarz. Und da bietet sicher deine Marke des Filterkaffees auch „ganze Bohnen“ an. Der kann ja dann nicht grundlegend anders schmecken! Aber ich liebe halt eine schöne Crema auf dem Kaffee. Beim Filterkaffee ist es halt immer nur „Brühe“ (später dann abgestandene Brühe). Auch gut, aber halt nicht sehr gut. :grins:
Und weiterer Vorteil: schneller und exakt portionierbarer verfügbar.
Bei den Bohnen gibt es natürlich extreme Unterschiede, das ist wie beim Bier. Mein Kumpel schenkte mir die letzten Jahre immer „exquisite“ Sorten aus kleineren Röstereien zum Geburtstag. Das ist schon was feines! Aber auch beim Standard geht für mich und meine Bürokollegen z.B. Lavazza immer. Finden alle ziemlich gut.
Also: lass dich durchaus auf eine Horizonterweiterung ein, wirst es nicht bereuen :grins:

Zum Unwesentlichen: ANGEL DUST
Ich fand es ja ziemlich gut, aber halt nicht als mir bekannte AD.
Ist jetzt im Hinterkopf abgespeichert und wird sicher nochmal laufen. Ich brauch manchmal etwas länger bis zur größeren Begeisterung. Ich hör manches erstmal nur 1x neutral durch, um für mich zu selektieren: ja oder nein. Dann lass ich es etwas setzen und es kommt ein paar Wochen später nochmal drauf.
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 20. August 2023, 11:18

Es ist Sonntag. Es duftet der Filterkaffee ... :D

Zeit für den nächsten Kandidaten auf meiner Liste. Dieses Mal ist es sogar eine relativ neue Band, obwohl es einen Bezug ins Heavy-Metal-Mittelalter gibt. Die Rede ist von den schwedischen Hippie-Doomstern AVATARIUM, die es erst seit 2012 gibt. Ursprünglich vom Kerzenmessen-Mann Leif Edling ins Leben gerufen, ist der gute Mann durch aktivere Zeiten seiner Stammband, von seinem Only-Songwriter-Posten komplett aus der Band ausgeschieden. Somit lebt die Band aktuell in erster Linie vom Gespann Marcus Jidell an der Gitarre und seiner Frau Jennie-Ann Smith am Mikro. Marcus kennt der Musikfreund ist erster Linie von Evergrey und The Doomsday Kingdom, von welchen er auch seinen aktuellen Drummer Andreas Johansson geholt hat. Aber ich will hier jetzt gar nicht mit langweiligem Line-Up-Mikado nerven, sondern eher etwas zur Musik von AVATARIUM schreiben.

Ich bin - wie bei vielen neuen Bands - erst verspätet über das Debüt der Band gestolpert, da ich 'Moonhorse' auf einen Sampler aus einem anderen Spiel eines anderen Forums serviert bekam. Hatte ich die Band bis dahin ungehört als Methadon des Mister Edling abgetan, war ich nach dem Genuss dieser sensationellen Nummer Feuer und Flamme. Das war genau die Mischung aus Alt und Neu, die ich so sehr schätze. Der glockenklare, kraftvolle Gesang von Madame Smith setzt der musikalischen Darbietung dann die Krone auf. Kurz nachdem ich dann das Debüt ausreichend inhaltiert hatte, folgte die ebenfalls sensationelle EP "All I Want". Der Titelsong allein ist hier den Kauf wert.

So war ich 2015 dann auch mächtig heiß auf den zweiten Longplayer der neuen Doom-Lieblinge. "The Girl With The Raven Mask" ist dann genau das, was ich mir erhofft hatte. Ein kraftvolles Heavy-Rock-Album, mit endlos vielen Hooks, einer glasklaren, druckvollen, atmungsaktiven Produktion und einer Gesangsperformance, die mich jedes Mal aufs Neue begeistert. Ich schrieb jetzt bewusst nicht Doom-Band, denn das würde die Band zu sehr auf eine Schiene reduzieren. Der massive Einsatz der Keyboards, die hier natürlich eher als Orgel benutzt werden, sorgt für einen Notentanz auf samtiger Unterlage und auch das Tachometer bewegt sich nicht konstant im Niedrigbereich. So ist der eröffnende Titelsong zum Beispiel ein wunderbar schwungvoller Rocker. Der Hauptgrund, weshalb ausgerechnet dieses AVATARIUM-Album hier steht und nicht das ebenbürtige Debüt, ist aber 'Pearls And Coffins'.

Das ist so eine Nummer, bei der für mich alles passt. Eine Melodieführung fpr die Ewigkeit und die Liveverkostung hat bestätigt, dass man auch während eines lauten Konzertes in der dritten Reihe mit geschlossenen Augen träumen kann. Die wahre Kunst. Bei aller technischen Versiertheit der beteiligten Musiker, steht hier immer der Song im Vordergrund und das Augenmerk liegt auf der Erzeugung toller Musik. Scheuklappen und Selbstverliebtheit am Löchlein.

Bild

'Pearls And Coffins'
https://www.youtube.com/watch?v=fYWC6ZlRmjA

'The Girl With The Raven Mask'
https://www.youtube.com/watch?v=nHiM5RHOwhk

'Iron Mule'
https://www.youtube.com/watch?v=LSqa6Y1fQ_U
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon Jhonny » Sonntag 20. August 2023, 17:02

:bier2: :blumen:
Mein Lieblings-AVATARIUM-Album!
Ganz großes Kino.
Das Debüt habe ich übrigens erst Jahre später kennen gelernt und nimmt mich weniger mit.
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 25. August 2023, 11:39

Vermutlich würden viele das Debüt erwarten, wenn es um einen Tipp in Sachen AVATARIUM geht, aber die #2 ist schon auch ein richtig starkes Album geworden. Vor allem das Titelstück mag ich unheimlich gerne; gut, es kommt ein Mädel vor, das mit Raben zu tun hat. Wenn mich das lyrische Thema nicht positiv triggert, was soll mich denn sonst noch triggern? Witzigerweise ist mir der Song noch gar nie in den Sinn gekommen, im Bezug auf das Buch, das ich schreibe.

Seit dem dritten Album höre ich die Band nicht mehr so oft, wie ich sollte. Die letzten beiden Alben habe ich zwar gut gefunden und mir irgendwann dann auch im Sonderangebot gekauft, aber sie sind tatsächlich noch eingeschweißt. Müsste ich mal auspacken, denn AVATARIUM ist schon eine Band, die sich für mich den beiden obligatorischen Generik-Klischees sowohl des Doom Metals als auch des 70s Retro Rocks sehr geschickt entzieht. Für mich funktioniert sie gut als eigenständige, ungenerische Band, obwohl die Zutaten für sich genommen natürlich nicht über alle Maße originell sind. Aber irgendwas macht Avatarium dann doch besser als viele Bands mit ähnlichen Einflüssen. Einen guten Teil davon macht hier natürlich Jennie-Ann Smith aus, die eben ein irres Charisma hat, sowohl stimmlich als auch durch ihre Bühnenpräsenz, und die nicht in das Klischee der Genres passt, weil sie ebenso beherrschende Diva sein kann, wie einfühlsame Liedermacherin oder energische Doom-Frontfrau.

Schönes Album, tolle Band, einzigartige Sängerin.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon Pillamyd » Freitag 25. August 2023, 12:18

Oha, "Avatarium". Vor Jahren einmal reingehört und da konnte es mich wohl nicht packen, wenn ich meinem Beitrag hier im Forum von vor 7 Jahren glauben schenken darf. So richtig die Kurve habe ich dann auch nicht mit meiner "Candlemass" Phase gekriegt.

Da ich aber nicht mehr weiß, warum mich das nicht packen konnte, höre ich jetzt gerade in "Pearls In Coffins" rein. Vielleicht klang mir das zu wenig modrig und zu wenig klassisch. Anders kann ich mir das nicht erklären. Der Gesang erinnert mich stark an Frida von "Sprial Skies". Die ich ja sehr gerne mag. Das was mir in dem Song am meisten zusagt, ist aber die Orgel. Der Song wird nach hintenraus etwas ausladender und lauter. Regt auf jeden Fall an, weiterzuhören. Der Titelsong legt dann von Anfang an einen Zahn zu. Hier finde ich es sehr spannend, wie sie den Fokus im Song immer wieder verrücken. Hier wird einerseits Raum für den Gesang gelassen, andererseits sticht dann wieder die Musik sehr heraus. Aber warum sollte man das auch nicht so tun, bei dieser außergewöhnlichen Stimme?

Mir fehlt trotzdem die Griffigkeit in der Musik an sich. Da will der Funke nicht so ganz rüberspringen. Der letzte Song plätschert sogar an mir vorbei. Gut gemacht, aber irgendwie dann doch nicht so ganz was für den Pille.
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon lenbert » Sonntag 27. August 2023, 19:56

In AVATARIUM reinzuhören, hatte ich schon länger im Hinterkopf, nun habe ich es getan. Ja, das gefällt mir und ich werde mich noch mehr mit der Band beschäftigen. "The Girl With The Raven Mask" dröhnt für mich dort und und da etwas zu ausgefranst, geht mir aber auch nicht mehr aus dem Ohr. "Pearl And Coffins" ist abwechslungsreich, die ruhigen Momente und der mächtige Refrain sorgen im Zusammenspiel für Spannung. Der Gesang ist ein Bonus. Die Frauenquote in der rockenden Musik, die ich regelmäßig höre, wäre ohnehin ausbaufähig...
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 27. August 2023, 22:16

AVATARIUM‘s Album Nr. 2 - tatsächlich das einzige welches ich von der Band kenne und damals auch eine Zeit lang gerne hörte.
Aufmerksam geworden in der RockHard als „Album des Monats“ (sofern ich mich korrekt erinnere), checkte ich dann den „Candlemass-Ableger“ mal an und in der Tat: gefiel mit gut, dieser cool rockige, leicht doomige Sound. Mein Favoriten sind auch allen voran der „Titeltrack“ und natürlich das von Holg erwähnte „Pearls And Coffins“. :dafuer:

Leider verlor ich doch nach einigen Wochen/Monaten wieder das Interesse an der Band bzw. auch später auch die Motivation den Vorgänger oder Nachfolger anzuhören.
Ich glaube das liegt daran, dass Leif Edling zwar hier als Songwriter ganze Arbeit geleistet hat, mich aber eher mit Bands wie Candlemass und Krux mit genug toller Musik versorgt hat. Da war jetzt nicht zwingend aus seiner Feder noch eine Band mit Frauengesang für mich persönlich notwendig. Auch wenn mich der Gesang hier gar nicht stört - ja sogar recht gut gefällt! :)

(Ist so der Arjen Lucassen-Effekt, da benötige ich gewisse Projekte auch einfach mal so rein gaaaaar nicht zum Glücklichsein - insbesondere „Stream Of Passion“) ;-)


Fazit:
Läuft zur Auffrischung grad mal wieder nebenbei durch. Schönes Album - eine gute Wahl!
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon Chavo89 » Dienstag 29. August 2023, 07:35

Ich war und bin teilweise immer noch etwas dafür anfällig, Sachen nicht zu mögen, nur weil "alle" anderen sie mögen. Das ging mir damals mit AVATARIUM wohl so, die plötzlich (in meiner kleinen Welt) überall auftauchten. Jetzt höre ich 'Pearls And Coffins' und schlage mir selbst in die Fresse. Das ist sehr toll. Da muss ich aufholen.
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Re: hölgs 100 Lieblingsalben von Bands außerhalb seiner Top

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 31. August 2023, 20:44

Kaum ist man am Wochenende mal nicht at home, geht hier alles den Bach runter. 8-)
Nun aber mal Butterbeidiefische und weiter gemacht.
Überraschend kommt jetzt noch etwas relativ Neues. Noch überraschender: Es ist dunkel-metallisch und hat wohl sogar Black-Metal-Momente. Da habe ich mich wohl selbst überlistet.
Aber Eins nach dem Anderen. Die Rede ist von ATTICs zweitem Album "Sanctimonious", welches mich seit Erscheinen im Jahr 20147 immer wieder komplett begeistern kann. Die Mischung aus King Diamond-Gesängen, einem tollen Text-Konzept, dessen feiner visueller Umsetzung beim Klapp-Vinyl und einer musikalisch mächtig facettenreichen Achterbahnfahrt, sorgt für ekstatisches Gezappel im Hause Andrae bei jeder Verkostung.
Klar, man muss auf Schrillings-Gesang stehen, aber Meister Cagliostro kann es eben auch! Da wird nicht herum geeiert (hoppla), sondern glasklar auf die Spitze geschrillt. Und auch in den Tiefen funktioniert sein immer gut verständlicher Gesang ganz ausgezeichnet.
Die Musik ist dann zumeist flott und rhythmisch verschachtelt, an etlichen Stellen aber sogar so flott, dass klügere Ohren hier Black Metal hören wollen. Da ich aber Black Metal zumeist nicht mag, kann das gar nicht sein. Von daher ist diese Aussage mit etwas Vorsicht zu genießen. So ist der eröffnende Titelsong von einem mächtig treibenden Riffing dominiert und setzt sogleich den richtigen Startschuss. Die erstklassigen Melodien fräsen sich dabei sofort ins Ohr und nutzen sich auch bei weiteren Durchläufen nicht ab. Highlights zu benennen fällt mir nicht ganz leicht, aber 'Die Engelmacherin' und 'The Hound Of Heaven' kommen schnell in den Sinn.

Das absolute Highlight hört aber auf den Namen 'There Is No God'. Das ist so eine Nummer, die ich immer und immer wieder auf Samplern verbrate und mit welchem ich bisher noch jeden für ATTIC interessieren konnte. Diese fast schon rasende Tempo in den Riffs treibt mich immer noch in den Wahnsinn und beim Chorus geht es einfach nicht anders: ich muss mit geballter Faust mitsingen! Kracher!

Bild

Hier der Lageplan, der dem Vinyl beiliegt:
Bild
Bild

'Sanctimonious'
https://www.youtube.com/watch?v=UpJtujr691s

'There Is No God'
https://www.youtube.com/watch?v=BuE6K9q7dYc
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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