100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Dienstag 7. Dezember 2010, 23:44

Platz 89:

TIAMAT - Clouds

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Weil's so schön war, gleich noch mal Schweden und zwar mit einem Album für knapp 40 Minuten Dauer-Ganzkörper-Gänsehaut. Wenn "Clouds", das dritte Werk von TIAMAT, mit dem ebenso simplen wie überwältigend düster-schönen 'In A Dream' einsteigt, entferne ich mich ein Stückchen von meiner realen Welt und lasse mich fallen in diesen Strom aus federleichter Melancholie und kühler hymnischer Eingängigkeit. Der Vorgänger "The Astral Sleep" war überhaupt das erste Düster-Metal-Album, mit dem ich so richtig viel anfangen konnte und dann legen Johan Edlund und Co. dieses monumentale Werk nach, das ich im Winter 1992/93 über Monate hinweg nicht aus dem CD-Player bekommen habe. 8 Songs - nur Volltreffer - wo gibt's das schon. Neben 'In A Dream' ragt vielleicht noch 'The Sleeping Beauty' ein klein wenig heraus, aber 'Forever Burning Flames', 'The Scapegoat' und 'Smell Of Incense' folgen ganz dicht auf den Fersen. Etwa zur gleichen Zeit erschien von PARADISE LOST das stilistisch ähnlich gelagerte "Shades Of God", das ich als neugeborener TIAMAT-Jünger natürlich gleich in meinen Suchtmittel-Schrank aufnahm. Dass TIAMAT, die mal unter dem unglaublich geschmacklosen Namen TREBLINKA anfingen, zu den wandlungsfähigsten Combos des Planeten zählen, wurde in der Folge mehr als klar. Absolut genial und faszinierend fand ich noch den ungeheuer atmosphärischen, entrückten und mit zahlreichen Soundcollagen arbeitenden Nachfolger "Wildhoney". Seit "A Deeper Kind Of Slumber" jedoch haben TIAMAT und ich uns mehr und mehr auseinander gelebt. Das jüngste Album "Amanethes" (oder so...) habe ich mir immer noch gar nicht angehört. Dennoch hat "Clouds" sich seinen Platz in meiner Hall of Fame redlich verdient.

--> In A Dream
http://www.youtube.com/watch?v=8QKr1to24QU
--> The Sleeping Beauty
http://www.youtube.com/watch?v=Gtcjp8klRNE
--> Forever Burning Flames
http://www.youtube.com/watch?v=gfGdsreXQjw
--> The Scapegoat
http://www.youtube.com/watch?v=3G8DoOF4d1o&playnext=1&list=PL6B0C66FB885C60FE&index=47
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Jhonny » Dienstag 7. Dezember 2010, 23:52

Astral Doros klingen wirklich sehr cool, die hab ich schon länger auf dem Schirm

Tiamat - da besitze ich den Nachfolger und bin froh drüber :grins:
diese Scheibe darf aber gerne noch folgen.
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Regina Löwenstein » Mittwoch 8. Dezember 2010, 08:11

Astral Doors, sehr schön.
"Rock journalism is people who can't write interviewing people who can't talk for people who can't read." - Frank Zappa
http://www.myspace.com/endoftheroadmagazine
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 8. Dezember 2010, 09:21

So, beim Frühstückskaffee ein bisschen Vanderlaan-Radio hören. Das kann ja nur toll werden.

Heir Apparent: Die hatte ich selber drin. Muss also klasse sein. Wenn Herr Gorle nicht so ein Querdenker wäre, hätten wir sicherlich schon weitere Alben von der Band zu hören bekommen.

Riot: Und auch dieses Werk war in meiner Liste. Natürlich mit emotionalem Bezug hinein genommen, werter Herr Salisbury ;) Allein der Geang von Tony Moore, sowie das musikalische Feuerwerk von Jarzombek und den Tower of Power Bläsern machen diese Scheibe zu einer sehr besonderen Scheibe. Auch ohne Eulen.

Hexenhaus: Überraschung. Dieses haus besitze ich noch gar nicht. Habe nur "Dejavoodoo" und "At The Edge Of Dingens". Lange nicht angehört. Ist aber natürlich Sahnetechnothrash. Ohne das entsprechende Eunuchengen wird man das aber mies finden. Geschmacksache halt. I love it.

Heavens Cry: Kurz vor drin bei mir. Was für ein Rabengebrate. Proggy as prog can be. Voivod fliegen da nicht ganz umsonst auch durch die Songs.

Kreator: Eine Kreator, die ich nicht besitze. Trotzdem (!) toll. Eine der wenigen deutschen Thrashbands, die unpeinlich und authentisch rüber kommt. Im Gegensatz zu Destruction oder Sodom zum Beispiel, bei denen immer mindestens eines der beiden genannten Attribute nicht hinkommt. Man darf raten, welches wo nicht passt.

Jon Oliva: Extrem toll gesungen, mir aber leider kompositorisch manchmal etwas zu vorhersehbar. Da fehlt der letzte Kick, der mich zum Kauf bewegt. Obwohl … Jon singt. Ich rede Unsinn.

Iron Maiden: Ui, der Powerschlave. Sehr feine Pladde, aber in meiner internen Liste eher so auf Platz sechs der Jungrfauen. "Losfer Words" zum Beispiel, finde ich sehr blass, 'Back …' ist auch nicht so dolle.

Astral Doors: Sehr amtliche Dio-Verbeugung.

Tiamat: Bin großer Freund der "Wildhoney", finde die Band sonst eher so lala. Das hier ist auf jeden Fall sehr gut gemacht.

Das war eine fröhliche Angelegenheit. Wie zu erwarten. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 8. Dezember 2010, 10:19

Platz 88:

TIERRA SANTA - Tierras De Leyenda

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Und gleich noch eine zum zweiten Frühstückskaffee. Die besten MAIDEN-Platte, die gar nicht von den Jungfrauen stammt. Was TIERRA SANTA hier mit ihrem dritten Werk "Tierras De Leyenda" abliefern, kann man nur mit dem Prädikat "Meisterwerk" betiteln. Ungebändigte Frische und Power, Hirnrinden zerfräsende Riffs und Leads, Monster-Hooks und dazu diese göttlichen spanischen Vocals - da sollte kein Metaller-Auge trocken bleiben. Die ersten vier Platte dieser begnadeten Truppe aus La Rioja gehören m.E. in jede gut sortierte Edelstahl-Sammlung: "Medieval" (1997), "Legendario" (1999), "Tierras De Leyenda" (2000) und "Sangre De Reyes" (2001). Mit "Indomable" wurde das Song-Material dann zunehmend schlapper und simpler, der Dampf war vom Kessel entwichen und der Abgrund der Belanglosigkeit kam in Sichtweite. Inzwischen habe ich auch diese Band aus den Augen verloren, das diesjährige "Caminos De Fuego" habe ich noch nicht mal gehört. Zu den Killer-Tunes von "Tierras De Leyenda" bange ich mir allerdings noch heute gerne mal einen Canis lupus.

--> Sodoma y Gomorra
http://www.youtube.com/watch?v=SHj4jGpofok
--> La Torre de Babel
http://www.youtube.com/watch?v=V_sfOjTf86s
--> Tierras De Leyenda
http://www.youtube.com/watch?v=kq8P36Hv6hk
--> La Caya De Pandora
http://www.youtube.com/watch?v=cTgtCo3O69g
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 8. Dezember 2010, 10:32

das klingt ziemlich geil - hatte Tierra Santa eher so als mittelmäßige Hard Rock Truppe im Kopf.
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 8. Dezember 2010, 10:46

Was du im Ohr hast, Jhonny, ist eben die Zeit seit "Indomable".
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Julian Rohrer » Mittwoch 8. Dezember 2010, 12:14

HEROES DEL SILENCIO trifft IRON MAIDEN, cool :D
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Loenz » Mittwoch 8. Dezember 2010, 12:37

Der Sänger bei Astral Doors, ist natürlich super. Sehr von Dio inspiriert, aber gut gibt ja auch kaum bessere Gesangsvorbilder. Dazu kommen dann sehr gut durch komponierte Heavy Metal Songs bei rum. Gut.

Viele sagen bei Tiamat ja immer man braucht mindestens Wildhoney. Ich hab mich bisher noch nicht dazu entscheiden können, eins ihrer Werke zu kaufen. Die stehen aber seit längeren auf der Einkaufsliste. Die Wildhoney hatte ja schon jemand in einer Liste drin. Da fand ich die verlinkten Songs auch etwas stärker. Hier klingt das aus meiner Sicht noch nicht so ausgereift, wie scheinbar auf der Wildhoney. Gut ist das aber dennoch. Schöne düstere Stimmung. Passend zum Wetter.

Das Review und Vergelich mit Iron Maiden kann man so unterschreiben. Das erinnert schon daran. Der Gesang auf Spanisch klingt erstmal gewöhnungsbedurftig. Doch das kann schon was. Würde ich jetzt nicht so derbe wie du abfeiern. Gut gemacht ist das aber allemal. Auch wenn es nicht gerade originell ist. Aber wer ist das schon heutzutage im klassischen Heavy Metal Bereich.
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 8. Dezember 2010, 12:41

Martin van der Laan hat geschrieben:Was du im Ohr hast, Jhonny, ist eben die Zeit seit "Indomable".


war von RockHard Samplern, und die kenne ich ja erst ab 2004...
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