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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von Feamorn » Dienstag 30. Mai 2023, 14:56
Gruppe 2:
01. Joy Division - Disorder Auch so ein Album, das endlich mal in meinen Besitz wandern sollte. Hatte ich eigentlich vor einigen Wochen schonmal vor, als ich eine YT-Doku gesehen hatte. Muss endlich mal passieren. Großartiger Sound, dazu eigentlich viel zu früh dran. 02. Judas Priest - The Ripper Ist ja bekannt, dass ich kein großer Priest-Fan bin, aber der Song ist schon echt eine Rakete. Habe ich tatsächlich damals als Cover durch Iced Earth kennen gelernt. 03. Riot - Warrior Ich habe es tatsächlich geschafft, bislang in diesem Forum zu verweilen, ohne auch nur einmal in Riot reinzuhören, glaube ich. Das macht schon echt Spaß. 04. Queen - Brighton Rock Queen sind so eine Sache. Ich halte die alles in allem für eine der größten Rockbands der Menschheitsgeschichte, ohne, dass ich sonderlich viel ihres Materials so richtig krass toll finden würde. Es sind bei mir eine handvoll Songs, die krass gut funktionieren, und die einzelnen Zutaten sind eben schon extrem gut. Freddies Gesang, der Sound der Red Special etc. pp. Aber sehr oft finde ich nur Elemente, Teile eines Songs so richtig toll. Trifft hier auch wieder zu. 05. Led Zeppelin - Kashmir Ein Beispiel, bei dem ich das Riff total obermegatoll finde, den Song dann aber nur ganz gut. In gewisser Weise ist das ein häufigeres Problem mit mir und Bands dieser Zeit. Ich finde eher selten mal das Gesamtpaket durchgehend großartig... Hmm... Habe ich aber auch schon besser gefunden als heute, schlechter Tag vielleicht. 06. Steve Goddman - Videotape Das sagt mir so absolut gar nichts, ist aber absolut unterhaltsame Liedermachermusik. Habe leider gerade nicht mehr Gedanken hierzu. 07. Neil Young - Out On the Weekend Hm. Ja, kann man hören. Aber auch hier keinerlei weitere Bindung. Schiebt sich am Ende, etwas willkürlich, vor Alice. 08. Alice Cooper - School‘s Out Alice Cooper wie an anderer Stelle bereits festgestellt nicht meine Baustelle, aber der Refrain ist natürlich allgemeines Kulturgut. Passt schon alles. 09. Aerosmith - Same Song And Dance Auch das tut mir nicht weh, aber es begeistert mich auch nicht. 10. The Beatles - The Long And Winding Road So, ich habe zu den Beatles niemals auch nur die geringste Bindung aufbauen können. Das geht soweit, dass ich sogar nur zu den wenigsten bekannten Titeln, die ich natürlich häufig vom Namen kenne, auch nur einen Fetzen von Musik im Ohr habe. Wenn ich dann mal etwas höre, sitze ich meist ratlos davor, so auch hier. Ich weiß nicht was es ist, aber das bleibt mir einfach verschlossen. Ich erkenne den Einfluss der Gruppe an, aber ich kann ihn partout nicht nachvollziehen, meistens langweile ich mich schlicht. Dabei bin ich mir recht sicher, dass ich das als Kind auch mal gehört haben muss, meine Eltern hatten nämlich so einige Schallplatten der Fab Four im Regal. Allerdings kam mein Interesse an Musik auch erst recht spät, vielleicht ist das mit Schuld, dass ich die Beatles nicht erfasse, dunno.
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Feamorn
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von Feamorn » Dienstag 30. Mai 2023, 15:22
01. Thin Lizzy - The Boys Are Back In Town Ich mag von Thin Lizzy tatsächlich gar nicht mal alles so furchtbar, aber das Album hier, und der Song... *schwelg* Da käme auch sonst nicht viel vorbei. 02. Patti Smith - Pissing In A River Da muss doch mal was ran hier. War sogar beinahe die Eins. Aber der Phil... 03. Jethro Tull - Aqualung Feiner Song, der danach auf dem Album aber noch feinerer. Aber schon echt toll, hatte ich beim ersten Blick sogar auf der Eins gesehen hier, aber nein, doch nicht. 04. Iggy Pop - Passenger Klassiker par Excellence. 05. Can - Vitamin C Von Can habe ich noch fast nichts gehört, aber für Krautrock habe ich immer mindestens ein offenes Ohr, oft auch zwei oder mehr. 06. Iggy Pop - Lust For Life Joa, auch ein Klassiker. 07. Buffalo - Shylock Ganz neu für mich, gefiel ziemlich gut. 08. Mountain - Mississippi Queen Das war mir auch neu, gefiel aber recht gut. 09. Creedence Clearwater Revival – Run Through The Jungle Ich muss zugeben, dass ich bei CCR halt vor allem den Fortunate mag. Den liebe ich dann auch gleich so richtig heiß und innig, aber das meiste andere blieb mir da immer etwas ferner. Natürlich noch immer schöne Musik. 10. Simon & Garfunkel - Bridge Over Troubled Water Der zehnte Platz ist nicht respektlos gemeint. Die Herren waren nur nie meine Favoriten und heute passt es auch einfach gar nicht zu meiner Stimmung, kann schon sehen, warum man die auch höher setzt.
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von Eike » Dienstag 30. Mai 2023, 15:51
Feamorn hat geschrieben:05. T. Rex - 20th Century Boy Helft mir mal auf die Sprünge. Den Song muss ich irgendwo als Cover in der Sammlung haben, ich komme aber nicht drauf...
PLACEBO vielleicht?
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von Feamorn » Dienstag 30. Mai 2023, 16:09
Eike hat geschrieben:Feamorn hat geschrieben:05. T. Rex - 20th Century Boy Helft mir mal auf die Sprünge. Den Song muss ich irgendwo als Cover in der Sammlung haben, ich komme aber nicht drauf...
PLACEBO vielleicht?
Habe gerade mal reingehört, ich schätze mal, das war es, passt stimmlich jedenfalls zu meiner Erinnerung. Allerdings hab ich die Aufnahme afaik nicht in der Sammlung. Naja, egal. Danke! 
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von Eike » Dienstag 30. Mai 2023, 17:20
Vermutlich eine Single-B-Seite, die haben da viel gecovert. Auf jeden Fall aber auf dem Soundtrack-Album zum Film "Velvet Goldmine". Der Streifen ist auch sonst empfehlenswert.
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von Feamorn » Mittwoch 31. Mai 2023, 14:41
Gruppe 4 01. Jethro Tull - The Whistler Das war ein harter Zweikampf an der Spitze. Je nach Laune kann hier auch Heep stehen und Tull auf dem Fuße folgen. Beides großartige Songs, heute ziehen Tull den Sieg aus dem Hut, aber im Grunde ist das für mich gleichwertig. Zwei meiner Lieblingsstücke der Siebziger von zwei meiner Lieblingsalben der Siebziger. Und dabei ist das auch nichtmal das beste Stück von der Songs From The Wood, das kommt hier aber auch noch, habe ich schon gesehen. 02. Uriah Heep - Easy Livin' Siehe oben. Ich bin bei Heep leider immer noch nicht sehr weit gekommen, aber die frühen Alben, die ich habe, regeln eigentlich alle. D&W ist vermutlich mein Favorit, auch wenn der Magician's Birthday immer wieder an der Krone nestelt. 03. Meat Loaf - Bat Out of Hell In vielen anderen Gruppen wäre das Stück locker der Gruppensieger bei mir geworden, aber ja, gegen Tull und Heep dann doch chancenlos. Ansonsten noch so ein Musiker, von dem ich mir gewünscht hätte, er hätte die Klappe gehalten. Ansonsten, Theatralik mag ich ja, und wenn ich nur Musik und Gesang anschaue bleibt es eben großartig. 04. Curved Air - Marie Antoinette Sehr interessante Stimmung! Hab gerade kurz gedacht, dass ich mich fast etwas wie beim Schauen bestimmter Giallos fühle... Hat schon ein Bisschen was von Goblin, oder? 05. Judas Priest - Raw Deal Hach ja. Da mag ich andere Priest-Songs doch lieber. Die Grundklasse bleibt aber natürlich. 06. Smokie - I'll Meet You At Midnight Ich kann gar nicht sagen warum, aber das gefällt mir erstaunlich gut. War natürlich auch unbekannt. Die Stimmung hat echt was... Aber auch was von Eurovision. Oo 07. Fleetwood Mac - Go Your Own Way Den kenne ich natürlich aus dem Radio. Bei Fleetwood Mac denke ich seit Jahr(zehnt)en immer wieder, dass ich da mal gerne etwas mehr drüber wüsste, aber dann gab es immer wichtigeres... 08. Nazareth - This Flight Tonight Kannte ich natürlich vom Namen, habe sogar ein Stück auf dem Sampler-Soundtrack vom Heavy Metal Film, aber da könnte ich gerade gar nicht sagen, wie das klingt, da wurden alle Stück vom Austernkult überschattet damals. Das hier gefällt mir tatsächlich recht gut. 09. Cat Stevens - Lady D'Arbanville Das ist schon gut, aber so richtig erreicht hat mich Cat Stevens/Yussuf nie. Nein, einmal doch, dazu an anderer Stelle mehr. Wobei ich da auch noch einen Haken schlagen werde, der einigen bestimmt nicht passt.  Aber gute Musik ist das hier natürlich fraglos. 10. David Bowie - The Jean Genie Von Bowie mag ich irgendwie auch viel weniger, als mir lieb ist, aber ist so.
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von Feamorn » Mittwoch 31. Mai 2023, 14:54
Gruppe 5:
01. Blue Öyster Cult - Don't Fear The Reaper Für mich ziemlich klar Gruppensieger, und deutlich weiter oben in meiner Gunst als die Cities. 02. Judas Priest - Tyrant Da ist wieder ein guter Priest-Song. 03. Cat Stevens - Father And Son Den habe ich tatsächlich in der Version mit Ronan Keating kennen gelernt, und ich muss zugeben, dass die mich noch deutlich mehr mitnimmt. So sehr, dass ich die kaum hören kann. Hier bei der ist der Effekt merkwürdigerweise kaum vorhanden. Ich glaube, der deutlich gealterte Yussuf Islam mit einem deutlich jüngeren Ronan Keating führt mir das deutlich näher. Die emotionale Wirkung hat sich nochmal deutlich verstärkt, nachdem mein Vater jetzt während der Pandemie die Krebserkrankung hat. Harter Stoff für mich. 04. The Police - Message In A Bottle Als Bass-Fetischist muss ich das mögen. 05. City - Am Fenster Sagte mir tatsächlich mal wieder gar nichts, nicht übel. 06. Nazareth - Razamanaz Wie anderswo gesagt, Name bekannt, sonst quasi nichts. Macht ganz gut Spaß. 07. Blue Öyster Cult - Cities On Flame With Rock'n'Roll Auch hier, macht Spaß, aber für mich weit von meinen BÖC-Hits entfern. 08. Jesus Christ Superstar (Musical) - Heaven On Their Minds Habe ich tatsächlich auch nie gehört, auch das ist schön zu hören. 09. The Sweet - Fox On The Run Hier baut es jetzt langsam ab, ist aber okay. Nur keine Begeisterung. 10. Joan Armatrading - Opportunity Ja, ich sehe, warum man das sehr mögen kann, meins ist es leider nicht so wirklich.
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von Susanne Schaarschmidt » Donnerstag 1. Juni 2023, 01:34
Vorrunde Gruppe 7:
Pat Benatar - Heartbreaker ist mir bekannt und mag ich auch, dennoch muss ich zugeben, dass ich den Song nicht allzu oft hören muss. The Sweet - Ballroom Blitz finde ich ganz unterhaltsam - insbesondere in dieser Gruppe. Tucky Buzzard - Time Will Be Your Doctor fährt mir ebenfalls ganz gut ein, abgesehen von dem recht monotonen Gesang an zwei Stellen. Elton John - Goodbye Yellow Brick Road passt auch, bis auf die "Ah"-Parts. Queen - Don't Stop Me Now ist einer der für mich verträglicheren Songs der Band. Hawkwind - D-Rider Die erste Minute und die Parts mit Gesang gefallen mir sehr, doch die spacigen Sequenzen vermaledeien mir den Rest. Toto - Girl Goodbye Hier und da gefällt mir, was ich da höre, aber die Chorgesänge in Refrain beispielsweise weniger. Boston - Peace Of Mind ist ok, jedoch kann ich insofern auf Wiederholung verzichten. Rose Tattoo - One Of The Boyz Da geht's mir ähnlich wie mit dem Song von Boston. Ike & Tina Turner - Nutbush City Limits Manche Songs von ihr mag ich, doch der hier quietscht (aufgrund der Seitgeräusche) komplett an mir vorbei.
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von Holger Andrae » Samstag 3. Juni 2023, 23:44
Gruppe 8:
Johnny Cash : Ich habe ihn tatsächlich erst mit den American Recordings für mich entdeckt, mag heute aber auch seine früheren Sachen. Der Mann hat einfach das Leben in seiner Stimme. Hier ist mir aber zu viel folkloristischer Shmalz am Werk.
Cirith Ungol: Man hört schon die Ansätze der Kauzigkeit, Night Sun im Gebälk. Top!
Deep Purple: Bin noch immer kein riesengroßer Fan der Band, aber es wird. Fein gesungen, aber insgesamt nicht ausreichend für diese Gruppe.
Jethro Tull: Das ist wohl mein Lieblingssong der Band. Beinahe kurzer Folk-Epic-Long-Track. Der Text ist absolut grandios!
Louis Cypher und seine Freunde: Was für ein monumentales Inferno! Das muss damals ja als Teufelsmusik angesehen worden sein. Ganz, ganz toll!
Manfred Mann: Kannte ich nicht. Feine Nummer, zu der mir aber irgendwie der letzte Zugang fehlt. Hatte bei der Länge auf irgendwas steigerndes am Ende gewartet, was nicht kam. Bin ich wohl über die eigene Erwartungshaltung gestolpert.
Mythra: Wie alles mir bekannte vom Guardian-Label absolute Sahne! Früher NWoBHM, der vieles in den Schatten stellt, was viel erfolgreicher wurde. Wenn ich einmal reich bin, suche ich ein Original.
Alan Parsons: Ich hatte 'The Raven' auf dem Zettel, aber das gesamte Poe-Album ist magisch.
Anita Ward: Klassiker der Disco-Zeit. In der Version von Tori Amos grandios!
Saxon: Hatte ich auch auf meiner Agenda, allerdings mit einem anderen Song. Macht aber nix, denn auch das hier ist toll. Boogie-Metal. Mit Spandex-Hosen bestimmt besonders zu tanzen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Eike » Sonntag 4. Juni 2023, 23:08
Endlich kam ich dazu, mich der Gruppe 7 anzunehmen. Das hat dafür dann aber um so mehr Spaß gemacht: 1. Queen - Don't Stop Me Now https://www.youtube.com/watch?v=HgzGwKwLmgM Wenn es überhaupt eine Band gibt, die bei mir mit theatralisch zelebriertem Pathos den dicken Pinsel schwingen und damit punkten kann, so stammt diese "momentary glory" in den relativ meisten Fällen wohl von QUEEN. Manchmal lasse ich das auch noch MEAT LOAF oder SAVATAGE oder THERION durchgehen, danach wird die Luft allerdings schon ziemlich dünn. 2. The Sweet - Ballroom Blitz https://www.youtube.com/watch?v=r8pYpii2Atg Rock 'N' Roll + Euphorie + Extase + Glitzermode + Dandytum + Dekadenz = Glam as glam can! 3. Tucky Buzzard - Time Will Be Your Doctor https://www.youtube.com/watch?v=Z5LQGFyZHX4 Schweineorgel der DEEP PURPLE-Schule, vielleicht noch etwas krautiger. Dazu ein bombastischer, fetter Groove-Rhythmus im Fahrwasser von John Bonham (LED ZEPPELIN). Energetischer, leidenschaftlicher Gesang, der trotz durchsetzungsstarker Instrumentalfraktion die Führung übernimmt. Das ist cool und knallt rein! 4. Pat Benatar - Heartbreaker https://www.youtube.com/watch?v=fd_7jIC9180 Eine Stimme, die Glas schneiden kann, ein unbeirrlicher Maschinengroove, gefühlvoll-leidenschaftliche Melodik, alles sehr eng zusammengezurrt in der Produktion ===> komprimierte Rockenergie. 5. Hawkwind - D-Rider https://www.youtube.com/watch?v=8QjTdBYdguA Space is the place.... 6. Boston - Peace Of Mind https://www.youtube.com/watch?v=edwk-8KJ1Js Herrlich fluffiger, entspannter, melodischer "On the road..."-Rock, passende Autoradiomucke für einen Ausflugstag quer durch die Botanik über Landstraßen, etwas seicht aber beschwingt, unbeschwert und lebensbejahend, mit sommerlichem Flair. Diesen Sound hätte ich allerdings eher in den Achtzigern als in den Siebzigern verortet, vielleicht war er damals sogar seiner Zeit voraus. War das progressiv? 7. Ike & Tina Turner - Nutbush City Limits https://www.youtube.com/watch?v=I07249JX8w4Funky Rock, der mir etwas zu angestrengt klingt: Hier würde ich mir etwas Entladung der Spannung wünschen. So klingt mir dies zu sehr nach angezogener Handbremse, Burnout an der Ampel ohne vom Fleck zu kommen. Groove als reiner Selbstzweck schafft es in meinen Ohren eher selten, einen Song im Alleingang über die volle Distanz zu tragen. 8. Toto - Girl Goodbye https://www.youtube.com/watch?v=YqLjbeXkc_0Hups, Electropop? Nö, ist bloß das Intro! Es folgt tighter AOR mit einer Prise Soul und Funk, aber derart glattpoliert und mit großem Arrangement unterlegt, dass der überkandidelte Groove hocheingängig auf kleiner Flamme vor sich hinköchelt, durchgängig zackig nach vorne prescht, aber stets ohne anzuecken. Starke Stimme, eindringlicher Gesang, Rhythmus und Melodei im Wettstreit, ziemlich gut austariert, es "passiert viel", die Produktion knallt. Das ist mir eigentlich fast schon zu "drüber", aber hat eine gewisse Faszination, die mich "durchhalten" lässt. Atemloser Drive! Mit der Zeit gehender Rock der Disco-Ära eben. 9. Rose Tattoo - One Of The Boyz https://www.youtube.com/watch?v=x8Jfp-6FlhoKlingt für mich irgendwie nach generischem Mopedschrauberrock, dazu Feuerstreifen und Mond anheulenden Wolf auf den Tank geairbrusht, Adlermuskelshirt zu Stonewashed Jeans und Cowboystiefeln, eine Fußballvereinsflagge im Schrebergarten, und natürlich die Vokuhila vor einem Pin-up-Girl- oder Knight-Rider-Motivspiegel richten. Dazu noch kalten Bierschweißgeruch, weil saufen männlich ist und duschen eher weniger, is klar 'ne... Des Spießers Traum von kleinmütigem Rebellentum und großer Freiheit. Aber rockt halt und ist im Zweifel immer noch besser als Schlagerschwof mit Dauerwellensteffi im Dorfzelt oder Oppas Kriegsgeschichten während er die Bude vollqualmt und Harald Juhnke im TV die Showtreppe runtergetorkelt kommt. 10. Elton John - Goodbye Yellow Brick Road https://www.youtube.com/watch?v=DDOL7iY8kfo Ein sehr beatleskes Stück in Komposition und Arrangement. Es gefällt mir im Ansatz zwar recht gut, allerdings hat es kaum Widerhaken, Ecken, Kanten, Entwicklung über die gesamte Songlänge hinweg. Dafür ist es auf eine Art und Weise schwelgerisch wie fast nur good old England es musikalisch immer wieder hinbekommt und dabei gleichzeitig leicht nostalgisch aber paradoxerweise auch noch einigermaßen "zeitlos" klingen lassen kann.
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