Unboxing der CD inklusive Blick auf die Laufzeiten der Songs.
https://twitter.com/Metallica/status/16 ... 8540261376
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MetallicaRe: MetallicaUnboxing der CD inklusive Blick auf die Laufzeiten der Songs.
https://twitter.com/Metallica/status/16 ... 8540261376
Re: MetallicaUiuiui...
Mein Exemplar ist auf dem Weg zu mir. Kann zwar noch an die 6 Stunden dauern. Aber sie kommt ![]()
Re: MetallicaTolles und gelungenes Review vom Tobias, dem ich zwar in vielen Bereichen zustimme, aber auch an ein paar Stellen widersprechen würde. Meine Gedanken folgen noch in diesem Thread. Sehr lesenswert:
https://www.powermetal.de/review/review-Metallica/72_Seasons,40268.html
Re: MetallicaHabe bisher zwei Spins hinter mir, bin doch angenehm überrascht, aber: Die Qualität des Vorgängers dürfte die Scheibe für mich nicht erreichen.
Respekt an Tobias, der sich gestern Vormittag so eine Rezension aus dem Ärmel geschüttelt hat, obwohl wir (außer den Vorab-Singles) ja nichts kannten, bevor das Album gestern bei den entsprechenden Streaming-Plattformen verfügbar war.
Re: Metallica
Ja, lese ich ähnlich. Gutes Review und ich kann die Meinung auch gut nachvollziehen, würde aber auch in ein paar Punkten widersprechen. Kommt später ![]()
Oder er war im Kino am Abend vorher Hatte ich tatsächlich vor, habs dann aber zeitlich nicht geschafft.Meine Sammlung: http://www.musik-sammler.de/sammlung/jakobeh
Re: MetallicaDie Rezension (Tenor: Viel mäandernder Riffsalat, wenige Adrenalinpassagen, Songs zu lang, kaum Hooks) erinnert mich ans Hören von "St. Anger" (das immerhin Punch im Sound hatte und mit 'Sweet Amber' einen Hit). Damals gab es zunächst ein paar zweckoptimistische (Grower?) und teils verhalten freudige Fanrezensionen aus dem ersten Überschwang (endlich neues Material, kein Re-/Load mehr, back to thrash). Danach einigte sich der Mob schnell darauf, dass es doch ein Stinker in der Diskografie sei. Mittlerweile empfinden es die meisten als Lachnummer oder Tiefpunkt. Bei den beiden Werken danach schlug das Meinungsoszilloskop zwar nicht mehr derart heftig aus, aber die anfängliche Begeisterung wich bei vielen doch auch einer gewissen Ernüchterung (wo nicht gar Enttäuschung wegen unerwartet kurzer Halbwertszeit). Das lässt nun auch nicht sehr viel Spielraum für Hoffnung.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: MetallicaWenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: MetallicaWow!
Eigentlich hatte ich schon etwas zum neuen Album vorbereitet. Es gibt aber so unglaublich viele Eindrücke, die die Frage in mir aufkommen lässt, ob ich nicht doch noch dran schrauben soll. Die Gruppentherapie ist spannend. Die Rezension ist spannend, die Meinungen sind spannend. Ich werde noch überlegen müssen...
Re: MetallicaIch gebe zu, ich habe noch nicht alles gehört, aber bei manchen Punktevergaben war ich mir unsicher, ob ihr nicht auf das System der Babyblauen Seiten umgeschwenkt seid.
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Re: MetallicaMetallica | 72 Seasons
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein wenig den Ansatz meines Geschriebenen hier verloren haben. Zu viele Eindrücke, zu viele Meinungen die kollidieren. Zu viele Eindrücke von außen, zu viele Meinungen von anderen, haben meine Meinung gefühlt etwas ins Straucheln gebracht. Deswegen sehe ich das hier nicht als reines Review an, dass von vielen Pros und Kontras geprägt sind, die in einer Normalen Diskussion so entgegengesetzt erscheinen, dass sie sich selbst eigentlich im Keim ersticken müssten. Also ist dies hier ein Versuch, das Album für mich einzuordnen und für die Langzeitwirkung ein Rückblick für Ansätze da zu sein, auf die ich zurückgreifen kann. Verzeiht mir also diese Wirren Gedankengänge, die sich wiederholen mögen. Die nicht zu Ende gedachten Sätze. Die einseitigen Bezeichnungen. Die inhaltlichen Fehler. Aber es jetzt raus, wenn auch unüblich. Es ist nur ein Versuch… Die Ankündigung auf ein neues Album erfolgte quasi aus dem Nichts. Ohne Vorahnung, unüblich für Metallica und ehrlich gesagt, bei weiteren 7 Jahren Abstand, hätte ich damit so einfach nicht mit gerechnet. Wahrscheinlich geht es da nicht nur mir so. Die erste Vorabsingle hat eine Marschrichtung vorgegeben, die die Latte sehr weit hoch gesetzt hat. Deshalb war ich doch sehr vorfreudig auf die Scheibe, wenngleich ich weiß, dass das bei einem so bunt gemischten Haufen von Diskographie nichts heißen muss. Der Sound hat mich ebenfalls wieder auf den Boden der Tatsache gebracht. Das Schlagzeug mit seinem Helikopter Lande Bass Drum zum Beispiel. Trotzdem hat der Song eine Schlagseite, die an einen Song wie „Hardwired“ oder sogar an die ganz frühen Tage erinnern lässt. Seitdem letzten Album ist viel passiert und in den letzten Monaten, heizte die Band die Diskussionen rund um „72 Seasons“ mächtig an. „Screaming Suicide“, „If Darkness Had A Son“ und der Titelsong wurden häppchenweise über die letzten Monate bis hin zum Release veröffentlicht. Und etwas Ernüchterung machte sich durchaus breit. Das Gaspedal wird nicht durchgedrückt, teilweise mit angezogener Handbremse präsentiert. Das hat nicht jedem gefallen und das ist verständlich. Die Nähe zum letzten Album ist da. Sogar sehr. Genau das ist einer der ersten Kritikpunkte, die ich bezüglich des Album habe. Wurde das Album doch als eines der persönlichsten der Band angepriesen und versprach mit dem „Konzept“ doch etwas ganz Eigenständiges zu sein. Nach 7 Jahren Abstand zum letzten Album, fühlt sich das Album aber manchmal an, als wären da einige Songs liegen geblieben, die man 2 Jahre nach „Hardwired…To Self-Destruct“ wieder in Angriff genommen hätte. Das ist natürlich, wie man aus diversen Interviews lesen kann, nicht der Fall. Aber dann keimt in mir die Frage auf warum fühle ich das so? Die Nähe und die „Aha“-Erlebnisse rühren in vielen Fällen daher, dass man mit erschrecken feststellen muss, wie krass manche Songs doch nach den letzten Alben klingen. Das gilt sowohl für die Mid-Tempo als auch den schnellen Songs. Aber dazu später mehr. Worauf ich erst einmal eingehen möchte, ist der Ausgangspunkt. Schaut man sich die letzten Jahre der Band an, gerade die nach „SM²“, war da sicher nicht alles Gold was glänzte. Hetfield sah schon sehr mitgenommen und müde aus. Dass er kurz darauf wieder Hilfe in Anspruch genommen hat, hätte ich bis dato nicht für möglich gehalten. Aber die inneren Dämonen sind da, verschwinden nie. Tauchen auf, wenn sie nicht gewollt sind. Gesanglich hat Hetfield aber trotzdem abgeliefert und der Typ scheint in den letzten Jahren wie ein gut gereifter Wein zu sein. Ich erinnere nur an die Performance zu „The Unforgiven III“. Gänsehaut pur! Und dann macht alles einen Sinn mit der schrecklichen Nachricht, die kurz danach durch die Welt ging. Aber nun ist es so. Über die Jahre lernt man auch ein bisschen mit der Band und ihrem Handeln bezüglich Marketing, und viel wichtiger, mit der Musik umzugehen. Kritik prallt an der Band ab. Das ist für die Band im musikalischen Sinne durchaus positiv, kann aber für die Fans auch die negative Kritik hervorrufen und das eben dann auch nicht zu Unrecht. Wie gesagt, „72 Seasons“ wurde als eines der persönlichsten Alben der Bandgeschichte angepriesen. Und das ist es durchaus. Es geht um viel Licht, Schatten und Dunkelheit. Was Hetfield hier perfekt gelingt, ist der Interpretationsspielraum seiner Texte. Sie wirken wie ein abstraktes Konstrukt seiner selbst. Jetzt ist es natürlich nicht so, als gäbe es von Hetfield nicht schon hier und da persönliche Texte. Aber 1. ist das auf ein ganzen Album ausgelegt schon nochmal eine ganz andere Herangehensweise und 2. Ist der Hintergrund zu dieser aktuellen Thematik präsenter, wie damals bei diversen Songs aus verschiedenen Alben. Irgendwie wächst in mir auch der Gedanke, dass es rein auf emotionaler Ebene einem „St. Anger“ gleichzieht. Ich glaube auch, dass das 2003er Werk ein ziemlich intimes Album der Band war. Und auch wenn das Album musikalisch von allem so weit weg von dem ist, was ich an Metallica mag, so kann ich doch die Wichtigkeit der Akte „St. Anger“ in Bezug auf den Weg dahin nachvollziehen und würde mich hüten, dass Album durch den Dreck zu ziehen. Die zwei Interviews im Vorfeld mit Rob und James haben ebenfalls einen Einblick in das Album gewähren lassen und man kann sicherlich sagen, dass die Spannung noch weiter in die Höhe getrieben wurde. Dadurch, dass das Album aber auf lyrischer Ebene so in sich geschlossen wirkt, bringt die Musik aber eine gewisse gewahrte Distanz zu Tage, die das wirkliche tiefe Eintauchen, Fühlen und Verstehen vermissen lassen. Und da kommt auch das Bindeglied zu der Nähe des letzten Album zu tragen, die eben jenen Kritikpunkt sinnvoll erscheinen lassen: Es ist in den meisten Fällen einfach nichts mehr Neues. Wie gesagt, wenn man sich die Lyrics der 12 Songs anschaut, erkennt man schon in den Titeln, dass es sich hier um viel Licht und Schatten drehen wird. Hetfield gelingt es einen weitaus philosophischeren Weg als die ständige Erwähnung von inneren Dämonen und ähnlichem zu finden. Ich möchte das auch gar nicht so hochgestochen auf eine neue Ebene stellen. Ich glaube einfach, dass der Fokus auf die Texte einen größeren Anteil genommen hat, als die musikalische Kompositionen (per se sein sollten). Immerhin ist die Musik, das erste was man hört. So komme ich auch schon auf den nächsten Kritikpunkt zu sprechen. Ich habe nichts gegen Songlängen von 6 Minuten aufwärts, gerade auch bei Metallica nicht. Denn für mich hat die Band schon des Öfteren bewiesen, dass das funktionieren kann und auch Wirkung hat (Frayed Ends Of Sanity). Die Band hat sich aber auch vor allem seit „Death Magnetic“, mit Breaks und Wiederholungen die überwiegend aus ziemlich verspielten Riffs besteht, die auch eine große Positivität versprühen, so dermaßen zu zelebrieren, dass nichts anderes außer der Stimme von Hetfield bleibt, um etwas Abwechslung reinzubringen. Was mir auf dem eben erwähnten Album mal mehr, mal weniger gefällt, haben sie auf dem folgenden Album „Hardwired To Self-Destruct“ verfeinert und führen das jetzt auf „72 Seasons“ in Perfektion aus und weiter, setzen aber keine weiteren Akzente. Die Musik und die Songdienlichkeit ist beachtlich und läuft wie geschmiert, aber es ist - und das Wort fällt wahrscheinlich öfters - nichts neues. Und spätestens ab jetzt, muss man den Kritikern ihre Meinung zur Musik von Metallica lassen. Auch wenn sie wiederum hin und wieder auch beweisen, dass sie auch anders können. Der Abschnitt soll jetzt wiederum nicht bedeuten, dass ich dem Album absolut gar nichts abgewinnen kann. So einfach ist die Sache dann auch wieder nicht. Aber wenn die Band ein bisschen Abwechslung reinbringen würde und die verspielten Zwischenspiele an den Gitarren etwas weniger Beachtung schenken würden, sich auf das wesentliche konzentrieren würde, hätten wir ein Album voller „Lux Aeternas“, „Room Of Mirros“ oder „Too Far Gone?“. Ein weiterer Gedanke, der mir in den Kopf rumschwirrt, ist, dass der viel gescholtene Lars Ulrich, eine unfassbare songdienliche Art hat, an die Songs ranzugehen. Ich finde das beachtlich. Nicht schlecht, aber es ist ganz klar, sehr simpel und die Snare wird zum Zerbersten ausgereizt, passt aber halt (leider) auch einfach zum Riffing und den Songstrukturen der Songs seit den frühen 90er. Das wirkt auf „72 Seasons“ aufs feinste komprimiert, dass ein ausschweifen, wie sie es damals in ihren Songs hatten, kaum möglich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Ulrich auch abwechslungsreicher spielen könnte, wenn sie sich aus dieser Komfortzone etwas herausbewegen würden. Metallica hat aber einen Weg gefunden Riffs aus dem Nähkästchen zu zaubern, die unverbindlich mit der Band im Zusammenhang steht. Man erkennt einfach von Sekunde 1 an, wer da an den Gitarren schraubt. Es ist halt einfach nichts mehr Neues. Das sind mit Sicherheit Trademarks! Allerdings in den meisten Fällen halt auch sehr ähnlich. Wo wir dann beim dritten Kritikpunkt wären, der sich sicherlich mit dem weiter oben überschneidet. Da sich das Album in einem schon auch großen Teil im Midtempo Bereich aufhält, ist die Nähe, Ähnlichkeit zu so vielen anderen Songs schon ziemlich auffällig, und nicht nur da. Wenn ich das letzte Album zum Beispiel nochmal in den Vergleich ziehe, so waren „Moth Into Flame“ oder „Atlas Rise“ ziemliche Brecher. Sozusagen Ausrufezeichen, dass Metallica noch Songs schreiben können, die nicht nach lose Aneinanderreihungen von Riffs klinge, die in Form gebracht werden, damit es doch noch irgendwie sinnvoll hingebogen werden kann. Diese Songs waren zumindest für mich damals eine große Überraschung, weil sie eben vom Songwriting ziemlich abwechslungsreich waren und trotzdem kompakt und kurzweilig klangen. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass Metallica die Fähigkeit verloren haben nicht mehr überzeugen oder auch überraschen können. Das wäre quatsch. Nein, es gelingt halt einfach nicht mehr auf voller Strecke. Und mit der Zeit und den Abständen zwischen den Alben, darf die Frage zu der in diesem Abschnitt aufgeführten Probleme, natürlich erlaubt sein, warum das so ist? Der Versuch der ständigen Wiederholungen von Riffs und Breaks, den die Fans ja auch durchaus zu Recht bemängeln, funktioniert auf „72 Seasons“ nur bedingt. Was früher für ausdauernden Gitarrensport ausgelegt werden konnte und auch den Hörer (also mich) früher in Ekstase gebracht hat (hier die zweite Erwähnung von The Frayed Ends Of Sanity) und das von mir aus auch bis ins unendliche hätte gehen können, ist heute leider zum Scheitern verurteilt. Na gut. Nicht ganz. Denn ab und an zeigt das doch Wirkung, wie im Titelsong gleich zu Anfang. Es ist halt auf eine Art nichts mehr Besonderes, sondern eben nur solide. Komfortzone? Ich glaube halt auch schon. Mich hat ja immer wieder fasziniert, wie die Jungs an ihre Songs herangehen. Dahingehend hat die Band ja genügend Filmmaterial gehabt, sodass zu den letzten beiden Alben zu jedem Song ein bisschen die Entstehungsgeschichte beleuchtet wurde. Wie vor allem Ulrich an der Entstehungsgeschichte teilnimmt und im Kopf die Songs weiterspinnt ist schon ziemlich beeindruckend. Ich bin kein Musiker, aber aus dem Nichts einfach zu sagen, was am besten wie funktionieren würde, ist gefällt mir. Deswegen nehme ich den Jungs auch ab, dass die Schrauberei an den Songs kein hingeklatschter Schmu ist, wie man vielleicht manchmal vermuten könnte. Manchmal habe ich aber beim Hören das Gefühl, dass die Herangehensweise etwas ins Stocken geraten ist und das viel zu wenig Input von außen kommt, die vielleicht mal drauf Hinweisen, dass die Nähe zu einem Song schon verheerend ist oder, dass der Song zwei Minuten kürzer doch besser kommt. Ich möchte, um das besser abgrenzen zu können gerne zu jedem Song im weiteren Verlauf etwas schreiben. "72 Seasons": Der Titelsong besticht mit typischem Metallica Riffing der letzten Jahre. Die Verspieltheit kommt vom Rhythmuswechsel. Im Verlauf des Songs hat man immer wieder vermehrt zum Beispiel „Moth Into Flame“ Vibes. Als mir die Nähe aufgefallen ist, war ich doch etwas enttäuscht. Der Song ist mit Sicherheit nicht schlecht, hat aber außer Rhythmus, Härterem und diese sehr verspielt, manchmal Hetfields gesangsnahen Riffs, nicht sonderlich viel zu bieten. Was meine ich mit Gesangsnah? Ich habe ja in diesem Text öfters von den verspielten Gitarren gesprochen. Diese Zwischenspiele lockern so dermaßen das Riffing auf, dass das einfach harmlos klingt. Gerade bei diesem Song ist das der Fall. Das klingt gut, aber ich brauche diese Art von Songs einfach nicht mehr. Das hat Metallica schon besser hinbekommen. Es ist ein durchaus solider Metallica Song, bei dem ich mir denke, dass man allein aus den letzten 4-5 Minuten einen weiteren Song hätte schreiben können und „72 Seasons“ als Song hätte außer ein Solo nichts gefehlt. Letzteres finde ich aber durchaus gut. 7/10 "Shadows Follow": Geht in eine ähnliche Richtung wie der Titelsong und ist auch wieder sehr vertraut im Klang. Allerdings finde ich hier die Riffs und vor allem den Gesang ziemlich stark. Das reißt mich vor allem deshalb mehr mit, weil es weniger verkopft wirkt und einen sehr lässigen Mittelpart hat und vor allem eines: Harmonien! Es ist auf eine angenehme Art nicht so verspielt, wie schon X-mal hier angesprochen. Keine Ahnung, ob das nachvollziehbar ist, aber gerade einige Songs der letzten Scheiben, hatten immer mal wieder diese fiesen Gitarren, von denen ich mir nie sicher bin, ob es nicht vielleicht doch zu viel des Guten ist und Metallica ruhig auch mal wieder etwas straighter agieren dürften. Trotzdem ist das für mich einer der guten Songs auf dem Album. 8,5/10 "Screaming Sucide": Eines der der Songs die schon vorab veröffentlicht wurde. Als Vorabveröffentlichung wirkte er auf mich ziemlich unspektakulär. Im Bezug zum Album funktioniert der Song aber mit ein bisschen Abstand und Hörens aber ziemlich gut. Hier habe ich es mit einem, in meinen Ohren, einem richtigen Grower zu tun. Ein straighter Song, der ziemlich gekonnt die klassischen Metal Elemente zum Vorschein bringt. Wenn der Hetfield dann die Spoken Words auspackt, bekomme ich Gänsehaut auf voller Linie. Ich habe selten einen Song gehört, bei dem das so stimmig eingesetzt wurde, wie hier. Mit Sicherheit ein Highlight auf dem Album. 9/10 "Sleepwalking My Life Away": Hier habe ich es mit einem ersten Problem auf der Scheibe zu tun. Gerade die Midtempo und Groove Nummern, wie eben dieser Song, habe ich allgemein richtig Probleme auf diesem Album. Auch hier werde ich an Songs von der letzten scheibe erinnert wie zum Beispiel „Am I Savage?“ oder „Confusion“, die ich nicht gerade zu den stärksten Songs zählen würde. Ich finde ja auch den Basssound am Anfang besonders schrecklich. Da wird der Bass einmal in einem Metallica Song hervorgehoben und dann wird das so künstlich klingend in Szene gesetzt? Gut, dass sich der Basssound im Verlauf des Songs besser integriert. Insgesamt auch einfach schade, dass Rob eher an den schwachen Songs beteiligt war. 5/10 „You Must Burn:“ Eigentlich könnte ich hier den gleichen Stempel aufdrücken wie beim vorherigen Song. Diese Midtempo Nummer ist einfach nichts. Das „Sad But True“-Gedächtnisriff packt mich einfach leider zu keiner Sekunde. Musikalisch hätte ich mir da so gern etwas anderes gewünscht. Gesang ist superkräftig in den Strophen, im Refrain ist da gerade bei den drei Wörtern „You Must Burn!“ einfach kein Dampf dahinter. Ziemlich viel „ReLoad“ Erinnerungen, die da aufpoppen. 4,5/10 „Lux Æterna“: Nach der Durststrecke kommt dann der Song, der zeigt, dass Metallica Eingängigkeit, Kompromisslosigkeit und den Spirit irgendwo haben, solche kurzen knackigen Songs noch schreiben zu können. Ja, vielen ist er zu eingängig, viele schimpfen man hätte bei sich selbst gestohlen. Für mich alles Humbug. Ich höre da nur spaß an der Freude und am Tun raus. Und ich sage es immer wieder. Aber James James klingt wie ein gut gereifter Wein mit einem unfassbar jugendlichen Touch. Wie er „All Generation“ und später „Lightning The Nation“ rauspresst ist unschlagbar. Keine Ahnung wie man diese Verbeugung als nichts Gutes ansehen kann. Motzen macht halt mehr Spaß. Verstanden! Geiler Song! 9,5/10 "Crown Of Barbed Wire": Gott sei Dank gibt es „Lux Æterna“ dazwischen, dachte ich mir, als ich den Song zum ersten Mal gehört habe. Das wäre eine sehr lange Durstrecke geworden. Der einzige Song, von dem ich noch nicht weiß, wie ich ihn einordnen soll. Wieder dieses Midtempo, welches mich echt nicht zu packen bekommt. Aber irgendwie ist der Song in seinem Aufbau ein spannender. Ungewöhnliche Gitarren. Das bounct manchmal ähnlich „The End Of The Line“ aber auf eine seltsame andere Weise. Ich glaube da gefällt mir das Konstrukt eines solchen Songs besser als der musikalische Inhalt. Aber insgesamt eines der besseren Midtempo Nummern. 6,5/10 "Chasing Light": Eines hat der Song: James Gesang. Meine Fresse, legt der alles in den Refrain. Schade, dass das nicht konstant über die gesamten Länge des Song der Fall ist. In den Strophen nicht ganz so stark, dass will nicht so ganz hängenbleiben, trotz des Refrains. Das werde ich nochmal hinterfragen müssen. 7/10 "If Darkness Had A Song": Ich war ja zunächst mal auch gar nicht so angetan von dem Song, als er vorab veröffentlicht wurde. Aber an der Platzierung des Songs auf dem Album, funktioniert der erstaunlich gut. Ich muss am Anfang immer noch an die „…And Justice For All“ denken, im Mittelteil aber auch immer noch an die viel simplere Load/Reload Phase. Um das „…And Justice For All“ Rad weiterzuspinnen fehlt da dann doch etwas die Raffinesse. Aber der Song gefällt mir tatsächlich immer besser! Und…ich wiederhole mich, das weiß ich. Aber ich glaube, dass auf der To-Do Liste von James Hetfield seit „St. Anger“ gestanden ist das Wort „Temptation“ noch irgendwann, irgendwie auf einem offiziellen Song verbraten zu wollen, endgültig abgehakt ist. Hiermit geglückt! 7,5/10 "Too Far Gone?": Absolutes Highlight! Wieder großartige Beweis, dass Metallica auch knackig in vier Minuten Musik schreiben kann. Der Song ist so bissig, rotzfrech, punkig, dass es mir eine Freude ist, wenn ich diesen Song hier höre. Allein der Refrain, das hat schon fast was von Fake Endings im Refrain, wenn man den Song mit rhythmischer Abwechslung weiterspinnt und ihn damit sogar noch sehr böse klingen mag. Weiterhin hat der Song einfach so schöne Harmonien, die mir sonst auf dem Album fehlen. Hier erkennt man dann auch meine widersprüchliche Art. Denn Gedächtnis Riffs hat auch dieser Track. Trotzdem, für mich ein wunderbarer Song und mit Sicherheit eines der besten Songs, die die Band in den letzten 30 Jahren geschrieben hat. 10/10 "Room Of Mirrors": Und die Band knüpft damit nahtlos an. Harmonien! Jungs, Harmonien! Viele Ideen müssen nicht zu ziellos zusammengeschusterten Songs führen. Der Band gelingt es hier ebenfalls richtig punkig zu klingen. Die durchgezogenen Gitarren sind klasse. Und dann eben: Harmonien! Jungs, Harmonien! Spätes, aber gelungenes Highlight auf dem Album. 9,5/10 "Inamorata": Ich lag falsch mit meiner Vermutung, bei dem Song könne es sich um ein Instrumental handeln. Richtig allerdings, lag ich mit dem Longtrack. Die kühnsten Gedanken hatte ich im Kopf. Ctulu, Orion… Nein, eher mal wieder die Load/ReLoad Phase mit „The Outlaw Torn“ Vibes, gepaart mit sanfteren „Misery“ Einsprengsel, die natürlich an welchen Song erinnern lassen? Richtig! Thematisch gibt der Song einiges an Interpretationsmöglichkeiten her. Vor allem auch im ruhigen Part, der durchaus mit dem Bass eine Interessante Komponente mit sich trägt. Das ist aber ganz sicher nicht das Problem des Songs. Und insgesamt hat der Song sicher seine Daseinsberechtigung. Über die Songlänge lässt sich ebenfalls ganz sicher streiten. Was mich eher stört ist mal wieder die Nähe zu schon vorhandenen Songs. Ich mag den Song auf eine Weise, aber es fehlt eben dieses Quäntchen an Eigenständigkeit in den Songs, die mir die ganz, ganz große Freude auf das gesamte Album, dann doch auch ein wenig nimmt. Leider! 6,5/10 Ich bin hier zu dem Album überraschend kritisch und kann das leider auf voller Länge nicht ganz so genießen wie man von manch anderen lesen darf. Anziehend finde ich aber die Thematik oder die tatsächlich sehr intimen und persönlichen Texte, die trotz allem viel Interpretation zulassen, weil sie nicht auf die Ich-Person fixiert sind. Das lässt mich wirklich auch etwas am Ball bleiben, weil ich immer noch die Hoffnung habe, dass die ein oder andere Textzeile ein Knotenlöser sein könnte. So schwach ich dann auch manche Songs finde und das gerade auch zum großen Teil die langsamen Songs betrifft, so krass gibt es auch die starken Ausreißer nach oben. Allen voran so Überraschungen wie „Too Far Gone?“, „Room Of Mirrors“ oder der grower „Screaming Suicide“. Ich erwische mich zum Beispiel ständig dabei, wie ich versuche das Album in eine Richtung zu lenken, die für meine Bewertung der Songs und dem, was ich geschrieben habe, einen Kompromiss herzustellen. Vielleicht scheint das nicht immer passend und oft habe ich beim Hören das Verlangen, nach mehr Abwechslung, nach weniger Recycling, wieder das Gefühl zu bekommen, ich bekomme da nach 7 Jahren etwas von der Band serviert, das eben nicht unbedingt nach den letzten Alben klingt, was es bedauerlicherweise in vielen Fällen viel zu oft tut. Mir fehlt da für so ein tiefsinnig gedachtes Konzept etwas die Eigenständigkeit im Sound und Komposition. Ich meine das man typisch nach Metallica klingen kann und trotzdem frisch und kräftig agieren kann, habe ich oben ja mit Song 10 und 11 ja schon festgestellt. Mich erreichen sie ja immer noch auf ihre angenehme Art, vor allem Live werden die halt einfach auch immer stärker. Ich freue mich sehr auf die zwei Konzerte und hoffe die Highlights des Albums dann auch live präsentiert zu bekommen. So bleibt mir zum Schluss zu sagen, dass ich trotz der Durchschnittsnote von (aufgerundet) überraschende 7,5 Punkte für dieses Album als Momentaufnahme erstmal durchaus angebracht sind. Nochmal, das Album ist alles andere als schlecht, aber auch nichts mehr Neues in der Gesamtbetrachtung. Bei der Tiefbohrung erkennt man aber die ein oder andere wertvolle Stelle. Nicht das erhoffte Highlight. Aber durch und durch Metallica. Diese Momentaufnahme ist etwas Besonderes, habe ich nach jedem Album seit der „Death Magnetic“ immer andersherum agiert. Erst abgefeiert, dann abgeflacht, dann gefestigt und eine gesunde Meinung entwickelt. Hier will mir die große Euphorie nicht entlockt werden. Falsche Erwartungshaltung? Vielleicht. Ich las auch immer mehr, dass das Album eine sperrige, herausfordernde Angelegenheit werden könnte und darauf hatte ich bock. Aber sperrig? Herausfordernd? Gut ja, zweites in der Hinsicht, dass die langweiligen Songs, eben diese bleiben und das mit der Laufzeit auch gut in die Länge zieht und mir irgendwann wahrscheinlich das Durchhören verhagelt. Aber herausfordernd? Sperrig ist hier gar nichts. Licht und Schatten? Ja, aber eher auf Qualitätsschwankung gemünzt. 72 Seasons 7/10 Shadows Falling 8,5/10 Screaming Suicide 9/10 Sleepwalking My Life Away 5/10 You Must Burn! 4,5/10 Lux Æterna 9,5/10 Crown Of Barbed Wired 6,5/10 Chasing Light 7/10 If Darkness Had A Son 7,5/10 Too Far Gone? 10/10 Room Of Mirrors 9,5/10 Inamorata 6/10
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