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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Rüdiger Stehle » Montag 16. Januar 2023, 03:36
Ich habe inzwischen zwar für den Redaktionspoll eine durchaus für mich stimmige Rangliste eingereicht, aber ich möchte hier trotzdem so weiter machen wie bisher und die Jahreshighlights und sonstigen bemerkenswerten Releases des Jahres 2022 weiter in loser Reihenfolge vorstellen, denn dann hat der Thread einen gewissen Mehrwert gegenüber dem Perlen-Artikel, der irgendwann kommen wird. Außerdem macht mir das auf diese Weise gerade mehr Spaß, weil ich einfach ein beliebiges Album aus dem vergangenen Jahr einlegen kann, nach dem mir gerade der Sinn steht, um es Revue passieren zu lassen. So auch jetzt wieder: TANKARD "Pavlov's Dawgs"Manchmal hat man ja das Gefühl, dass die Leute TANKARD nur zu den "Big 4" des Teutonenthrashs zählen, weil man halt vier haben will. Gut, das ging ANTHRAX ja im US-Äquivalent meist ähnlich. Was ich eigentlich sagen will, das ist, dass ich es ein wenig schade finde, dass TANKARD gerne mal weniger ernst genommen wird als die Konkurrenz, wegen des bierseligen Images, der lustigen Artworks und der humorigen Texte. Aber wenn man die sich mal die harten Fakten anschaut, dann finde ich, dass Frankfurt's Finest es ohne Weiteres mit den anderen drei Kandidaten aufnehmen kann. 1982 angefangen und damit im 41. Jahr aktiv, 18 Studioalben im Köcher, keine nennenswerten Irrungen und Wirrungen oder qualitativen Abstürze in der Diskographie, noch zwei Gründungsmitglieder an Bord, seit 25 Jahren konstantes Line-up. Was will man denn mehr? Abwechslung? Nun, ja, zugegeben, andere Bands sind stilistisch weitere Wege gegangen als TANKARD, allerdings einige davon, nur um am Ende auch dort wieder anzukommen, wo sie mal angefangen haben. Egal, was TANKARD immer, auf jedem Album auszeichnet, sind lässige Songs mit eingängigen, widerhakelnden Refrains, dazu gibt es mal prollige, mal selbstironische, mal auch gesellschaftskritische Texte, die aus meiner Sicht, aber immer ein ansprechendes Niveau haben und mit gelungenem Wortwitz überzeugen. Auf diese Weise kommt immer auch eine gewisse Positivität herüber. Selbst wenn es oft um die wirklich tiefen emotionalen Täler des Alltagslebens geht, sorgt die stets spürbare Selbstironie doch dafür, dass sich die Stimmung beim Hören aufhellt. Und auch die Beharrlichkeit ist spürbar. Man macht sein Ding über Jahrzehnte, unprätentiös, ohne das Bedürfnis die Urbösen oder die Ultraharten zu mimen, ohne Ballerwahn in der Produktion, immer erdig, ehrlich, gradlinig. Außerdem stehe ich total auf die Sebastian-Krüger-Artworks (1987-2004) und ebenso auf die Werke seines Schülers Patrick Strogulski (seit 2012). Ja, die neue Scheibe. Sie ist aus meiner Sicht ein bisschen melodischer und eingängiger als der Vorgänger, der Sound etwas runder, weniger schneidend; die Gitarren thrashen nicht immer allzu heftig, sondern es gibt auch gediegenere Songs wie etwa 'Metal Cash Mashine', und auch mal ein dunkel-episches Zupfgitarrenintro wie bei 'Dark Self Intruder'. Dementsprechend ist auch nicht jeder Song ein Speed-Assault. Es gibt also innerhalb des Albums durchaus Varianz. Einziger kleiner Wermutstropfen ist, dass Gerres Stimme auf diversen früheren Alben noch einen guten Tick galliger und kratzbürstiger klang. Aber vielleicht hat er bewusst versucht, mal wieder einen etwas melodischeren Ansatz zu verfolgen wie auch damals bei der "The Tankard" (1995). https://www.youtube.com/watch?v=6W1c3HaVGLQ - 'Diary Of A Nihilist' https://www.youtube.com/watch?v=zTOCoQwKXdc - 'Ex-Fluencer' https://www.youtube.com/watch?v=eNJQ4Hnjp0I - 'Lockdown Forever'
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von Pillamyd » Montag 16. Januar 2023, 11:01
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich habe inzwischen zwar für den Redaktionspoll eine durchaus für mich stimmige Rangliste eingereicht, aber ich möchte hier trotzdem so weiter machen wie bisher und die Jahreshighlights und sonstigen bemerkenswerten Releases des Jahres 2022 weiter in loser Reihenfolge vorstellen, denn dann hat der Thread einen gewissen Mehrwert gegenüber dem Perlen-Artikel, der irgendwann kommen wird. Außerdem macht mir das auf diese Weise gerade mehr Spaß, weil ich einfach ein beliebiges Album aus dem vergangenen Jahr einlegen kann, nach dem mir gerade der Sinn steht, um es Revue passieren zu lassen.
Sehr schöne Entscheidung. Gerade aus dem Mehrwert-Prinzip. Super! So, das nächste Album: Zu deinem ersten Absatz stimme ich vollumfänglich zu. Das finde ich auch ewig schade. Vor allem, weil das ja auch gar nicht stimmt. Die Band hat in der Vergangenheit auch immer wieder ernstere Themen angesprochen. Halt auf ihre Tankard Art. Aber das kommt ja auch nicht von ungefähr... Und dann nimmst du im nächsten Absatz gleich alles vorweg, was an Gedanken rumschwirren, wenn man den ersten Absatz gelesen hat. Die Songs, die ich bis jetzt hören konnte, haben mir alle gefallen, weswegen das Album hier auch noch aufschlagen wird. Diese angesprochene Konstante, finde ich höchst erstaunlich. Sie haben immer ihren Stiefel durchgezogen. Und das immer gut. Klar, gab es auch mal schwächere Phasen. Aber ich habe das Gefühl, dass sie sich für ihre Alben immer mehr die nötige Zeit geben, die es benötigt. Und dann kommen halt so Alben zustande, wie eben "One Foot..." oder auch das letzte. Ja, die Songs die du verlinkt hast zeugen von melodiösem Material. Ich bin gespannt und könnte mir gerade in den Hintern beißen, die Band vor etwas anderthalb Wochen nicht live gesehen zu haben.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 26. Januar 2023, 19:48
Puh, schwierige Wochen zuletzt, was forales Engagement angeht. Erst Soundcheck-Abgabe, dann jede Menge Termine, eine kurz aber heftig zuschlagende AI-Grafikdesign-Sucht und jetzt eine äußerst eklige Bronchitis bei einem Arbeitsanfall, der Zuhausebleiben nicht wirklich zulässt. Nun, was will man machen... Bevor die Kiste ganz einschläft wollen wir mal das nächste Album dran hängen: SCORPIONS "Rock Believer"Die guten alten Skorpiöner aus Hannöver sind wie der alte Holzmichel. Sie leben noch... und wie! Die Band hat zwar hin und wieder mal ein wenig geschwächelt, gerade in den späten 1990ern, doch Mitte der 2000er ging es dann wieder aufwärts, wenn auch selten auf richtig durchgehende bestechendem Niveau auf Albumlänge. Gerade das letzte Studioalbum "Return To Forever" fühlte sich doch zumindest in den zahlreichen expandierten Versionen etwas stark fillerlastig an, und auch recht lasch produziert. Das ist nun bei "Rock Believer" anders, wie ich finde. Das fängt beim gelungenen Artwork an, das förmlich nach 80er-Scorpions schreit, das geht bei der fetten, knackigen, gitarrenlastigen, toll differenzierten und auch dynamischen Produktion weiter, und das hört bei den Songs auf, die weitgehend recht hart sind, grooven, rocken, und Biss haben, auch wenn Klaus Meine natürlich nicht ohne Balladen auskommt. Aber warum sollte er denn auch, ist er doch einer der besten Balladensänger ever. Ja, die Songs, nun, im Prinzip ist das strukturell durchaus simpel, die Reime fraglos Scorpions-typisch nicht immer höchste Poesie, aber die Stücke sind allesamt griffig, die Refrains mega eingängig ohne aufdringlich zu sein, und die Finesse passiert hier im Kleinen. Wenn die eine Gitarre den Akkord auf der linken Box spielt, und mit kurzer Verzögerung die rechte Box antwortet, wenn der Bass immerdar herrlich organisch pumpt, und wenn Mikkey Dee an den Drums zaubert, dann merkt man meinfach, dass hier sowohl an den Instrumenten als auch an den Reglern echte Meisterkönner am Werk sind. Das schraubt dir eben nicht jeder Rookie am Laptop-Studio so zusammen. In Sachen Songtypen gibt es alles vom Goodtime-Schweinerocker, über den doomigen Groover ('Seventh Sun') und allerlei straighte, ziemlich harte Rockhymnen oder pure Rock'n'Roller bis hin zur Ballade. Nächstes Jahr ist 60. Bandjubiläum. Unfassbar, oder? Hier die Hörproben: https://www.youtube.com/watch?v=fUWcVNLNvrs - die harte erste Single 'Peacemaker' https://www.youtube.com/watch?v=TllvFtkXMBE - das Titelstück 'Rock Believer' https://www.youtube.com/watch?v=syNDdIfKbkw - Ballädsche... 'When You Know (Where You Come From)' https://www.youtube.com/watch?v=6MUY50Z5SDk - groovy & doomy 'Seventh Sun'
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von Pillamyd » Donnerstag 26. Januar 2023, 21:46
Erstmal gute Besserung, Rüdiger!
Super Scheibe. Für die Top 10 hat es nicht gereicht. Für eine erweiterte Liste zur Top 20 wäre sie bei mir aber auf jeden Fall drin.
"Seventh Sun" und "Shining Of Your Soul" sind hier die Songs die ich richtig toll finde. "Shining Of Your Soul" ist wohl der draufgängerische Bruder von "Is There Anybody Out There". Mir gefällts richtig gut.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 26. Januar 2023, 23:34
Pillamyd hat geschrieben:Erstmal gute Besserung, Rüdiger!
Dankeschön! Es ist angenehmer, wenn man sich mit Musik und Schreiben ablenkt, von daher machen wir einfach weiter, und zwar mit etwas ziemlich Exotischem. Hat bei Musiksammler außer mir gerade nur der berühmte Thailänder in der Sammlung, und das, obwohl die Band seit einigen Jahren auch einen europäischen Vertrieb hat. Dabei ist es eine uralte Band, in ihrem Heimatland eine Institution (wenn man bedenkt, dass Metal dort an sich nicht stattfindet, dann bedeutet auch das nur Clubgigs), und das Album dürfte auch schon knapp das Zwanzigste sein. I hereby proudly present... HOLY DRAGONS "Jörmungandr - The Serpent of the World"Mit HOLY DRAGONS aus Kasachstan habe ich eine recht lange gemeinsame Geschichte. Irgendwann mal ein Album besprochen, dann ein ellenlanges Interview gemacht, dann noch ein Album, und seither nie aus den Augen verloren. Objektiv betrachtet ist das schon ein etwas schräger Stil, den die vier Musiker aus Zentralasien hier abliefern, mit einigen konventionellen Zutaten, aber in einem kruden Mix, den man möglicherweise nur lieben oder hassen kann. Bei mir hat Amors Pfeil längst eingeschlagen, und so ist eine neue HOLY DRAGONS für mich immer eine große Freude. Besondere Ehre am Rande... in dem hier im Magazin von Frank besprochenen 2007er-Album dankt die Band mir und Powermetal.de in den Credits. Kommt mal vor. Sieht aber schon besonders scharf aus, wenn das die einzigen drei Worte in Lateinschrift in einem komplett auf Kyrillisch geschriebenen Booklet sind. Da ist man gleich ganz besonders exponiert. Coole Sache! Alleinstellungsmerkmal und sicherlich auch die größte Klippe für Interessenten ist tatsächlich der Gesang, denn erst fragt man sich direkt, ob da ein überdrehter Mann singt, oder vielleicht doch eine hysterische 80er-Jahre-Hardcore-Keiferin. Grob gesagt ist die schrille Gesangsdarbietung irgendwo zwischen einem überdrehten Rob Halford, einem gewohnt schiefen Steve Sylvester von DEATH SS, einem grummeligen Dave Mustaine, der unsterblichen Wendy O Williams (nur viel höher) und in den extremeren Momenten aktuelleren Hardcore-Frontladies oder etwa GWARs ehemaliger Backing Sängerin Slymenstra Hymen. Und wegen des androgynen Namens völlig verwirrt offenbart sich am Ende der Holzweg und es ist eben doch eine Sängerin. Gitarristin und Bandgründerin Chris "Thorheim" Caine hat nämlich auf dem vorangegangenen Album nach unzähligen Mikrowechseln der Vergangenheit schlicht selbst das Mikro übernommen. Wobei ein offenes Geheimnis ist, dass man in Kasachstan einfach nicht so heißt. Das Pseudonym im Pseudonym ist daher einigermaßen drollig, und der androgyne Vorname trägt weiter zur Verwirrung bei. Kommt man auf den Gesang klar, dann kann man Spaß mit dem Oeuvre haben, denn das ist instrumental echt phänomenaler Shred, den die Jungs und Dame hier an den Instrumenten abliefern, vor allem der Bass sticht außergewöhnlich heraus. Die Produktion ist super, wie fast immer in Osteuropa (and beyond...), und stilistisch haben wir einen wilden aber urklassischen Mix aus Judas Priest, Motörhead, Manowar, Teutonenstahl, etwas Punk, melodischem Thrash und einer gelegentlichen Old-School-HC-Keule. Völlig eigenwillig, durchaus schräg, für mich aber wahnsinnig eigenständig und... jo... super halt! Hörproben: https://www.youtube.com/watch?v=tNNkagetu_Y - 'Jörmungandr' https://www.youtube.com/watch?v=JNDkBVcVzWg - 'Somebody's Life' Ich packe noch ein ziemlich cooles Livevideo von einer Clubshow in Almaty dazu, das zeigt, wie gut die Musiker wirklich sind: https://www.youtube.com/watch?v=V2G1OHZHicMBis gespannt auf etwaiges Feedback! 
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von Julian Rohrer » Samstag 28. Januar 2023, 13:56
Ach wie cool, dass HD wieder was Neues am Start haben. Werde ich mir direkt geben.
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von frankjaeger » Samstag 28. Januar 2023, 14:07
Die Scorps ohne Hörbeispiel 'Gas In The Tank'? Interessant Eine neue HOLY DRAGONS? Noch viel interessanter.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 2. Februar 2023, 23:57
Ein bisschen weiter im Text: OVER THE UNDER "Red Album"Wer in den Neuzugänge-Thread schaut, der weiß, dass die Band bei mir zu Hause noch komplett neu ist, und auch neu komplett. Das hier vorgestellte Album kenne ich aber schon seit vergangenem Jahr, in dem es auch erschienen ist. Die Band hat 2022 bei unseren Freunden von den Augsbangers gespielt, und unser Team ordentlich begeistert, so dass sie 2023 bei unserem "Gas gäba!"-Festival in Steinberg spielen wird, und damit die erste internationale Band auf unserer Bühne sein wird. Das Trio stammt aus Bygoszcz im Herzen Polens und spielt eine richtig intensiv groovend Mischung aus melodischem Thrash Metal wie Metallica, Sabbath-Doom, Groove/Sludge Metal, Südstaaten Metal (BLS) und hier und da sogar ein wenig Songwriter-Country. Damit sind sie dann nicht nur unser erster Act aus Polen, sondern auch stilistisch der Exot des ansonsten eher traditionsmetallischen Billings. Aber die Band ist einfach ein toller Liveact, und überdies Weltrekordhalter mit 100 Gigs an 100 aufeinander folgenden Tagen einer von der Band selbst gebuchten Tour. Wir freuen uns riesig auf die Band, und yours truly hat sich natürlich zur angemessenen Vorbereitung bei Bandcamp die ganze Diskographie bestellt. Das neue Album "Red" ist dabei eine ziemlich Granate von einem Antikriegsalbum, dessen Songs ganz unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs stehen und das musikalisch sehr würdig und intensiv umsetzen: Vielseitig und abwechslungsreich, immer groovend wie die Sau, direkt, emotional, mal hart, mal melancholisch, beim eröffnenden Titelstück überraschend symphonisch im Einstieg, dann eher Sludge- und auch etwas Alternative-lastig, beim tollen, flotten 'Letter To Mother War' ziemlich Metallica-lastig, der Nausschmeißer 'Rain' komplett lounge-jazz-mäßig entrückt, jammy und abgespaced. Hörproben speziell vom hier vorgestellten Album im Detail gibt es in Form wirklich toller Videoclips hier: https://www.youtube.com/watch?v=Nlr8u8zW8wc - 'Letter To Mother War' https://www.youtube.com/watch?v=nK3AfDBWw2M - 'Red' Hörproben in Form aller Songs der Band überhaupt gibt es eben dorten: https://overtheunderband.bandcamp.com/Und alle (sehenswerten) Videoclips dorten: https://www.youtube.com/@overtheunderband/videos
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von Pillamyd » Sonntag 5. Februar 2023, 20:20
"Holy Dragons" sagt mir nichts. Rein musikalisch finde ich den zweiten Song etwas cooler. An den Gesang muss man sich allerdings gewöhnen. Ich möchte hier noch gar nicht abschließend urteilen. Das muss ich noch öfters hören. "Over The Under": Oha, das finde ich ziemlich stark, was ich da hören darf. Ziemlich interessante Mischung. Es klingt tatsächlich wie schneller Metal mit doomingen Gitarren. Diese könnten für meinen Geschmack im schnellen Riffing etwas mehr Luft vertragen. Aber das ist ein überaus überzeugender Song. Das klingt im zweiten Song dann schon etwas geiler. Und wie sogar! Ist notiert...Dankeschön 
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von Rüdiger Stehle » Montag 6. Februar 2023, 00:54
Cool, dass dir die Polen von OVER THE UNDER gefallen. Ist ja gar nicht so 100% mein Leib- und Magen-Stil, aber die Band hat echt das gewisse Etwas. Freut mich, dass ich damit nicht alleine dastehe. Wobei das bei uns im Club auch eingeschlagen hat, und da ist keiner wirklich prädestiniert für den Stilmix. Coole Truppe! --- Das nächste Album in der Liste ist eines, das ich normalerweise nicht in meinen Jahrescharts erwarten würde, einfach, weil es ein Coveralbum ist, und ich davon ja nun normal nicht der größte Fan bin. Aber dafür gehöre ich sicher zu den großen Fans des Mannes, der es eingetütet hat... UDO DIRKSCHNEIDER "My Way"Fränky und ich haben dazu ja ein Special gemacht, und ich glaube es gibt gar nicht so viel, was wir nicht zu der Scheibe geschrieben hätten: https://www.powermetal.de/content/artik ... 191-1.htmlDaher will ich es an dieser Stelle eher knapp zusammenfassen: "My Way" schafft mit einer beeindruckenden Leichtigkeit, beide Aufgaben zu erfüllen, die ein gutes Cover-/Tribute-Album so erfüllen kann. Zum einen ist es eine wunderbar echt und ehrlich wirkende Verneigung vor den Musikern, die Udo selbst von seiner Jugend bis heute beeinflusst haben, und zwar ohne sich Gedanken darüber zu machen, was "geht" und was "nicht geht". Er steht zu allem, was ihm wichtig war, und bringt das auch völlig klischeefrei rüber, ohne Rücksicht auf das Standing der Songs und Künstler in seiner Hauptzielgruppe. Und zum anderen gelingt ihm auch das größere Kunststück: Er schafft es, die Songs so zu interpretieren, dass man ihnen allen anhört, in welcher Weise sie ihre Spuren im Künstler Udo Dirkschneider hinterlassen haben. Das Album läuft trotz seiner komplett heterogenen Songauswahl so wie aus einem Guss durch und es könnte ohne Weiteres auch eine U.D.O.-Scheibe sein. Der Mann mit der Reibeisenstimme kann auch Songs von Dio oder Freddy Mercury singen. Natürlich nicht besser als jene Legenden, das ist auch nicht das Ziel des Spiels. Aber er kann sie zu Udo-Songs machen, bei denen es einem gar nicht komisch vorkommt, dass da jemand anderes singt. In Sachen Coverscheiben wohl die perfekteste, die ich in der Sammlung habe. Auch durch die ganzen ehemaligen und gegenwärtigen Wegbegleiter, die mit an Bord sind. Mathias Dieth, Peter Baltes, Stefan Kaufmann... Nochmal alles Gute zum Siebzigsten UDO, und danke für alles! Und wie viel Spaß Deutschlands Metal-Schlachtross #1 an der Sache hat, sieht man hier: https://www.youtube.com/watch?v=CqOvc6dClaQ - 'We Will Rock You' (Was für ein Videoclip!) https://www.youtube.com/watch?v=5SChcPwjiWY - 'Kein Zurück' (mal auf Deutsch) https://www.youtube.com/watch?v=Jc7V5gflVps - 'Jealousy'
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