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von TobiasDahs » Mittwoch 18. Januar 2023, 11:52
Lustig, dass ihr hier über Jesper Strömblad gesprochen habt ... In unserer IN FLAMES Folge im Podcast (kommt bald) habe ich auch festgestellt, das Jesper ein Indiz dafür ist, dass mir eine Platte gefällt  IN FLAMES solange er da war, SINERGY und auch THE RESISTANCE fand ich extrem cool. THE HALO EFFECT war dann auch entsprechend mein Album des Jahres 2022. Übrigens glaube ich nicht, dass das bewusstes Abkupfern beim eigenen Frühwerk ist. Jesper hat eine ganz eigene Art Riffs und Melodien zu schreiben. Ich glaube viele dieser Referenzen kommen dann auch einfach unbewusst zustande, weil es einfach sein ganz persönlicher Stil ist.
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von Feamorn » Mittwoch 18. Januar 2023, 12:22
TobiasDahs hat geschrieben:Übrigens glaube ich nicht, dass das bewusstes Abkupfern beim eigenen Frühwerk ist. Jesper hat eine ganz eigene Art Riffs und Melodien zu schreiben. Ich glaube viele dieser Referenzen kommen dann auch einfach unbewusst zustande, weil es einfach sein ganz persönlicher Stil ist.
Das war von mir auch nicht unbedingt negativ gemeint, aber es ist schon frappierend, wie nah einige Songs des THE-Albums, vor allem, an der Colony sind. Insbesondere, da mich In Flames auch MIT Jesper ja mit allem nach Clayman schon verloren hatten damals. Da muss zu einem Teil bewusste Entscheidung bei sein.  Aber generell ja, so von außen betrachtet wirkt es auf mich jetzt halt schon etwas so, dass Björn (und Anders?) die treibende Kraft waren, die sich von den IF, die ich geliebt habe, weg bewegt haben. Denn jetzt machen Jesper, Daniel und Peter plötzlich wieder Musik, die mir deutlich besser gefällt. (Und nur, um das noch mal festzuhalten, noch immer kein böses Blut gegen die heutigen In Flames, wobei es echt merkwürdig ist, jetzt effektiv zwei In Flames zu haben. Und eine Sache, die ich mich die letzten Tage gefragt habe, für mich tatsächlich ein großer Knackpunkt: fangen THE irgendwann auch an, alte In Flames Sachen zu spielen? Also live? Das fehlt mir nämlich tatsächlich. Ich werde ziemlich sicher auf kein In Flames Konzert mehr gehen, um die geringe Chance zu haben, mir einen oder zwei Songs, die ich mag anhören zu können, zwischen ein bis zwei Dutzend stücken, die mir egal sind. Das Verhältnis war für meinen Geschmack auf der Come Clarity Tour schon völlig aus dem Ruder.)
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von TobiasDahs » Mittwoch 18. Januar 2023, 12:32
Hast du die Setliste der letzten IF-Tour gesehen und die Singles von "Foregone" gehört. Für mich ist das die beste Platte seit "Come Clarity" und es haben auch wieder in paar Klassikern den Weg ins Set geschafft ...
Allerdings sagst du ja auch, dass IF dich nach "Clayman" verloren haben, daher ist "Foregone" dann vielleicht nicht deine Baustelle, denn bei allem oldschool Vibe ist es doch eher ein Anschluss an die frühen 2000er.
Was die alten IF-Songs angeht ... es war im Freundeskreis ewig ein Running Gag, dass wir eine IF-Coverband namens "Whoracle" gründen sollten, die nur Songs bis einschließlich "Colony" spielt. Einfach weil wir die Songs in ihren Live-Versionen auch so sehr vermisst haben bei IF-Shows.
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von Feamorn » Mittwoch 18. Januar 2023, 12:44
TobiasDahs hat geschrieben:Hast du die Setliste der letzten IF-Tour gesehen und die Singles von "Foregone" gehört. Für mich ist das die beste Platte seit "Come Clarity" und es haben auch wieder in paar Klassikern den Weg ins Set geschafft ...
Allerdings sagst du ja auch, dass IF dich nach "Clayman" verloren haben, daher ist "Foregone" dann vielleicht nicht deine Baustelle, denn bei allem oldschool Vibe ist es doch eher ein Anschluss an die frühen 2000er.
Jepp, exakt das ist mein Problem. Habe in ein paar neue Stücke reingehört, schon als so viele meinten "wieder wie früher", das Problem war dann halt, dass die Leute so jung sind, dass für die "wie früher" eben schon die Phase war, die ich nicht mehr mochte. Ich mag halt schon weder RTR, noch STYE (die hat mir damals "das Herz gebrochen", als ich noch dachte, RTR wäre evtl. nur ein Ausrutscher), noch CC. Ich denke, das Thema ist, mit diesen Musikern, für mich einfach durch. Kann man nichts machen. Habe mich da ja auch eigentlich vor ein paar Jahren endlich mit abgefunden. (Bis Siren Charms hab ich ja noch jedes Album geholt, in der Hoffnung, doch nochmal einen Anschluss zu finden.) Was die alten IF-Songs angeht ... es war im Freundeskreis ewig ein Running Gag, dass wir eine IF-Coverband namens "Whoracle" gründen sollten, die nur Songs bis einschließlich "Colony" spielt. Einfach weil wir die Songs in ihren Live-Versionen auch so sehr vermisst haben bei IF-Shows.
 Das war eine gute Idee! Aber genau das meine ich halt, den Job könnten The Halo Effect ja eigentlich wunderbar übernehmen.  Es war bei der CC Tour halt in Köln damals echt komisch. Die haben glaub ich zwei(?) Songs Prä-Clayman gespielt und als ich und die Kumpels da voll zu abgingen kamen von den Leuten um uns herum unheimlich viele Blicke voll Unverständnis und Irritation (kein Witz, so komisch bin ich beim Headbangen bis dahin und seitdem nie angeschaut worden). Das war der Punkt, als mir klar wurde, dass da ein relativ harter Bruch durch die Fans geht. (PS: Habe nachgeguckt, es waren fünf Stücke aus der Zeit vor Clayman, aber in zwei Blöcken (recht früh im Set Insipid 2000, Colony und Behind Space, später dann Moonshield und Episode 666). Das war bei 21 Songs jetzt auch schon nicht mehr soooo die geile Quote (dazu zwei Songs von Clayman).)
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von Feamorn » Mittwoch 18. Januar 2023, 12:46
PS: Fairerweise, die Setlist vom letzten Konzert im Dezember hätte die selbe Quote wie damals (bzw. einen Hauch besser), sechs Songs von Clayman und früher, bei 17 gesamt. Das ist besser, als ich vermutet hätte, muss ich zugeben. Gerade angesichts der Tatsache, dass der Anteil an Alben nach Clayman ja heute viel größer ist.
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von Pillamyd » Mittwoch 18. Januar 2023, 13:02
Ich bin doch froh, dass jetzt erst gelesen zu haben. G und L wären nämlich der Spoiler gewesen. Also gut...weiter gehts: Lorna Shore:Ich erkenne warum da so viele Gefallen dran finden. Ich kann damit herzlich wenig anfangen. Bei manchen Parts horche ich was die Gitarren anbelangt auf. Aber im gesamten ist mir das zu viel des guten. Vom Schlagzeug angefangen, der mir als erstes ins Gesicht hüpft, bis hin zum Gesang, der zwar in seinen Grenzen abwechslungsreich ist, den ich aber nicht nachvollziehen kann. "Sun/Eater" ist mir dann auch mit seinen Hintergrundmelodien viel zu überladen. Das klingt für mich irgendwie von allem ein bisschen was. Da geht der Song an sich verloren. Kernpunkt scheinen auch hier wohl die Refrains zu sein, wenn es denn welche sind. Die Krachmuckerfolge habe ich gesehen, im Podcast zum Jahresrückblick ging es auch um das Album. Und allen war das Album auch irgendwie zu lang. Kann ich, ohne das Album zu kennen, nachvollziehen. Wahrscheinlich aus einem anderem Grund. Aber immerhin... Ghost:Erschreckend wie wenig mir die Songs im Kopf sind, wenn ich sie nur lese. Ich habe ja schon an anderer Stelle bemerkt, wie das abgebaut hat bei mir. Und wir haben ja auch schon drüber geredet. Alles sehr gut gemacht, aber ich habe wenig Lust auf das Album. Jetzt merke ich Esel erst, dass ich vergessen habe beim Poll mitzumachen 
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von Feamorn » Mittwoch 18. Januar 2023, 13:41
Pillamyd hat geschrieben:Lorna Shore:Ich erkenne warum da so viele Gefallen dran finden. Ich kann damit herzlich wenig anfangen. Bei manchen Parts horche ich was die Gitarren anbelangt auf. Aber im gesamten ist mir das zu viel des guten. Vom Schlagzeug angefangen, der mir als erstes ins Gesicht hüpft, bis hin zum Gesang, der zwar in seinen Grenzen abwechslungsreich ist, den ich aber nicht nachvollziehen kann. "Sun/Eater" ist mir dann auch mit seinen Hintergrundmelodien viel zu überladen. Das klingt für mich irgendwie von allem ein bisschen was. Da geht der Song an sich verloren. Kernpunkt scheinen auch hier wohl die Refrains zu sein, wenn es denn welche sind. Die Krachmuckerfolge habe ich gesehen, im Podcast zum Jahresrückblick ging es auch um das Album. Und allen war das Album auch irgendwie zu lang. Kann ich, ohne das Album zu kennen, nachvollziehen. Wahrscheinlich aus einem anderem Grund. Aber immerhin...
Wie gesagt, ich kann jeden verstehen, der sagt "das ist mir zuviel", ich bin halt froh, das hier bekommen zu haben. Das mit der Länge ist aber tatsächlich schon fast eine Binsenweisheit. Gute Death Metal Alben, zumindest die von der schnellen/rasenden Gattung sind eigentlich immer kurz. Ich bin gerade mal durch die Diskographien von TBDM und Vader gegangen, bis auf wenige Ausnahmen sind die Alben da unter 40 Minuten, einige sogar nur gerade so eine halbe Stunde. Das hat ja alles Gründe. Solche Musik, so gerne ich sie mag, strengt an. Und sowohl TBDM als auch Vader sind deutlich weniger anstrengend, als eben die Lorna Shore, und dann kommt ausgerechnet die mit über 60 Minuten um die Ecke. Das ist ein valider Kritikpunkt. Bei mir passt es hier zufällig trotzdem, aber klug ist das, mMn, nicht. Mir ist z.B. gerade das erste mal aufgefallen, dass die steigende Laufzeit der TBDM-Alben in etwa mit der steigenden Kritik der Fans, einhergeht. Jetzt frage ich mich natürlich schon, ob das nur eine Korrelation oder doch vielleicht sogar eine Kausalität ist. (Bei Vader gilt übrigens Ähnliches, wobei die im Schnitt kürzer geblieben sind.) Ich glaube, eine Gewisse Länge brauchen die Lorna Shore Sachen durch die eingeflochtene Symphonic Black Metal Epik, aber ich denke, ähnlich wie Ernie, dass ich das Ding keinen Deut schlechter fände, wenn nur die ersten drei und die letzten drei Stücke drauf wären (also jetzt "zufällig" meine Favoriten  ). Und dann wären wir wieder unter 40 Minuten. Allerdings bin ich ohnehin sehr häufig ein Freund von eher knackigen Spielzeiten. Ich sitze nach einem Album lieber da und hätte mehr gehabt, als irgendwann, wenn es noch läuft, zu denken "och, so langsam bin ich satt". Hinterlässt, bei mir, einen besseren Eindruck.  (Egal welches Genre!) Zu Ghost kam mir gerade noch ein anderer Gedanke, hier läuft gerade das letzte Cruachan-Album, und ich hab ja gemeint, dass Respite schwächer als etwa Monstrance Clock ist als Abschluss. Ich denke mir bei Cruachan gerade wieder, wie wertvoll es ist, dass die letzten Stücke des Albums nochmal so richtig reinhauen. Ich glaube, wenn man ein Album mit einem starken Stück schließt, steigt der Qualitätseindruck des Gesamtwerks überproportional. (Vermutlich bin ich gerade Captain Obvious?  )
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von Drumtier » Montag 30. Januar 2023, 21:49
Feamorn hat geschrieben:TobiasDahs hat geschrieben:Hast du die Setliste der letzten IF-Tour gesehen und die Singles von "Foregone" gehört. Für mich ist das die beste Platte seit "Come Clarity" und es haben auch wieder in paar Klassikern den Weg ins Set geschafft ...
Allerdings sagst du ja auch, dass IF dich nach "Clayman" verloren haben, daher ist "Foregone" dann vielleicht nicht deine Baustelle, denn bei allem oldschool Vibe ist es doch eher ein Anschluss an die frühen 2000er.
Jepp, exakt das ist mein Problem. Habe in ein paar neue Stücke reingehört, schon als so viele meinten "wieder wie früher", das Problem war dann halt, dass die Leute so jung sind, dass für die "wie früher" eben schon die Phase war, die ich nicht mehr mochte. Ich mag halt schon weder RTR, noch STYE (die hat mir damals "das Herz gebrochen", als ich noch dachte, RTR wäre evtl. nur ein Ausrutscher), noch CC. Ich denke, das Thema ist, mit diesen Musikern, für mich einfach durch. Kann man nichts machen. Habe mich da ja auch eigentlich vor ein paar Jahren endlich mit abgefunden. (Bis Siren Charms hab ich ja noch jedes Album geholt, in der Hoffnung, doch nochmal einen Anschluss zu finden.) Was die alten IF-Songs angeht ... es war im Freundeskreis ewig ein Running Gag, dass wir eine IF-Coverband namens "Whoracle" gründen sollten, die nur Songs bis einschließlich "Colony" spielt. Einfach weil wir die Songs in ihren Live-Versionen auch so sehr vermisst haben bei IF-Shows.
 Das war eine gute Idee! Aber genau das meine ich halt, den Job könnten The Halo Effect ja eigentlich wunderbar übernehmen.  Es war bei der CC Tour halt in Köln damals echt komisch. Die haben glaub ich zwei(?) Songs Prä-Clayman gespielt und als ich und die Kumpels da voll zu abgingen kamen von den Leuten um uns herum unheimlich viele Blicke voll Unverständnis und Irritation (kein Witz, so komisch bin ich beim Headbangen bis dahin und seitdem nie angeschaut worden). Das war der Punkt, als mir klar wurde, dass da ein relativ harter Bruch durch die Fans geht. (PS: Habe nachgeguckt, es waren fünf Stücke aus der Zeit vor Clayman, aber in zwei Blöcken (recht früh im Set Insipid 2000, Colony und Behind Space, später dann Moonshield und Episode 666). Das war bei 21 Songs jetzt auch schon nicht mehr soooo die geile Quote (dazu zwei Songs von Clayman).)
Zu deiner Einschätzung, dass der Klargesang das THE-Album eigentlich schlechter macht, kann ich dir nur beipflichten. Ich mag Mikael Stannes klaren Gesang ja an sich sehr gerne, aber ich habe nach den ersten Songs auf dem Album shcon damit gerechnet/darauf gehofft, dass das im Old-School-Sinne beim harschen Gesang bleibt und noch dazu sind die Passagen mit Klargesang dann auch alle eher halbgar. Ich finde es aber nicht komisch, sondern ganz gut, dass es jetzt praktisch zwei In Flames gibt. Ich hoffe auch immer noch ein bisschen, dass THE irgendwann alte IF live spielen, aber ich glaub nicht, dass sie in so "offene" Konkurrenz treten wollen. Ich habe mittlerweile auch schon viele Konzerte von In Flames ausgelassen, eben aus diesen Gründen, dass es sich für 1, 2 Songs nicht rentiert und man dabei nur komisch angesehen wird. Aber auch hier zeigt sich der positive Einfluss von THE, weil sie zwar nicht in direkte Konkurrenz treten, aber IF trotzdem Feuer unterm Arsch machen. Jetzt wissen sie nämlich ganz offiziell, dass immer noch ein großer (!) Markt für ihre alte Musik da ist und entweder sie überlassen das THe und konzentrieren sich auf ihren neuen Kram oder sie wollen beide abdecken. Sie versuchen zweiteres, schreiben erfrischend gute Songs und spielen erfrischend alte Songs auf ihren Touren. Die letzte Tour war in der Hinsicht geradezu fantastisch. Behind Space und Graveland waren zwei absolute Highlights für mich. Auf manchen Konzerten haben sie sogar noch Stand Ablaze von der Subterranean-EP gespielt, leider in Wien nicht, da wär ich wohl in Tränen ausgebrochen 
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