Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Samstag 24. Dezember 2022, 01:30

Pillamyd hat geschrieben:Ich möchte diesen Thread auch damit nicht dafür ausnutzen diese Themen zu besprechen. Nur wenn es für dich in Ordnung ist. Ich hätte tatsächlich noch einiges zu dem Thema zu sagen. Aber da man das im Erkenntnis Thread auch schon angesprochen hat, kann man das auch ruhig dahin verlegen.


Von mir aus gerne in dem anderen Thread. Ich kann Dich und holg hier natürlich auch verstehen. Ich habe von daher ehrlich gesagt hier jetzt gar nicht das große Bedürfnis darüber zu diskutieren.
Ich werkele mal lieber weiter an meiner Top Ten. ;-) Morgen Platz 8...bzw. heute... :)
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Pillamyd » Samstag 24. Dezember 2022, 01:33

Wie gesagt, wollte da nicht so das große Fass aufmachen.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 24. Dezember 2022, 08:45

Havoc, gerade weil ich Deinen Enthusiasmus für Musik in vielen Deiner Texte lese, bin ich ja so erstaunt. Das war also überhaupt kein Angriff. Sorry, falls das anders rüber kam,
Zu Deinen bsiherigen Plätzen:
Long Distance Calling finde ich ziemlich toll. Aaaaaber: Wie zu erwarten, fehlt mir auf Konserve der Gesang dann doch. Dazu bin ich zu sehr auf diesen Bestandteil fixiert. Live holt mich die Band aber jedes Mal voll ab, auch ohne dass ich die Songs kennen muss.

Zu Zero Hour habe ich ein etwas seltsames Verhältnis. "Towers Of Avarice" hat bei Erscheinen komplett bei mir eingeschlagen, läuft aber seit Jahren bei mir kaum noch. Woran es liegt kann ich schlecht in Worte kleiden. Irgendwie ist die Band danach schnell aus meinem Radar gewandert, weil ich alles danach nur noch gut fand. Das gilt auch für die Nebenprojekte der Brüder. Vielleicht höre ich hier aber doch mal wieder rein. Auf jeden Fall liegt die "Towers Of Avarice" hier auf dem "mal wieder hören"-Stapel. Danke für diese Anregung!

Bin gespannt, wie es hier weiter geht.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Samstag 24. Dezember 2022, 13:51

Holger Andrae hat geschrieben:Havoc, gerade weil ich Deinen Enthusiasmus für Musik in vielen Deiner Texte lese, bin ich ja so erstaunt. Das war also überhaupt kein Angriff. Sorry, falls das anders rüber kam.


Alles gut. Bloß kein Stress am heiligen Abend. :)
Habe das nicht als Angriff empfunden. War nur ein kleinwenig über die Aussage verwundert. Genauso wie du erstaunt über meine warst. Aber alles im Rahmen. Ich kann Dich wie gesagt auch gut verstehen. Und eigentlich würde ich mich ja auch gerne 7 Stunden am Tag mit Musik beschäftigen. Der Enthusiasmus ist zum Glück immer noch da. Ansonsten würde ich wohl auch keine solche Top Ten am Jahresende erstellen. Also... :bier: ...hier schon mal Platz 8, da ich...ihr erratet es...heute Abend keine Zeit habe. :grins: So. Jetzt höre ich aber auf mit diesem zeitlichen Gejammer. Heilig Abend mit der Familie ist ja auch was Schönes. Zumal es immerhin eine neue CD geben wird...die ich mir selbst schenke. Die eigentlich traditionelle "CD statt Böller"-Aktion fällt aber dafür in diesem Jahr flach. Also...feiert alle schön. :)


Platz 8

KREATOR – Hate Über Alles

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Ich war gerade mitten in einer kleinen Kreator-Euphorie, als die Nachricht zu einem neuen Album die Runde machte. Da freut man sich dann natürlich erstmal umso mehr. Und das Coverartwork, vom mittlerweile in diesen Kreisen relativ bekannten Künstler Eliran Kantor, tat sein Übriges. Richtig schick und passend. Sitzt wie ne Eins. Das Album konnte mich dann auch direkt vom ersten Spin an ziemlich (wenn auch nicht vollends) begeistern. Es ist zwar wieder sehr typisch geworden, aber es gibt auch kleine Überraschungen (Frauenstimme in einem meiner Faves des Albums „Midnight Sun“). Eine Band wie Kreator hat es aber auch gar nicht mehr nötig groß zu überraschen. Vielmehr haben sie über all die Jahre bewiesen, dass sie es können. Und seit dem 2001er „Violent Revolution“ haben sie eh ihren eigenen Stil etabliert und gefunden, nachdem sie in den Jahren davor viel ausprobiert haben. Dennoch muss ich gestehen, dass das Album nach einer ersten kleinen Euphorie etwas abflachte. Doch einige Wochen später machte es dann auf einmal wieder richtig Bock. Alle Songs sind mindestens gut, auch wenn "Become Immortal" schon arg an der Kitschgrenze entlang schliddert. Im Endeffekt war mir das Album aber doch einen Platz in den Top Ten wert. Ich denke Kreator haben mit diesem Langspieler wieder sehr viel richtig gemacht, auch wenn ich es gar nicht mal zwingend über den aus meiner Sicht ebenfalls richtig starken Vorgänger „Gods Of Violence“ stellen würde.

Anhören -> „Strongest Of The Strong“

https://www.youtube.com/watch?v=N0hi1UqRvHI
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Sonntag 25. Dezember 2022, 22:24

Platz 7

ODDLAND – Vermilion

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Diese, laut Metal-Archives bereits seit 2003 aktive Band, hat es bisher auf „nur“ drei Studioalben gebracht. Aber bekanntlich ist die Qualität ja meist wichtiger als die Quantität. Und was das betrifft liefern die Finnen auch mit ihrem neuesten Streich wieder ab. Das erste Album erinnerte damals von der Machart und auch vom Gesang her etwas an neumodischere härtere Opeth, während man auf Nr. 2 dann zugleich kompakter aber dennoch eher noch sperriger, härter und djentiger vorging. So ein wenig in Richtung Meshuggah schielend. Das faszinierte mich damals so sehr, dass ich dem Ding das Etikett „Album des Jahres 2016“ anheftete. Rückblickend war das aber wohl die falsche Entscheidung, da es eigentlich „Theories Of Flight“ von Fates Warning noch eher verdient gehabt hätte. Egal. Hinterher weiß man immer mehr. Was bietet uns also „Vermilion“? Echt schwer in Worte zu fassendes Album. Es ist aus meiner Sicht deutlich weniger songdienlich als der Vorgänger und klingt dennoch auch ganz anders als das erste Album. Die gern mal verwendete Floskel, dass es sich wie ein Mix aus beiden Vorgängern anhört zieht hier also auch nicht. Nee. Hier wurde wieder was ganz neuartiges geschaffen. Eine echte (schlüssige) Weiterentwicklung! Vor allem wurden vermehrt diverse Instrumente eingebaut. Piano, Tribals, Saxophon und mehr…denke ich zumindest mal. Kann es nicht alles so exakt heraushören. Sogar orientalisch und orchestral angehauchte Klänge sind zu vernehmen. Der aus fünf Teilen bestehende Titeltrack zu Beginn füllt auch gleich mal mehr als die Hälfte des ganzen, nur 38 Minuten dauernden Albums. Die geringe Spielzeit macht aber nix, da das Material schon sehr beanspruchend sein kann. Es empfiehlt sich eh, dass Ding ganz in Ruhe unter Kopfhörern einzuwerfen. Nur dann erkennt man so richtig die Finessen und Details dieses Werks. Auch die Stimmungslage ist hier echt wichtig. Ich hatte schon Durchgänge die mich regelrecht in seinen Bann ziehen konnten, während andere mich eher Stirn runzeld zurückließen, da kaum etwas hängen blieb und es gar fast nervig anmutete. Echt ziemlich krass bei diesem ungewöhnlich eigenständigen Album. Von daher belasse ich es jetzt mal bei Platz 7 wohlwissend, dass ich sicher irgendwann denke, dass es eigentlich einen höheren Platz verdient gehabt hätte. Naja. Das haben Momentaufnahmen wohl so an sich.

Anhören -> „Unity“

https://www.youtube.com/watch?v=NyYDQwxQ5xE
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Montag 26. Dezember 2022, 22:56

Platz 6

CULT OF LUNA – The Long Road North

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Diese schwedischen Postrocker haben hier in der Redaktion ja immer einen ziemlich schweren Stand. Das neue Album landete im Februar gar auf dem vorletzen Platz. Meist ist von unerträglicher zäher Musik und Gebrüll die Rede. Dass nicht jeder mit dem in der Tat sehr harschen Gesang klarkommt ist nicht verwunderlich. Und auch die manchmal eher zähe Musik ist nicht ganz ohne. Aber „unerträglich“? Ich finde eher, dass die Musik oft wunderschön ist auf ihre Art. Eine solche echt umwerfende einnehmende Atmosphäre findet man bei kaum einer anderen Formation. Völlig zu Recht gilt diese Band als Speerspitze in diesem Bereich. Gleich der recht brachiale Opener „Cold Burn“ ist ein echtes Highlight. Die ersten zwei Minuten denkt man, man wäre in der Filmmusik zu einem neuen Blockbuster von Christoper Nolan oder so. Und dann setzen die krassen Vocals ein. Ganz famoser Track ist das. Auch der zweite Song ist noch recht heavy. Danach wird es aber erst mal spürbar ruhiger und mäandernder. Die Musik wird ausgewalzt wie ein guter Plätzchen-Ausstechteig zu Weihnachten. Das nächste echte Highlight ist für mich dann der zehnminütige Titeltrack. Ein weiteres Monster von einem Song. In manchen Reviews war zu lesen, dass das Album eher COL-Standardkost wäre und die Band irgendwie nicht mehr so viel zu sagen hätte bzw. das Ergebnis eher etwas ernüchternd ist. Also ich kann das nicht bestätigen. Das Rad wird zwar hier sicherlich nicht neu erfunden, aber es klingt dennoch eigenständig und keines Wegs nach einer Art Alterswerk oder Kopie seiner selbst. Wer die Vorgänger und generell die einzigartige Atmosphäre der Band mag, der sollte eigentlich auch mit diesem Album sehr glücklich werden.

Anhören -> „Cold Burn“

https://www.youtube.com/watch?v=0alDMvVk4jY
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Dienstag 27. Dezember 2022, 21:07

Platz 5

PORCUPINE TREE – Closure/Continuation

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Insgeheim hatte man ja irgendwie schon immer damit gerechnet, dass Steven Wilson seine inzwischen fast schon legendäre Band Porcupine Tree noch mal an den Start bringt (auch wenn der Basser Colin Edwin nicht mehr dabei ist), aber Wetten hätte ich auch nicht zwingend darauf abgeschlossen. Es überraschte mich sogar eher etwas, aber natürlich war ich seit Erhalt der Info sehr gespannt auf das Werk. Einerseits ist meine Beziehung zu der Musik von Herrn Wilson zwar in den letzten Jahren etwas abgeflaut, aber eben auch gerade deswegen erhoffte ich mir umso mehr von einer PT-Reunion. Anderseits verlaufen ja auch nicht immer alle Comebacks wie erhofft. Bei diesem wird allerdings mit dem Opener „Harridan“ sehr schnell klar, dass man an die beiden letzten Alben aus den Jahren 2007 („Fear Of A Blank Planet“) und 2009 („The Incident“) nahtlos anschließt. Man ist sofort wieder im Sog und Bann dieser einzigartigen Musik. Dann geht es allerdings erstmal etwas ruhiger weiter. Und im Laufe des Albums erinnert einen das Album dann doch auch immer mehr an die Wilson-Solowerke. Sehr cool finde ich allen voran die beiden Songs „Rats Return“ und „Herd Culling“. Und auch „Walk The Plank“ hat etwas Magisches an sich. Insgesamt ist das Songwriting wirklich sehr variabel. Komplex und dennoch zeitgleich auch irgendwie melodisch und geradlinig. Bei mir hat das Album jedenfalls ziemlich gezündet und lief echt sehr häufig. Sicherlich auch wegen des famosen transparenten Sounds und der variablen kreativen hohen Schlagwerkkunst eines Gavin Harrison. Eine Rückkehr nach Maß also könnte man sagen, auch wenn es in Summe dann wohl doch nicht an die großen Klassiker der Band herankommt. Ob hier weitere Alben folgen, wird die Zeit zeigen. Ich gehe aber ehrlich gesagt fast davon aus, da mit PT sicherlich eher noch mehr CDs verkauft werden als Solo. Im kommenden Jahr soll ja wieder eine neue Wilson.-Solo Scheibe kommen. Würde mich nicht wundern, wenn dann danach wieder eine neue PT ins Haus steht. Wenn nicht, dann war das hier aus meiner Sicht auf jeden Fall ein würdiges spätes letztes PT-Werk.

Anhören -> „Harridan“

https://www.youtube.com/watch?v=AW5v4Ohxk5k
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 27. Dezember 2022, 23:04

Ich muss ja sagen, dass die PT vor allem nach dem Konzert noch in meiner Gunst gestiegen ist. Bei Veröffentlichung fand ich sie irgendwie belanglos, auch wenn da zweifellos viele gute Songs drauf sind. Hat mich allerdings auch wieder darin bestätigt, dass WILSON Solo (die ersten vier) mir meistens noch lieber ist als das Borstenvieh.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Havoc » Mittwoch 28. Dezember 2022, 11:36

Nils Macher hat geschrieben:Hat mich allerdings auch wieder darin bestätigt, dass WILSON Solo (die ersten vier) mir meistens noch lieber ist als das Borstenvieh.


Die Wilson-Soloalben haben mich ja in den ersten Jahren auch richtig begeistert. Ich finde die auch immer noch stark, aber mit den Jahren habe ich halt eher festgestellt, dass mir die besten PT-Alben noch deutlich mehr bedeuten. Allen voran "Stupid Dream", "In Absentia" und "Fear Of A Blank Planet". Auch die "Deadwing" ist richtig stark! Bei Wilson war es ja allen voran die "The Raven..." die mich begeisterte. Bereits zu dem Nachfolger "Hand. Cannot. Erase." habe ich ein wenig ein gespaltenes Verhältnis. PT ist halt insgesamt sehr viel kompakter. Bei Wilson geht es insgesamt eher weniger um den Song ansich. Außer vielleicht bei dem gerne unterbewerteten "To The Bone". Das letzte Wilson-Solo Werk fehlt mir übrigens weiterhin. Auch wenn ich es fast im Zuge der neuen PT eingepackt hätte. ;-)
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Beitragvon Jakob » Mittwoch 28. Dezember 2022, 16:44

Die KREATOR finde ich auch ziemlich gut, vor allem der Titeltrack ist eine heftige Adrenalin-Therapie und 'Dying Planet' ist ne Wucht, der hätte gern noch länger sein können. Auch die "Experimente" mit Frauengesang oder Chören finde ich gelungen, gibt aber auch ein paar sehr mittelmäßige Tracks.
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