Die Zehner der Sammlung

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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Susanne Schaarschmidt » Sonntag 27. November 2022, 00:21

[quote="Rüdiger Stehle"]Das Problem mit Instrumentalstücken ist für mich ja primär, dass da niemand singt.[/quote]

@Rüdiger&Frank: Kleine Ahnung, weshalb ihr so starke Probleme mit Instrumentals habt. Worin liegt das Problem, wenn z.B. Gitarre oder Violine den Lead übernimmt? Ist es nicht einen Extrapunkt wert, wenn ein Song auch ohne Lyrics das Gefühl bzw. Thema vermittelt? 🤔
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 27. November 2022, 03:34

Ich bin einfach ganz generell sehr gesangsfixiert. Für mich ist der Sänger nahezu immer der Leuchtturm, der mir den Weg durch die Musik weist, oder der mir eine Band unter vielen stilistisch ähnlich gelagerten Bands als Referenz nahelegt. Damit will ich nicht andeuten, dass nicht auch ein Instrumentalist eine Band zum Unikum machen könnte, nur drängt sich mir halt ein einzigartiger Gitarrenstil deutlich weniger auf als ein unverkennbarer Sänger, weil ich mit Sprache und Stimme selber mehr arbeite und dazu einen größeren Zugang habe als zu instrumentalen Fertigkeiten. Die kann ich durchaus auch bewundern, aber sie allein lösen bei mir fast nie einen Identifikationsprozess aus, der mich zum Teil der Musik machen würde. Ich denke das liegt daran, dass Sprache, Worte, Storytelling, Artikulation, Phonetik, Phrasierung bei mir ganz entscheidende Faktoren sind, um Musik als ganzheitliches Kunstwerk anzunehmen. Langer Rede kurzer Sinn: Ein Instrumental ist zwar nicht verkehrt, aber es fehlt halt genau das, was mich an Musik primär reizt: Die menschliche Stimme.
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Eike » Sonntag 27. November 2022, 04:14

Holger Andrae hat geschrieben:[D]as Burton-Gemetzel im Zähnesong ist natürlich knorke.

:respekt:
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Jens Wilkens » Sonntag 27. November 2022, 10:46

Mir geht es ganz genau wie Rüdiger. Die menschliche Stimme ist für mich ganz entscheidend, ob ein Song mich begeistert oder nicht. Und im Heavy Metal und im Hard Rock gibt es einfach sehr viele Stimmen, die ganz außergewöhnlich sind. Besonders weiß ich eine klare Artikulation zu schätzen. Vor vielen Jahren habe ich sehr viel instrumentalen Jazz gehört, aber heute fehlt mir etwas, wenn kein Gesang dabei ist. Deswegen höre ich auch nicht mehr so häufig klassische Musik wie früher.

Natürlich gibt es auch im Metal sehr gelungene Instrumentals ('The Ytse Jam', 'Crystal Ann'), aber das sind eher Ausnahmen.
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 27. November 2022, 12:03

Ich kann mich da Rüdiger und Jens nur anschließen. Ohne Gesang fehlt mir in der Regel ein entscheidender Faktor.

Komischerweise können mich instrumentale Bands live oft besser abholen. LDC höre ich at home quasi nie, aber live würde ich mir das immer wieder ansehen.
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 27. November 2022, 12:21

Instrumental mag ich meist nur Post Rock und einige Progger, Toundra, Pirate, LDC, My Sleeping Karma, Meniscus. Aber mit Gesang ist es einfach immer besser.
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 27. November 2022, 12:25

frankjaeger hat geschrieben:Instrumental mag ich meist nur Post Rock und einige Progger, Toundra, Pirate, LDC, My Sleeping Karma, Meniscus. Aber mit Gesang ist es einfach immer besser.

*außer es singt Hansi 8-)
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Eike » Sonntag 27. November 2022, 21:16

Ich hab da andere Ohren. Klar, ein toller Gesang hebt ein Musikstück oft noch einmal auf ein ganz anderes Level. Aber eine Stimme, die ich langweilig (oder gar unangenehm) finde, ist für mich automatisch ein ganz dickes Minus, da höre ich dann lieber Instrumentalmusik (oder verzichte ganz).
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Susanne Schaarschmidt » Sonntag 27. November 2022, 22:01

Nun, so wie Rüdiger es erklärt, ist es natürlich nachvollziehbar, aber ich bin da auch eher bei Eike. Bevor ich mich über schlechten Gesang ärgere, genieße ich auch gern mal ein instrumentales Album. Solche Werke sprechen dann eher auf gefühlsmäßiger Ebene zu mir. Insofern lenken mich Texte dann mitunter sogar ab. Ist halt aber auch stimmungsabhängig, worauf ich gerade Lust habe. Auf längeren Strecken ist es fast neutralisierend, zwischendurch auch mal eine instrumentale Scheibe einzulegen. Das genieße ich dann wie einen Schluck Weißwein beim Essen, um die Zunge für den nächsten Geschmack vorzubereiten. Am Montag fiel insofern mein Wahl auf MONO - Pilgrimage Of The Soul, welche bestens diesen Zweck erfüllte.
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Re: Die Zehner der Sammlung

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 27. November 2022, 22:27

Da es aber ausreichend viele Sänger gibt, die ich mag, komme ich selten in die Verlegenheit, auf instrumentale Musik auszuweichen.
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