100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 29. November 2010, 12:05

Platz 99:

ENTOMBED - LEFT HAND PATH

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Mein erster Kontakt mit Schweden-Death war ein Promo-Tape, das kurz vor der Veröffentlichung des DISMEMBER-Debüts "Like An Everflowing Stream" durch die Szene geisterte, und mir 1A die Rübe weggeblasen hat. Kurz darauf war "Elch-Tod" der Trend der Stunde und ich bin eine ganze Weile auf der Welle mitgesurft. Tolle Scheiben gab es damals nicht nur von ENTOMBED und DISMEMBER, sondern auch von UNLEASHED, EDGE OF SANITY, CARNAGE und anderen. Der typische Klangtempel für diesen Sound war das Sunlight Studio in Stockholm, Hohepriester war ein Kerl namens Tomas Skogsberg. "Left Hand Path" steht auf Platz 99 stellvertretend für die Beginnphase dieses Genres, da das Album die Essenz dieser Musik am besten verkörpert. Mag sein, dass der Nachfolger "Clandestine" sogar noch etwas raffinierter komponiert ist und noch zielgenauer tötet, aber hier greift das gleiche Argument, dass zu SLAYER in Rüdigers Thread angeführt wurde: Das Debüt hat einfach einen ganz besonderen, räudigen Charme. Wenn der Titelsong 'Left hand path' losballert, kann ich mich vor Glücksgefühlen kaum retten. Ich mag auch die Death'n'Roll-Phase von ENTOMBED, die auf "Wolverine Blues" begann und auf "To ride, shoot straight, and speak the truth" zur Blüte gelangte. Hört euch mal das tolle 'Damn deal done' an! Für die Experten: Ein ganz toller Song ist auch auf der "Hollowman"-EP versteckt: 'Bonehouse' herrscht! Die Anspieltipps allerdings wie gewohnt vom platzierten Album selbst:

--> Left hand path
http://www.youtube.com/watch?v=S_agMM4Czeo
--> When life has ceased
http://www.youtube.com/watch?v=JxtqTFhHLE0
--> Revel in flesh
http://www.youtube.com/watch?v=FTJFQbd6 ... re=related
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 29. November 2010, 12:07

nachdem ich jetzt mit UNLEASHED, DEATH, BOLT THROWER, GOD DETHRONED, HAIL OF BULLETS und ASPHYX schon eine Reihe Death-Metal-Bands gut finde, sollte ich vielleicht auch mal in Bands wie ENTOMBED, CARCASS, DISMEMBER & Co. reinhören, oder?
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Jhonny » Montag 29. November 2010, 12:15

Entombed taugen mir bisher auch - habe genau diese Scheibe im Regal stehen.
Gefällt mir sogar besser als das, was ich von Dismember kenne.
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 29. November 2010, 12:25

@Kubi: ENTOMBED & DISMEMBER auf jeden Fall. Wenn Du sogar ASPHYX gut findest (was ich für schwere Kost halte), dann probier's mal mit MORGOTH. CARCASS sind eigentlich zwei verschiedene Bands, eine Platte wie "Heartwork" (liegt bei mir so um Platz 130...) kann man mit dem Pathologen-Grind der Frühphase kaum vergleichen. Wenn du rotz-rohen, leicht angepunkten Death willst, greif zu PUNGENT STENCH ("Been caught buttering" - geniale Platte, so um Platz 160), die liebe ich sehr.
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 29. November 2010, 12:49

Finde ich ja sehr cool, dass der Kubi immer mehr auf Old-School-Death abfährt. Dass für mich die unheilige Schweden-Quadriga aus Unleashed, Dismember, Grave und Entombed das Ultimative ist, was Death Metal zu bieten hat, das dürften die meisten ja schon mitbekommen haben. Der Gitarrensound, die Leadmelodien, die Charakterstimmen: Da stinkt der olympische Death Metal gnadenlos dagegen ab, so gut manche Bands auch sein mögen. Schneller, härter, komplexer...? Leute, Charakterköpfe braucht die Szene! ;-)

"Left Hand Path" ist ein tolles Album. Von A-Z. Allein die Leadmelodien des Titelstücks lassen die ganzen Frickelkönige aus den USA (außer Evil Chuck) ziemlich alt aussehen. Entombed sind durch die oben kurz angerissene Death'n'Roll-Phase allerdings eine ganze Zeit lang aus meinem Fokus geraten, so dass die besagte "Hollowman"-EP leider bis heute mein letztes Entombed-Scheibchen ist, wohingegen ich die anderen drei Schwedengötter konsequent komplett gehalten habe. Ich gehe dann mal komplettieren ... :-)

@ Kubi:
Jo, also das, was Martin sagt, dürfte wohl zutreffen. Könnte mir sehr gut vorstellen, dass dir von Bands wie Dismember oder Morgoth so einiges gefällt. Für Fans der Band in der Regel nicht erste Wahl, aber für den Einstieg meine ich, dass bei Dismember die "Massive Killing Capacity" sehr gut geeignet ist. Bei Morgoth würde ich an deiner Stelle mit der "Odium" anfangen:
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 29. November 2010, 13:41

Der Gitarrensound, die Leadmelodien, die Charakterstimmen: Da stinkt der olympische Death Metal gnadenlos dagegen ab, so gut manche Bands auch sein mögen. Schneller, härter, komplexer...? Leute, Charakterköpfe braucht die Szene! ;-)


:zugabe:
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 29. November 2010, 16:26

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Finde ich ja sehr cool, dass der Kubi immer mehr auf Old-School-Death abfährt. Dass für mich die unheilige Schweden-Quadriga aus Unleashed, Dismember, Grave und Entombed das Ultimative ist, was Death Metal zu bieten hat, das dürften die meisten ja schon mitbekommen haben. Der Gitarrensound, die Leadmelodien, die Charakterstimmen: Da stinkt der olympische Death Metal gnadenlos dagegen ab, so gut manche Bands auch sein mögen. Schneller, härter, komplexer...? Leute, Charakterköpfe braucht die Szene! ;-)

"Left Hand Path" ist ein tolles Album. Von A-Z. Allein die Leadmelodien des Titelstücks lassen die ganzen Frickelkönige aus den USA (außer Evil Chuck) ziemlich alt aussehen. Entombed sind durch die oben kurz angerissene Death'n'Roll-Phase allerdings eine ganze Zeit lang aus meinem Fokus geraten, so dass die besagte "Hollowman"-EP leider bis heute mein letztes Entombed-Scheibchen ist, wohingegen ich die anderen drei Schwedengötter konsequent komplett gehalten habe. Ich gehe dann mal komplettieren ... :-)

@ Kubi:
Jo, also das, was Martin sagt, dürfte wohl zutreffen. Könnte mir sehr gut vorstellen, dass dir von Bands wie Dismember oder Morgoth so einiges gefällt. Für Fans der Band in der Regel nicht erste Wahl, aber für den Einstieg meine ich, dass bei Dismember die "Massive Killing Capacity" sehr gut geeignet ist. Bei Morgoth würde ich an deiner Stelle mit der "Odium" anfangen:


die letzte GRAVE fand ich ja langweilig, aber das sagt natürlich nix. Aber Grewes Vocals' bei der INSIDIOUS DISEASE fand ich prima. Von daher sind jetzt erst mal ENTOMBED, DISMEMBER (hatte ich da nicht mal 'n coolen Song von dir auf 'nem Wichtelsampler?) und MORGOTH auf dem Zettel gelandet.
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 29. November 2010, 18:26

Platz 98:


STYGMA IV - The Human Twilight Zone


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Die Österreicher STYGMA IV waren vielleicht die größten Dauer-Pechvögel der Metal-Szene. Die Truppe um Gitarrist Günter Maier und Ausnahmesänger Ritchie Krenmaier musste allein zwei Mal aus rechtlichen Gründen den Namen ändern und hatte dauernd mit untätigen Labels, schlechten Vertrieben und ausbleibenden Tour-Angeboten zu kämpfen. Eine Rückenerkrankung des Schlagzeugers Herb Greisberger brach der Band dann 2005 endgültig das Genick. Was vielleicht daran lag, dass STYGMA IV kein wirklich Image hatten, sondern "lediglich" großartige, knackig harte und zugleich anspruchsvolle Musik machten. Somit ist diese großartige Band bereits sechs Jahre nach dem letzten Studio-Album "Hell Within" fast schon wieder vergessen. Was aber jammerschade ist. Alle Werke der Band sind nämlich mehr als lohnenswert für alle, die mit kitschfreiem, kraftvollem und leicht angeproggtem Power-Metal etwas anfangen können. Das offizielle Debüt "Solum Mente Infirmis" (veröffentlicht unter dem Namen STIGMATA IV) ist noch einen Tick verspielter als die späteren Scheiben und enthält mich dem Opener 'Greed machine' mindestens einen Überhit. Ich habe "The Human Twilight Zone" ausgewählt, weil diese Platte für mich alle Qualitäten der Band optimal bündelt.

STYGMA IV sind so sträflich übersehen worden, dass es kaum möglich ist, Musik der Jungs im Internet zu finden. So ist vom gigantischen 'Calculation Towers' nur eine Live-Version in erbärmlicher Sound-Qualität zu bekommen. Das war's dann auch schon ausgerechnet von "The Human Twilight Zone". Von anderen Alben gibt es vereinzelte Songs, die ich einfach hier mal reinstelle zum Antesten.

--> Blackhole (von Hell Within, 2004)
http://www.youtube.com/watch?v=QSfEYA5F ... re=related
--> Ricoshet (von "Phobia", 2001)
http://www.youtube.com/watch?v=YHLwywu7fHQ
--> Fever dream (von "The Court Of Eternity", 1998 unter dem Namen STIGMATA IV)
http://www.youtube.com/watch?v=Ap10vXAEFnw

Wobei ich darauf hinweise, dass das nicht unbedingt die stärksten Songs von STYGMA IV sind. Günter Maier und Bassist Andreas Hilzensauer haben übrigens inzwischen eine neue Band namens CRIMSON CULT am Start, die im vergangenen Jahr ein sehr ordentliches Debüt-Album abgeliefert hat. Hier als Song-Beispiele mal 'Evil design' und 'Undead'. Check this out, dudes!
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon frankjaeger » Montag 29. November 2010, 18:31

Ja, das ist ein sehr gutes Album einer starken Band!
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Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Jhonny » Montag 29. November 2010, 18:35

Ich hab nur die Hell Within, die ich auch gut, aber noch nicht überragend finde.
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