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von Rüdiger Stehle » Samstag 13. August 2022, 20:07
Im Nachbarforum wurde die Frage nach den 8 Songs aufgeworfen, die euch selbst und euer Leben widerspiegeln. Die Idee hat mir gefallen, und daher habe ich sie mal gemopst und mir selbst die Frage gestellt, welche acht Songs ich wohl zum Soundtrack meines Lebens ausrufen würde. Nicht die acht aktuellen Lieblingssongs, auch nicht die acht größten Klassiker der acht Lieblingsbands, sondern acht Songs, die auf die eine oder andere Art und Weise mit eurer Vita selbst verwoben sind, aus welchen Gründen auch immer.
Ich habe diese acht hier gefunden und dort wie hier gepostet. Es können mehr werden. Vielleicht. Aber ich wollte mal mit den acht aus der Vorgabe anfangen.
Und ihr so?
Acht Songs, wie Blut von meinem Blut? Acht Songs, die immer bei mir sind, wohin ich gehe bis ich falle? Acht Songs, die mich biographisch so sehr geprägt haben, oder deren Lyrics mich so sehr bewegt haben, dass sie mich ein gutes Stück weit definieren? Ja, ich denke, das kriege ich hin.
Manowar "The Crown & The Ring", weil er mich in musikalischer Hinsicht zu dem gemacht hat, der ich bin. Mein erster ernsthafter Lieblingssong, der erste Metalsong, der meine Aufmerksamkeit erregt hat, und lyrisch eine Offenbarung von und zu. Einer von wenigen perfekten Songs zur eigenen Beerdigung.
Cirith Ungol "I'm Alive", weil er den Protagonisten und mit ihm den Hörer antreibt, trotzig, stur, wider alle Unbillen und trotz aller Leiden. Elric, to the end!
Bathory "Twilight Of The Gods", stellvertretend für mehrere Bathory-Songs, deren brillante Lyrik mich nie wieder losgelassen hat, seit ich Bathory entdeckt habe. Es könnten hier auch "Under The Runes", "One Rode To Asa Bay", "From Father To Son", "Hammerheart" oder "Song To Hall Up High" stehen. Niemand konnte bessere heidnische Lyrik über die Bindung zu den Ahnen und das Weiterleben in den Nachfahren schreiben als Quorthon, und nur einer fällt mir ein, der gleich gut ist, oder auch war. Später. "Twilight" als primus inter pares, weil er hier mehr als sonst irgendwo den Zweifel an allem lebendig beschreibt.
Motörhead "1916", das vielleicht emotionalste Stück Musik, das ich je gehört habe. Immer Gänsehaut, oft auch ein Tränchen. That's how it is for a soldier!
Stormwitch "Tears By The Firelight", weil die Sorge um die ungewisse Wiederkehr eines geliebten Menschen im Zweifel eine der tiefgreifendsten und erschütterndsten Emotionen ist, die man sich vorstellen kann, und weil ich sie selten besser eingefangen gehört habe, wie hier. Ein ähnliches Thema wie beim Song zuvor, indes aus der Perspektive der Daheimgebliebenen.
Burzum "Det Som Engang Var" / "Jeg Faller", dieses ungleiche Paar gleichwohl als unzertrennliches genannt, da für mich nichts auf dieser Welt die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit besser in Ton und Text bannen konnte, als das ältere der beiden Stücke, und weil nur weniges auf der Welt die Überwindung von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit trotz nach wie vor bestehenden Ausgeliefertseins spürbarer und greifbarer macht als Musik und Lyrik des jüngeren Stückes. Beide Stücke haben in entscheidenden Phasen meines Lebens auf sehr magische Weise meine Stimmung reflektiert.
Tankard "Wonderful Life", "Life sucks! Yeah, yeah, yo! And I believe that it's getting worse.", weil ich vermutlich keinen einzigen Text der Musikgeschichte öfters zitiert haben als diesen.
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Rüdiger Stehle
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von Holger Andrae » Samstag 13. August 2022, 21:00
Von drüben hier hinein kopiert: Ich habe jetzt eine Weile über diese tolle Threadidee nachgedacht und komme zu dem Ergebnis, dass es zwar einige Songs (manchmal auch Bands) gibt, die ich mit bestimmten Ereignissen und/oder Menschen verbinde, es aber weitaus mehr Songs gibt, die mich halt seit Jahrzehnten in gleicher Tiefe bewegen, ohne dass es dazu ein bedeutungsschwangeres Erlebnis gegeben hat. Von daher ist meine Liste vielleicht etwas anders als die der anderen. Ob ich mit 8 Songs auskommen werde, wird sich zeigen. Bevor ich das jetzt aber nie aufschreibe, fange ich einfach mal an. Rob Lamothe - 'Strongest Man In The World' [MEDIA=youtube]CXS_HPHv7mI[/MEDIA] Unabhängig davon, dass ich Rob Lamothe, den Frontmann der Riverdogs eh unwahrscheinlich toll finde, trifft mich dieser Song immer mit aller Wucht. Erinnert er mich doch an meine Oppa (ja, als Wuppertaler schreibt man das so!), der als Kind mein großer Held war. Ich war oft und gern mit ihm unterwegs, er hat mit mir jeden Unsinn gemacht den ich machen wollte. Er war der Ruhepol einer sehr großen Familie, ein ehemaliger Postbeamter mit Bundesverdienstkreuz, der bis weit über 90 topfit war und den Seniorenverein der Post organisiert hat. Ich habe als Kind viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht und erinnere ich an diese Wochenenden noch heute mit einer wahrscheinlich übergroßen Verklärtheit. Als Einzelkind durfte ich natürlich alles und immer, wenn wir (mein bester Freund, mit dem ich heute noch Kontakt habe), Oppa und ich irgendwas verbrochen hatten, was Omma oder Mamma nicht wissen durften, hat Oppa den Kopf dafür hin gehalten. Das war so als wir in Mudderns Abwesenheit die komplette Wohnung umdekoriert haben, es war so, nachdem unser Badezimmer nach einer Indianer-Kriegsbemalung mit Muttis Schmink-Utensilien und Zahnpasta, einen neuen Anstruch benötigte und es war auch so als unsere Küche wie eine Mondlandschaft aussah nachdem wie die Erweckung eines Hefeteiges zur Fertigstellung von Kaiserschmarrn unterschätzt hatten. Oppa und Omma sind bis weit über 90 noch allein von Wuppertal nach Hamburg gereist, waren immer gut drauf und wir hatten immer viel Spaß. Als ich dann älter wurde, habe ich mich leider kaum noch um meinen Oppa gekümmert, viel zu selten mit ihm telefoniert und als es dann mit 98 rapide und schlagartig bergab mit ihm ging, habe ich ihn nicht mehr gesehen. Das verzeihe ich mir bis heute nur schwer, obwohl die Entfremdung sicherlich nicht ungewöhnlich ist. Anyway, immer wenn ich diesen Song höre, muss ich unwillkürlich an ihn denken. Ähnlich verhält es ich übrigens mit Jethro Tulls 'At Last, Forever'. Zwei Songs , die im letzten Jahr als es unerwartet und über einen langen Zeitraum meinem Dad so schlecht ging, häufiger liefen und bei denen ich feststellen musste, dass etliche Textzeilen auch auf ihn passen. https://www.youtube.com/watch?v=bFlozpMtFkELive - 'Walk The Line' (Johannes Bargeld Koffer) https://www.youtube.com/watch?v=E5MnUPDrdmYIch stehe auch auf das Original, aber diese Version hat eine Geschichte für mich. Der Song lief auf der ersten gemeinsamen Silvester-Party mit meiner Frau. Eine Party, an die ich weniger gern zurück denke, weil sich ein Großteil meiner festen Clique meiner damals neuen Freundin gegenüber wenig freundlich verhalten hat. Anyway, irgendwann lief halt dieser Song und in dem Moment waren meine heutige Frau und ich uns so nah unter feindlichen Freunden wie es nur irgendwie möglich war. Danach haben wir die Party verlassen ... Seither ist dieser Song "unser" Song. Coheed & Cambria - 'A Favor House Atlantic' https://www.youtube.com/watch?v=pRWjLLpwnOM..."the loss of friends you didn't have ..." Diese Textzeile passte damals wie die berühmte Faust auf ebenso berühmt Kuckorgan, denn ein vermeintlich eingeschworener Freundeskreis, mit dem man über 10 Jahre lang zusammen im Urlaub gefahren war, mit denen man teilweise sogar zusammen gearbeitet hatte, deren Eltern man gut kannte, verhielt sich plötzlich wie ein Haufen Arschgeigen, was dazu führte, einen harten Cut zu vollziehen. Einige dieser Personen sehe ich noch immer regelmäßig, da man auf ähnliche Konzerte geht und man schafft es bis heute - gut 20 Jahre später - nicht einmal, sich zu grüßen. Von daher verwende ich das Wort "Freund" heute mit höchstmöglicher Bedacht. Warning - 'Bridges' https://www.youtube.com/watch?v=QhgP_ema9osHierzu gibt es eigentlich keine spezifische Geschichte, aber das ist für mich der emotionalste Song überhaupt. Die Textzeile ..."can someone feel too much ...?" zerreißt mich jedes Mal, denn sie beschreibt so simpel, was in einem vorgeht, wenn man sich eben genau so fühlt. Zu viel ... Tygers Of Pan Tang - 'Insanty' https://www.youtube.com/watch?v=shhN5pASWEADieser Song ist der Grund für den Kauf meines ersten Plattenspielers. Bis dahin hatte ich nur Musikkassetten der damals großen Bands Iron Irgendwas, Judas Turbiester, Saxon, Triumph, Scorpions, Motörhead, Van Halen, Whitesnake etcpp gekauft. Als auf einer Party meines Kumpels dann diese Nummer lief, musste am nächsten Wochenende ein Scheibendreher her. Das Zubehör: Diese erste Tygers-Wundertyte und Krokus "One Vice At A Time". Während Krokus für mich seit Jahren kaum ncoh eine Rolle spielt, ist die Begeisterung für die Miezetiger ungebrochen. Ganz großes Herzkino! Hades - 'The Cross' https://www.youtube.com/watch?v=q7bw1U8uPashttps://www.youtube.com/watch?v=SWY7XudyPxoOkay, diese Nennung ist sicherlich keine große Überraschung, denn jeder, der mich länger als 10 Minuten kennt, weiß. wie sehr ich diesen Song liebe. Im Gegensatz zu anderen Lieblingssongs ('Stargazer') habe ich hier aber zu den Menschen hinter dem Song eine persönliche Bindung. Darüber habe ich im Bandthread bereits ausführlich geschrieben, sodass ich hier nicht erneut damit langweilen möchte.Ich habe sehr viele Bekanntschaften in den letzten vier Dekaden über meine Begeisterung für diese Band machen können, die seit Ewigkeiten andauern. Lauter Musikverrückte, die man teilweise nur alle Jubeljahre auf Festivals trifft, mit denen man aber immer auf einer Wellenlänge funkt. Verbandelungen, die teilweise noch aus 80er Tapetrading-Zeiten resultieren und die erst im Zeitalter des bösen Internts wieder aufgefrischt werden konnten. Dass ich die alternative Version ohne Alan hier auch verlinke, soll nur vedeutlichen, wie grandios ich auch diese Fassung finde. Psychotic Waltz - 'Butterfly' https://www.youtube.com/watch?v=DgeZSozTT_8Noch so eine Herzensband für mich und dies ist mein Herzenssong dieser Herzensband. Die livehaftigen Darbietung auf früheren Astralritten durchs Hamburger Konzertleben zählen zu den unvergesslichsten Livemomenten für mich. Wenn der perkussive Part einsetzt, schwebe ich jedes Mal komplett davon. Die Textzitate von Hendrix, Sly &The Family Stone, Tull, Hendrix etc. fügen sich dann so wundervoll in diesen psychedelischen Reigen ein, dass es mir bis heute die Sprache verschlägt. Ich versuche die Band immer wieder mehr oder weniger dezent darauf hinzuweisen, dass diese Nummer wieder ins Liverepertoire gehört, aber bsilang war ich da leider erfolglos. Aber: ich bleibe am Ball! The Pogues - 'Young Ned Of The Hill' https://www.youtube.com/watch?v=n-y2ox2HPncEin Song, mit dem ich sehr viel verbinde. Da wäre einmal eine seltsame Verbundenheit mit der grünen Insel. Dann erinnert mich dieser Song an meine Zeit direkt nach meiner Schulzeit, in der ich mit meinem damals besten Freund anfing in der Hafenstrasse abzuhängen. Neben Heavy Metal kam auch andere Musik an meine Ohren, FNM, Pogues, NMA, Slime, Cure, Pixies, Ramones, Dead Kennedys, halt linke Zeckenmucke mit ebensolchen Texten. Mein Kumpel wurde immer extremer, wir entfremdeten uns und verloren uns irgendwann komplett aus den Augen. Er zog nach München, ich blieb in HH. Unsere Mütter hatten noch Kontakt, so wussten wir immer grob voneinander, ohne direkten Kontakt zu haben. Dieser kam erst nach über 10 Jahren Funkstille wieder. Leider nur per Mail, denn diese wurden schnell wieder länger und tiefer. Irgendwann kam keine Antwort mehr ... und ich erfuhr, dass er zuerst seine beiden Kinder, dann seine Frau und zuletzt sich selbst ermordet hat. Da ist man erstmal fassungslos. Bis heute. Ich hatte damals keine Ahnung, heute weiß ich mehr. Aber das geht hier zu weit. Fakt ist: Dieser Song beamt mich immer in meine "linke Zecken"-Zeit zurück und ich trinke ein Guinness auf meinem Kumpel. Slainte!
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Eike » Sonntag 14. August 2022, 05:03
8 wären viel zu wenig.
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Erläuterungen wären mir hier zu persönlich.
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von Nils Macher » Sonntag 14. August 2022, 08:28
Eike, genau das war nicht Sinn des Threads.
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von Eike » Sonntag 14. August 2022, 23:08
Tja, da hat meine selektive Wahrnehmung sich wohl zu sehr auf das hier fokussiert: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Songs [...], die euch selbst und euer Leben widerspiegeln. [...] Songs, die [...] mit eurer Vita selbst verwoben sind [...] Es können mehr werden.
Worüber ich dann im Versuch, wenigstens zu den wichtigsten Brüchen in meinem Leben je einen prägenden Song herauszugreifen, wohl den wesentlicheren Sinn des Threads komplett überlesen habe. Was war der jetzt nochmal genau?
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 14. August 2022, 23:32
Nun, der Gedanke war natürlich schon, dass man ein bisschen was dazu schreibt, warum die Songs für die eigene Vita so wichtig sind, ohne direkt einen Soulstriptease zu erwarten. Einfach weil eine bloße Liste halt nicht offenbart, was die Songs besonders macht. Das "es können mehr werden" bezog sich darauf, dass 8 natürlich einfach eine willkürliche Zahl ist, die keine tiefere Relevanz hat, so dass es offen lassen sollte, dass jemand auch 9 oder 10 Songs nennt, oder dass ich selbst vielleicht auch später mal noch welche ergänze, wenn mir welche einfallen, die genannt werden müssen.
Daher, ja, deine Liste geht ein bisschen an der Intention des Threads vorbei, aber das ist nicht schlimm, denn eine Liste mit losem Themenbezug ist immer noch besser als keine Liste. Man kann ja einzelne Songs heraus picken und nachhören, ob man ein Gefühl dafür bekommt, warum sie für dich wichtig sind.
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von Eike » Montag 15. August 2022, 00:44
Tja, das wäre halt schon ein ziemlicher Seelenstriptease bei den meisten dieser Songs. Auf der musikalischen Ebene belassen, könnte ich vielleicht erwähnen, dass 'Beyond The Realms Of Death' in meiner löchrigen Erinnerung einer der ersten Songs ist, die ich heute noch liebe, bei dem ich mich bewusst mit einem fremdsprachigen Songtext auseinandergesetzt habe, ohne einfach nur im Booklet zu blättern und bloß das als Anstoß zu nehmen, denn hier hat mich der Song selbst so sehr gepackt, dass ich den Gesang nicht bloß als Instrument wahrnehmen sondern wirklich verstehen wollte; zu 'Benedictum', dass mich das Stück an einen schönen Urlaub in Prag erinnert, bei dem ich das "Requiem" in einer Kirche live hören durfte, was das Hören nochmal intensiviert hat; zu 'Boneville Occident', dass das gesamte Album "Go Plastic!" für mich ein Ohrenöffner und Fingerzeig in puncto Möglichkeiten/Vielfalt elektronischer Musik war; zu 'Same Ol' Road', dass ich während eines Festival nach dem Auftritt von DREDG das Glück hatte, mich bei der Band persönlich für ihre Musik bedanken zu dürfen, was mir spätestens nach diesem Auftritt ein echtes Anliegen war.
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von Loomis » Montag 15. August 2022, 23:05
Leider habe ich gerade nicht die Zeit, mir zu dem Thema ausführlich Gedanken zu machen, aber immerhin kann ich sagen, dass ich alle Songs die Rüdiger genannt hat in der Sammlung habe und bis auf "Wonderful Life" auch alle ganz großartig finde. Von Tankard gefallen mir andere Sachen besser, aber darum ging es hier ja nicht. 
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von lenbert » Freitag 19. August 2022, 17:44
Ich nenne hier, auch angeregt durch Holger, Großvater von STS. Zwar stimmen die biografischen Details nicht überein, aber das Lied passt zur Beziehung, die ich zu meinem Opa hatte, und zu der Art Mensch, die er war. Den Wunsch, der Opa könnte auf einen schnellen Kaffee vorbeikommen, um wieder Gelegenheit zu haben, miteinander zu reden und über manches zu sprechen, das ungesagt geblieben ist, verspüre ich häufig. Ansonsten fallen mir gar nicht so viele Songs ein, die ich direkt mit meinem Leben verbinden könnte. Erwähnen möchte ich noch You'll Never Walk Alone, den ich immer hören kann, wenn es mir schlecht geht, und der es dann regelmäßig schafft, mich wieder aufzurichten: When you walk through a storm, Hold your head up high, And don′t be afraid of the dark. At the end of a storm, There's a golden sky, And a sweet silver song of a lark.
Walk on through the wind, Walk on through the rain, Though your dreams be tossed and blown...
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von Holger Andrae » Mittwoch 21. Dezember 2022, 23:46
Dies wäre ein Thread, der auch am Jahresende noch mal ein bisschen Füllung bekommen dürfte.
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