Flotsam And Jetsam | Flotsam And Jetsam (2016)
Tracklist:1. Seventh Seal (5:50)
2. Life Is a Mess (4:20)
3. Taser (4:11)
4. Iron Maiden (3:40)
5. Verge of Tragedy (5:19)
6. Creeper (5:33)
7. L.O.T.D. (4:47)
8. The Incantation (1:38)
9. Monkey Wrench (4:15)
10. Time to Go (4:19)
11. Smoking Gun (4:55)
12. Forbidden Territories (6:44)
Damit das ganze hier nicht versauert, mache ich endlich mal weiter.
Die Ankündigung dieses Albums habe ich zu einem Interview mitbekommen, dass Neudi damals mit Eric geführt hat. Eric erzählte durch die Blume, dass die Band an einem Album werkeln würde. Und wenn ich mich recht entsinne, sogar dass es eher nach klassischem Material klingen würde.
Kurze Zeit später konnte man einen Radioausschnitt hören, indem der Song „Iron Maiden“ vorgestellt wurde.
Das Album entstand wohl größtenteils zu den Vorbereitungen auf die Europa Tour 2015. Und für die Drums konnte man Jason Bittner für die Aufnahmen gewinnen. Ein kurzes Intermezzo, da er kurz darauf zu „Overkill“ wechselte.
Jetzt aber genug zu den Facts.
Das selbstbetitelte Album fetzt. Und zwar von Song 1 bis 12. Mit „Seventh Seal“ beweist die Band, dass sie den klassischen Stoff immer noch draufhaben. Der Song galoppiert typisch Flotzi-mäßig durch die Gehörgänge. Der Refrain ist hervorragend gesungen und zeigt einen in unfassbar gute Verfassung singenden Eric.
Ich könnte jetzt jedes Lied durchgehen und schwärmen, mit was für einem Elan die Band durch das Album sprintet. Aber das wäre langweilig. Trotzdem wirkt die Band als hätten sie ihre Ausdauer um ein Vielfaches erhöht.
Den kurz zuvor angesprochenen Song, der eine Verneigung gegenüber den eisernen Jungfrauen sein soll, war wie gesagt der erste Song, den man hören konnte und der hat mich sprichwörtlich aus den Socken gehauen. Diese Gitarren, dieser Refrain, diese Wucht gepaart mit Schnelligkeit und absolut ohrwurmtauglichen Refrain und Soli die in Mark und Bein übergehen. Genauso soll und darf die Band klingen.
Und auch wenn man von einem Song wie „Seventh Seal“ mit seinem Geballer auf die späteren Werke schließen kann. Das ist ein Einstand in eine Platte wie es mir unfassbar mundet. Allein schon wieder diese Ausdrucksstarke Gewichtung auf einzelne Wörter im Gesang des Refrains, ach quatsch, eigentlich des ganzen Songs machen von 0 auf 100 in unter 0,1 Sek. klar, mit wem man es hier zu tun hat.
Und mit genau diesen Trademarks sprintet die Band von einem Song zum nächsten Song, aber so lässig und trotzdem fokussiert, dass die Goldmedaille sicher ist. Eine bärenstarke Performance, die uns keine Sekunde Zeit lässt, durchzuschnaufen. Will man auch gar nicht. Und trotz der wieder enger gestrickten Ausrichtung, schafft die Band ein wirklich vielfältiges Album mit abwechslungsreicher Rhythmussektion, wenig Experimenten und mit absolut überzeugenden Songwriting.
Man mag sich nur „Taser“ anhören. Was ein Abriss.
Und auch in der zweiten Hälfte hat die Band einiges zu bieten. Man braucht nur „L.O.T.D.“ oder den Abschlusssong „Forbidden Territories“ zu hören und die Band lässt dich nicht mehr los.
"Flotsam und Jetsam" in ihrer puristischsten Form seit langer, langer Zeit. Sowie man sie hören möchte. Der Weg dahin wurde schon mit „Dream Of Death“ geebnet. Aber alle dunklen Einflüsse wurden über Bord geworfen und man konzentriert sich zu 100 % aufs wesentliche.
Für mich das überzeugendste Album der Neuzeit. Denn so wie das Album heißt klingt es auch. Die Selbstbetitelung ist eines der passendsten Titel für ein Album, welches ich kenne. Keine verkopften Songs, keine Längen. Souveränität ja, aber was für eine überraschende.
Großartiges Album!
Line Up:Eric A.K. – Vocals
Michael Gilbert – Guitars
Steve Conley – Guitars
Michael Spencer – Bass
Jason Bittner – Drums