Im Endeffekt führt sich die True-Metal-Szene in Sachen Manowar fast kollektiv auf wie ein gehörnter Ehemann, dem seine Angebetete zu Gunsten eines reicheren und in der Eigenwahrnehmung des Gehörnten viel oberflächlicheren Neuen den Laufpass gegeben hat. Das führt zu unschönem Nachkarten, reihenweise grenzdebilen Objektivierungen rein subjektiver Empfindungen und zu wüstem Keilen gegen die Leute aus dem eigenen Umfeld, die sich erdreisten anzumerken, dass es meist nicht nur an einer Seite liegt, wenn Beziehungen scheitern.
Unterm Strich ist es auch wie im wahren Leben: Die Ex macht sich mit dem Neuen ein gutes Leben, die ehemaligen gemeinsamen Kumpels bleiben nach einigen Zerreißproben am Ende an der Ex hängen, weil die wenigstens nicht die ganze Clique mit ihrem ewigen Lamentieren aufreibt, und der Gehörnte lebt weiter in einer Blase, die ihm in der Annahme zuspricht, dass die Ex allein schuld an allem ist.
