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von Rüdiger Stehle » Montag 21. März 2022, 00:25
Oha, Faden verloren. Doch er ist ein Wiederaufzunehmender. Es geht weiter in Gamle Norge: # 8 - DOLD VORDE ENS NAVN "Mørkere" Dass der Rabenvogel dahin zu schmelzen pflegt, wenn die alte Norwegergarde Hand an ein neues Werk legt, ist kein Geheimnis. Dass diese Alben in den Top-20 des Jahres landen, ist der Regelfall. Dennoch DOLD VORDE ENS NAVN hat von der 2019er EP "Gjengangere I Hjertets Mørke" an bei mir einen ganz besonderen Stein im Brett, was sicherlich daran liegt, dass hier Leute am Werke sind, die mit DØDHEIMSGARD, ULVER, SATYRICON, VED BUENS ENDE und STRID das Who-Is-Who der Szene in ihren Referenzen tragen, und dass auch genau das herüber kommt. Die Abgedrehtheit von DØDHEIMSGARD, die Naturromantik von ULVER, die Eingängigkeit von SATYRICON, die Progressivität und instrumentale Kreativität von VED BUENS ENDE und das elegische Element von STRID. Dazu die bestechenden Kompositionen von Meister Haavard Jørgensen, interpretiert von Vicotniks unglaublicher Stimme, der seine packende Lyrik in norwegischer Sprache vorträgt. Hörproben: https://www.youtube.com/watch?v=CGGo6HQ4mkg - 'Er det måneskinn?' https://www.youtube.com/watch?v=KYcjDNDRG9A - 'Syke Hjerter' https://www.youtube.com/watch?v=zb-bbGedc7A - 'Løgnens abstinenser'
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von Martin van der Laan » Montag 21. März 2022, 00:50
Wow, das klingt auf den ersten Hör sehr interessant... Ich muss jetzt schlafen, weil morgen volles Programm und so, aber hier hake ich noch mal nach, das klingt wirklich spannend. 
668 - Neighbor of the Beast
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von Rüdiger Stehle » Montag 21. März 2022, 00:56
Alles klar. Da bin ich dann mal auf deine Eindrücke sehr gespannt. Gute Nacht, Martin!
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von Nils Macher » Donnerstag 24. März 2022, 16:06
Die DARKWOODS MY BETROTHED habe ich einfach mal blind bestellt, da ich die Re-Releases eh eintüten wollte. Ich bin gespannt, wie das heuer klingt.
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von Rüdiger Stehle » Montag 4. April 2022, 02:43
@ Nils: Das ist schön. Bin sehr gespannt, was du davon halten wirst. @ Weiter im Text: Nochmal Norwegen... wie oft denn noch? Wir werden sehen: # 7 - HELHEIM "WoduridaR" Ich glaube nicht, dass es ein Jahr gibt, in dem HELHEIM ein neues Album veröffentlicht hätte, das es nicht in meine TOP-20 des Jahres geschafft hätte. Es gibt so viele gute Gründe, dass mir diese Band ganz besonders am Herzen liegt, und zwar nicht nur solche, die allein in der Musik begründet wären. Zum einen habe ich mir bereits ihr Demotape direkt bei der Band bestellt und halte es stets in Ehren. Zum zweiten HELHEIM die einzige alte Norwegerband, die ich tatsächlich mal zu einem Face-2-Face-Interview hatte, und das war ein echt tolles Erlebnis in Aalen, damals. Doch der Grund, warum die Band immer in meinen Charts ist, der ist natürlich musikalischer Art. Für mich ist HELHEIM einfach die in der Breite und Tiefe überzeugendste "ernsthafte" Wikingerband, die sich mit heidnischen Themen, mit Runenmystik usw... befasst, ohne einerseits ins paganistische Schunkelmillieu zu kippen, aber auch ohne andererseits die Thematik allzu abstrakt und basisfern anzugehen. Dazu findet die Truppe immer die perfekte Ballance aus Bathory, Black Metal und Post Rock, aus Naturmystik und Progressivität, die mehrstimmigen Vocals, die unverkennbaren Gitarren, das Klangbild, das wie die Natur um Bergen zu uns sprich: schroff, kalt, erhaben, ergreifend. Große Kunst. Immer. Hörproben: https://www.youtube.com/watch?v=lnMEYs8jkTY - 'Forrang For Fiende' https://www.youtube.com/watch?v=7-1NQImMowU - 'WoduridaR'
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von Loomis » Montag 4. April 2022, 08:11
Großartige Band und "WoduridaR" ist auch bei mir vorne dabei, bei den Alben 2021.
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von Rüdiger Stehle » Montag 4. April 2022, 16:13
Noch einmal im Norden geblieben, ein wenig gen Osten gefahren... Suomi Finland Perkele! # 6 - IMPALED NAZARENE "Eight Headed Serpent" Die kaputten Finnen um Frontchaot Mika Luttinen sind ja immer für eine veritable Attacke auf die Geschmacksnerven zu haben, und meistens schlägt ihr räudiger, punkiger, hemmungsloser, nuklearer Black Metal bei mir ziemlich heftig ein. So auch wieder anno 2021, denn schon das aberwitzige Intro zu "Eight Headed Serpent", das aus einem tatsächlichen, auf YouTube "viral gegangenen" Exorzismus im US-Religions-Schwurbler-TV gesampelt wurde, ist dermaßen over the top, dass der geneigte Hörer sofort weiß, dass die Kaputtniks aus Oulu aber auch gar nichts dazu gelernt haben. Sie sind so hemmungslos, so geschmacklos, so provokant und so transgressiv, wie sie es waren, seit das Ur erstmals mit einem Knall gekalbt hat. Allein der Moment, in dem das Intro mit dem exorzierenden Scharlatan mit Mikas infernalischem Schrei in die wilde Raserei übergeht, ist unbezahlbar. Aber auch, wenn sie es mal langsamer angehen lassen, wissen die Finnen zu überzeugen, und mit jedem weiteren Song wird einer anderen Gruppe des weltweiten Spinnertums der ausgestreckte Mittelfinger ins Hirn geschoben, etwa bei 'Foucault Pendulum' den Herrschaften von der Flat-Earth-Bewegung. Am besten ist IMP NAZ aber noch immer, wenn Punk und schwarze Räude sich im Schnittfeld zwischen VENOM, GBH, BATHORY, CARNIVORE und AMEBIX treffen, wie das beispielsweise bei 'Octagon Order' der Fall ist. Hörproben: https://www.youtube.com/watch?v=BQ31GoZuyVo - 'Goat Of Mendes' https://www.youtube.com/watch?v=6dmFzKo8nww - 'Foucault Pendulum' https://www.youtube.com/watch?v=kZC6LYPeqBA - 'Octagon Order'
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von Pillamyd » Mittwoch 6. April 2022, 11:04
Dold Vorde Ens Navn | Mørkere Das konnte mich bei den ersten Erwähnungen hier im Forum ja nicht so wirklich begeistern. Jetzt habe ich dem ganzen nochmal die Chance eingeräumt und die drei Songs angehört. Also, ich weiß immer noch nicht. Mich holt das ganze nicht ab. Ja, das sollte mir eigentlich gefallen. Tut es aber nur in einem Fall. Nämlich „Løgnens Abstinenser“. Der ist schön treibend nach vorne. Die zwei anderen Songs geben mir leider, leider gar nichts. Ich wüsste noch nicht einmal, woran das liegt. Holt mich einfach nicht ab.
Helheim | WoduridaR Joa, ich glaub die zweite Überschneidung in unserer Top 10. Bei mir weiter oben. Die Band der letzten Jahre, tatsächlich. Saug ich auf wie einen Schwamm. Mundet mir immer sehr fein. Ein Garant das es mir IMMER gefällt. Kenne nichts, was mir nicht gefällt. Starkes Scheibchen.
Impaled Nazarene | Eight Headed Serpent Ich habe es nicht gepackt mir die Scheibe zu holen. Mit der Band möchte ich mich seit Jahren näher befassen. Diese Abgebrühtheit ist irgendwie sehr reizvoll. Das zeigt mir gleich der erste Song. Die punkige Schlagseite macht das Teil dann schon zur Pflicht für mich. Sollte ich mal angehen. Mir gefällt das sehr gut und kann gut nachvollziehen, warum dir das so gefällt. Die Scheibe scheint sehr abwechslungsreich zu sein, wenn ich "Foucault Pendulum" so höre.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 6. April 2022, 21:57
Jo, schade, das mit den verdoldeten Namen. Hätte jetzt schon auch gedacht, dass dir das was gibt. Aber kann man nichts machen. Vielleicht bist du zu einer anderen Zeit mal eher in der Stimmung dafür. Und wenn nicht, dann halt nicht. Bei Helheim sind wir uns sehr einig, und Imp Naz... ja, Abgebrühtheit ist ein gutes Wort für Mika & Co. Ich hab die Band 1995 erstmals live gesehen. Da haben sie in Stetten ob Lonetal auf der Schwäbischen Alb in einem Jugendclub gespielt. Als wir am Spätnachmittag ankamen torkelte Mika schon mit der fast gänzlich geleerten Vodkaflasche über den Parkplatz, und danach haben sie musikalisch voll abgeliefert, obwohl sie kaum mehr stehen konnten und sich auf der Bühne immer wieder gegenseitig über den Haufen gerannt haben und über die eigenen Kabel gestolpert sind. Völlig abgefuckt. Wenig überraschend, denn die Tour hieß... Steel Vagina Terror Tour... kann man sich nicht ausdenken. Vorgruppen waren Krabathor und Ministry Of Terror. Aber das war nicht so richtig wichtig. 
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 6. April 2022, 23:32
# 5 - RAGE "Resurrection Day" Bei aller Norwegerei, und bei allem Black, und Doom, und US, und Epic Metal sind es am Ende doch immer wieder auch die guten alten Teutonen, die in meinen Jahrescharts weit oben sind. Es ist eben, wo ich her komme, und was all das ausgelöst hat, was mich seit 34 Jahrne umtreibt. Es ist aber auch wirklich bemerkenswert mit welcher Beharrlichkeit die alten deutschen Metal-Flaggschiffe aus den Achtzigern ihr Ding durchziehen, und RAGE war ganz früh an meiner Seite. Ich mochte auch die im Untergrund gerne mal bekrittelte Smolski-Phase gerne, aber ich muss zugeben, dass es mich doch wieder einen Tick mehr kickt, seit der gute Victor nimmer dabei ist. Es ist einfach wieder ein bisschen bassischer und straighter geworden, und das mag ich ja immer ganz gerne. Die Neue hat bei mir gut eingeschlagen. Der erste Videoclip erschien am selben Tag wie die damals ebenfalls ersten Clips der neuen Alben von Brainstorm, U.D.O. und Iron Maiden, und Rage hatte für mich damals die Pole. Das hat auf das Album 1:1 durchgeschlagen. Hörproben: https://www.youtube.com/watch?v=aqbMZnQKjTg - 'Monetary Gods' https://www.youtube.com/watch?v=VyGBGTIta54 - 'Arrogance And Ignorance' https://www.youtube.com/watch?v=8I0OsHoC-NU - 'Resurrection Day' https://www.youtube.com/watch?v=VyGBGTIta54 - 'Arrogance And Ignorance' https://www.youtube.com/watch?v=79Uce33sI5c - 'Virginity'
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