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Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Schön, dass die so weit vorne ist bei dir. Da hätte ich vermutet, dass sie eines der 5 Alben ist, die es nicht geschafft haben. Gestern wieder gehört und immer noch sehr begeistert davon. Teilweise sogar noch weiter gewachsen (Titelsong zum Bleistift).
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Platz 8
WHEEL - Resident Human ![]() Auf diese Scheibe war ich schon ziemlich gespannt, da der Vorgänger richtig stark war. Und auch "Resident Human" ist wieder toll geworden. Anfangs hat mich das Ding richtig begeistert, danach ist es aber auch mal etwas abgefallen. Zuletzt fand ich es dann wieder toll. Scheint eher stimmungsabhängige Musik zu sein. Von der ganzen Art der Musik her wird man schon stark an TOOL erinnert. Hier bei den Longtracks vielleicht sogar noch mehr als auf dem Vorgänger. Aber ein Abklatsch ist es sicher nicht. Das geht auch eigentlich gar nicht. TOOL sind einzigartig. Die kann man nicht kopieren. Jeder TOOL-Fan sollte hier aber mal unbedingt reinhören. Ich finde das Album bisher aber nicht stärker als den Vorgänger. Von daher "nur" Platz 8 in meiner Momentaufnahme.
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Sehe ich ähnlich.
Aber habe ich wohl gar nicht so oft gehört und immer wenn ich es höre, denke ich mir, dass das natürlich ein starkes Album ist. Aber warum ich es so wenig höre, ich habe keine Ahnung. Würde für mich deshalb nicht für die Top 10 reichen.
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Das Album hatte irgendwie das Problem, dass quasi zeitgleich die deutsche Band WHEEL ebenfalls ihr Album veröffentlicht hat, und das in der traditionellen Szene natürlich den deutlich größeren Widerhall erfahren hat. Daher ist das Ding irgendwie unter meinem Radar geblieben, obwohl wir ja beide im Soundcheck hatten. Diese hier war im März auf Platz 16 (von mir 6 Punkte) und die andere im April auf Platz 3 (von mir 8,5 Punkte). So viele Räder... alle von Dio beeinflusst, oder? I'm a wheel, I'm a wheel, I can roll, I can feel. And you can't stop me turning... Für meine Jahrescharts dürften beide keine Rolle spielen. Die Deutschen vielleicht irgendwann mal ins Regal wandern.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Wobei ich den Aufschrei über das Album der deutschen Räder auch nicht ganz verstanden habe....
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!
Jo, wenn es ein echtes Aufschrei-Album wäre, dann hätte ich ja auch mehr als 8,5 Punkte gegeben und es schon längst in der Sammlung. Ist halt feiner, solider, klassischer Doom mit leichtem Epikhang. Da bei mir aber die Gleichung "DOOM > ALTERNAPROG" in ca. 95 % aller Fälle aufgehen dürfte, ist die Präferenzlage trotzdem recht klar. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Ich habe viel erwartet, weil das Album in der aller Munde war. Aber das was ich gehört habe hat mir nicht zugesagt und ich habe mich gefragt, was daran jetzt so besonders sein soll. Solide, ja. Aber herausragend? Nö.
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!
Sehr zu meinem Bedauern muss ich sagen, dass ich neuen Doom wirklich nur noch sehr selten wirklich herausragend finde. Das ist zwar insoweit nicht so schlimm, da ich "nur" soliden Doom meist immer noch besser finde als viele andere Dinge, aber das Genre leidet durchaus an einer Tendenz zur (unnötigen) Selbstlimitierung, die es etwas austrocknen lassen. Das ist ähnlich wie im Melodic Death Metal oder im schwedischen Black Metal, dass da ein gewisses Gefühl von "Auserzähltsein" entsteht, wie ich das zu nennen pflege. Es gibt einfach zu viele junge Bands, die damit zufrieden sind, die seit Langem vordefinierten, völlig klassischen Blaupausen des Genres zu zitieren, ohne in nennenswertem Maße zu versuchen, dem Genre neue, oder wenigstens originelle, eigenständige Impulse zu verleihen. Alles bewegt sich irgendwo im Dreieck zwischen Black Sabbath, Candlemass und Saint Vitus. Das war in ersten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends noch ein wenig anders. Da gab es eine kreative Aufbruchstimmung im Doom-Umfeld, die nicht zuletzt auch im Dunstkreis um das "Doom Shall Rise"-Festival spürbar war, wo der Doombegriff sehr offen interpretiert wurde, und den Funeral Doom, den Sludge, den Drone, den Stoner Rock, den Retro Rock, den Psychedelic Rock mit einbezog, was teils recht spannende und kreativ befruchtende Auswirkungen hatte. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die Szene seither wieder in eine deutlich konservativere bis reaktionärere Richtung entwickelt hat. Aber vielleicht geht mir auch einfach viel durch die Lappen, weil über die kreativen Ausreißer viel weniger gesprochen wird. Am Ende ist es Meckern auf hohem Niveau, denn wie gesagt, ich mag "soliden Doom". Aber am Ende fehlt mir die Aufbruchstimmung, die das Doom-Genre vor ca. 15 Jahren auszeichnete, durchaus. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Hmm, ich überlege gerade ob ich das auch so sehe. Weil im Grunde genommen nicke ich schon beim lesen deiner Zeilen. Finde aber dennoch, dass das "Auserzähltsein" vielleicht doch etwas zu hart ist.
Denn es gibt durchaus Bands neueren Kalibers die ich durchaus schätze und in den Bereich des Dooms fallen, wenn auch meist in die klassischere Richtung. Wie zum Beispiel "Crestfallen Queen" oder "Pallbearer". Auf der anderen Seite, wird da auch mir einfach viel durch die Lappen gehen. Doom Metal als Genre ist halt aber auch ein Genre, dass bei mir immer mal wieder hochfloppt, durchgehend hören, tue ich das aber auch nicht. Sprich: ich muss da schon auch bock drauf haben. Jedes mal wenn ich "Doom Shall Rise" lese, könnte ich traurig werden, was mir da durch die Lappen gegangen ist ![]()
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Das mit dem Auserzähltsein klingt vielleicht böser als es gemeint ist, denn ich schätze ja durchaus konservative und regressive Metal-Philosophien. Auf der anderen Seite tun sich bei mir junge Bands halt umso schwerer, je konservativer das Genre ist, weil sie mir oft nicht den Mehrwert gegenüber den alten Helden geben, den ich regelmäßig brauche, um mich von einer neuen Band knacken zu lassen. Das Quäntchen, das über das wohlwollende Abnicken als "jo, schon ganz fein" hinaus geht, ist für mich meistens (nicht immer), der Wille zum Verrücktsein, zum Individualismus, der dann gerne auch mal krude sein darf.
Da ging es mir schon öfters so, dass der Nachwuchs in Genres, die mir an sich total am Herzen liegen, doch irgendwie an eine Mauer läuft, weil die jungen Bands viel zu oft damit zufrieden sind, einfach das zu machen, was ihre eigenen Vorbilder schon vor 30 oder 40 Jahren gemacht haben. Das sind dann die viel beschworenen "guten Generika". Ist in allerlei Stilen so. Melodic Speed Metal (also "Euro Power Metal"), die Traditionalisten der "NWoTHM" bis hinein in den Doom und Epic Metal, viele der jungen Thrash-Bands, der 70er-Okkult-und-Retro-Rock usw... Daneben der Melodic Death Metal, teils auch der Old School Death Metal. Betrifft natürlich auch den Black Metal, vor allem die klassische schwedische Interpretation, wobei der bei mir unterm Strich das einzige Genre ist, bei dem ich auch viele der Generika zu schätzen weiß. 2nd Wave BM ist einfach so sehr mit meiner musikalischen DNA verschmolzen, dass ich darauf quasi immer anspringe. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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