mike hat geschrieben:Martin van der Laan hat geschrieben: "Blessing in Disguise"
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No Place For Disguise

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Flotsam & JetsamRe: Flotsam & Jetsam
No Place For Disguise ![]()
Re: Flotsam & Jetsam
Das freut mich natürlich sehr. Ich würde es toll finden, deine Meinung zu der Phase hier lesen zu dürfen. Das hat bei dem Thema Enslaved schon spannend gemacht muss ja nicht so ausführlich sein wie dort. Schön fände ich es trotzdem ![]()
Re: Flotsam & JetsamIch werde mich bemühen. Dafür muss ich aber erstmal die TERRA ODIUM aus dem Player rauskriegen...
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Re: Flotsam & Jetsam
Das wird schwierig. Verstehe ich. Deshalb lass ich das gelten ![]()
Re: Flotsam & JetsamFlotsam And Jetsam | High (1997)
![]() Tracklist: 1. Final Step 06:40 2. Hallucinational 03:16 3. It’s On Me 03:24 4. High Noon 05:19 5. Your Hands 03:28 6. Monster 03:41 7. Lucky Day 04:53 8. Toast 02:56 9. High 03:31 10. Everything 06:02 11. Forkboy (Lard Cover) 03:54 Mit „High“ ist 1997 das zunächst letzte Album erschienen, auf dem sowohl Michael Gilbert als auch Kelly David Smith zu hören sind. Immer wieder liest man, die Band hätte sich vom Grunge nicht beunruhigen lassen und ihr Ding durchgezogen. Um die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, gibt es auf dem Album bildlich eine kleine Hommage an Vorbildern der Bands. Nicht in audiovisueller Form, wie man zunächst vermuten könnte. Nein, viel mehr hat die Band ihre Songtitel in berühmten Fonts von Bandlogos abdrucken lassen. So ziert z.B. der Opener im Iron Maiden Look die Trackliste. Oder „Your Hands“ im Van Halen Style. Witzig hierbei, wenn man mal auf die Website der Band schreibt, wird das Album als Rückkehr zum Thrash Metal beschrieben. Ob das stimmt? Hört man sich den Anfang vom Opener „Final Step“ an könnte man an eine Fortsetzung der letzten beiden Platten denken. Tatsächlich täuscht das Intro des Songs. Der Song ist definitiv schneller als er zunächst vermuten lässt. Tempo nimmt das auf jeden Fall auf. Den Groove wird man trotzdem nicht vermissen. „Hallucination“ schlägt dann schon in eine andere Kerbe. Er stellt sich als schnellen Song mit typischer Flotzi Komposition heraus. Da erkennt man die Handschrift eines Gilberts auf jeden Fall. Das „High“ aber durchgehend Uptempo Nummern hat, verneine ich hiermit ganz stark. Also ist es eine „richtige“ Rückbesinnung meiner Meinung nach nicht wirklich. Dafür atmet „High“ die Luft der letzten Alben in zu großen Mengen. Macht es das Album deswegen zu einem schlechten? Nein, mit Sicherheit nicht. Im Grunde genommen ist das Album nämlich total solide. Es hat für mich halt nur nicht die absoluten Hits der Bands und irgendwie klingt auch Eric hier sehr zurückhaltend. Ab und an hört man da etwas aufblitzen, aber so richtig aus sich rauskommen tun die Songs nicht. Am meisten tatsächlich bei den schnelleren Parts in Songs (z.B. Toast, da gefällt mir Eric sehr gut). Aber insgesamt ist das in der Vergangenheit schon viel besser gelungen. Vielleicht liegt es aber auch an der etwas – zwar fülligen – aber doch dumpf wirkenden Produktion der Band. Hervorzuheben sind aber die gespielten Soli, die allesamt die Songs nochmal einen kleine Schubser geben, um den ein oder anderen Widerhaken zu setzen. Das „Monster“ im Metallica Schriftzug hinten auf dem Album draufsteht, passt dann wiederum allerdings. Man hätte damals nur das aktuelle Logo verwenden sollen, denn mit frühen Metallica hat es nichts zu tun, dafür aber viele Gemeinsamkeiten mit der Load/Reload Phase. Das verspielte Riff, das Refrain, das gespielte Solo hätte so auch von besagter Band stammen können. Somit mag dieser auditive und visuelle Eindruck hier zusammenpassen. Sonst wäre mir das aber tatsächlich nicht aufgefallen. Alles in allem ist „High“ damals ein etwas unscheinbares Album geworden. Mit Sicherheit kein schlechtes. Aber ich glaube die Band hat sich mit dem Artwork keinen Gefallen getan. Vielleicht hätte man den Tribut an die Bands anders umsetzen können. Denn auch wenn das andere für etwas abwegig halten: Aber weiß man aus welcher Ecke die Band kommt und ist man als Fan der ersten Alben von den letzten dreien enttäuscht so weckt das bei dem ein oder anderen die Hoffnung auf eine Rückbesinnung, die nachher nur mehr traurige Gesichter hinterlässt. Line Up:Eric A.K. Vocals Ed Carlson Guitars Mike Gilbert Guitars Jason Ward Bass Kelly Smith Drums
Re: Flotsam & JetsamFlotsam And Jetsam | Unnatural Selection (1999)
![]() Tracklist: 1. Dream Scrape 04:10 2. Chemical Noose 04:12 3. Promise Keepers 04:34 4. Liquid Noose 03:59 5. Falling 03:40 6. Fuckers 06:00 7. Brain Dead 04:33 8. Way To Go 04:26 9. Win, Lose Or Dead 04:28 10. Welcome To The Bottom 05:14 Hier haben wir es mit einem Wendepunkt in der Karriere der Band zu tun. Sowohl Kelly Smith als auch Michael Gilbert haben nach 6 Alben die Band verlassen. Ob das auch musikalisch ein Wendepunkt darstellt? Tatsächlich eine Frage die schwer zu beantworten ist. Die Band ist im Gegensatz zu den letzten Alben nochmal etwas ungestümer, dafür aber auch in tieferen Regionen unterwegs. In einem Song wie „Chemical Noose“ sind dann auch leichte Industrial Elemente zu vernehmen und klingen an der ein oder anderen Ecke passend zu der Zeit modern. Sehr modern. Ja, es ist schon etwas eigenartig, wie die Band hier auf dem Album agiert. Selbst der Gesang kann mich nur an manchen Stellen überzeugen. Aber schon fast in Sprechgesang abdriftende Songs wie „Liquid Noose“ geben mir wenig. „Unnatural Selection“ würde ohne die modernen Einsprengsel in der Diskographie kaum auffallen. Denn irgendwie verfolgt die Band zwar weiterhin ihren groovigen Weg aber nicht mit der Durchschlagskraft früherer Alben. So treibt das Album zwar schon in ähnlichen Gewässern herum aber ohne wirklich die neuen Akzente zu gewinnutzend zu setzen. Etwas plan- und ziellos fühlt sich „Unnatural Selection“ in meinen Ohren an. Das Zeigen die etwas einfallslos geratenen Riffs, die ohnehin schon sehr monoton wirken. Das Gequitsche wie man es im aufkommenden neuen Metal der 90er her kennt, nerven mich quasi. Ein Lichtblick für mich gibt es aber mit „Brain Dead“, dessen Songaufbau und Riffs mich sogar etwas an Voivod erinnern und somit im Flotzi Spektrum schon sehr interessant klingt. So hätte gern das ganze Album klingen können. Der Song fließt, hat Struktur und wirkt in keinerlei Hinsicht zerfahren. Es ist schon sehr schade, dass die Band da nicht mehr daraus machen konnte auch wenn die zweite Hälfte schon besser geraten ist als die Erste. „Unnatural Selection“ ist tatsächlich das für mich erste wirklich schwache Album der Band. Line Up: Eric A.K. Vocals Ed Carlson Guitars Mark Simpson Guitars Jason Ward Bass Craig Nielsen Drums
Re: Flotsam & JetsamFlotsam And Jetsam – My God (2001)
![]() Tracklist: 1. Dig Me Up To Bury Me 05:46 2. Keep Breathing 05:08 3. Nothing To Say 05:19 4. Weather To Do 05:21 5. Camera Eye 03:48 6. Trash 04:34 7. Praise 02:02 8. My God 05:24 9. Learn To Dance 04:26 10. Frustrate 03:28 11. Killing Time 05:27 12. I.A.M.H. 06:06 13. Trash (Acoustic) (Hidden)(Track) Es bleibt die Frage, was nachdem etwas planlosen letzten Album die Band noch im Stande ist zu veröffentlichen. Die Bandbesetzung hat sich diesmal nicht verändert. Hat die Band aus den Fehlern des letzten Albums gelernt, oder führt sie den Weg weiter ins Leere? Die knappe Antwort: teils, teils. Der Opener lässt hoffen, denn er verspricht einen etwas wärmeren Sound für die Scheibe. Er macht für mich einiges richtig. Auch wenn dieser neumodische groove auch hier einen Platz findet. Tatsächlich merkt man auch dem zweiten Song an, dass die Band wohl eingesehen hat, dass das letzte Album wohl keinen großen Anklang gefunden hat, könnte man meinen. Denn schon danach findet man mit „Nothing To Say“ einen Song, der so auch vom Vorgänger hätte stammen können. Gerade die S sprechgesangsartigen Vocals rund um die Refrains sind für mich kaum auszuhalten. Später auf dem Album kommt das nochmals auf mit „Killing Time“. Es ist echt ärgerlich daraus so eine Belanglosigkeit komponiert zu haben. Es wäre einfach viel mehr drin gewesen. Aber da hat die Band sich echt von so manch aktueller Band zu der Zeit beeinflussen lassen. Das klingt in meinen Ohren einfach nur befremdlich für eine Band wie Flotsam And Jetsam. Doch trotzdem muss ich auch sagen, hat trotz des sehr frühen Lowlights des Albums, Eric gesanglich wieder in die Spur gefunden. Das liegt aber auch teilweise an der Art der Songs, die weit offener daherkommen als noch zuvor. Sie wirken einfach strukturierter und somit kann sich solch ein ein Gesang, wie Eric ihn kann auch entfalten. Trotzdem hat meiner Meinung nach das Album einen kleinen Nachteil. Denn, obwohl das Album weit zugänglicher ist, wirken manche Songs immer noch sehr verkopft. Das merkt man einem Song wie „Weather To Do“ auch sofort an. „Camera Eye“ schlägt dann wiederum in die gleiche Kerbe wie der Opener, wenn es um Schnelligkeit geht. Für mich aber auch deutlich schwächer als der erstere. Eric bekommt Effekt auf seine Vocals. Der Refrain ist leider echt schlecht und das Reimschema findet hier wieder seinen Platz. Wer Aufmerksam ist, dürfte auch aufgefallen sein das der Song „Trash“ nochmal als Hiddentrack am Ende das Album in akustischer Form aufgegriffen wird. Das gute dabei ist, dass der Song in der Form mir um einiges besser ausfällt. Eric singt genauso wie man es von ihm eigentlich gewohnt ist. Es klingt einfach um einiges besser, weniger zerfasert. Gute alte Anfang 90er Flotzis. Leider Erics beste Gesangsleistung auf dem Album. Mit Abstand. Es bleibt am Ende nur zu sagen, dass die Band die Kurve nicht bekommen hat. Ein großes Problem dabei ist, dass das Album auch einfach in jeder Hinsicht zu lang ist. Songs wie „Nothing To Say“, „Weather To Do“, „Killing Time“ hätte man getrost wegfallen lassen können. „Camera Eye“ ist im Ansatz gut, die Band macht leider nur nicht mehr drauf. Da ist das Potenzial einfach nicht ausgeschöpft worden und das finde ich tatsächlich sehr ärgerlich. Ich habe erst mit dem Kauf des Albums auch festgestellt, das Eric die Band für ca. 1 Jahr nachdem Album verlassen hat, da er wohl frustriert durch den ausbleibenden Erfolg war. Die Band trennte sich zwar nicht, merkte aber schnell, dass es keinen passenderen Sänger als Eric für die Band gibt. Jetzt müssen halt nur noch die Songs stimmen. In der Zeit war übrigens James Rivera der Sänger der Band, Aufnahmen mit ihm gibt es allerdings nur als Liveaufzeichnung, gefilmt: https://www.youtube.com/watch?v=XyT9VZI-44A So interessant das auch klingt. Aber die Flotzis sind das meiner Meinung nach nicht mehr. Die Aufnahme zeigt bei aller bekannten Klasse des Sängers, dass das nicht zusammenpasst. Die Hartnäckigkeit, die die Band aber zu dem Zeitpunkt besaß, gebührt Respekt. Und ein paar Jahre später sollte sich das ja auch auszahlen. Man merkt die Zerrissenheit in meinem Text vielleicht. Es gibt Lichtblicke, die aber sehr schnell wieder eingeholt werden von unfokussierten, ja teils experimentellen Einschüben die der Band halt Null zu Gesicht stehen. Line Up: Eric A.K. – Vocals Edward Carlson – Gutiars Mark Simpson – Guitars Jason Ward – Bass Craig Nielsen – Drums
Re: Flotsam & JetsamVon meiner Seite aus gibt es jetzt erst einmal eine Pause. 1. (Hauptgrund) weil ich den Nachfolger zu "My God" immer noch nicht habe und 2. ist die Aufmerksamkeit auf die Flotzis hier gerade ja nicht so hoch. Hätte da etwas mit mehr gerechnet. Kein Vorwurf, absolut nicht. An anderen Stellen läuft das Forum ja auf Hochtouren und das freut mich wahnsinnig
Vielleicht bekomme ich das Album ja in den nächsten Wochen. Dann geht es hier auch weiter.
Re: Flotsam & JetsamIch lese hier interessiert mit, aber ich wollte dich jetzt nicht unbedingt stören, wenn ich nichts Sinnvolles hinzuzufügen habe.
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