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von Pillamyd » Montag 21. Juni 2021, 22:34
Feamorn hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Feamorn hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Gruppentherapie kommt noch.
Oh, da bin ich auch gespannt drauf! Hab im Zuge meiner Nachhör-Aktion schon ein paar mal den Diskografie-Check bemüht, für die alten Alben 
Haha, ging mir auch so. Die Podcast Folge habe ich glaube ich auch schon zwei Mal gehört 
Die blieb tatsächlich liegen... Hab so viele andere Casts, und dann noch die weniger Hörzeit durch die ganze Musik... 
Die Zeit solltest du aber "opfern". War eine wundervolle Folge, mit überaus interessanten Meinungen 
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Pillamyd
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von Feamorn » Montag 21. Juni 2021, 23:45
Ich nehme alles zurück, was ich über die Bubbles jemals gesagt haben sollte und behaupte das Gegenteil! 😅 Durchgang zwei geht mir fast schon runter wie Öl. Kiske gefällt mir hier teilweiser richtig gut und einige der Riffs sind echte Sahnestücke. Die poppige Schlagseite steht denen, und insbesondere Kiske, echt gut, find ich. Schätze, Durchgang 1 hat mich die Tage einfach in der falschen Stimmung erwischt... (Oder der Zweite in der Richtigen, egal  )
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von Feamorn » Dienstag 22. Juni 2021, 00:19
Mein Plex-Server, über den ich Helloween die meiste Zeit gehört habe, die letzten Tage, hat auch das perfekte Bandfoto für den Hintergrund, finde ich http://myhouseonmars.net/share/IMG_20210622_000646.jpg Passt irgendwie perfekt zur Stimmung 
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von scumi » Mittwoch 23. Juni 2021, 00:59
So, nun nach etlichen Tagen und zahlreichen Hördurchläufen der Versuch eines Reviews zur selbstbetitelten Platte:
Ich find sie nach wie vor großartig und alle Songs darauf stark. Stilistisch ist es einerseits die logische Fortsetzung von "Straight out of Hell" und "My God given Right" und andererseits die Rückkehr einiger "Keeper"-Vibes. Letzteres liegt aber vor allem an Michael Kiske, wenn der neue Stücke von Weikath oder Hansen intoniert. Die beiden schreiben heutzutage auch andere Songs, als vor 33 Jahren aber in Kombination gehen "Out for the Glory" und "Skyfall" trotzdem als sehr gelungene Enkelkinder von "Eagle fly Free" und "Halloween" durch.
Der Rest des Albums ist stilistisch nicht so schrecklich weit von dem entfernt, was die Band in den letzten 10 bis 15 Jahren gemacht hat. Das zeigt aber meiner Meinung nach nur, was das auch in Fünferbesetzung für ne gute Band war. Die Stücke gewinnen zusätzlich durch die Kombination der verschiedenen Sänger, durch die sehr ideenreiche Gitarrenarbeit und allgemein die Verspieltheit, mit der die ganze Band hier zu Gange war. Es gibt so viele kleine Parts und Elemente innerhalb einzelner Songs, die mich glücklich machen.
Die Nummer "Angels" hat mich beim ersten Anhören nicht begeistert, ist aber seither gewachsen. Alles, was Andi Deris für die Platte komponiert hat, animiert direkt zum Mitrocken. Am schwersten hab ich mich anfangs mit "Robot King" getan, weil das ein Song ist, der Erwartungen daran, wie so ne Nummer zu klingen hat, mit ziemlich angefahrenen Riff- und Melodiefolgen pulverisiert. Sobald man das Stück ein paar mal gehört hat, wächst es aber ungemein. Genau wie "Down in the Dumps" erinnert mich das vom Stil her wie die logische Fortsetzung von "Claws" auf dem letzten Album - auch ne Nummer von Weikath.
Und da wären wir wieder: "Helloween" ist keine Retro-Platte, sondern lässt die modernen Helloween erklingen, die jetzt dank Kiske und Hansen noch vielseitiger sind und den Spagat zur eigenen Vergangenheit noch besser hinbekommen. Anspieltipps hab ich keine. Ich finde, hier kann fast jeder, der dieser Band oder dieser Art von Musik grundsätzlich zugetan ist, einen anderen Ankerpunkt finden. Manche catcht vielleicht direkt der Opener, andere werden von "Fear of the Fallen" eingefangen und wieder andere holen sich nen Ohrwurm bei "Best Time". Ist der Einstieg mal geschafft, bietet die Platte an wirklich allen Ecken und Enden das Potenzial für die Hörer zu wachsen.
Ich will hier gar keine Einordnung versuchen, ob das nun die dritt-, fünft- oder zwölftbeste Platte der Band ist, aber es ist schon ungewöhnlich, dass es eine Band schafft, derart spät in ihrer Karriere nochmal so frisch, verspielt und ambitioniert zu klingen. Ich hab im Gefühl, dass das hier für Helloween so ähnlich einschlagen könnte, wie seinerzeit "Brave New World" für Iron Maiden, die dadurch ja auch nochmal in ganz neue Erfolgssphären katapultiert wurden.
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von Havoc » Donnerstag 24. Juni 2021, 00:14
scumi hat geschrieben:Ich will hier gar keine Einordnung versuchen, ob das nun die dritt-, fünft- oder zwölftbeste Platte der Band ist, aber es ist schon ungewöhnlich, dass es eine Band schafft, derart spät in ihrer Karriere nochmal so frisch, verspielt und ambitioniert zu klingen. Ich hab im Gefühl, dass das hier für Helloween so ähnlich einschlagen könnte, wie seinerzeit "Brave New World" für Iron Maiden, die dadurch ja auch nochmal in ganz neue Erfolgssphären katapultiert wurden.
...oder "Firepower" von Priest. 
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von Pillamyd » Donnerstag 24. Juni 2021, 01:01
Havoc hat geschrieben:scumi hat geschrieben:Ich will hier gar keine Einordnung versuchen, ob das nun die dritt-, fünft- oder zwölftbeste Platte der Band ist, aber es ist schon ungewöhnlich, dass es eine Band schafft, derart spät in ihrer Karriere nochmal so frisch, verspielt und ambitioniert zu klingen. Ich hab im Gefühl, dass das hier für Helloween so ähnlich einschlagen könnte, wie seinerzeit "Brave New World" für Iron Maiden, die dadurch ja auch nochmal in ganz neue Erfolgssphären katapultiert wurden.
...oder "Firepower" von Priest. 
Mit dem Unterschied, das Halford schon wieder Jahre bei der Band war. Den Vergleich mit Maiden finde ich tatsächlich passender. Klar an erster Stelle steht die Musik. Aber hier spielt ja auch der Effekt der Rückkehr von Kiske und Hansen eine maßgebliche Rolle. Das aus Pumpkins United wieder gemeinsam Helloween wird. Wie scumi sagte: Die Ambitionen spielen hier eine wichtige Rolle. Es soll ja auch Fans geben die das emotional noch einmal auf eine ganz andere Ebene befördert. Was ich auf jeden Fall gut verstehen kann. Ausführliches kann ich hoffentlich die Tage niederschreiben.
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von scumi » Donnerstag 24. Juni 2021, 01:43
Pillamyd hat geschrieben:Aber hier spielt ja auch der Effekt der Rückkehr von Kiske und Hansen eine maßgebliche Rolle. Das aus Pumpkins United wieder gemeinsam Helloween wird. Wie scumi sagte: Die Ambitionen spielen hier eine wichtige Rolle. Es soll ja auch Fans geben die das emotional noch einmal auf eine ganz andere Ebene befördert. Was ich auf jeden Fall gut verstehen kann.
Ich glaube, nicht allein die Rückkehr an sich, sondern die Art und Weise. Als das ganze vor ein paar Jahren losging, hatte es ja in der Kommunikation zunächst noch Projekt-Charakter, wie das bei vielen solcher Geschichten halt so ist. Man hätte Kiske und Hansen ja das halbe Set über hinter der Bühne verstecken können und sie wären nur zu Songs aufgetreten, die sie ursprünglich mal eingesungen oder gespielt hatten. Stattdessen kamen die an mit der Attitüde: "Wir sind Helloween und das sind unsere Songs!" Ab dem Moment, indem man sie auf der Bühne gesehen hat, war klar: Das ist eine Band! Spätestens als die Blu-ray vom Konzert rauskam, wusste man: Das ist es! Es funktioniert! Es ist geil! Und die Musiker waren offenbar selbst wie elektrisiert und hungrig auf mehr. Das waren und sind sehr gute Voraussetzungen, die mich zu der Einschätzung verleiten, dass hier möglicherweise der große Final Akt erst noch bevorsteht.
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von Pillamyd » Donnerstag 24. Juni 2021, 02:05
scumi hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Aber hier spielt ja auch der Effekt der Rückkehr von Kiske und Hansen eine maßgebliche Rolle. Das aus Pumpkins United wieder gemeinsam Helloween wird. Wie scumi sagte: Die Ambitionen spielen hier eine wichtige Rolle. Es soll ja auch Fans geben die das emotional noch einmal auf eine ganz andere Ebene befördert. Was ich auf jeden Fall gut verstehen kann.
Ich glaube, nicht allein die Rückkehr an sich, sondern die Art und Weise. Als das ganze vor ein paar Jahren losging, hatte es ja in der Kommunikation zunächst noch Projekt-Charakter, wie das bei vielen solcher Geschichten halt so ist. Man hätte Kiske und Hansen ja das halbe Set über hinter der Bühne verstecken können und sie wären nur zu Songs aufgetreten, die sie ursprünglich mal eingesungen oder gespielt hatten. Stattdessen kamen die an mit der Attitüde: "Wir sind Helloween und das sind unsere Songs!" Ab dem Moment, indem man sie auf der Bühne gesehen hat, war klar: Das ist eine Band! Spätestens als die Blu-ray vom Konzert rauskam, wusste man: Das ist es! Es funktioniert! Es ist geil! Und die Musiker waren offenbar selbst wie elektrisiert und hungrig auf mehr. Das waren und sind sehr gute Voraussetzungen, die mich zu der Einschätzung verleiten, dass hier möglicherweise der große Final Akt erst noch bevorsteht.
Natürlich! Nichts anderes habe ich ja gemeint. Die Konstellation ist auch für mich im Nachhinein echt spannend. Ich war nicht auf der Tour, ich habe davon nur am Rande mitbekommen. Tatsächlich habe ich mich damit dann mal befasst, als der Diskografie Check kam, das Album angekündigt worden ist und ich so die ein oder andere Meinung lesen konnte und letztens auch Interviews verschiedener Bandmitglieder. Das macht sie im Übrigen für mich zu unfassbaren sympathieträger. Berichtigt mich wenn ich falsch liege. Aber die Art und Weise von Projekt bis zum Album ist meiner Meinung nach außergewöhnlich. Welche Band hat diesen Weg denn so beschritten? Sich Zeit gelassen, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und dabei so selbstbewusst agiert ohne überschwänglich Jubelarien im Vorfeld preiszugeben? Das ist schon beeindruckend.
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von scumi » Donnerstag 24. Juni 2021, 13:19
Pillamyd hat geschrieben:Berichtigt mich wenn ich falsch liege. Aber die Art und Weise von Projekt bis zum Album ist meiner Meinung nach außergewöhnlich. Welche Band hat diesen Weg denn so beschritten? Sich Zeit gelassen, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und dabei so selbstbewusst agiert ohne überschwänglich Jubelarien im Vorfeld preiszugeben? Das ist schon beeindruckend.
Iron Maiden ist ehrlich gesagt das Ähnlichste, was mir einfällt. Als damals Bruce Adrian Smith zurückkamen war man plötzlich zu sechst und bevor es ein Album gab, wurde auch erstmal ne Tour gespielt, auf der dann auch die Phase ohne die beiden präsent war. Bei Maiden war die Ausgangssituation aber trotzdem ein wenig anders, weil die Band mit Blaze Bailey eben nicht das geschafft hatte, was Helloween mit Deris gelungen ist - einen überzeugenden Neustart. Alles in allem ist das aber schon eine sehr ungewöhnliche und extrem unwahrscheinliche Sache, die bei Helloween passiert ist. Wahrscheinlich ist es so, wie die Musiker das auch selbst bei diversen Gelegenheiten erklärt haben: Manche Dinge sollen halt sein. Für reproduzierbar halte ich das jedenfalls nicht.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 1. Juli 2021, 12:58
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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