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von Feamorn » Samstag 22. Mai 2021, 20:16
Ich weiß, es ist etwas absurd sich dermaßen auf ein Debüt-Album zu freuen, von dem man gerade mal zwei Stücke kennt, aber falls die beiden Songs repräsentativ sein sollten, haben die vier Damen bei mir vermutlich große Chancen auf mein Album des Jahres. Daher will ich meine Vorfreude auch nochmal ausserhalb des "Was hört ihr"-Threads teilen.  Crypta bestehen aus den beiden ehemaligen Nervosa-Musikerinnen Fernanda Lira (Vocals und Bass) und Luana Dametto (Schlagzeug), dazu kommen an den Gitarren Tainá Bergamaschi (Vorherige Band Hagbard oder so? Mir unbekannt.) und, als einzige Nicht-Brasilianerin, die Niederländerin Sonia Anubis, die bis letztes Jahr bei Burning Witches war und parallel bei Cobra Spell spielt (beides Heavy Metal), Metal Archives listet sie aber mittlerweile auch am Bass bei Ursinne (ein Death Metal Projekt, u.a. mit Dave Ingram). Zudem hat sie wohl mit extremerer Musik angefangen? Crypta sind musikalisch irgendwo im (für meine Ohren eher old schooligen) Death Metal mit starken Thrash und leichten Black Einflüssen unterwegs. Bei der ersten Single (From The Ashes) klingt Fernanda teilweise wie ein Bastard aus Dani Filth und Chuck Schuldiner (nach letzterem klang sie bei Nervosa teilweiser schon). Untergekommen sind die vier direkt bei Napalm Records, wo ja auch Nervosa weiterhin daheim sind. Was für mich ein riesiger Fortschritt gegenüber Nervosa ist (das neue Album mit neuer Besetzung liegt hier, ist aber noch ungehört) ist auf jeden Fall das Line-Up mit zwei Gitarren. Gerade die Doppel-Leads und Soli machen einfach dermaßen viel mehr her! Dazu finde ich auch Luanas Schlagzeugspiel irgendwie etwas, hm, befreiter? Wie gesagt, alles in allem gehen mir die bisherigen Stücke auf jeden Fall runter wie Öl, und ich bin sehr gespannt, was sich da auf Albumlänge entpuppen wird! Songs: From The Ashes (Relativ aufwändiges Musikvideo) Starvation (Lyric Video)
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von Rüdiger Stehle » Samstag 22. Mai 2021, 20:58
Habe mir mal beide Songs angehört, bevor ich deine Beschreibung komplett gelesen habe, und die klingen tatsächlich beide sehr fein. Wenn man auf eine neue Band aus dem Hause Napalm klickt, hat man ja immer ein wenig Angst vor einem kleinen Kitsch-Assault, aber das bleibt hier völlig aus. Den BM-Einfluss finde ich dabei gar nicht so leichtgewichtig. Im Gegenteil. Bei "From The Ashes" erinnert mich sogar einiges an Cradle of Filth, speziell beim Gesang, aber auch von der Stimmung her und bei manchen eher flirrenden Riffs. Oh, ich sehe, den Dani Filth hast du auch erwähnt.
Doch, gefällt mir. Sehr melodischer Bastard aus Black Metal und Thash mit passender Klang- und Showästhetik und Stimmung.
Nervosa gefällt mir ja auch, habe aber noch keine Scheibe der Damen. Da ist ja inzwischen auch die gute Signora Wallace am Start. Die fand ich immer recht cool, auf ihrer Odyssee durch die mehr oder minder prominenten BM-Bands.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Feamorn » Dienstag 8. Juni 2021, 23:31
Feamorn hat geschrieben:Crypta - Dark Night Of The SoulGeil, dritter Song, dritter Volltreffer bei mir, stilistisch auch wieder nicht völlig identisch zu den anderen beiden. Bravo! Die Damen brennen! Wie es aussieht, hat Napalm das Album auch schon auf den Weg zu mir gebracht (VÖ ist Freitag, 11.09.).
Zitat aus dem Was hört ihr-Thread. Bin echt super gespannt auf das Album!
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von Feamorn » Donnerstag 10. Juni 2021, 14:09
So, Album ist seit heute mittag da, mit 41:40 recht knackig, wie es sich für's Genre gehört, bin gerade mitten im zweiten Durchlauf und zumindest zur Zeit noch total selig. Soviel Luftgitarre wie heute gab es hier lange nicht mehr. Da sind echt ein paar super Melodien, Harmonien und Riffs mit an Bord. Sonia und Taína brennen da an den Gitarren schon teilweise richtig Feuerwerk ab, find' ich.  So, ich versuche jetzt mal, den Thread nicht weiter voll zu spammen... @Rüdiger: Bei wem war die Mia denn überall unterwegs? Hab jetzt gerade nur Abbath auf dem Schirm?
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von MarioDahl » Donnerstag 10. Juni 2021, 15:58
Ich will meinem Review ja nicht vorgreifen, aber so richtig überzeugen können mich die Mädels leider nicht. Zwei Songs sind Knaller, da unterschreibe ich, was du sagst. Das sind der erste und der letzte Track. Alles danach ist noch echt ausbaufähig.
Thrash til Death!
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von Feamorn » Donnerstag 10. Juni 2021, 17:02
MarioDahl hat geschrieben:Ich will meinem Review ja nicht vorgreifen, aber so richtig überzeugen können mich die Mädels leider nicht. Zwei Songs sind Knaller, da unterschreibe ich, was du sagst. Das sind der erste und der letzte Track. Alles danach ist noch echt ausbaufähig.
Hab's wie gesagt erst zweimal gehört, Langzeitwirkung muss sich zeigen. Bislang fällt es bei mir auf sehr fruchtbaren Boden. Mir gefallen Starvation und From The Ashes auch bislang am besten, aber die hab ich, im Gegensatz zum Rest, eben auch schon ein Dutzend Mal gehört. Oo Wird sich zeigen, wie sich das weiter entwickelt. So aus dem Stegreif gefällt mir das insgesamt aber tatsächlich nochmal deutlich besser als das, was Nervosa früher gemacht haben (hab der neuen leider noch keine Zeit widmen können). Allerdings liegt das auch daran, dass mir der Stil von Crypta doch deutlich mehr liegt. Ansonsten sind mir aber auch in anderen Songs als den genannten schon Passagen sehr positiv aufgefallen, von daher, denke erstmal nicht, dass das bei mir jetzt noch massiv abstürzt. Ob der Rest die gleiche Wirkung bekommt wie 2 und 10 lässt sich so noch nicht abschätzen.
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von MarioDahl » Donnerstag 10. Juni 2021, 18:13
Ich habe bislang bewusst keinen Vergleich zu NERVOSA angestellt. Denn wenn ich so drüber nachdenke, sieht das nämlich nicht so gut aus für CRYPTA. Die neue NERVOSA ist bock stark und steckt sogar die vorherigen Alben in die Tasche. Und dementsprechend ist sie auch um einiges besser als CRYPTA.
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von Feamorn » Donnerstag 10. Juni 2021, 18:37
Hm, ich hab die Hälfte neulich draussen gehört, da hat mich jetzt nix so richtig mitgenommen soweit, auch bei den Vorabsongs nicht.
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von Feamorn » Donnerstag 10. Juni 2021, 20:14
MarioDahl hat geschrieben:Ich habe bislang bewusst keinen Vergleich zu NERVOSA angestellt. Denn wenn ich so drüber nachdenke, sieht das nämlich nicht so gut aus für CRYPTA. Die neue NERVOSA ist bock stark und steckt sogar die vorherigen Alben in die Tasche. Und dementsprechend ist sie auch um einiges besser als CRYPTA.
Oh je. Ich hab jetzt extra die neue Nervosa endlich Mal komplett gehört, und das einzige in deinem Posting, dem ich so (nach einmal Hören) zustimmen würde ist, dass es vermutlich die bisher stärkste Nervosa ist. Ein gutes Album, ohne Frage. Aber im direkten Vergleich gewinnt die Crypta bei mir bislang sehr eindeutig. Der Vergleich ist natürlich im Grunde witzlos, da Nervosa weiter Thrash machen, Crypta Death, was bei mir tatsächlich bereits zu einem leichten Startvorteil bei Crypta führt, da bei mir meist Death > Thrash gilt. Aber dennoch mal weiter gedacht. Ich finde das Crypta-Album viel abwechslungsreicher, tatsächlich bleibt auch bei der neuen Nervosa die Gitarre eines meiner Hauptprobleme (bei allem Respekt vor Prima). Da passiert bei Crypta einfach sooo viel mehr in dem Bereich. Der Bass geht bei Nervosa für mich wieder weitestgehend unter, während er bei Crypta oft so richtig schön knarzt, was aber generell auf die Produktion zurück zu führen ist, und so schön die bei Nervosa brät, ich finde die bei Crypta besser (u.a. wohl wegen meinem Bass-Fetisch  ). Gesanglich find ich Diva Satanica jetzt bei Nervosa sogar wohl besser als Fernanda damals bei Nervosa, aber auch hier, stilistisch sind mir Fernandas Growls und Screams bei Crypta am Ende eben deutlich lieber, (teils angeschwärzter) Death Metal eben. Letztendlich ist mir Nervosa halt unterm Strich vor allem wieder zu gleichförmig, altes Problem. Eine zweite Gitarre würde denen, meiner Meinung nach, echt gut tun... (Dazu sind Sonia und Taína in Sachen Solos für mich auch leider eine ganze Ecke vor Prika, sorry.) Richtig doof finde ich bei Nervosa übrigens, dass da bei einer handvoll Stücke ein paar mal echt fiese Saitengeräusche zu hören sind, da will ich ihnen nun keinen Strick draus drehen, aber etwas ernüchternd ist das schon, gerade weil die Produktion ja sonst voll im Ordnung geht. Nicht so schlimm wie bei Manowar (war es "Kill with power"?), aber für mich, nachdem ich es einmal bemerkt hatte, schon etwas nervig... Lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube, wir stehen uns da ziemlich diametral gegenüber in der Einschätzung der beiden Alben.  Kann das am Ende vielleicht tatsächlich, zumindest teils, auf Thash/Death-Vorliebe zurück zu führen sein? Echoes of the Soul ist bei mir jetzt gerade im dritten Durchlauf und wächst noch.
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von Havoc » Donnerstag 10. Juni 2021, 21:06
Feamorn hat geschrieben:Richtig doof finde ich bei Nervosa übrigens, dass da bei einer handvoll Stücke ein paar mal echt fiese Saitengeräusche zu hören sind, da will ich ihnen nun keinen Strick draus drehen, aber etwas ernüchternd ist das schon, gerade weil die Produktion ja sonst voll im Ordnung geht. Nicht so schlimm wie bei Manowar (war es "Kill with power"?), aber für mich, nachdem ich es einmal bemerkt hatte, schon etwas nervig...
Mit Nervosa und Crypta kenne ich mich gar nicht aus. Aber ich frage mich, was genau du mit "Saitengeräusche" meinst? Bei Manowar? Habe irgendwie echt keine Ahnung, was du darunter verstehst. 
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