Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 16. April 2021, 00:15

Und du kurbelst die heimische Wirtschaft an... der sitzt in Mühlacker.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Pillamyd » Freitag 16. April 2021, 00:17

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und du kurbelst die heimische Wirtschaft an... der sitzt in Mühlacker.


Jap, das wusste ich :D
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Freitag 16. April 2021, 09:16

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jupp. Die Dinger sind perfekt. Und Labelboss Andi Preisig ein sympathischer Händler, den man von Plattenbörsen kennt. Kann man bedenkenlos kaufen.


Bei Andi habe ich auf Börsen oft eine hohe Gesamtrechnung :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Freitag 16. April 2021, 15:30

Die Startsequenz zum Take-off des mit schwarzmetallisch/regenbogenfarbenem Perlmutt-Effekt-Lack überzogenen Psychedelic-Space-Ship der Desert-Planet-Klasse (mit Joint-AdVenture-Technik aus wahlweise Anti-temporalem Doom-Partikel-Be/Entschleuniger sowie manuellem Stoner-Groove-Antrieb) namens 'Uraanisula' aus der Werft ORANSSI PAZUZU erinnert mich an das 'Lucy In The Sky With Diamonds'-Manöver der T. H. E. BEATLES-Flotte unter dem Kommando von Sgt. Pepper. Konstruktionsbedingende Intention, Wahrnehmungswahnsinn meinerseits, oder kosmischer Zufall?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Samstag 17. April 2021, 11:13

Ich stell mir gerade eine Frage, inspiriert durch Zora@BLACKBRIAR, die in ihrem Patreon immer wieder interessante Einblicke in die Prozesse von Videoproduktionen oder Songwriting gibt. Das letzte Ziel der Crowdfunding-Kampagne für das neue Album war es ein Song des Albums auf holländisch einzuspielen. Interessant ist es hier zu lesen, dass das viel komplizierter sei als gedacht. Erst hieß es, dass nach langer Tüftelei eh nur ein Song in Frage käme und bei den Aufnahmen kam raus, das auch das einfach nicht funktioniert. Zora meint, sie müsse für dass Projekt einen gänzlich neuen Song schreiben. Ich frage mich natürlich, warum. Und achte dabei mal ganz dezidiert, darauf, wie bei den jetzigen Songs Worte und Musik zusammenspielen. Vielleicht werde ich verrückt, aber ich bilde mir ein, dass die Musik tatsächlich auf jedes gesungene Wort zu reagieren scheint. Das ist ziemlich WOW! Na klar, wenn man jetzt die Sprache ändert, bricht alles zusammen!

Gefällt mir deshalb Musik in fremden, nicht-englischen Sprachen so sehr? Weil sich die Musik an die Klangfarbe der Sprache anpassen muss? Ist Musik, die für englische Sprache geschrieben ist, anders als Musik für spanische, italienische, norwegische? Und wie manifestieren sich sprachliche Charakteristika dann auf musikalischer Ebene?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 17. April 2021, 11:28

Interessanter Ansatz, Thommy. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein grundsätzliches Problem mit nichtenglisch-sprachigen Alben habe. Das klingt in meinen Ohren nämlich oftmals komisch. Loudness zum Beispiel finde ich musikalisch in ihrer Hochphase ziemlich top, aber das klappt in beiden Sprachversionen bei mir nicht.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Samstag 17. April 2021, 15:01

Holger Andrae hat geschrieben:Interessanter Ansatz, Thommy. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein grundsätzliches Problem mit nichtenglisch-sprachigen Alben habe. Das klingt in meinen Ohren nämlich oftmals komisch. Loudness zum Beispiel finde ich musikalisch in ihrer Hochphase ziemlich top, aber das klappt in beiden Sprachversionen bei mir nicht.


Hmm, ich sollt doch mal das OPETH-Album hören, das es in zwei Sprachversionen gibt. Wer weiß auf die Schnelle, wie das heißt?

Ein ganz wunderbares Beispiel für das Zusammenspiel von Musik und Sprache ist LAZULI (Franzosen). Das kann ich mir überhaupt nicht ausmalen, wie das auf Englisch funktionieren sollte, die Musik ist sooo französisch. Die Kroaten MANNTRA kann kaum mehr hören, seitdem sie auf Englisch umgestellt haben. Was allerfings gar nicht funktioniert hat, war HERZEL (Franzosen). Da habe ich gar keine Bindung zwischen Musik und Sprache gefühlt. Die Musik hatte nichts Französisches. Allerdings fand ich das ganz generell keine allzu guten Musiker, die es drauf hätten, überhaupt so eine Verbindung zu etablieren. Rafael hört das natürlich wieder ganz anders. Interessant.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Pillamyd » Samstag 17. April 2021, 15:06

In Cauda Venenum.

Und ich wäre sehr gespannt darauf was du zu sagen hättest, solltest du dir den Vergleich geben.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Samstag 17. April 2021, 15:10

Du hast doch bestimmt das blaue MAYFAIR-Album in beiden Versionen, Thommy. Da kannst du dann ja mal beim Vergleichshören bewusst drauf achten, inwieweit die Worte den Klang verändern. Es scheint mir allerdings völlig sinnig, dass Sprachmelodie, Silbentrennung, flache, steigende oder fallende Betonung, Vokale, Dipthonge, Konsonanten an dieser oder jener Stelle sich auch auf die Rhythmik und Melodie im kleinen Maßstab auswirken, oder Einfluss auf die Geschwindigkeit des Vortrags haben. Hinzu kommen auch noch Konnotationen von Worten, die je nach Text in manchen Sprachen an dieser oder jener Stelle im Satz mehr/dichter gepackt und in anderen weniger/eher vereinzelt stehen, was sich durch Assoziationen im Sprachzentrum/Gedächtnis/Emotionszentrum der Hörer zum einen auf Sprachverarbeitungsgeschwindigkeit, zum anderen auf Aufmerksamkeitsverteilung zwischen Sprachsemantik und musikalische Komposition auswirken kann, und natürlich auch auf die Stimmungslage beim Hören, wenn durch Nebenbedeutungen emotionale Erinnerungen wachgerufen werden. Auch die Satzstellung wirkt sich auf die Sprachverarbeitung signifikant aus: Zeigt mir eine Endung direkt an, welches Wort ein Subjekt oder (in)direktes Objekt ist, steht das Verb gleich zu Anfang eines Satzes bzw. Taktes oder Licks, oder muss ich bis zum Ende eines Riffs abwarten, bevor sich mir überhaupt offenbart, was hier gespielt wird? Gerade Deutsch ist sehr endlastig, was die Verbstellung anbelangt. Das wäre ein tolles interdisziplinäres Forschungsgebiet im Spannungsfeld Sprach- & Musikwissenschaft, Thommy. Falls du da wen kennst aus den Feldern, schlag es vor!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Samstag 17. April 2021, 15:21

Pillamyd hat geschrieben:In Cauda Venenum.

Da dürfte es einige Interviews mit Mikael Åkerfeldt zu geben, inwieweit sich die Sprache auf seinen Prozess des Textens und Komponieren auswirkte. Wobei man beachten sollte, das es aus Hörerperspektive nochmal eine ganz andere Wahrnehmung sein kann, als das beim Komponisten selbst der Fall ist. Und vermutlich spielt ganz stark hinein, ob man mehrsprachig ist, bzw. wie flüssig das Hörverständnis ist, wenn man ein Stück hört: Bin ich der Sprache gar nicht mächtig, "stört" das Sprachzentrum das Musikzentrum (gibt es das?) vermutlich weitaus weniger (oder sucht nach Parallelen zu Muttersprache?); bin ich "gebrochen" (ohn)mächtiger Hörer, werde ich auf vertraute Wörter eher ansprechen und mich an ihnen "aufhängen", was die mentale Verarbeitungsgeschwindigkeit "holpriger" machen dürfte; in Muttersprache achtet man vielleicht eher auf Texte insgesamt; und für bilinguale Hörer*innen ist es nochmal anders.
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