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von Jhonny » Donnerstag 11. März 2021, 22:43
Havoc hat geschrieben:Da kamen dann halt so Sätze wie "Beste neue Band der letzten 20 Jahre" und so. Und so toll finde ich die Band eben irgendwie nicht.
Aber es ist doch cool, wenn es für ihn die beste Band dieser Zeit ist. Ich mag solche Aussagen, weil ich die Begeisterung dahinter mag.
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von Havoc » Donnerstag 11. März 2021, 22:45
Jhonny hat geschrieben:Havoc hat geschrieben:Da kamen dann halt so Sätze wie "Beste neue Band der letzten 20 Jahre" und so. Und so toll finde ich die Band eben irgendwie nicht.
Aber es ist doch cool, wenn es für ihn die beste Band dieser Zeit ist. Ich mag solche Aussagen, weil ich die Begeisterung dahinter mag.
Ist ja auch ok. Für ihn ist es dann wohl so. Muss man ja nicht verstehen.
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Havoc
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von Jhonny » Donnerstag 11. März 2021, 22:50
Havoc hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Havoc hat geschrieben:Da kamen dann halt so Sätze wie "Beste neue Band der letzten 20 Jahre" und so. Und so toll finde ich die Band eben irgendwie nicht.
Aber es ist doch cool, wenn es für ihn die beste Band dieser Zeit ist. Ich mag solche Aussagen, weil ich die Begeisterung dahinter mag.
Ist ja auch ok. Für ihn ist es dann wohl so. Muss man ja nicht verstehen.
Klar. Geschmäcker muss man generell nicht verstehen, die sind halt Geschmackssache Da gibts ja auch kein richtig oder falsch, es ist einfach wie es ist.
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von salisbury » Donnerstag 11. März 2021, 23:17
Jhonny hat geschrieben:Havoc hat geschrieben:Da kamen dann halt so Sätze wie "Beste neue Band der letzten 20 Jahre" und so. Und so toll finde ich die Band eben irgendwie nicht.
Aber es ist doch cool, wenn es für ihn die beste Band dieser Zeit ist. Ich mag solche Aussagen, weil ich die Begeisterung dahinter mag.
Bin da im Prinzip bei dir, frage mich aber, ob das wirklich so gut für die Band ist. Denn es weckt eben auch gesteigerte Erwartungen und -zumindest bei mir, auch kritischeres Hören. Natürlich sorgt eine solche Aussage für Diskussion und prodiziert Traffic, was erstmal gut für die Band ist, vor allem wenn sie von einem prominenteren Rezensenten verfasst werden. Ich war ja auch schon desöfteren in der Situation, Jubelarien zu verfassen, aber ich versuche mich davor zu hüten, so plakative Phrasen rauszuhauen. Auf der anderen Seite wurde meine Aussage "bester deutscher Rocker" zu THOMAS GODOJ tatsächlich oft zitiert und hat unter den Fans für viel Aufsehen gesorgt. Irgendwie muss man halt versuchen, so etwas sorgfältig zu dosieren. Was ich irgendwie nicht will, ist, wenn die Leute sagen würden, "der beckert schon wieder, ganz normal".
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 11. März 2021, 23:58
Ich bin ja generell kein allzu großer Freund des Superlativs, und das obwohl ich ja generell sehr wohlwollend rezensiere und auch gerne mal hohe Noten zücke, auch die 10. Aber mit Superlativen muss ich doch meistens hadern. Wenn ich sage: "Cirith Ungol hat das beste Album aller Zeiten gemacht. Fünf mal.", dann ist das auch mehr eine Mischung aus ehrlicher Begeisterung, Selbstironie und Chuck-Norris-Gag, als dass ich das jetzt total ernst meinen würde.
Micha Kohsiek nehme ich seine Begeisterung absolut ab, das ist auch kein Thema, wenn er manchmal jubiliert. Aber ja, bisweilen finde ich es auch ein bisschen drüber. Das Problem ist nicht das Jubilieren, das ist bei mir echt der Superlativ an sich. Weil ein Superlativ ja immer aussagt, dass die anderen schlechter sind, wenn jene die Besten sind, und diese Komplettüberhöhung ziehe ich selber ziemlich ungern. Ging mir auch bei MGŁA oder SULPHUR AEON oder AKX so. Da denke ich dann immer: "Wenn DIE die besten Deather, Blackies, Epiker aller Zeiten sind, was ist dann mit all den Göttern, die ich in den Genres seit 20 oder 30 Jahren verehre?" - Das macht den Superlativ für mich so kritisch.
Andererseits meinen ja manche auch, dass ich zu sehr Abfeiere und zu positiv werte, und ich nehme mich selber trotz der mir durchaus bewussten hohen Noten nicht als Abfeierer war. Da empfinde ich mich selbst als etwas zu sachlich, auch wenn ich dennoch gerne Begeisterung auch weiter gebe. Na ja, was soll's... passt eh alles...
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von Holger Andrae » Freitag 12. März 2021, 08:38
Wäre es ein tatsächlicher Hype, würde ich auch Frage stellen, ob es der Band mehr schadet als hilft. Wenn aber nur einzelne Personen überschwänglich reagieren, finde ich das eher positiv.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Havoc » Samstag 13. März 2021, 22:22
Holger Andrae hat geschrieben:Wäre es ein tatsächlicher Hype, würde ich auch Frage stellen, ob es der Band mehr schadet als hilft. Wenn aber nur einzelne Personen überschwänglich reagieren, finde ich das eher positiv.
Das ist sicherlich eine interessante Frage. Warum ist es eher positiv, wenn es nur einzelne sind? Dann ist es eher eine Nischeneuphorie...der man folgen kann oder auch nicht. Wenn es mehrere sind, dann sollte man wohl meinen, dass das wirklich toll sein muss! Aber auch das ist natürlich alles andere als gesichert. Sicher ist nix. Es muss dem Einzelnen halt gefallen. Eine Aussage wie...beste neue Band der letzten 20 Jahre erzeugt natürlich schon eine extrem hohe Erwartungshaltung...welche bei mir eben nicht wirklich erfüllt wurde. Naja. Ich finde die Aussagen eigntlich nicht schlimm, wenn sie ernst gemeint sind. Wobei das schon selten sein sollte. Ich finde die IOTUNN auch gerade toll...würde aber niemals sagen, dass das die beste neue Band seit 20 Jahren ist. Nunja.
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von salisbury » Samstag 13. März 2021, 22:48
Ich danke, aus Sicht einer Band ist es sicher toll, wenn jemand so etwas schreibt. Egal ob mit oder ohne Hype Dazu wünsche ich jeder Band, die ich mag, einen Hype. Ich weiß nicht, was daran schlimm sein soll, heutzutage gehört das dazu um überhaupt gehört zu werden. Ein Hype ist eine Chance, und Bands, die es wirklich wissen wollen, bauen darauf auf, denn jeder Hype ist irgendwann vorbei. Eine wahnsinnige Geschichte finde ich da nach wie vor BEYOND THE BLACK, die Band hat ihren Hype am Anfang geritten wie selten eine andere und ist Jahre später immer noch oben. Nicht nur was die Anhängerzahl angeht, auch die musikalische Qualität ist top. Es macht mich ein wenig stolz, da gleich von Anfang an ins Horn geblasen zu haben, und wer weiß, vielleicht hab ich ja einen klitzeklitzekleinen Beitrag geleistet  . Jetzt möchte ich aber, dass BLACKBRIAR explodiert. Ich will, das Millionen ihre diese Musik hören und lieben. Und deshalb fange ich den Thread wieder ein: 1.) BLACKBRIAR - Confess 2.) BLACKBRIAR - The Seance 3.) BLACKBRIAR - Weakness And Lust 4.) BLACKBRIAR - Cry Of The Banshee 5.) BLACKBRIAR - Until Eternity Der Himmel ist keine Grenze. To the moon, BLACKBRIAR 
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von Holger Andrae » Sonntag 14. März 2021, 00:37
Havoc hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Wäre es ein tatsächlicher Hype, würde ich auch Frage stellen, ob es der Band mehr schadet als hilft. Wenn aber nur einzelne Personen überschwänglich reagieren, finde ich das eher positiv.
Das ist sicherlich eine interessante Frage. Warum ist es eher positiv, wenn es nur einzelne sind? Dann ist es eher eine Nischeneuphorie...der man folgen kann oder auch nicht. Wenn es mehrere sind, dann sollte man wohl meinen, dass das wirklich toll sein muss! Aber auch das ist natürlich alles andere als gesichert. Sicher ist nix. Es muss dem Einzelnen halt gefallen. Eine Aussage wie...beste neue Band der letzten 20 Jahre erzeugt natürlich schon eine extrem hohe Erwartungshaltung...welche bei mir eben nicht wirklich erfüllt wurde. Naja. Ich finde die Aussagen eigntlich nicht schlimm, wenn sie ernst gemeint sind. Wobei das schon selten sein sollte. Ich finde die IOTUNN auch gerade toll...würde aber niemals sagen, dass das die beste neue Band seit 20 Jahren ist. Nunja.
Ich habe ja nicht geschrieben, dass ich so einzelne Hyperventilier-Arien überhaupt eine Hype nennen würde. Au contraire. Es ist ja auch die Frage, wer denn diese Minderheiten-Hypes mitbekommt. Doch in der Regel nur die Leute, die dieser kleine Anzahl an Jubelsingern in irgendeinerweise folgen. Warum folgt man denen? Eventuell, weil man etwas auf deren Meinung/Geschmack gibt. Von daher weiß man auch, wie man das dann zu lesen hat. Ich finde diesen Superlativen meist recht unterhaltsam und manchmal lösen sie bei mir ein Antesten einer mir nicht bekannten Band oder Platte an. Beyond The Black ist für mich ein gutes Beispiel, wo ich sehr schnell vom Hype komplett angenervt war. Da war ja auch nichts charmant, sondern es war von Beginn an plakativ. Obendrein kam es unter anderem aus der Industrie. Sprich: Der Hype war finanziell subventioniert. Das törnt mich dann doppelt schnell ab, wenn es in dieser Art von Überflutung kommt. Das hatte schon einen negativen Einfluss auf mich bevor ich einen Ton gehört hatte und bevor das Casting-Tralala losging. Für die Massen ist das natürlich der konsequent richtige Weg, wenn man eine Band vermarkten will. Völlig unabhängig vom Musikstil. Spannendes Thema, über das man sicherlich noch sehr viel mehr schreiben könnte.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von salisbury » Sonntag 14. März 2021, 01:17
Holger Andrae hat geschrieben: Beyond The Black ist für mich ein gutes Beispiel, wo ich sehr schnell vom Hype komplett angenervt war.
Fair enough. Ich hab das ja gar nicht mitbekommen; habe erst die Musik gehört, dann ein Livevideo gesehen, dann ein Interview geführt, dann ein Konzert besucht. Seitdem finde ich es völlig richtig, dass die Band gepusht wird. Wäre ich Elon Musik, würde ich selber ne Million reinpumpen. Denn ich will Jennifer auch in 20 Jahren noch live sehen. Und Hand aufs Herz, mittlerweile ist mir völlig wurscht, wer die die Musiker um sie herum sind. Hauptsache es ist ein Team, das funktioniert. Mannomann was vermisse ich Konzerte...
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