Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 3. März 2021, 23:18

salisbury hat geschrieben:Gut, dass es Musiker gibt, die all diese schlimmen Sachen in ihren Texten verarbeiten. Ich krieg die Leipziger Glasscherben und das evil Schuhklackern am Trottior einfach nimmer aus dem Kopf. Corona ist echt n Witz dagegen.

Vor allem gibt's halt Bands, von denen sind alle tot, und die jammern auch nicht, obwohl sie immer noch spielen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Mittwoch 3. März 2021, 23:47

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Gut, dass es Musiker gibt, die all diese schlimmen Sachen in ihren Texten verarbeiten. Ich krieg die Leipziger Glasscherben und das evil Schuhklackern am Trottior einfach nimmer aus dem Kopf. Corona ist echt n Witz dagegen.

Vor allem gibt's halt Bands, von denen sind alle tot, und die jammern auch nicht, obwohl sie immer noch spielen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 3. März 2021, 23:52

salisbury hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Gut, dass es Musiker gibt, die all diese schlimmen Sachen in ihren Texten verarbeiten. Ich krieg die Leipziger Glasscherben und das evil Schuhklackern am Trottior einfach nimmer aus dem Kopf. Corona ist echt n Witz dagegen.

Vor allem gibt's halt Bands, von denen sind alle tot, und die jammern auch nicht, obwohl sie immer noch spielen.
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Vielleicht sollte man sich mit seiner Belustigung zurückhalten, wenn man keine Ahnung, was die Jungs durchgemacht haben? Natürlich ist der Satz "Keine anderen hat so viel durchgemacht wie wir" ziemlich sicher übertrieben, aber es wird schon nicht nur der Verlust des Proberaums wegen zu hoher Miete sein.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Donnerstag 4. März 2021, 00:05

Peter Kubaschk hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Gut, dass es Musiker gibt, die all diese schlimmen Sachen in ihren Texten verarbeiten. Ich krieg die Leipziger Glasscherben und das evil Schuhklackern am Trottior einfach nimmer aus dem Kopf. Corona ist echt n Witz dagegen.

Vor allem gibt's halt Bands, von denen sind alle tot, und die jammern auch nicht, obwohl sie immer noch spielen.
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Vielleicht sollte man sich mit seiner Belustigung zurückhalten, wenn man keine Ahnung, was die Jungs durchgemacht haben? Natürlich ist der Satz "Keine anderen hat so viel durchgemacht wie wir" ziemlich sicher übertrieben, aber es wird schon nicht nur der Verlust des Proberaums wegen zu hoher Miete sein.


Na, wenn du mehr weisst, schieß los. Ich find's trotzdem grad lustig und sehe keinen Grund aufzuhören, lustig zu sein ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 4. März 2021, 00:13

Spricht ihnen ja niemand ab, dass sie eine schwere Zeit gehabt haben mögen, aber derartige Superlative in Selbstbeschreibungen sind halt immer ein bisschen grenzwertig, wenn man einfach mal eine halbe Sekunde drüber nachdenkt, wie viele Bands es gibt, von denen kein einziges oder nur noch ein Gründungsmitglied mehr am Leben ist. Da ist ein Schmunzeln dann doch noch recht fair, finde ich. Andere Kreise würden die Band direkt der Relativierung von Flugzeugabstürzen bezichtigen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 4. März 2021, 00:20

Ach, mich nervt einfach ganz allgemein in letzter Zeit wie von oben herab verurteilt, sich lustig gemacht, alles besser gewusst wird, ohne einen blassen Schimmer zu haben. Geht natürlich auch gar nicht gegen mein geilebtes Blautier, der jetzt nicht besonders auffällig in dieser Hinsicht ist, aber ich habe da gerade echt wenig Verständnis und eine sehr kurze Schnur für.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 4. März 2021, 00:32

Das Gefühl kenne ich sehr gut. Es hat mich mal wieder weitgehend aus einem anderen Forum vertrieben. Wir waren hier aber bloß ein wenig albern, glaube ich.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Donnerstag 4. März 2021, 01:08

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Das Gefühl kenne ich sehr gut. Es hat mich mal wieder weitgehend aus einem anderen Forum vertrieben. Wir waren hier aber bloß ein wenig albern, glaube ich.


Haha, ja albern :). Wir ham ja nichtmal geschrieben, um was für eine Band es geht. Es weiß auch keiner, wer da des Nachts durch Leizig streift, außer er liest die Promozettel des aktuellen Soundchecks. Eigentlich mach ich mich nur über genau diese lustig. Nichtmal das, sie machen mich lustig. Da stehen halt auch immer wieder solche Sachen drin.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Donnerstag 4. März 2021, 03:29

Das war früher schon oft so, stilistisch, grammatikalisch, orthografisch, inhaltlich - da habe ich mich manchmal schon gefragt, ob die dafür gezielt Leute gesucht haben, die die Schule abgebrochen haben, sobald die Schulpflicht mit Ende der dritten Klasse beendet war, nachdem sie regelmäßig wegen Deutsch hängen geblieben waren, und sie dann zwei Wochen mit zu wenig (Zucker-)Wasser und einzig etwas Speed als fester Nahrung in den Keller gesperrt haben, und erst kurz vor Verrauchen der Deadline und mit ersten Anzeichen einer Drogenpsychose gab es dann die Musik, eine Bandbio und noch einen Thesaurus an den Kopf geworfen. Promozettel sind die weirdeste Textgattung überhaupt. Darüber müsste eigentlich mal irgendein verrückter Germanist eine Dr.-Arbeit schreiben. Das ist bestimmt auch noch akademisches Neuland, denn niemand bei Trost liest freiwillig diesen Schmarrn, außer in Bierlaune oder aus Masochismus.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Donnerstag 4. März 2021, 03:42

Ich glaube allerdings, die wenigsten Bands wissen überhaupt, was die Promoagenturen so raushauen, sondern sind einfach froh, sich nicht selbst darum kümmern zu müssen.

Und es gab da zu meiner Zeit schon auch einige Konjunkturwellen. Der Absurditätsgrad fluktuierte ziemlich. Zwei oder drei Jahre lang war es besonders schlimm, und bestimmt ein halbes Jahr lang habe ich alles sofort weggeschmissen, weil es einfach gar nicht mehr ging. Am krassesten waren so welche, die regelmäßig auf gelbes Papier gedruckt waren. Da wurde auch schonmal mitten im Nebensatz einfach abgebrochen und der nächste Sinnabschnitt gestartet. Oder es fehlte einfach das Verb. :lol:
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