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Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Das Album hätte ich höher bei dir erwartet, aber dein letzter Satz fasst es gut zusammen. Ich bin da nach wie vor nicht so richtig warm geworden mit.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Platz 7
JOHN PETRUCCI – Terminal Velocity ![]() Dieses Album besitze ich ja erst seit ca. 3 Wochen. Aber ich habe es schon ziemlich oft gehört, da es einfach verdammt viel Spaß macht. Das ist mitnichten, wie es viele vielleicht vermuten könnten, nur wirres Rumgefrickel. Nein. Ich finde, dass es sich hier um echte durchdachte Songs handelt die aber dennoch total frisch wirken und natürlich sehr virtuos dargeboten werden. Da wundert mich auch nicht besonders, da ich finde, dass Petrucci gerade auch bei den langsamen emotionalen Gitarrenparts ein Genie ist. Ob er der beste Gitarrist des Planeten ist weiß ich nicht, aber ich kann schon behaupten, dass er mein persönlicher Lieblingsgitarrist ist. Bei keinem anderen schmelze ich so dahin und stehe bei den schnellen Passagen so sehr mit offenem Mund da. Jedenfalls macht es irre viel Laune dem Gespann Petrucci/Portnoy zuzuhören. Es wird über die gesamte Spielzeit von immerhin 55 Minuten nie auch nur ansatzweise langweilig. Immer dann, wenn man denkt „…an dieser Stelle könnte Gesang einsetzen“ passiert eine Wendung oder etwas Interessantes. Ein paar Stellen erinnern einen natürlich auch an DT-Parts, aber es wird nicht übertrieben und auch passend eingebaut. Auch die Balance zwischen schnellen und ruhigeren Songs und Passagen passt sehr gut. Ein äußerst stimmiges und auch Freude bringendes Album mit einer sehr positiven Ausstrahlung und Energie. Wohl auch deswegen bestens zum Anhören beim Joggen geeignet.
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!SORCERER: Tolle Band, live eine totale Macht. Erinnere ich mich gerne an das "Leafmeal"-Festival 2015, wo die Schweden zu später Stunde einfach nur der Wahnsinn waren. Für mich ist das super Mucke, aber einfach zu generisch für dauerhafte Spitzenpositionen. So wie ich DGM im Progmetal mag, mich aber kein Album aufs Maximum fasziniert.
PETRUCCI: Ja, das ist eine ganz wunderbare, kurzweilige Scheibe geworden. Kommt auch bei mir recht weit oben vor, wenn auch nicht in den Top 10. Wie du schon sagst, fehlt der Gesang einfach überhaupt nicht. Und es macht einfach Freude, Petrucci spielen zu hören. Auch mein absoluter Lieblingsgitarrist, dessen Feeling leider viel zu oft mit dem "viele Noten sind keine Emotionen"-Totschlagargument weggebügelt wird.
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Ja, die PETRUCCI ist gut geworden und wird auch in meiner Jahresliste auftauchen. Bin fast etwas überrascht, wie heavy die Scheibe geworden ist, hätte damit gerechnet, dass er auch etwas genre-fremder unterwegs ist, aber schlimm ists natürlich nicht
![]() Meine Sammlung: http://www.musik-sammler.de/sammlung/jakobeh
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Platz 6
THE OCEAN COLLECTIVE – Phanerozoic II: Mesozoic I Cenozoic ![]() Dieses Kollektiv hat bei mir inzwischen einen verdammt hohen Stellenwert erreicht und war sicherlich eine meiner meistgehörten Bands in diesem Jahr. Von daher war die Spannung und Vorfreude auf den Nachfolger des bereits sehr guten ersten Phanerozoic-Teils aus dem Jahr 2018 immens hoch. War Teil 1 noch eher relativ typischer The Ocean-Stoff, so ist man bei Teil 2 schon eine ganze Ecke mutiger zu Werke gegangen. Das Album fällt ausladender, schwelgerischer und progressiver aus. Gleich der Opener bringt einen ziemlich monumentalen epischen Touch mit sich. Aber dennoch auf eine rockige fließende Art. Starkes Stück. Bereits an zweiter Stelle folgt dann mit „Jurassic I Cretaceous“ das Kernstück des Albums. In über 13 Minuten wird hier nahezu alles aufgefahren was möglich ist. Ein Song, der perfekt die übergroßen Themen der Band verkörpert. Das ist schlicht Weltklasse! Vor allem auch, weil das zumindest für meinen Geschmack, alles nicht total sperrig wirkt. Die Musik ist zwar natürlich sehr anspruchsvoll, aber für meine Ohren klingt das alles logisch und in sich stimmig. Jeder Ton scheint an der richtigen Stelle zu stehen. Und dann darf, wie schon auf Teil 1, auch noch eine meiner Lieblingsstimmen Jonas Renkse (ja, das ist so richtig geschrieben! ) ran. Die perfekte Veredelung eines eh schon genialen Songs. Nach diesen zwei Monstertracks zu Beginn geht es aber erstmal etwas unspektakulärer weiter. Während bei „Palaeocene“ mal etwas mehr die Keule geschwungen wird geht es beim Instrumental „Oligocene“ schon sehr schwelgerisch und vielleicht schon fast etwas zu plätschernd zu. Danach wird es aber wieder interessanter. Insbesondere das finale „Holocene“ ist wieder richtig stark, da es am ehesten wieder an die ersten beiden monumentalen Songs anknüpft. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Album. Aber für eine höhere Platzierung reicht es aufgrund des kleinen Durchhängers in der Mitte des Albums nicht. Zudem finde ich Teil 1, der im Laufe der Zeit noch enorm gewachsen ist, insgesamt noch einen Ticken besser. Und auch an die allerbesten Werke der Band kommt das hier insgesamt aus meiner Sicht nicht ganz heran.
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Platz 5
PSYCHOTIC WALTZ – The God-Shaped Void ![]() Für viele Fans ging mit diesem Comeback Album sicherlich ein Traum in Erfüllung. Auch wenn dieser sich schon seit längerem ankündigte. Der Traum ist dann aber nicht unbedingt nur, dass nach ca. 24 Jahren ein weiteres fünftes Album der Band erschien, sondern noch viel mehr noch mit welch hoher Qualität hier nach wie vor zu Werke gegangen wird. Bei mir persönlich hatte die Band ja trotz der vier wirklich tollen Alben aus den 90ern nie den wirklichen Status einer Lieblingsband inne. Und dennoch war ich sehr gespannt auf das Album. Und auch ich wurde nicht enttäuscht. Es klingt nicht wie die alten Alben, aber dennoch vertraut und total nach Waltz. Auch das ganze Drumherum passt. Tolles Cover, starke Produktion, cooler Albumtitel. Sowas finde ich auch immer wichtig. Die Songs sind mehr im Midtempo gehalten und bei weitem nicht so wahnwitzig wie früher. Der Gesang ist aber stark wie eh und je und auch die Querflöte darf hier und da wieder ran. Weiterhin sind insbesondere drei Nummern richtig genial. Und zwar „The Fallen“, While The Spiders Spin“ und „Sisters Of The Dawn“. Aber auch beim Rest ist keinerlei Füllmaterial dabei. Im Gegenteil. Auch der sogenannte, ins Album eingeflochtene Bonussong, „Season Of The Swarm“ auf dem schicken Digi passt genau dorthin und ist kein Deut schwächer als der Rest. Wirklich negativ ist eigentlich gar nix an dem Werk. Ich finde höchstens, dass das Album vielleicht ein kleinwenig mehr an Tempowechseln oder auch „Irrsinn“ hätte vertragen können. Aber vielleicht meint man das auch nur, weil man das aufgrund der alten Alben so erhofft hat. Vielleicht ist das Album aber auch genau wegen dem Verzicht darauf so stark. Ich weiß es nicht. Ist auch eigentlich egal. Letzten Endes ist es ein Comeback, wie man es sich kaum hätte besser erhoffen können.
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Nachdem ich zu PAIN OF SALVATION, PETRUCCI und THE OCEAN wenig sagen kann, weil es einfach zu weit vom Hauptinteressenbereich weg ist, haben wir bei PSYCHOTIC WALTZ dann eine Überschneidung, und zwar sowohl Top-10 als auch Top-5. Wo genau, weiß ich noch nicht, irgendwas zwischen 3 und 5 bei mir.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!
Das ist bei Dir für ein Progalbum schon sehr weit oben. Zumal du ja auch nie der Waltz-Überfan warst oder?!
Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!Hmm. Also ich bin zumindest ein sehr spät berufener Waltz-Fan. Als die Band ihre große Zeit hatte, war ich ja bekanntlich eher dabei in nordisch-finsteren Gefilden zu wildern, so dass ich die Sachen seinerzeit schon mitbekommen habe, aber es mich nicht allzu sehr interessiert hat. Wirklich intensiver beschäftigt habe ich mich mit Waltz erst, als ich mal Dead Soul Tribe beim Rock Hard Festival gesehen habe und da schon sehr vom Auftreten Devons beeindruckt war. Außerdem lief in diversen konspirativen Treffen mit den Herren Kollegen aus dem Hause auch viel Waltz, so dass ich dann doch irgendwann mitgenommen wurde.
Wobei vermutlich nicht, weil Waltz eine progressive Band ist, sondern eher obwohl es eine progressive Band ist. An Waltz weiß ich neben der völlig außergewöhnlichen Stimme auch den Querflöteneinsatz zu schätzen, und die Tatsache, dass die Band bei allem kompositorischen Anspruch und aller klanglichen und technischen Brillanz keine allzu langatmigen Songs schreibt, prägnante Refrains hat und für mein Empfinden songorientierter vorgeht, als manch andere Genrevertreter. Für mich zuvorderst eine eigenständige Band mit großartigem Gespür für Emotionen, Hooklines, Songs. Daher ist mir dann die Schublade letztlich egal. Ist sie eh, da mich ja hin und wieder auch mal eine eher typische Genre-Prog-Band mitnehmen kann (DANTE, THOUGHTS FACTORY...), aber PSYCHOTIC WALTZ ist eine Band, die für mich zu eigenwillig für eine Schubladisierung ist. alias Hugin der Rabe.
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Re: Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!THE OCEAN fand ich beim Soundcheck total anstrengend, das hat mir früher irgendwie besser gefallen.
Die WALTZ finde ich aber ebenfalls sehr stark. Da braucht man gar nicht unbedingt ein "Fan von früher" zu sein, finde ich. Genau so wie CIRITH UNGOL in diesem Jahr.
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