Steven Wilson

Re: Steven Wilson

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 26. April 2020, 23:35

Pillamyd hat geschrieben:Ihr habt aber schon mitbekommen warum er das Album verschoben hat, oder?


Was mich angeht: Nein. Hab mich mehr auf Eikes Beitrag und das generelle Phänomen der zahlreichen verschobenen Alben bezogen, nicht konkret auf Wilson oder Enslaved. Klar, wenn die Produktion nicht so fertig wurde, wie sie sein sollte, dann ist das natürlich immer ein Argument; ich würde auch kein Produkt unfertig heraus bringen, nur um nicht verschieben zu müssen. Aber Enslaved stand ja ganz kurz vor VÖ, die erst auf Mai geplant war, da würde ich nun nicht denken, dass da das Album nicht komplett im Kasten war. Ist ja auch eine hochprofessionelle Band.
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Nils Macher » Montag 27. April 2020, 08:42

Eike hat geschrieben:Verstehe nicht, was der Quatsch soll. Wirkt eher peinllich, so als stünden sie nicht hinter ihren Produkten und könnten aus dem Drecksmaterial höchstens live noch was rausholen.


Wirkt peinlich. Ja, dein Beitrag. Also ganz ehrlich Eike, was soll das denn? Dir fehlt doch eigentlich nicht das nötige Reflexionsvermögen, um deine Aussage direkt nach dem Tippen peinlich zu finden.

Wenn du als Künstler neben dem eigentlich Album noch etliche Nebenschauplätze laufen hast, die zum Konzept dazu gehören, willst du darauf verzichten? Und wenn deine Haupteinnahmequelle, nämlich Konzerte, wegbricht? Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich im September in Oberhausen stehe und seinem Konzert beiwohne. Macht ohne neues Album in diesem Fall auch gar keinen Sinn.
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 27. April 2020, 13:15

Auf den Gedanken, dass die Bands Alben verschieben, weil sie von deren Inhalt nicht überzeugt sind, wäre ich nun auch nicht gekommen.

Halt eher darauf, dass man den Effekt der Corona-Krise auf den Verkauf von Alben überbewertet. Wie schon gesagt, denke ich, dass sich das nicht viel geben oder nehmen wird, mit oder ohne Krise, was die Verkäufe angeht.

(-) manche Leute haben weniger Geld zur Verfügung
(-) manche haben so viele Sorgen, dass sie sich nicht mit neuer Musik befassen können oder wollen

(+) manche Leute haben sehr viel mehr Zeit am Internet und kaufen daher mehr Alben ein, auf die sie zufällig stoßen, als sonst (ich zum Beispiel)
(+) manche Leute kaufen ganz bewusst Downloads und Alben, um speziell ihre Lieblingskünstler gerade jetzt zu unterstützen
(+) manche Leute lenken sich durch Musik von ihren Sorgen und Nöten ab

Bei den Charts kann es natürlich eine Rolle spielen, dass ein Album möglichst konkurrenzfrei in einer Phase erscheint, wo die Primärzielgruppe besonders spendierfreudig ist und der Protagonist gerade auf Tour oder Promotour. Keine Frage.

Wenn es natürlich - wie ihr, du und Peter sagt - bei dem Herrn Wilson alles so minutiös abgestimmt ist, dass da alles zahnrädchenmäßig in einander greifen muss, damit die Rechnung aufgeht, dann ist das alles schön und gut und eine Verschiebung auch nachvollziehbar und in Ordnung. Diese Wichtigkeit des Herren war mir halt bislang entgangen. Wusste halt, dass der ein paar Scheiben von Hawkwind und Jethro Tull für Audiophile remixt hat und bei irgend einer Progband (Porcupine Tree musste ich nachschlagen, hatte C&C ode Pineapple Thief im Kopf, aber die verwechsle ich immer) singt und dies auf seinem Soloalbum titulär verweigte. Dass der aber möglicherweise sogar populärer ist als Tom Angelripper und Chris Boltendahl zusammen, und sogar ins Morgenmagazin und den ZDF-Fernsehgarten eingeladen wird und damit auf einem Popularitätslevel mit Andy Brings steht, war mir in der Tat entgangen. Ich kenne definitiv so ca. 50x mehr Leute, die Chris Boltendahl kennen, als Leute die Steven Wilson kennen. Wobei wahrscheinlich 95% der Leute, die ich kenne, keinen von beiden kennen. So ist das, mit der Welt und den Steinen, unter denen man leben kann.
;-)
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Nils Macher » Montag 27. April 2020, 13:34

STEVEN WILSON ist (leider) kommerziell eine so große Nummer geworden, dass er die gleichen Hallen wie NIGHTWISH voll macht und halt auch im Mainstream-Fernsehen zu sehen ist. Da aber auch DORO schon im Frühstücksfernsehen war, würde mich auch Chris Boltendahl dort nicht mehr wundern ;-)
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 27. April 2020, 15:36

Ah, NIGHTWISH-Kategorie und Hallen. Das geht ja noch. Bei Peter las sich das fast so, als wäre mir da ein noch viel dickerer Fisch durch die Lappen gegangen.
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 27. April 2020, 15:41

Wilson fühlt sich nur als noch dickerer Fisch.
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 27. April 2020, 16:05

Peter Kubaschk hat geschrieben:Wilson fühlt sich nur als noch dickerer Fisch.


Also so etwas wie der Kanwulf des Prog? Dann weiß ich Bescheid.
:subber:
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Nils Macher » Montag 27. April 2020, 16:46

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Wilson fühlt sich nur als noch dickerer Fisch.


Also so etwas wie der Kanwulf des Prog? Dann weiß ich Bescheid.
:subber:


Ja. Nur musikalisch fähiger und bedeutender.
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Eike » Montag 27. April 2020, 16:48

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Wilson fühlt sich nur als noch dickerer Fisch.


Also so etwas wie der Kanwulf des Prog? Dann weiß ich Bescheid.
:subber:

Ja, so in etwa wirkt das auf mich. Da kann Nils sich das alles schön rationalisieren als "Gesamtkunstwerk" oder whatever, aber für mich zeugt das überhaupt nicht von erhöhtem Reflektionsvermögen, sondern von psychologischen Bedürfnissen nach Drumherum- und Schönreden.
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Re: Steven Wilson

Beitragvon Nils Macher » Montag 27. April 2020, 17:09

Eike hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Wilson fühlt sich nur als noch dickerer Fisch.


Also so etwas wie der Kanwulf des Prog? Dann weiß ich Bescheid.
:subber:

Ja, so in etwa wirkt das auf mich. Da kann Nils sich das alles schön rationalisieren als "Gesamtkunstwerk" oder whatever, aber für mich zeugt das überhaupt nicht von erhöhtem Reflektionsvermögen, sondern von psychologischen Bedürfnissen nach Drumherum- und Schönreden.


Ach, Eike. Woher nimmst du dir das Recht, so grotesk absolut zu urteilen, ohne die Details zu kennen? Und was soll das Verschieben eines Albums mit Schönreden zu tun haben? Das verstehe ich nicht.

Die Diffamierung meines Posts kannst du dir gerne sparen, denn ich habe versucht, das Thema etwas objektiver zu beleuchten. Das Wort "Gesamtkunstwerk" habe ich nicht verwendet, das kannst du gerne in Anführungszeichen schreiben. Woher kommt denn aber die negative Konnotation deinerseits? Hast du mehr Recht als der Künstler, zu beurteilen, was "dazu" gehört und was nicht? Ganz schön arrogant.
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